Zitat

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Zitate mit Alsterweiler

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100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine WappenkundeAlsterweiler
Wappen
%Zitat

15)

Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!). Wahrscheinlich kam es über die Benediktinerklöster Zwiefalten, Hornbach oder Weißenburg in unsere Gegend. Besonders in Edesheim übten Angehörige dieses Geschlechts im 15. Jahrhundert verschiedene Funktionen aus. Die Dalheimischen Lehensgüter in vielen Gemeinden der Umgegend geben Zeugnis von dem Reichtum des Geschlechts vor der Reformation. In Maikammer findet sich ihr Wappen neben dem Wappen der Obersteiner sowohl an der Kredenburg, als auch am Grabmal neben der katholischen Kirche. Obersteinisches Wappen: heraldischer Löwe auf weißem Feld; Dalheimer Wappen (38). Besonders erwähnenswert ist ihre große Verehrung der heiligen Anna, vermutlich gehen die St. Anna-Wallfahrt und die St. Anna-Kapelle auf eine Stiftung dieses Geschlechts zurück.
Amtszeichen
Wappen
Maikammer
Alsterweiler
Ziegler (1970c)41-49
800 Jahre Kirrweiler/Seite15Altenkirrweiler
Alsterweiler
Ägidiuskapelle
Die Siedlung Altenkirrweiler (um bei dieser Bezeichnung zu bleiben), heute Wüstung, lag südöstlich der zu ihr gehörenden Hammelmühle. Die örtliche Lage verzeichnet eine um das Jahr 1800 verfertigte Militärkarte (Quelle Stadtarchiv Kaiserslautern, Kartensammlung (Revol. Kriege). Die Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1602 sagt etwa folgendes: Ein freies Schlößlein und Burg, gelegen im Hochstift Speyer. Das Schlößlein nebst Burg umzog ein Wassergraben. In dieser Anlage waren Nebengebäude und die Ägidiuskapelle zu finden. Ein gewisser Bereich um Altenkirrweiler umschloß den Burgfrieden. Zur Anlage gehörten folgender Besitz: sodann die Kaplaneigüter und das Patronatsrecht zur Ägidienkaplanei (Quelle Remling, neuere Urkunden). Altenkirrweiler war ein frei adeliger Sitz und Gut, keinem Herrn mit Mittel unterworfen (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). Es war ein Freigut. Flüchtete sich ein Missetäter, so Leib und Leben verbrochen, in den Burgfrieden, so sollte er sechs Wochen und drei Tage frei sein (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). In Altenkirrweiler stand eine Sankt Gilgenkapelle.Sankt Gilgenkapelle
Freigut
Ägidienkaplanei
Ägidiuskapelle
Hammelmühle
Wüstung
Altenkirrweiler
Alsterweiler
Schloss
Burg
Hochstift Speyer
Friedel (1978)/Seite1515
800 Jahre Kirrweiler/Seite158Stutengarten
Spangenberg
Alsterweiler
Die Burg Spangenberg - Im Jahre 1392 wird ein Gerhart von Dalheim als Schaffner zu Kirrweiler und Spangenberg genannt. 1431 vertraute Bischof Raban die Burg dem Edelknecht Eberhart von Sickingen an. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der Bischof im Tal einen Stutengarten anlegen. Einer der Stutenmeister war ein Eberhart von Hattstein.Gerhart von Dalheim
Spangenberg
Kirrweiler
Alsterweiler
Eberhart von Sickingen
Schaffner
Eberhart von Hattstein
Stutengarten
Friedel (1978)/Seite158158
800 Jahre Kirrweiler/Seite16Alsterweiler
Anastasius Spiel
Hans von Altdorf
Kropsburg
Anastasius Spiel siegelt im Jahre 1550 eine Urkunde des Ritter Hans von Altdorf genannt von Kropsburg.Alsterweiler
Anastasius Spiel
Hans von Altdorf
Kropsburg
Friedel (1978)/Seite1616
800 Jahre Kirrweiler/Seite33Alsterweiler
Hofrat
Kraus
Ausfautheidirektor, Hofrat KrausAlsterweiler
Hofrat
Kraus
Friedel (1978)/Seite3333
800 Jahre Kirrweiler/Seite98Einspänniger
Einspänner
Alsterweiler
Einspänner (ebenso Seite 100, der Einspänner namens Johann Georg Barthel).Einspänniger
