Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Attribut:Ist Zitat
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G
Am '''28. August 1842''' wurde wieder im Gemeinderat über die '''Trennung''' des Ortsteiles '''Alsterweiler''' von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung. +
In '''Alsterweiler''' konnte gut verkauft werden, in Maikammer weniger gut. (1886) +
Der Winter 1911/12 war mild; nur am 4. Februar gab es 12—13° Kälte. Der März war regnerisch, am 12. gab es Gewitter mit Schloßen (1912). +
Der Sommer war trocken. Am 22. September gab es noch ein Gewitter mit Schloßen, die südlich von Maikammer und Alsterweiler schadeten. (1893) +
Im Jahre 1917 war der Winter kalt. Am 18. Mai war ein großer Hagelschlag. Eiskörner bis zu Hühnereigröße schlugen die Handlangen Triebe der Reben total ab (1917). +
Im Juli gab es einige Schloßen, Ende August Regen mit starken Schloßen, die einigen Schaden anrichteten (1900). +
Der Winter 1887/88 war ziemlich kalt. Am 15. März war ein heftiges Gewitter mit Platzregen und Hagelschlag. +
Anfangs Juli gab es Schloßen (1901). +
Wein wurde in '''Alsterweiler''' viel zu 260 und 265 fl. verkauft. Im Januar 1874 kostete er 205 fl. +
Am 1.Oktober war Weinlese. In '''Alsterweiler''' gab es sehr viel Wein, in Maikammer weniger. Der Most wog 50—65 Grad. Der Wein war gering. Portugiesermost kostete 5. M, Franken 6,50—7 M, Weißwein 180 bis 200 M. Der Mostverkauf war in Alsterweiler lebhaft, in Maikammer weniger.(1896) +
Am 15. August [1871] war ein Gewitter mit Wolkenbruch. Das Wasser ging 2 Schuh hoch durchs Dorf. Alle Keller waren voll Wasser. Müller schreibt: „Felsen von 100 Zentner lagen an den Böllen." +
Es gab [1874] wenig Heu. In der Kornernte herrschte afrikanische Hitze; die Ernte fiel vollkommen aus. Infolge der Trockenheit gab es kein Ohmet. Kartoffeln gab es genug. +
Am 15. gegen Abend gab es ein Gewitter mit Schloßen, die oberen Lagen von St. Martin, '''Alsterweiler''', Diedesfeld und Hambach wurden ganz zerschlagen.(1912) +
Da gab es am 10. August, mittags gegen 1/4 12 Uhr, nach großer Hitze ein furchtbares Gewitter. Hagelkörner bis zur Hähnereiergröße prasselten hernieder und schlugen alles ab, Ruten, Zweige, Blätter und Trauben. Es war ein trauriger Anblick, als man nachher die Wingert sah, die Rebstocke zerschlagen und zerrissen und die ganze reiche Ernte wertlos auf dem Boden. Alle Fenster gegen die Wetterseite waren eingeschlagen; tagelang lagen die Schloßenhaufen in den Ecken. Auch in den Gemarkungen Hambach, Diedesfeld. Kirrweiler, Rhodt und Weyher hatte der Hagel alles zerschlagen. Abends um 10 Uhr war noch einmal ein Gewitter mit großen Wassermassen. Sofort setzte eine Notstandsaktion ein. Überall wurde für die Geschädigten gesammelt. Die hiesige Gemeinde bekam eine Unterstützungssumme von 23 490 M. Der Staat bewilligte 500 000 M. als Darlehen, wovon Maikammer 115948,40 M erhielt. Die Gelder sollten nach längstens 15 Jahren mit jährlichen Abtragssummen von mindestens 20 M zurückgezahlt werden (1905). +
In den unteren Lagen gab es viel '''Spring- und Heuwurm''', in '''Alsterweiler''' wenig. (1902) +
Am 1.Mai (am Feste des hl. Philippus und Jakobus) ging es nach dem Amte auf den Wetterkreuzberg, wo von altersher ein Wetterkreuz aufgestellt ist, das letzte ist vom Jahre 1867. +
Am 29. April 1869 wurde die neue Gemeindeordnung Gesetz. Diese brachte den pfälzischen Gemeinden das Recht der vollen Selbstverwaltung, wozu auch das Recht gehörte, sich ihre Vorstände frei zu wählen. Maikammer erhielt wegen seiner Einwohnerzahl (1871: 2272) 1 Bürgermeister, 1 Adjunkten und 16 Gemeinderäte. +
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielten die Froner eine kleine Bezahlung. Doch wurde vom Fürstbischof 1785 festgesetzt, daß Spannfröner höchstens 6 Kreuzer und Handfröner höchstens 3 Kreuzer von der Gemeinde erhalten dürften. +
Benefiziaten, Meßpriester oder Frühmesser sind nur wenige bekannt, so 1519 Jakob Knab, 1530—34 Georg Schwab und 1659 Christian Burscheid. +
In ''dicken Büchern'' (Bedbücher) waren die Namen sämtlicher Besitzer mit ihren bedpflichtigen Gütern verzeichnet. Sie wurden von Zeit zu Zeit vom Oberamtmann oder Fauth mit Schultheiß und Gericht, Bürgermeistern, Steinsetzern und Bedlegern neu angelegt; hier 1580, 1619, 1669 und 1730. +