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Klausentaler Mühle: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Mühle soll im Jahre 1621 beim Durchzug der [[Mansfeldsche Truppen|Mansfeldschen Truppen]] zerstört worden sein. Dies geht aus einem Schaffnerei Brief des [[Oberamt Kirrweiler|Amtes Kirrweiler]] aus dem Jahre 1631 hervor. Dieser Brief wird im Verzeichnis, der [[GLA Ka 78 Nr.1072|Beschreibung aller im Hochstift Speyer sich befindenden Mühlen und Ziegelhütten 1721]], aus dem Jahre 1721 erwähnt. [[Leonhardt (1928)]] datiert die Zerstörung auf das Jahr 1621<ref>[[Leonhardt (1928)]], Seite 111</ref>. {{Zitattext|Text=Die Mühle wurde im Jahre 1621 von den Mansfeldschen Truppen "ganz und gar verderbt" und abgebrochen und nicht mehr aufgebaut.|Zitierung=Leonhardt (1928)/Seite 111}}. Die Datierung mit 1621 lässt sich aus den Kriegszügen von [[Peter Ernst Mansfeld]] II durchaus ableiten.
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Aktuelle Version vom 12. März 2018, 12:34 Uhr

Mühlen in Alsterweiler: Klausentaler Mühle, Obermühle

Klausentaler Mühle (auch: Clausendahler Mühle[1][zit 1]) war ein Mühlenkomplex im gleichnamigen Klausental. Es handelte sich um eine oberschlächtige Mühle. Derartige Mühlen wurden insbesondere bei schwacher Wasserfracht des Mühlenbaches (Hitschbach) eingesetzt. Im frühen 18. Jahrhundert gab es in Alsterweiler (mit Maikammer) noch vier Mühlen.

Die Mühle soll im Jahre 1621 beim Durchzug der Mansfeldschen Truppen zerstört worden sein. Dies geht aus einem Schaffnerei Brief des Amtes Kirrweiler aus dem Jahre 1631 hervor. Dieser Brief wird im Verzeichnis, der Beschreibung aller im Hochstift Speyer sich befindenden Mühlen und Ziegelhütten 1721, aus dem Jahre 1721 erwähnt. Leonhardt (1928) datiert die Zerstörung auf das Jahr 1621[2]. "Die Mühle wurde im Jahre 1621 von den Mansfeldschen Truppen "ganz und gar verderbt" und abgebrochen und nicht mehr aufgebaut." Leonhardt (1928)/Seite 111 . Die Datierung mit 1621 lässt sich aus den Kriegszügen von Peter Ernst Mansfeld II durchaus ableiten.

Die Mühle wird auch in einer Anekdote erwähnt. Demnach soll der Hitschbach, der das Mühlwasser lieferte, generell wenig Wasser geführt haben. Damit war ein Mahlen nur in gemütlichem Tempo möglich. Daraus erklärt sich auch die Einschätzung des Camerals des Hochstifts im Jahre 1721, daß es sich nicht lohne, die Mühle wieder aufzubauen. Sie habe ohnehin nur einen Ertrag von 2 Malter Korn erbracht.

Das zugehörige Attribut lautet: ist Mühle.

Systematik:

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Hochstift Speyer (1721), ‹Beschreibung aller im fürstlichen Hochstift Speyer sich befindenden Mühlen= und Ziegelhütten›. Generallandesarchiv Karlsruhe (Bruchsal Generalia (Hochstift Speyer)), Bestand: 78, Nr(n): Nr.1072, Karlsruhe, (CMS 790).
  2. Leonhardt (1928), Seite 111

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Klausentaler Mühle gehört den Kategorien an: Wirtschaftshof, Wüstung

Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 12.03.2018". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Klausentaler Mühle. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Klausentaler Mühle ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 19.04.2026 ↑... Seitenanfang