Oberamt
Einspänner
Alsterweiler
Kirrweiler
Friedel (1978)/Seite9898
Concepte der Reichskammergerichtsordnung : auf Befehl der jüngsten Visitation entworfen/Seite 793Pfennigmeister
Alsterweiler
Funktion
Bayerische Staatsbibliothek Digital
Reichspfennigmeister
Von d. Pfennigmeister u. seinem Amt (Seite 793) ...gang der ältern Protocollorum Plenis bis zum Jahre 1656. ermanglen die weitere Nachrichten älterer Zeiten, hingegen von dieser Zeit an hat der ehmalige tapfere Herr Assessor von Sontborn als Deputatus ad Cassam nach des Pfenningmeisters Krebsen 1732. erfolgtem Absterben einen vollständigen Auszug aus denen beeden vorhandenen ältern Protocollis Pleni von 1656. bis 1670. und von 1671. bis 1688. das Pfenningmeistersey-Amt betreffend, verfasset, welcher dem Protocollo Pleni 1732. einverleibet ist, und viele merkwürdige Nachrichten enthaltet: Ich bemerke daraus nur kürzlich folgendes: Im Jahr 1659 hat Gisbert de Maere ein so wohl von kaiersl. Majestät als auch von Chur=Maynz als Reichs Erz=Canzlern ertheiltes Expectanz-Decret bey damahligem grosen Alter des geweßten Pfenningmeisters Lindenmajers dem Collegio Camerali übergeben, das Collgeium faßt hierauf den Schluß, den Adjuctum Gisbert de Maere zur Verwaltung bis auf ferner der Ständen Verordnung zu zulassen. Nach Absterben des Lindenmajers erfolgte die förmliche Präsentation desselben von kaiserl. Majestät alleinig. Nun wurde er zwar testante Protocollo pleni 1663. als würklicher Pfenningmeister aufgenommen. Seine Verwaltung aber hat kein gutes Ende genommen, s.(siehe) v.(von) Ludolf Hist. Sust. Cameral. et Acta Deputat. 1672. An dessen Stelle ernannten und präsentierten Kaiserl. Majestät 1673. D. Franz Ludwig Huben von Gülcheg. Bey dessen Annahm mußte selbiger nebst generaler Verpfändung seines Vermögens, annoch gleich seiner Vorfahren eine special=Caution durch Bürgschaft von 10 000. fl. prästiren.Reichspfennigmeister
Pfennigmeister
Gisbert de Maere
Concepte (1795)/Seite793793
Deutsche Wein-Zeitung.AlsterweilerHier war weniger Kauflust als in dem benachbarten Maikammer und besonders Alsterweiler, wo am letzten Montage in der geraden Straße 45 große Weinwägen hintereinander und in der Deckelgasse 13 gezählt wurden; welchen den "Neuen" zu durchschnittlich 150 fl. abfüllten.Alsterweiler
Maikammer
Weinwagen
Deckelgass
Deutsche Wein-Zeitung (1874-11-01)/Seite9191
Deutsches RechtswörterbuchAlsterweiler
DRW
Arbeitsdienst für den Herrn oder ein Gemeinwesen / auch als fron: dem Herrn gehörig, herrschaftlich, öffentlich, allgemein, heiligDRW
Fron
DRW/Fron
Deutsches RechtswörterbuchAlsterweiler
DRW
"Steuerbuch"Bedbuch
DRW
DRW/Bedbuch
Deutsches RechtswörterbuchDRW
Alsterweiler
"was zu gelten ist oder gegolten wird - I Zahlung, Abgabe und Einnahme, II Gültbrief, III (gut verzinsbarer) Wert; Werttitel, IV Preistarif, V Rechtsgültigkeit. VI Privileg, VII gülttragendes Landgut, VIII Verbrechen, Schuld, IX formelhaft, hauptsächlich zu Gülte (I 2) und Gülte (I 3)DRW
Gült
DRW/Gült
Deutsches RechtswörterbuchAlsterweiler
DRW
"Acker, worauf man in einem Jahr Getreide, im folgenden Gras wachsen läßt" Hübner,ErzstSalzb. III 961; unbebautes, brach bleibendes Feld".Egerte
DRW
DRW/Egerte
Deutsches RechtswörterbuchDRW
Alsterweiler
"erbetene oder freiwillig geleistete Abgabe"DRW
Bede
DRW/Bede
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/BildstockAlsterweiler
Bildstock
Bildstock Im oberen Grund
Bildstock
Bildstock Kühn
Bildstock Im oberen Grund
Alsterweiler
180 und 181
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/FlurnamenHexenweg
Äächelberch
