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Dalheim (Familienname): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 30. Januar 2017, 14:54 Uhr

Die Familie Dalheim (auch: Talheim[1], Dhalheim[2]) ist in unterschiedlichen Regionen nachweisbar[3]. Es ist ungklärt, ob die Talheim einen einheitlichen Familienverband bilden[4]. Ihre Beziehung zur Pfalz bestand aus einem Burglehen Kestenburg, ihre Beziehung zu den Oberstein (Kredenburger Linie) und aus einer Bindung an den Bischof von Speyer.[5]

Wappen Dalheim für Alsterweiler, wie auf dem Grabmal Oberstein abgebildet. Es handelt sich um die Dalheim bei Eberbach.
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Wappen Dalheim aus dem Lehnbuch des Bischofs Matthias Ramung (Speyer).
©Wappenbuch des Matthias Ramung[6]

Wappen Grabmal Oberstein

Das Wappen auf dem Grabmal Oberstein verweist auf die Talheim bei Eberbach. Möglicherweise stammten alle Dalheimer/Talheimer von der Linie aus dem bei Lauffen liegenden Talheim bei Heilbronn[lit 1]. Die von Dalheim oder von Talheim treten erstmals im Jahr 1230 als Ritteradel[beg 1] in Erscheinung. Wie viele andere bedeutende Familien teilte sie sich in mehrere Zweige auf, die durch sogenannte Beinamen unterschieden werden. Zu den bedeutenden Beinamen der Dalheim zählt der Name Hegning[lit 2].

Schreibweise Talheim

Die Schreibweise des Namens war zunächst "Talheim". Aber schon im 15. Jahrhundert lässt sich "Dalheim" nachweisen, das von den letzten Namensträgern - so auch im Falle der Nachweise in Alsterweiler - überwiegend geführt wurde[7]. Die Schreibweise Dala ist auf die Auswertung von Remling zurückzuführen, der sich auf die Regesten[urk 1] des Landesarchivs Speyer bezieht.

Das Geschlecht war hauptsächlich am mittleren Neckar[web 1] und im Kraichgau[web 2] begütert, verfügte aber auch über sog. Fernbesitz in den Gemeinden Deidesheim und Kirrweiler (Pfalz)[8].

Dalheim (Familienname){{#if: Eberbach |: 48° 55' 38.59" N, 8° 3' 58.60" E
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Linien Dalheim

Unter diesem Namen treten am Oberhein mehrere Geschlechter verschiedenen Stammes und Wappens auf. "Die Zutheilung der Personen auf die einzelnen Stämme kann, wo dies durch Siegel nicht begründet ist, nur eine muthmaßliche sein."[9][10]

Eindeutig zuzuordnen ist das Wappen der Dalheim in Alsterweiler. Auf dem Grabmal Oberstein ist das Wappen dargestellt. Setzt man dies mit den Recherchen von Knobloch in Verbindung, zeigt sich folgendes Bild:

Dahlheim von Eberbach führen in einem von Spitzen gespaltenen Schilde eine aufsteigende Spitze wechselnder Farben. Die Helmzier zeigt übereck geteilte Büffelhörner. Zu diesem Wappen gehören:

Hans von Dalheim

Hans von Dalheim. Er besiegelt 1460 eine Urkunde des Klosters Gengenbach[11].

Margarethe von Dalheim

- Margarethe von Dalheim. Sie erscheint 1468 in einer Urkunde als Tochter von Hans von Dalheim (Sohn des Dietrich) und dessen Ehefrau Beatrix von Altdorf und als Ehefrau von Herman von Zuttern (Zeubern) mit Verschreibungen für Deidesheim und Kirrweiler (Pfalz).[12]

- Margaretha von Dalheim. Sie erscheint 1480 als Witwe von Hermann von Zuttern und 1513 als Witwe von Caspar Widergrün von Stauffenberg, eine Korngülte in Appenweier verkaufend[13]. Es dürfte sich damit um die gleiche Person wie oben handeln.

- Margarete von Dalheim. Sie war die Ehefrau von Viax von Oberstein. Ihr Vater war Johannes von Dalheim, die Mutter Katharina von Randeck (siehe dazu Grabmal Oberstein.

Des weiteren werden für das Domkapitel folgende Personen benannt:

Gerhard von Talheim

- Gerhard von Talheim (1360-1373) sowie Helfried von Talheim (1276-1291)[14]

Simon von Talheim

- Simon von Talheim, vermutlich ein Sohn des Simon von Talheim, der als königlich-pfälzischer Haushofmeister in Erscheinung getreten ist.[15]

In der Stammtafel von Henschel wiederum taucht Hans von Dalheim für den Zeitraum 1433/1482 mit einem Vater Dieter von Dalheim für 1406, 1409, 1427 auf. Dies würde zu den o.g. Einträgen passen. Dieter von Talheim war verheiratet mit einer Margarete von Hoffenheim. In der gleichen Stammtafel tauchen auch die erwähnten Gerhard von Talheim und Helfried von Talheim auf. [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22]

Ursula von Dalheim

Ursula von Dalheim wird[23] ebenfalls dem Rauenberger Zweig zugeordnet.

