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Franz Gabriel Allmaras: Unterschied zwischen den Versionen

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=====Aus den Erzählungen von Allmaras=====
 
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Franz Gabriel Allmaras hat in seinen Schriften immer wieder kleine Anekdoten eingestreut.
 
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* Fahrt mit der Drahtseilbahn
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<poem>In den nördlich gelegenen Waldgebieten von Westusambara ist von
 
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privater Seite auch eine Drahtseilbahn gebaut worden. Auf ihr
 
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Version vom 8. November 2015, 11:06 Uhr


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Franz Gabriel Allmaras.

Der für das Attribut „Name“ des Datentyps Seite angegebene Wert „Alsterweiler::Sortierung::Allmaras, Franz Gabriel“ enthält ungültige Zeichen oder ist unvollständig. Er kann deshalb während einer Abfrage oder bei einer Annotation unerwartete Ergebnisse verursachen.Franz Gabriel Allmaras (*06. August 1875 in Speyer; †17. Januar 1953 in Maikammer)[1][2] war Bauingenieur und im Auftrag der deutschen Regierung[3] beim Bau von Eisenbahnen in Afrika tätig[4][5]. Franz Gabriel Allmaras wurde in Speyer geboren. Seine Mutter, Margaretha Buchenberger stammte aus Alsterweiler. Die Heirat der Eltern[6] erfolgte in der katholischen Kirche zu Maikammer. Die Familie zog[7] nach Alsterweiler in die Hauptstraße Nummer 40. Franz Gabriel hatte einen Bruder namens Josef Allmaras.


"Seltsame Vorstellungen herrschten damals noch in Deutschland über koloniale Betätigung", schrieb Allmaras in einem Artikel mit der Überschrift " Ich baue 2000 km Eisenbahnen."[8][web 1]. Allmaras liebte die Arbeit in Afrika: "Trotz aller Anstrengungen und Sorgen waren es doch schöne Tage, die man auf Expeditionen zubrachte. Nirgends in der Welt fühlte ich mich so sicher wie im Zelte im Inneren Afrikas. Fern von allem europäischen Getue war man Mensch, der freie Mensch, in weiter, freier Natur."[9]

Franz Allmaras plante und überwachte den Bau der Kalmitstraße, die von Alsterweiler zum höchsten Berg des Pfälzerwaldes führt.

Man soll nur nicht viel schreiben oder gar den Verägerten(!) spielen, sondern sich zusammensetzen, miteinander reden und das, was der andere nötig hat, verstehen wollen. schreibt Franz Allmaras in einem Brief an seinen ehemaligen Vorgesetzten Gouverneur Heinrich Schnee im Jahre 1944.[10]

Lebensweg

Allmaras besuchte die Volksschule in Alsterweiler[11] und daran anschließend das humanistische Gymnasium[12] in Landau in der Pfalz.

Wohnhaus von Franz Gabriel Allmaras in der Hauptstraße Nr. 40 in Alsterweiler.

Schule und Studium

Er studierte an der Technischen Hochschule in München[13][14]. Er wurde in der Ingenieur-Abteilung am 31. Oktober 1895 immatrikuliert. Als Beruf des Vaters ist „Wirt“ angegeben, die Mutter ist Vormund des Studenten. Das Vordiplom bestand Allmaras am 11. August 1899 mit der Note 3,01. Sein Zeugnis zum Hauptdiplom ist auf den 08. August 1900 mit der Note 3,02 ausgestellt. Mit diesem Tag war er auch exmatrikuliert. Somit konnte er ab 1900 die Bezeichnung Diplom-Ingenieur führen. Als Regierungsbaumeister folgten Stationen in Miltenberg und in Traunstein[15].