Weinberghaus
Franz Lederle
Alsterweiler
Flurname
Flurnamen (Alsterweiler)
Eichelberg
Krottenburg
am Eichelberg (mdal. am Äächelberch)

1669 Ein halber Morgweingart und Kestenberg im Eichelberg (LASpF2/221) Der Eichelberg oder oft nur Berg genannt, ist der gerodete Teil des Wetterkreuzberges1. Der Name kommt von der früheren Bepflanzung mit Eichen, deren Frucht die Eicheln zur Schweinemast verwendet wurden. Die Eicheln stellten ein nahrhaftes, wertvolles Schweinemastfutter dar, die Tiere wurden zur Futteraufnahme in die Eichenwälder getrieben.(2) Über Jahrhunderte holten die Bauern ihre Streu (Schdrääßel) für den Stall aus dem Walde und entzogen ihm dadurch den Humus, so daß heute nur noch die anspruchslosen Kiefern hier wachsen, von den Kastanien am Waldrand einmal abgesehen. Mit einer Rechtsverordnung vom 28.1.1992 des Landkreises Südliche Weinstraße wurden große Teile der Gewanne „am Eichelberg" zum Naturschutzgebiet erklärt. Dies diente dem besonderem Schutze von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit. Im Besonderen für den Lebensraum der Zaunammer, eines vom Aussterben bedrohten Vogels und der vielfältigen und artenreichen, teilweise auch seltenen Flora und Fauna.(3) (1)Leonhardt - (2)Bingenheimer - (3)Schickel-Kühner Am Wetterkreuzberg unterscheidet man auf Maikammerer Gemarkung noch die Alsterweilerer Süd- und Nordseite, sowie die Diedesfelder Nordseite. Im Bereich Eichelberg zieht sich hinter dem Waldhaus „Wilhelm" von

der Kaimitstraße bis zur „Schleif der „Hexenweg". Urban Ziegler hat dazu eine nette Geschichte ausgegraben. Kurz vor dem 30jährigen Krieg hat dort eine 14jährige Halbweise aus Kirrweiler, ein rechtes Früchtchen offensichtlich, Anzeige wegen Hexerei erstattet. Am Anfang sollen es sechs bis acht Frauen gewesen sein, die in der Walpurgisnacht dort alles mögliche Unanständige mit dem Bösen getrieben haben sollen. Sie selbst, so die 14jährige namens Wagner weiter, sei von einer Frau auf einem schwarzen Bock mitgenommen und am alten Venninger Bildstock abgesetzt worden, weshalb sie allein in der Hexennacht habe heimlaufen müssen. Im Lauf des 2jährigen Prozesses belastete sie dann 200 Personen, darunter auch die meisten Schöffen des weltlichen Gerichtes. Aber auch dieser taktische Trick fruchtete nicht. Am Ende des Prozesses bezog die 14jährige Wagner ihre Hiebe und wurde „ausgestabt", durfte also kein bischöfliches Gelände mehr betreten. Dieser Vorfall hat Vorgeschichte. Hexen waren nicht unbedeutende Erscheinungen im Maikammer des frühen 17. Jahrhunderts. Nachdem sie verschlüsselt schon 1583 auf dem ersten Tauf-, Heirats- und Sterbebuch des Ortes erwähnt worden waren, machte man sie offen für den schweren Hagelschlag 1601 und zwei Erdbeben im Jahr danach verantwortlich. Zu dieser Zeit mixte ein Apotheker in der Krottenburg unterhalb der Alsterweiler Kapelle die „Hexensalbe", die aus einer Palette berüchtigter Giftpflanzen besteht, nämlich Schierling, Mohn, Tollkirsche und Bilsenkraut. Das empfängnisverhütende Mittel kann, so ergaben Untersuchen der Uni Göttingen, durchaus jene Halluzinationen auslösen, die zum Hexenkult gehören, so das Fliegen neben abgrundtiefen Stürzen und die Erscheinung seltsamer Wesen. Die Salbe kam reichlich zur Anwendung, vermutet Urban Ziegler. So ist im Pfarrbuch zu lesen, daß um 1634, als Maikammer von Kriegswirren verschont blieb, dennoch kaum mehr Kinder im Ort zur Welt gekommen seien. Der Hexenweg lag damals noch mitten im Wald. Der Bereich zwischen ihm und der Berggasse, dem heutigen Wanderweg Deutsche Weinstrasse, wurde erst am 29. April 1834 aus dem früheren Haingeraide-Besitz versteigert. Ein entsprechender Beschluß der Gemeinde fiel schon am 1.11.1827 nach gütlichem Vergleich mit der Regierung. Dennoch gab es in Maikammer erheblichen Widerstand gegen die Versteigerung, auch von Seiten des Pfarrers. Nun war aber Maikammer eine königliche Pfarrei und so konnte es geschehen, daß am 1. Juni 1832 dem Kaplan gekündigt wurde. Der versteigerte Wald brachte 10140 Gulden und wurde dann wohl umgehend gerodet.