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Mit dem 29. Juni 1930 wird {{PAGENAME}} offiziell mit Wohnsitz ''"auf der Kalmit (Wetterwarte)"''<ref group=zit>Meldekartei Gemeinde Maikammer.</ref> geführt. Ein offiziell gemeldeter Wegzug ist nicht eingetragen. Als Beruf wurde "Assistent an der B.(Bayerischen) Landeswetterwarte - Beobachter d. Kalmit Wetterwarte" angegeben. Im Jahre 1939 war {{PAGENAME}} Flugmeteorologe bei der Wetterwarte in München-Oberwiesenfeld<ref group=zit>Ich kenne Herrn Dr. Karl Sonntag, Meteorologe, Gründwald, Hugo-Junkers-Straße 15, seit 1939, wo er Flugmeteorologe an der Wetterwarte München-Oberwiesenfeld war." In: Model, Ernst. In: Generalfeldmarschall Hugo Sperrle: ein Leben für die Pflicht; Band 2 / Stirenberg, André, Band II, Seite 821.</ref><ref>"Die  verschiedenen  Kommandeure  waren  voll  und  ganz  überzeugt,  daß  in  allernächster  Zukunft  nicht  mit  einem  Angriff  gerechnet  werden  mußte.  Ihre  Überlegungen  fußten  auf  sorgfältig  ausgewerteten  Darstellungen  der  Wetterlage  während  der  alliierten  Landungen  in  Nordafrika,  Italien  und Sizilien. Von Fall zu Fall waren die Bedingungen un-terschiedlich gewesen, aber den Meteorologen, z.B. Stöbe und  seinem  Chef  in  Berlin,  Dr.Karl  Sonntag,  war  aufgefallen,  daß  die  Alliierten  noch  nie  eine  Landung  versucht  hatten,  wenn  nicht  fast  sichere  Aussicht  auf  günstiges  Wetter  –  besonders  für  die  Unterstützung  aus  der  Luft  –  bestand.  Für  den  methodischen  deutschen  Verstand  war  ein  Abweichen  von  der  Regel  undenkbar;  das  Wetter  mußte genau richtig sein, oder die Alliierten würden nicht angreifen. Und das Wetter war nicht genau richtig." (Der längste Tag, Normandie 6. Juni 44 / Seite 115, https://epdf.tips/der-langste-tag-normandie-6-juni-1944.html).</ref>.
 
Mit dem 29. Juni 1930 wird {{PAGENAME}} offiziell mit Wohnsitz ''"auf der Kalmit (Wetterwarte)"''<ref group=zit>Meldekartei Gemeinde Maikammer.</ref> geführt. Ein offiziell gemeldeter Wegzug ist nicht eingetragen. Als Beruf wurde "Assistent an der B.(Bayerischen) Landeswetterwarte - Beobachter d. Kalmit Wetterwarte" angegeben. Im Jahre 1939 war {{PAGENAME}} Flugmeteorologe bei der Wetterwarte in München-Oberwiesenfeld<ref group=zit>Ich kenne Herrn Dr. Karl Sonntag, Meteorologe, Gründwald, Hugo-Junkers-Straße 15, seit 1939, wo er Flugmeteorologe an der Wetterwarte München-Oberwiesenfeld war." In: Model, Ernst. In: Generalfeldmarschall Hugo Sperrle: ein Leben für die Pflicht; Band 2 / Stirenberg, André, Band II, Seite 821.</ref><ref>"Die  verschiedenen  Kommandeure  waren  voll  und  ganz  überzeugt,  daß  in  allernächster  Zukunft  nicht  mit  einem  Angriff  gerechnet  werden  mußte.  Ihre  Überlegungen  fußten  auf  sorgfältig  ausgewerteten  Darstellungen  der  Wetterlage  während  der  alliierten  Landungen  in  Nordafrika,  Italien  und Sizilien. Von Fall zu Fall waren die Bedingungen un-terschiedlich gewesen, aber den Meteorologen, z.B. Stöbe und  seinem  Chef  in  Berlin,  Dr.Karl  Sonntag,  war  aufgefallen,  daß  die  Alliierten  noch  nie  eine  Landung  versucht  hatten,  wenn  nicht  fast  sichere  Aussicht  auf  günstiges  Wetter  –  besonders  für  die  Unterstützung  aus  der  Luft  –  bestand.  Für  den  methodischen  deutschen  Verstand  war  ein  Abweichen  von  der  Regel  undenkbar;  das  Wetter  mußte genau richtig sein, oder die Alliierten würden nicht angreifen. Und das Wetter war nicht genau richtig." (Der längste Tag, Normandie 6. Juni 44 / Seite 115, https://epdf.tips/der-langste-tag-normandie-6-juni-1944.html).</ref>.
  