Hier lohnt ein kurzer Blick auf diese Hochschule: „Im Jahre 1868 gründete König Ludwig II. in München die neu strukturierte „Polytechnische Schule München“ mit Hochschulstatus. Erster Direktor war der Vermessungsingenieur Karl Max von Bauernfeind, ein Absolvent der ETH Zürich". Mit dieser Hochschule in der Schweiz wird Allmaras später in seinem Leben nochmals in Verbindung zu bringen sein. Einer seiner Assistenten in Afrika Leo Kooyker schloss sein Ingenieurstudium dort ab und wohnte der dortigen Absolventenvereinigung bei.

"Damals wurden 350 Studenten von 24 Professoren und 21 Dozenten betreut." Allmaras besuchte die (…) II. Ingenieurabteilung (Bauingenieur- und Vermessungswesen). Der damalige Direktor war zugleich Ingenieur der Obersten Baubehörde im Eisenbahn- und Brückenbau Bayerns[16]. Insofern liegt es nahe, dass Allmaras über diese Beziehungen den Weg als Referendar in den bayerischen staatlichen Baudienst fand.[17]. Das Abschlusszeugnis von Franz Gabriel Allmaras liegt in den Unterlagen der Universität vor[18][19].

Berufliche Laufbahn

Staatsdienst in Bayern

Als Regierungsbaumeister folgten Stationen bei der Eisenbahnsektion in Miltenberg und beim Straßen- und Flußbauamt in Traunstein sowie in Nürnberg[20]. Die beiden ersten Arbeitsstellen sind wohl Zeiten eines Referendariats im Staatsdienst. Seine Personalunterlagen - das haben Recherchen bei den zuständigen Stellen erbracht - sind nicht mehr auffindbar. Die Erwähnung von Nürnberg erfolgte durch Allmaras selbst. Seine genaue Tätigkeit dort ist ebenfalls unbekannt.[21][22].

Reichsdienst in Berlin ab 1905

"Es war im Sommer 1905. Ich hatte mich in Berlin bei der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes für den Kolonialdienst gemeldet und bejahenden Bescheid bekommen."[23] Er ging also nach Berlin - dort wohnte er in Charlottenburg, Königin-Elisabeth-Straße Nr. 44-45 und später wohl Nr. 18, wurde zum Geheimen Baurat ernannt und zog 1906 nach Afrika. In der deutschen Kolonie Ost-Afrika war er als Verkehrsreferent und Reichskommisar für die Eisenbahnen und für Neubauten von Straßen und Hafenanlagen tätig und damit direkt dem dortigen Gouverneur unterstellt.

Allmaras schreibt 1933 rückblickend zum Sommer 1906 über seine Absicht nach Afrika zu gehen: „In Nürnberg, wo ich damals im Staatsdienste war, gab ich am Stammtische (...) von dem bevorstehenden Wechsel meines Tätigkeitsfeldes kund. Allgemeines Erstaunen und Verstummen. Der Senior des Tisches, ein ehrwürdiger, alter Kaufmann, nahm mich auf die Seite und fragte mich, ob ich im Amte etwas verbrochen hätte. Sie wollten alle gerne helfen. Er schüttelte sorgenvoll das Haupt, als ich sagte, daß nichts Derartiges vorliege. Ein alter Hopfenhändler wollte mir in vollem Ernst Gift besorgen, damit ich so wenigstens den grausamen Torturen der Wilden zuvorkommen könnte.“[24]. Allmaras fährt fort:„Seltsame Vorstellungen herrschten damals noch in Deutschland über koloniale Betätigung, selbst in einer so aufgeklärten Stadt wie Nürnberg.“[25]. „Das alles konnte mich nicht von Afrika abbringen.“[26].

Die Personen in der deutschen Verwaltung in Daressalam (Ostafrika) im Jahre 1913. Darunter der Gouverneur Schnee und Franz Allmaras.

Aufenthalt in Ostafrika

In seinem Buch "Ich baue 2000 Kilometer Eisenbahnen" beschreibt Franz Allmaras über seine Reise nach Afrika. Gemeinsam mit Robert Koch wurden sie über Neapel nach Afrika - Daressalam eingeschifft. Während seiner Tätigkeit in Afrika wurde ihm der Rote Adler Orden der IV. Klasse nebst Urkunde verliehen[27].