(1) Auch volkstümliche Sagen liefern oft den Stoff für Wegnamen.(2) In exponierter Lage wurde von Franz Lederle im Jahre 1835 dieses weithin sichtbare Häuschen errichtet. Im Urkataster der Steuergemeinde Maikammer ist für das Jahr 1839 eingetragen: Wingert und Gartenhäuschen am Eichelberg. Lederle war ein reich begüteter Winzer und von 1833-1835 Maikammerer Bürgermeister. Aus dem alten Gartenhäuschen wurde in den vergangenen 165 Jahren durch mehrfachen Umbau das heutige schöne Weinbergshäuschen. Es diente sicherlich nicht nur den Weinbergarbeitern zum Unterstellen bei Unwetter, sondern wurde auch als Wochendhaus und zum Feiern kleiner Feste benutzt.LASpL56/772
Am Eichelberg
Eichelberg
Berg
Erdbeben
Schrdääßel
Alsterweiler
Wetterkreuz-Berg
Hagelschlag
61
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/FlurnamenIm Grund
Flurnamen
Alsterweiler
Am Anfang von Alsterweiler liegt nördlich die Gewanne: im Grund (mdal. im Grund)

Die Lage ist: im unteren Grund westlich die Gewanne im oberen Grund östlich die Gewanne in der oberen Sau südlich die obere Friedhofstraße nördlich die Gewanne auf der unteren Heide im oberen Grund westlich die Gewanne in der Langheck östlich die Gewanne im unteren Grund südlich die Hauptstraße nördlich die Gewanne auf der mittleren Heide 1589 ein Stück Baumgart = Acker im Grand (LASp Dl/68) 1624 Ein virtel Wingart im Grundt (LASp D2/635) 1669 Grandhohl (LASp F2/221) 1669 grundt (LASp F2/221) 1721 Grand (LASp F2/227) Zu mhd. grünt Eigentlich grobkörniger Sand. Später erhielt es die Bedeutung von Grund, Wurzel, Vertiefung, Tal, Mulde1 Von Höhen, Hügeln umgebene Tallage(2) Feuchte Senke(3) Hier ist es der Talgrand des Wetterkreuzberges. In einem Bericht über die zum Schlößlein Credenburg in Alsterweiler gehörigen Güter vom 18. November 1712 wird ein Weinberg „im langen grund" und einer „im kurtz grand" beschrieben und erwähnt, daß letzterer „in ziemlich stocklosem Zustand" sei und man habe es versäumt, „Einlegner" zu machen.(4)

Nach der Parzellenkarte von 1821 lag der „lange grand" im heutigen unteren Grund und der „kurtz grand" im oberen Grand.(5) (1)Schirmer - (2)Keinath - (3)Leonhardt - (4)Hener - (5)LASp W41/526
Im oberen Grund
Im Grund
Alsterweiler
Im unteren Grund
61
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/FlurnamenAlsterweiler
Flurnamen (Alsterweiler)
Flurname
Auf der Großwiese
Groß
Hans Groß
Im Wiesenbereich lag auch die Gewanne:

auf der Großwiese (mdal. uff de Groußwiß) Die Lage ist: westlich die Gewanne im Böbig, östlich die Gewanne auf der Hartwiese, südlich die Gewanne in der oberen Leber, nördlich die Gewanne auf der Ahlmühl 1669 großwieße (LASp F2/221) Zu mhd. groz ist die Bezeichnung für den Umfang. Der Flurname kann sich aber auch nach einem früheren Besitzer entwickelt haben, zumal schon 1580 ein Hans Groß hier vorkommt. Die Wiesenbewirtschaftung war durch die Dorfordnung geregelt: Item welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden. Un wa (sofern) von alter her brücken über die gemein wege geen, soll man dieselbigen ujfrichten bey pene (Strafe) Hb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein.

Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye groß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe (Maria Himmelfahrt, 15. August) und dieselbige wysen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk (29. September). Aber weliche nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt groß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein. LASp U103/36a
Erdbeben
Hagelschlag
Wetterkreuz-Berg
Schrdääßel
Berg
Am Eichelberg
Eichelberg
Alsterweiler
98
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragDienerbuch
Alsterweiler
Emanual Koch
Koch, Emanuel, Aufsichtträger zu Alsterweiler. 1747_XII_1 Besohldungsregelung (335, 222)Emanuel Koch
Aufsichtträger
Alsterweiler
Krebs (1948)/Eintrag942942
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragJohann Hacker
Alsterweiler
Lanschreiber
Zollschreiber
Hacker, Johann. 1597 VI I Zollschreiber zu Vdenheim (323, 287). 1600 IV 23, Diener von Haus aus (323, 670). 1606 V 30 Visitator der Keller und Speicher (323, 770). 1624 IV 23 Kammer- und Landschreiberei-Rat (326, 164 v)Zollschreiber
Johann Hacker
Landschreiber
Krebs (1948)/Eintrag596596
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragPhilipp Melchior von Dalheim
Alsterweiler
Dienerbuch
von Dalheim, Philipp Melchior. 1597 II 23 Kämmerer (323, 291). 1597 V 1 Stallmeister (323, 292 v.). 1599 XI 1 Faut am Brurain (323, 401). 1604 VII 9 Hofmeister mit 4 reisigen Pferden (323, 758 v.). 1620 XI 13 Hof- und Ritter-Richter, Rat von Haus aus (326, 130)Krebs (1948)/Eintrag246246
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller.Einung
Gemeiner Weg
Überfeld
Mark
Gemeinsmann
Schütze
Stein
Gesetzter Stein
Grenzstein
Dorfordnung 1549/Artikel10Artikel X
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item die wurt sollen keinen gast ußschlagen und dem andern heimweysen bey 1 lb d, es were dan, das der gast nit wolt bey dem ersten wurt benungicht sein mit seiner arm tagen, so mage derselb wurt jnen wol furter weysen; kunt man dan erkennen, das er seinen muglichen vleiß geton hett, solt derselbigk wurt der einunge embresten sein.Einung
Wirt
Eynung
Gast
Heinweisen
Dorfordnung 1549/Artikel5Artikel V
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
In diesem buchlein sind des dorffs zuw Meinkeimer herbrachte und geüpte ordenunge, so man bei vermerckten peen und straffen zuw halten schuldig begriefen etc. Laus deo semper. Sub Dato 1549.Laus deo semper
Vorspann
Dorf
Maikammer
Überlieferung
Dorfordnung 1549/VorspannVorspann
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item welicher wurt oder gemeinßman, auch die muller und weber, so moeßgeschire haben, als soemern, halbsomen und imel, das man zum marck braucht, desgleichen so gewicht haben, dieselgiben
sollen soliche meßgeschire und gewicht alle jare zum wenigsten einmal lassen eychen und brennen, und alß dick man daruber clagt bey pene 1 lb heller.
Immel
Wirt
Gemeinsmann
Müller
Weber
Halbsimmern
Simmern
Eichen
Brennen
Dorfordnung 1549/Artikel6Artikel VI
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Erstlichs so einer wolt wein schencken und geschickt mit stallunge auch anderm als leger, derselb sol ein reyfe ußstecken und ein ganz jare wein schenkken wie von alter her beschehen, bey derer eynunge 1 pfundt pfeninge oder sol dem weinschanck obersteen.Einung
Stallung
Wein
Schenk
Weinschank
Reif
Dorfordnung 1549/Artikel1Artikel I
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item welicher wirt wein kauft, derselb sol den dorfmeisern bey seinem eyt sagen, wie hoch er denselben wein kauft hat; sol der wurt uff yeder maß 1 d haben an alle geferdt, 1 ß d minder oder mehe uff der ome, bey der einunge wie obstett.Wirt
Dorfmeister
Eid
Weinverkauf
Dorfordnung 1549/Artikel7Artikel VII
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item wa einer ein reyfe under dem jare abwerfen tett, derselbig soll die obgemelt eynunge unnachleßlich verfallen sein und sol dem nach in eim jare kein reyf ußstecken, bei auch I lb d zur eynunge.Einung