 
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Sein Arbeitsplatz war lange Zeit am Marsplatz 1, im Wittelsbacher Gymnasium. Dort teilten sich zwei Gymnasien, das Wittelsbacher Gymnasium und die Ludwigsoberrealschule den Platz.
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Aus Platzgründen (das alte Schulgebäude wurde im Krieg stark beschädigt) wurde im Zweischichtbetrieb Unterricht mit bis zu 36 Schülern in einer Klasse. Am 19. September 1957 erfolgte der erste Spatenstich für einen neuen Schulbau im Neufriedenheimer Park. Zum Schuljahr 1959/60 konnte im neuen Gebäude an der Fürstenriederstrasse der Unterricht aufgenommen werden.
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Seit dem Schuljahr 1960 übernahm Karl Sonntag die Leitung der Schülerlesebücherei. Ebenfalls wird er als Vertrauenslehrer der Schülerschaft gennant, was ihn als besonders beliebt darstellen lässt<ref>Text aus dem Jahresbericht 1964/65, mit der Verabschiedung Herrn Dr. Sonntags in den Ruhestand.</ref>.
  
 
==Veröffentlichungen==
 
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Version vom 4. Januar 2024, 09:38 Uhr

Karl Sonntag ·Karl Sonntag/Schriftgut ·Karl Sonntag/Veröffentlichungen
Quelle: Jantzen, Hinrich (1977). Namen und Werke (4), Seite 259.

Karl Sonntag (*7. Februar 1900 in München[1], †09.09.1978 in Feldafing am Starnberger See[2][zit 1][3][4]) leitete ab dem 29. Juni 1930 die Wetterwarte auf der Kalmit. Sein Wohnort wird am 29. Juni 1930 mit "Kalmithaus" angegeben. Zugezogen war Karl Sonntag von München.

Karl Sonntag war verheiratet mit Ilse Weis (*4. Februar 1906 in Zwickau[5], †11. April 1969[6][7])[zit 2]. Die Eheleute Karl und Ilse Sonntag (verh. seit 1931, Ilse verst. 1969[8]) waren beide als Dr. phil promoviert. Karl Sonntag war ein sehr guter Klavierspieler und komponierte gerne in der Nacht[9].

Die Eltern von Karl Sonntag waren Eduard Sonntag, Oberstleutnant a. D. und Oberpostdirektor in München, verheiratet mit Erna Vierling.[lit 1].

Tätigkeit

Meteorologe

Mit dem 29. Juni 1930 wird Karl Sonntag offiziell mit Wohnsitz "auf der Kalmit (Wetterwarte)"[zit 3] geführt. Ein offiziell gemeldeter Wegzug ist nicht eingetragen. Als Beruf wurde "Assistent an der B.(Bayerischen) Landeswetterwarte - Beobachter d. Kalmit Wetterwarte" angegeben. Im Jahre 1939 war Karl Sonntag Flugmeteorologe bei der Wetterwarte in München-Oberwiesenfeld[zit 4][10].

