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Wittum
Wittum (auch Wittumb, (fälschlich auch Widdum[1]) war ursprünglich der vom Bräutigam an den Vormund der Braut zu zahlende Kaufpreis. Damit erhielt der Bräutigam die vormundschaftliche Gewalt über die Braut.
Später wird Wittum als eine Zuwendung des Mannes an die Frau zu deren Versorgung im Witwenstande (Doarium, Dotalicium, Vidualicium, Leibgedinge) verstanden[2]. Es konnte in lebenslänglichem Nießbrauch an Grundstücken bestehen oder auch die zum standesgemäßen Unterhalt der Witwe eines Adligen zu gewährende Leistung benennen.
Wittum wird in Urkunden zu Alsterweiler[3] verwendet:
| Schlagwort | Aussteller | Empfänger | |
|---|---|---|---|
| StA Wt R-US 1530 Januar 13 | Niederhochstadt Oberstein Löwenstein Scharfeneck Talheim Wittum | Margarethe von Talheim |
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Meyers Großes Konversationslexikon Bd. 6, Sp. 704 bis 706, abgerufen über woerterbuchnetz.de /abgerufen 03. Juli 2017
- ↑ Meyers Großes Konversationslexikon Bd. 6, Sp. 704 bis 706, abgerufen über woerterbuchnetz.de /abgerufen 03. Juli 2017
- ↑ Pfälzisches Wörterbuch schreibt dazu (Bd. 6, Sp. 1421 bis 1422) abgerufen über woerterbuchnetz.de /abgerufen 3. Juli 2017: Wittum: 1. 'Vorbehaltgut (Ländereien) nach der Erbteilung', Widdem (widəm) [lothr. SWPf], Wirrem (wirəm) [ Ort in der Karte anzeigen IB-Rubh], Willem (wiləm) [ Ort in der Karte anzeigen IB-Bliesmg/Bolch]. — 2. 'Pfarrgut, Kirchengut', Widdum [Hussong Kirkel 131], ältere Mda.: Wirr'm [Hussong Kirkel 131]; Zs.: PfWB Pfarr-, PfWB Kirchenwittum. a. 1465: oben an der Pastorey wiedem [SpeyHochst. B. 56 (LA-Roschb)]. a. 1493: Neubeforchung und Undergang aller Güter des Widdumbs der Pastorien [Glasschröder 179 (LU-Mundh)]. — 3. FlN, mda. im Willem [ Ort in der Karte anzeigen IB-Blieskst]. a. 1297: bi der wideme [Lam 1 49v]. a. 1447: Item 2 firtel geforch oben den wideme [Kurpf. 819 (LU-Ruchh)]. a. 1519: 1½ morgen off Setzling geforch dem withum [Kurpf. 884 (RO-Duchr/O'hs)]. a. 1563: zuschen Bentzen Peters verlaßener witfrau vnd vf dem widumb [Lgb. Dirmstein]. — Mhd. wideme, widem, widen m. f. 'Brautgabe, Dotierung einer Kirche, eines Klosters bes. mit Grundstücken' ( Lexer Lexer III 821/22); zu mhd. widemen 'stiften, zueignen, ausstatten, dotieren' ( Lexer Lexer III 822; Kluge-Seebold23 889, 895). — RhWB Rhein. IX 494 Widum; ElsWB Els. II 793 Widem.
Anmerkungen
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