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Zisterzienserkloster Eußerthal: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Eusserthal kloster.jpg|100x100px|left]] Das [[Zisterzienserkloster Eußerthal]] liegt in der gleichnamigen Gemeinde [[Eußerthal]] und wurde im Jahr 1148 von Ritter [[Stephan von Mörlheim]] gegründet.<ref group=lit>Eußerthal [http://literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=listKeywordProcess&id=87 Bibliographie Alsterweiler]</ref><br /><br />
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[[Bild:Eusserthal kloster.jpg|100x100px|left]] Das [[Zisterzienserkloster Eußerthal]] liegt in der gleichnamigen Gemeinde [[Eußerthal]] und wurde im Jahr 1148 von Ritter [[Stephan von Mörlheim]] gegründet.<ref group=lit>Eußerthal [http://literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=listKeywordProcess&id=87 Bibliographie Alsterweiler]</ref> Das Kloster ist eine Niederlassung der [[Zisterzienser]] im damaligen [[äußersten Tal]], dem [[uterne vallis]]<ref>Eußerthal, Ortsgemeinde (Hg.) (1998): 850 Jahre Zisterzienserkloster Eusserthal.Speyer: Progressdruck GmbH</ref>. Es handelt sich um ein Tochterkloster der Zisterzienserabtei Villers-Bettnach in Lothringen. Die Primärabtei ist Kloster Morimond in Frankreich, Region Champagne-Ardennes.<ref group=web>[http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Villers-Bettnach Mutterkloster von Eußerthal]</ref><ref group=beg>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: zur Struktur der Primär- und Töchterklöster siehe: [http://de.wikipedia.org/wiki/Primarabtei abgerufen am 23. Januar 2013]</ref><br /><br />
  
Eußerthal ist eine Niederlassung der [[Zisterzienser]] im damaligen [[äußersten Tal]], dem [[uterne vallis]]<ref>Eußerthal, Ortsgemeinde (Hg.) (1998): 850 Jahre Zisterzienserkloster Eusserthal.Speyer: Progressdruck GmbH</ref>. Eußerthal ist ein Tochterkloster der Zisterzienserabtei Villers-Bettnach in Lothringen. Die Primärabtei ist Kloster Morimond in Frankreich, Region Champagne-Ardennes.<ref group=web>[http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Villers-Bettnach Mutterkloster von Eußerthal]</ref><ref group=beg>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: zur Struktur der Primär- und Töchterklöster siehe: [http://de.wikipedia.org/wiki/Primarabtei abgerufen am 23. Januar 2013]</ref> In einer [[LA Sp X 55 Nr.1022 fol.849|Urkunde aus dem Jahr 1318]] bzw. 1344/1346 wird [[an dem slosse]] erwähnt <ref group=urk> Die Richter des Speyerer Offizialatsgerichts (iudices curie Spirensis) bestätigen...[[LA Sp X 55 Nr.1022 fol.849]]</ref>. Es soll sich dabei um die [[Kredenburg]] in [[Alsterweiler]] handeln.
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In einer [[LA Sp X 55 Nr.1022 fol.849|Urkunde aus dem Jahr 1318]] bzw. 1344/1346 wird [[an dem slosse]] erwähnt <ref group=urk> Die Richter des Speyerer Offizialatsgerichts (iudices curie Spirensis) bestätigen...[[LA Sp X 55 Nr.1022 fol.849]]</ref>. Es soll sich dabei um die [[Kredenburg]] in [[Alsterweiler]] handeln.
  
 
Die reichen Schenkungen für das Kloster wurden 1186 von Kaiser Friedrich Barbarossa bestätigt, der das Kloster in seinen Schutz nahm. In seinem Nahbereich erhielt das Kloster 1189 Güter aus staufischem Lehensbesitz, was mit der Hinwendung zum Trifels als Reichsburg verbunden war. So bildete das Kloster Eußerthal ein wesentliches Element der Infrastruktur des Trifels. Es hatte die geistliche Hut über die Reichsinsignien inne. Dieser Aufgabe wurde dieselbe Bedeutung beigemessen wie der weltlichen Bewachung. <ref>Rödel, V. (1988) Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer, Band 4 Landdekanat Weyher Mainz, Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Seite 43 [http://literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=resourceView&id=96 Bibliographie Alsterweiler]</ref>
 