Im Jahre 1932 hat Karl Sonntag auf der Kalmit das phänologische Beobachtungsfeld angelegt.

Schuldienst

Karl Sonntag beginnt seinen Dienst als Lehrer im Schuljahr 1950/51[11]. Er unterrichtete in den Fächern Deutsch, Geschichte und Erdkunde. Zunächst begann Karl Sonntag als Studienrat, er wurde dann im Schuljahr 1952/53 zum Studienprofessor und ab dem Schuljahr 1958/59 zum Oberstudienrat befördert.

Sein Arbeitsplatz war lange Zeit am Marsplatz 1, im Wittelsbacher Gymnasium. Dort teilten sich zwei Gymnasien, das Wittelsbacher Gymnasium und die Ludwigsoberrealschule den Platz.

Aus Platzgründen (das alte Schulgebäude wurde im Krieg stark beschädigt) wurde im Zweischichtbetrieb Unterricht mit bis zu 36 Schülern in einer Klasse. Am 19. September 1957 erfolgte der erste Spatenstich für einen neuen Schulbau im Neufriedenheimer Park. Zum Schuljahr 1959/60 konnte im neuen Gebäude an der Fürstenriederstrasse der Unterricht aufgenommen werden.

Seit dem Schuljahr 1960 übernahm Karl Sonntag die Leitung der Schülerlesebücherei. Ebenfalls wird er als Vertrauenslehrer der Schülerschaft gennant, was ihn als besonders beliebt darstellen lässt[12].

Veröffentlichungen

Die Anzahl der Veröffentlichungen von Karl Sonntag beträgt 10.

TitelJahrAnmerkungenZitat
Aufgaben des Kalmitobservatoriums1929
Die Eigenschaften der Luftkörper in Neustadt/Haardt und auf der Kalmit1931
Klimaforschung im Weinbaugebiet1931
Die kühle Kalmit1931
Das Kalmitobservatorium bei Neustadt an der Haardt in der Pfalz1931
Der Flug der Kirschfliege (Rhagoletis cerasi L.) in seiner Bedeutung zu Fruchtreife und Witterung, mit grundsätzlichen Eröterungen über die Erfassung von Wetterfaktoren1932Der Beitrag handelt von einer Untersuchung in Neustadt bei der Versuchsanstalt.
Studien über die hypsographische Kurve (Dissertation)1932
Das Klima des Pfälzer Weinlandes1936
Bericht über die Arbeiten des Kalmitobservatoriums in den Jahren 1932 und 19331936Andere Stelle: SONNTAG, Karl, 1934. Bericht über die Arbeiten des Kalmitobservatoriums in den Jahren 1932 und 1933. München: Mühlthaler
Die ersten Anfänge auf der Kalmit: z. 10jähr. Bestehen d Kalmit-Wetterwarte1937

Funktion

Wohnort Kalmit


Weblinks

Literatur

    • Jantzen, Hinrich (1977). Namen und Werke, 4 = Bd 12/4: Biographien und Beiträge zur Soziologie der Jugendbewegung Quellen und Beiträge zur Geschichte der Jugendbewegung. Deutschland: Dipa-Verlag.
    • Der längste Tag, Normandie 6. Juni 44 / Seite 115, https://epdf.tips/der-langste-tag-normandie-6-juni-1944.html