Reyfe
Eynung
Fassreif
Reif
Ausschank
Dorfordnung 1549/Artikel2Artikel II
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Alsterweiler
Item so eyn wurt oder gemeinsamen woelt hering, stockfisch, blatheysen und bueckinge feilhaben, derselbig sol kaufmansgut haben bey der eynunge 1 lb heller; und wan jme solchs von den dorfmeistern verbotten wurd, sol derlebigk uberfarer nit mehe desselbigen unkaufs vertreyben bey genanter eynunge.Einung
Wirt
Gemeinsmann
Dorfmeister
Hering
Platteisen
Plattfisch
Stockfisch
Bückling
Dorfordnung 1549/Artikel8Artikel VIII
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item es soll kein wurt wein ausserm dorf kaufen, es were dann ganz keyn wein im dorf zu verkaufen, bey straffe 1 lb d.Wirt
Wein
Weinkauf
Dorfordnung 1549/Artikel3Artikel III
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item es soll kein wurt ein frembden gast, als wandelpersonen und gemeine dirn uber ein nacht behalten, es were dann, daß der gast schulden hett inzupringen oder ander erlich gescheften, die jnen uffhallten tetten, bey der eynunge 1 lb heller.Einung
Wirt
Fremde
Wandelperson
Dirn
Dorfordnung 1549/Artikel9Artikel IX
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item die Meinkeimer kirwey hat freyheit und mage jederman uff soliche zeit acht tag vor oder nach der kirwey ungeferlich wein schencken; doch welicher wein schencken will zur kirwey oder sunst, derselb soll von stunden an vor dem weinschanck sein geschir lassen eychen, bey der einunge 1 pfundt heller.Kirchweihe (Alsterweiler)
Maikammer Kirchweihe
Wirt
Wein
Eichung
Freiheit
Kirchweihe
Weinausschank
Geschirr
Einung
Dorfordnung 1549/Artikel4Artikel IV
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler
Ortslage
Alsterweiler zieht sich von Westen nach Osten, dem Bächlein Alster entlang und ist von zwei Hügelrücken eingeschlossen, einem nördlichen vom Wetterkreuz kommend und einem südlichen vom Breitenberg auslaufend.Lage
Alster
Breitenberg
Wetterkreuz
Leonhardt (1928)/Seite9/29
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerSchule
Alsterweiler
Hausbuch
Johannes Leonhardt
Als Lehrer an der unteren Schule zu Alsterweiler sammelte ich vom Jahre 1905 alles, was in Büchern, Schriften und Hausbüchern zu finden war, um Stoff für den geschichtlichen Teil der Heimatkunde zu erhalten.Leonhardt (1928)/Seite33
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweilerMaikammer-Alsterweiler ist ein Doppeldorf, dessen beide Teile räumlich getrennt waren, doch stets politisch und kirchlich zusammengehörten und seit der Mitte des letzten Jahrhunderts zusammengebaut sind.Alsterweiler
Doppeldorf
Leonhardt (1928)/Seite9/19
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler
Haus
1619 waren in Maikammer 163 und in Alsterweiler 87 Häuser. Sie waren nicht numeriert und wurden nach der Lage zu den Nachbarn bezeichnet.Haus
Nummer
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite18/318
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler
Pfarrer
Mitteilung der geschichtlichen Merkwürdigkeiten Maikammer-Alsterweilers an den geschichtlichen Verein des Rheinkreises 1831, von Pfarrer Weckesser.Alsterweiler
Weckesser
Leonhardt (1928)/Seite7/27
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler
Hauptstraße
Hauptstraße Nr.25
Das Haus von Oskar Hafner, Alsterweiler Hauptstraße wurde 1595 erbaut. Es zeigt über dem Torbogen außer den Anfangsbuchstaben des Namens eine schwörende Hand, welche auf den Beruf eines Gerichtsschöffen hinweist.Leonhardt (1928)/Seite18/118
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler…ten durch Alsterweiler, wird beim „Schlösse!" geteilt und fließt nach Os…Leonhardt (1928)/Seite9/49
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler
Name
Leichter zu erklären ist der Name Alsterweiler. Er kommt vor 1370 als Ageleisterwilre, 1464 als Aglasterweiler und 1495 als Allasterwyler. Es ist also ein Weiler (mhd. wilr — kleines Gehöft, ahd. wilari, mlat. villäre — Gehöft), der von dem Vogel Elster seinen Namen hat.Alsterweiler