Weblinks

  1. de.wikipedia.org/wiki/Neckar Der mittlere Neckar
  2. //de.wikipedia.org/wiki/Kraichgau Der Kraichgau

Literatur

  1. Henschel, Hans-Dietrich (1995), ‹Rauenberg und die Junker von Dalheim Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung.› XIV (Band Seite(n): 107-125). (CMS 98).
  2. Henschel, H.-D. (1995) Rauenberg und die Junker von Dalheim. IN Hg. (Ed.), Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung. Eppingen, Seite 107

Einzelnachweise

  1. XXX
  2. XXX
  3. Knobloch
  4. Fouquet, Seite 825
  5. Henschel, H.-D. (1995) Rauenberg und die Junker von Dalheim. IN Hg. (Ed.), Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung. Eppingen, Seite 119
  6. Henschel, H.-D. (1995) Rauenberg und die Junker von Dalheim. IN Hg. (Ed.), Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung. Eppingen, Seite 108
  7. Henschel, H.-D. (1995) Rauenberg und die Junker von Dalheim. IN Hg. (Ed.), Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung. Eppingen, Seite 107
  8. Fouquet, G. (1987) Das Speyerer Domkapitel im späten Mittelalter (ca. 1350-1540): Adlige Freundschaft, fürstliche Patronage und päpstliche Klientel Mainz, Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Seite 714ff.
  9. Knobloch, Seite 195
  10. Nach dem Dorfe Talheim, B.-A. Engen, nannte sich Otte miles von Talheim, 1242 Zeuge einer in Weißweil ausgestellten Urkunde., Knobloch
  11. Knobloch, Seite 195
  12. LA D21 Nr.96
  13. Knobloch, Seite 195
  14. Fouquet, Seite 826 und 827
  15. Fouquet, Seite 827
  16. Die Dahlheim von Eberbach in Schwaben führten in einem von S. und ‡ gespaltenen Schilde eine aufsteigende Spitze wechselnder Farben; H.: zwei ‡ s. übereck getheilte Büffelhörner; Had.: ‡ s. (Bäheler, fol. 21a; bei Siebmacher III, pag. 117, No. 7; V, pag. 123, No. 8 und bei Herzog VI, pag. 283, sind die Farben des Schildes entgegengesetzt). Hierher gehört Hans von Dalheim, welcher 1460 eine Urkunde des Kloster Gengenbach besiegelt. Wohl seine Tochter war Margarehta v. D., welche 1480 als Witwe Hermanns von Zuttern erscheint und 1513 als Witwe des Caspar Widergrün von Stauffenberg eine Korngülte in Appenweier verkaufte.
  17. Talheim, Preußische Enclave bei Meßkirch. Dnus. Eberhardus miles de Talhain 1268 /. einer Urk. in Geisingen; sein Sohn Heinricus 1290. Dietricus de Talhain 1271 Z. einer Urk. in Meßkirch. Herr Diether von Dalheim, R., 1335. Fraglich, ob hierher gehörig; Margarethe von Talhan 1466 Priorin zu Engelthal, Hans Caspar von Thalheim zu Villingen, Oberste, Sohn Reinhards und der Maria von Pulach, zeugte mit einer von Mansch: Maria Clephe v. T., verm. 1581 an David von Waldkirch. Die Erben einer Euphroeyne von Mandach, geb. v. T., werden 1614 genannt.
  18. Die ≥Dalheim uff dem gaw≥ führten in einem s. ‡ getheilten Schilde oben einen r. Turnierkragen von fünf Lätzen; H.: zwei (mitunter mit dem Turnierkragen bleegte) s. ‡ getheilte Büffelhörner; Hd. ‡ s. (Böheler, fol. 21a; Siebmacher I, pag. 112, Nr. 3). Hierher gehören den Siegeln nach: Raban von Dalheim 1457 Reichsschultheiß von Hagenau; Bernolt von Talheim , R., 1362; Bernold v. D., Raffan`s sel. Sohn 1428, Peter v. D. 1456; vermuthlich auch Herr Gerhard v.D. gen. von Plangenstein, R., 1321 und 1337 Zeuge von Urk. der Markgrafen von Baden und der Ek. Gerhard von Thalheim, welcher 1390 dem von Falkenstein im Höllenthale agsagte.
  19. Hug von Thalheim von Dyesen, Theilhaber der Burg Dießen, der im Schilde einen aufgerichteten Fuchs oder Wolf führte und 1312 mit seiner Mutter Clementia (Tochter des Hugo von Bellenstein selig und Witwe des Hugo v.T.), dem Kloster Alpirsbach mehrer Güter an der Württembergischen Grenze veräußerte, gehörte nach v. Alberti vermutlich zu den in Hohenzollernschen Diensten stehenden von Gültstein und nannte sich nach Thalheim im O.-A. Rottenburg oder O.-A. Nagold.
  20. Hans Pfau von Thalheim, Ek., 1379 Gemahl der Anna, Tochter Heinrich`s von Riexingen, gen. Kirchherre, gehörte seinem Siegel nach (ein Hifthorn mit Band auf einem Dreiberge: S. Johannis, Pfar. de Talheim.) wohl z u den Horneck von Hornberg.
  21. Die von Talheim, welchen Oehem`s Chronik zu den Dienstmannen der Reichenau rechnet und als deren Wappen einen s.r. getheilten Schild mit drei Rosen wechselnder Farbe sind, sind von Tannheim (Siehe dieser Artikel.)
  22. Laut gütiger Mittheilung des Kgl. Württ. Archivsraths Herrn von Alberti dürften die ad 3 genannten von Thalheim im O.A. Hall, die ad 4 genannten von Thalheim im O.-A. Heilbronn sich geschrieben haben. Knobloch, Seite 191, 192 digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kindlervonknobloch1898bd1/0195
  23. Henschel, Hans-Dietrich (1995), ‹Rauenberg und die Junker von Dalheim Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung.› XIV (Band Seite(n): 107-125). (CMS 98), Seite 121

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

  1. LA Sp....

Begriffe

Kategorien

Dalheim (Familienname) gehört den Kategorien an: Landstand, Dalheim

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