Zentralblatt der Bauverwaltung 1912 vom 26. Oktober, Seite 561. Franz Allmaras wird der "Rote Adler Orden der IV. Klasse verliehen.

Mehrfach unterbrach Allmaras seinen Afrikaaufenthalt und kehrte 1914 entgültig nach Berlin zurück.

„Im Frühjahr 1906 fuhr ich zum erstenmal nach Ostafrika.“ schreibt Allmaras in seinem Werk „Ich baue 2000 km Eisenbahnen [28]. Und weiter: „Meine erste Ausfahrt gehört mit zu meinen schönsten Erinnerungen. Ein außergewöhnlich starker Vesuvausbruch war im Gange; ein zweites Mal (d.h. er hatte schon mal einen Ausbruch erlebt) sollte ich Neapel vollständig in einer Aschenwolke gehüllt sehen (…) [29]. Und es ging (...) "weiter über den Suezkanal, durchs Rote Meer, an der Ostküste entlang und zur Einfahrt nach dem Hafen von Daressalam."[30].

Welche Bedeutung die Arbeiten in den Kolonien für das damalige Deutsche Reich hatten, zeigt u.a. die Gesellschaft, die mit Franz Allmaras an Bord des Schiffes war. Allmaras schreibt dazu: „An Bord war der bejahrte Professor Dr. Robert Koch.“ [31]. Koch erforschte Schlafkrankheit, Schwarzwasserfieber sowie Malaria. Allmaras bewunderte Robert Koch ob seiner akribischen Arbeit. „Was ich so täglich an Bord von ihm (Robert Koch) hörte und beobachtete, hat mir bei meinen späteren Erforschungen sehr genützt." [32] . Über den Bau der Höhenstraße von Mombo nach West-Usambara, der Usambara-Bahn zum Kilimandscharo, der Tanganjika-Bahn zwischen Daressalam und dem See und über die baulichen, menschlichen und finanziellen Rahmenbedingungen gibt es zahlreiche Abhandlungen.[33]

Allmaras kam erst nach Afrika, als man sich von den Menschenrechtsverletzungen, den Rassevorurteilen zu lösen versuchte und verstärkt auf den Aspekt der "freundschaftlichen Entwicklung" des Landes im Interesse der Menschen setzte.Dies geschah insbesondere aufgrund heftiger Widerstände im Reichstag. Allmaras schreibt 1915 dazu: "Die Bauten werden von weißen Ingenieuren geleitet. Als Arbeiter kommen durchgängig nur die im freien Wettbewerb und nach den Bestimmungen der für die einzelnen Schutzgebiete erlassenen Arbeiterverordnungen angweworbenen Eingeborenen in Frage. Frondienste und Zwangsarbeiten der Eingeborenen zu diesen öffentlichen Arbeiten gibt es nicht." [34].

Die ingenieurtechnischen Leistungen von Allmaras in Ost-Afrika lassen sich kurz zusammenfassen. So wie es der Belgier A.J. Wauthers in der Zeitschrift „Le mouvement géographique“ aus dem Jahr 1913 formulierte: „Voilà les résultats magnifiques…" und weiter auf deutsch „Bestandteile der Politik des Eisenbahnwesens beinhalten in einem gesunden Verhältnis zueinander, Landeskunde, die Schnelligkeit, Entscheidungen in Ausführungen zu bringen und das nationale Verständnis für die Aufgabe.“[35] [36]. Genau für diesen Typus stand Franz Allmaras, der wiederum sellbst diesen Wauthers in zwei seiner Veröffentlichungen mit dieser Einschätzung zitierte [37]

Aus den Erzählungen von Allmaras

Franz Gabriel Allmaras hat in seinen Schriften immer wieder kleine Anekdoten eingestreut.

  • Fahrt mit der Drahtseilbahn