Einzelnachweise

  1. Meldekartei der Gemeinde Maikammer.
  2. Stadtarchiv Feldafing am Starnberger See mit Nachricht vom 28.11.23 (Nachricht 1).
  3. Aufenthaltsort in den Jahren bis 1946 Gräfelfing, danach Grünwald bei München und ab 1951 in Feldafing.
  4. Jantzen, Hinrich (1977). Namen und Werke, 4 = Bd 12/4: Biographien und Beiträge zur Soziologie der Jugendbewegung Quellen und Beiträge zur Geschichte der Jugendbewegung. Deutschland: Dipa-Verlag, an mehreren Stellen.
  5. Meldekartei der Gemeinde Maikammer.
  6. Stadtarchiv Feldafing am Starnberger See mit Nachricht vom 28.11.23.
  7. Jantzen, Hinrich (1977). Namen und Werke, 4 = Bd 12/4: Biographien und Beiträge zur Soziologie der Jugendbewegung Quellen und Beiträge zur Geschichte der Jugendbewegung. Deutschland: Dipa-Verlag, Seite 259.
  8. Jantzen, Hinrich (1977). Namen und Werke, 4 = Bd 12/4: Biographien und Beiträge zur Soziologie der Jugendbewegung Quellen und Beiträge zur Geschichte der Jugendbewegung. Deutschland: Dipa-Verlag, Seite 259
  9. Auskunft Stadtarchiv Feldafing am Starnberger See mit Nachricht vom 29.11.23 (Nachricht 2).
  10. "Die verschiedenen Kommandeure waren voll und ganz überzeugt, daß in allernächster Zukunft nicht mit einem Angriff gerechnet werden mußte. Ihre Überlegungen fußten auf sorgfältig ausgewerteten Darstellungen der Wetterlage während der alliierten Landungen in Nordafrika, Italien und Sizilien. Von Fall zu Fall waren die Bedingungen un-terschiedlich gewesen, aber den Meteorologen, z.B. Stöbe und seinem Chef in Berlin, Dr.Karl Sonntag, war aufgefallen, daß die Alliierten noch nie eine Landung versucht hatten, wenn nicht fast sichere Aussicht auf günstiges Wetter – besonders für die Unterstützung aus der Luft – bestand. Für den methodischen deutschen Verstand war ein Abweichen von der Regel undenkbar; das Wetter mußte genau richtig sein, oder die Alliierten würden nicht angreifen. Und das Wetter war nicht genau richtig." (Der längste Tag, Normandie 6. Juni 44 / Seite 115, https://epdf.tips/der-langste-tag-normandie-6-juni-1944.html).
  11. Jahresbericht Jahresbericht 1950/51 der XXX Schule. Für den Zeitraum davor gab es kriegbedingt keine schriftlichen Aufzeichnungen (Zeitraum 1947-49,nur eine Rückschau von 1942-1950).
  12. Text aus dem Jahresbericht 1964/65, mit der Verabschiedung Herrn Dr. Sonntags in den Ruhestand.

Anmerkungen

Zitate

  1. Sonntag hat vom 07.08.1951 bis zum Tod in Feldafing am Starnberger See gelebt.
  2. Sie war die Tochter von Friedrich Richard Adolf Weis und Auguste Marie Elisabeth Keil. Der Vater von Ilse Weis, Friedrich Richard Adolf Weis wiederum war der Sohn des Generalkonsuls für Peru (in Dresden) Johann Daniel Adolf Weis. Er war verheiratet mit Susanna Hintz. Susanne Hintz war die Tochter des praktischen Arztes Adolf Friedrich Heinrich Ferdinand Keil und der Ehefrau Johanna Maria Oehlschlägel, beide Zwickau. Der Arzt verstarb in Weißenborn. Ein Zeuge war der Bergingenieur Karl Friedrich Kästner (74 Jahre) aus Zwickau.
  3. Meldekartei Gemeinde Maikammer.
  4. Ich kenne Herrn Dr. Karl Sonntag, Meteorologe, Gründwald, Hugo-Junkers-Straße 15, seit 1939, wo er Flugmeteorologe an der Wetterwarte München-Oberwiesenfeld war." In: Model, Ernst. In: Generalfeldmarschall Hugo Sperrle: ein Leben für die Pflicht; Band 2 / Stirenberg, André, Band II, Seite 821.

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Karl Sonntag gehört den Kategorien an: Person (Alsterweiler), Meteorologe

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