Ageleisterwilre
Aglasterweiler
Allasterweyler
Weiler
Elster
Villare
Gehöft
Leonhardt (1928)/Seite1313
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler
Deckelgasse
Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nichr erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.Alsterweiler
Straße
Deckelgasse
Hintergasse
Obergasse
Spreiselgasse
Hubengasse
Leonhardt (1928)/Seite18/218
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler
Alsterweiler Kapelle
Kapelle
Michael Groß
Aufzeichnung eines Alsterweiler Bürgers über die Erbauung der Kapelle zu Alsterweiler. (Erben von Michael Groß).Kapelle
Alsterweiler
Alsterweiler Kapelle
Michael Groß
Leonhardt (1928)/Seite7/17
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/AlsterweilerAlsterweiler
Kanalisation
Alsterbach
Alster
Schlössel
Aus dem Alsterweiler Tälchen fließt das kleine Bächlein Alster mitten durch Alsterweiler, wird beim „Schlössel" geteilt und fließt nach Osten zu, um teils in die Kanalisation aufgenommen zu werden, teils bei Kirrweiler in den Kropsbach zu fließen.Kropsbach
Alsterweiler
Tälchen
Alsterweiler Tälchen
Alster
Schlössel
Kirrweiler
Leonhardt (1928)/Seite9/39
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Alsterweiler
Franziskanerinnen
Sankt Klara
Kloster
Haus am Hübel
Deckelgasse
Nonnenwingert
Das Kloster St. Klara (Franziskanerinnen) hatte ein Haus am Hübel (Nr. 54) und 1 Doppelhaus in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwingert (noch 1798) Quelle 54 / Remling Abteien und Klöster).Alsterweiler
Franziskanerinnen
Sankt Klara
Kloster
Haus am Hübel
Deckelgasse
Nonnenwingert
Leonhardt (1928)/Seite111/1111
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Maikammer
Einwohner
Alsterweiler
1830 2349 Einwohner, 1664 in Maikammer. 685 in Alsterweiler.Alsterweiler
Maikammer
Einwohner
Leonhardt (1928)/Seite125/7125
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Alsterweiler Tälchen
Alsterweiler
Buntsandstein
Klausental
Hügelland
Sand
Lehm
Kalk
Im Alsterweiler Tälchen, im Klausental und östlich von beiden ist der Boden aus angeschwemmtem Sand, dem Verwitterungsprodukt des Buntsandsteins, gebildet. Das übrige Hügelland hat im Westen als Hauptbestandteil Kalk mit angeschwemmtem Sand, im Osten Lehm mit Sand.Hügelland
Buntsandstein
Kalk
Klausental
Alsterweiler Tälchen
Alsterweiler
Sand
Lehm
Leonhardt (1928)/Seite104/1104
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Maikammer
Einwohner
Alsterweiler
1825, 2218 Einwohner, 1509 in Maikammer, 709 in Alsterweiler.Einwohner
Alsterweiler
Maikammer
Leonhardt (1928)/Seite125/6125
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Alsterweilera) ein bischöfliches Weingartgut; am 1. Februar 1580 verkaufte Bischof Marquard von Speyer an seinen Hintersassen Christoph Groß zu Maikammer des Hochstifts Behausung und Hofraide, welche zum genannten Gute gehörte, für 400 fl. (Quelle 19 und 52).Alsterweiler
Hattstein
Weingartgut
Hofraide
Hofgut
Leonhardt (1928)/Seite111/2111
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Förster
Alsterweiler
Gäsebart
Landmesser
Nun ging das Schelten an. Da er einen Knebelbart trug, nannten sie ihn „Gäsebart". Nun schallte es den Berg hinauf und herab, das Tälchen hinein und heraus, wie früher „Landmesser" jetzt „Gä—se—ba—rt". Aber der Förster behielt seinen Gleichmut. Als er einen der Alsterweiler Buben mit einem Kreuzer belohnte, weil er am lautesten „Gäsebart" schreien konnte, taten's die anderen nicht mehr, weil sie nichts bekommen hatten, und das „Gäsebart"-Geschrei nahm ab. (Palatina Jahrgang 1889 S. 403 f.)Kreuzer
Gäsebart
Alsterweiler
Landmesser
Förster
Leonhardt (1928)/Seite121/1121
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Maikammer
Alsterweiler
Dazu ist man mißtrauisch und war zeitweise erbittert auf die Bewohner von Maikammer, die Alsterweiler nicht geben konnten und auch wollten, was diese brauchten, Zufahrtswege und Pflaster, Gemeindegebäude, Schule und Selbstverwaltung.Alsterweiler
Selbstverwaltung