Die reichen Schenkungen für das Kloster wurden 1186 von Kaiser Friedrich Barbarossa bestätigt, der das Kloster in seinen Schutz nahm. In seinem Nahbereich erhielt das Kloster 1189 Güter aus staufischem Lehensbesitz, was mit der Hinwendung zum Trifels als Reichsburg verbunden war. So bildete das Kloster Eußerthal ein wesentliches Element der Infrastruktur des Trifels. Es hatte die geistliche Hut über die Reichsinsignien inne. Dieser Aufgabe wurde dieselbe Bedeutung beigemessen wie der weltlichen Bewachung. <ref>Rödel, V. (1988) Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer, Band 4 Landdekanat Weyher Mainz, Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Seite 43 [http://literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=resourceView&id=96 Bibliographie Alsterweiler]</ref>

Version vom 27. Januar 2013, 11:14 Uhr

Eusserthal kloster.jpg

Das Zisterzienserkloster Eußerthal liegt in der gleichnamigen Gemeinde Eußerthal und wurde im Jahr 1148 von Ritter Stephan von Mörlheim gegründet.[lit 1] Das Kloster ist eine Niederlassung der Zisterzienser im damaligen äußersten Tal, dem uterne vallis[1]. Es handelt sich um ein Tochterkloster der Zisterzienserabtei Villers-Bettnach in Lothringen. Die Primärabtei ist Kloster Morimond in Frankreich, Region Champagne-Ardennes.[web 1][beg 1]

In einer Urkunde aus dem Jahr 1318 bzw. 1344/1346 wird an dem slosse erwähnt [urk 1]. Es soll sich dabei um die Kredenburg in Alsterweiler handeln.

Die reichen Schenkungen für das Kloster wurden 1186 von Kaiser Friedrich Barbarossa bestätigt, der das Kloster in seinen Schutz nahm. In seinem Nahbereich erhielt das Kloster 1189 Güter aus staufischem Lehensbesitz, was mit der Hinwendung zum Trifels als Reichsburg verbunden war. So bildete das Kloster Eußerthal ein wesentliches Element der Infrastruktur des Trifels. Es hatte die geistliche Hut über die Reichsinsignien inne. Dieser Aufgabe wurde dieselbe Bedeutung beigemessen wie der weltlichen Bewachung. [2] Über den Nahbereich hinaus konnte schon im 12. Jahrhundert beginnend der Besitz beachtlich vermehrt werden, auch im Bereich um Alsterweiler und Maikammer.[3] So war Winzingen bei Neustadt an der Weinstraße ein Besitzschwerpunkt[4]. Hier und an der Haardt bei Neustadt an der Weinstraße konnte das Kloster aufgrund eines Privilegs des Pfalzgrafen Ludwig von 1265 Liegenschaften erwerben und nahm 1269 erstmals eine Schenkung in Empfang[5].


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Eußerthal, Ortsgemeinde (Hg.) (1998): 850 Jahre Zisterzienserkloster Eusserthal.Speyer: Progressdruck GmbH
  2. Rödel, V. (1988) Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer, Band 4 Landdekanat Weyher Mainz, Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Seite 43 Bibliographie Alsterweiler
  3. zur Besitzgeschichte des Klosters vgl. Scherer, W. W. (1983) Untersuchungen zur Personen- und Besitzgeschichte des Zisterzienserklosters Eußerthal Speyer, Pilger-Druckerei GmbH. Bibliographie Alsterweiler
  4. Rödel, V. (1988) Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer, Band 4 Landdekanat Weyher Mainz, Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Seite 43f. Bibliographie Alsterweiler
  5. DEBUS, Eußerthal, S. 46

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

  1. Die Richter des Speyerer Offizialatsgerichts (iudices curie Spirensis) bestätigen...LA Sp X 55 Nr.1022 fol.849

Begriffe

  1. Anmerkung Matzinger: zur Struktur der Primär- und Töchterklöster siehe: abgerufen am 23. Januar 2013

Kategorien

Zisterzienserkloster Eußerthal gehört den Kategorien an: Kloster

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