Schule
Pflaster
Zufahrtsweg
Maikammer
Leonhardt (1928)/Seite125/2125
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Haus
Maikammer
Alsterweiler
1619 waren in Maikammer 160 Häuser, in Alsterweiler 90.Maikammer
Alsterweiler
Haus
Leonhardt (1928)/Seite125/5125
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Alsterweiler
Spielfeld
Grenzstein
Nur das Spielfeld gehörte bis zum Jahre 1580 den Dörfern Maikammer und St. Martin gemeinsam. Es wurde bis zu diesem Jahre hauptsächlich als Weideplatz benutzt, woran die Namen Viehweg, Viehtrieb und Geißweide noch erinnern. Vielleicht fanden dort auch Feste statt, worauf der Teil „An der Schießmauer" hinweist. Die St. Martiner hatten angefangen, die ihnen am nächsten liegende Seite als Wingert und Äcker anzulegen, während die hiesigen Bewohner den ganzen Platz seinem bisherigen Zwecke erhalten haben wollten. Es entstand deswegen ein Streit, der erst beigelegt wurde, als am 3o. Juli 1580 das ganze Feld in der heute noch bestehenden Art und Neise geteilt wurde. Die Teilung fand auf dem Oberamt Kirrweiler statt. Der Speyerer Fürstbischof Marquard hatte dazu den Fauth von Marientraut, Jakob Hundt v. Salheim, den bischöflichen Rat Dr. Johann Konrad Breuning und den Domkostus zu Speyer und Domherrn zu Worms Christoph Nagel v. Dürmstein, beide letztere als Abgeordnete des Domkapitels, und den fürstbischöflichen Schaffner in Kirrweiler Philipp Dierolf abgeordnet. Im Beisein der Gemeindedeputierten wurde das Feld besichtigt und dann geteilt.Alsterweiler
Grenzstein
Spielfeld
Hattstein
Leonhardt (1928)/Seite103/2103
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Alsterweiler1602 waren in Maikammer 149 und in Alsterweiler 74 Familien.Alsterweiler
Maikammer
Einwohner
Familie
Leonhardt (1928)/Seite125/4125
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Bewohner
Alsterweiler
Seelen
Einwohner
Die erste bekannteste Zahl der Einwohner ist vom Jahre 1530. Damals wohnten in Maikammer 674, in Alsterweiler 451 Seelen, zusammen 1125.Einwohner
Seelen
Bewohner
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite125/3125
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Kirche
Morschheim
Klause
Kirchweih
Dalheim
Kapelle
Klausental
Alsterweiler
Im Klausental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient. Zu ihr gehörten Acker, Wiesen und Wald, Wein- und Geldzinsen. Von dem alljährlich dort stattfindenden Klausenfeste gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweih entstanden sein. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau Ursula v. Dalheim die Klause nebst Kirche und allem Zubehör, die sie von ihrem Vater ererbt hatte, an seinen Schwager Moriz von Morschheim. 53)Klausental
Alsterweiler
Klause
Kirchweih
Kapelle
Morschheim
Dalheim
Kirche
Leonhardt (1928)/Seite106/1106
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Maikammer
Alsterweiler
Die Bewohner von Alsterweiler sind infolge ihrer Abgelegenheit von Landstraße, Bahn, Post, Kirche und früher auch Schule, besonders aber durch die oft stiefmütterliche Behandlung durch die Muttergemeinde Maikammer etwas anders geartet wie in Maikammer.Maikammer
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite124/3124
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Beruf
Alsterweiler
Eine ganze Reihe von katholischen Priestern, Lehrern, Professoren, Ärzten nud anderen wissenschaftlichen Berufen brachten Maikammer und Alsterweiler im 19. Jahrhundert und jetzt noch hervor.Alsterweiler
Beruf
Leonhardt (1928)/Seite124/2124
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Alsterweiler
Gemarkung
Parzelle
Grenzstein
Gerichtssiegel
Vermessung
Die Gemarkung von Maikammer-Alsterweiler umfaßt mit der Dorffläche 605,67 Hektar, davon sind 521 Hektar Wingert, Äcker und Wiesen. Die letzte allgemeine Vermessung geschah im Jahre 1822, weshalb auch die Grenzsteine neben dem Zeichen des früheren Gerichtssiegels und den Buchstaben MK die Jahreszahl 1822 tragen. Es ergaben sich 7110 Parzellen.Gemarkung
Alsterweiler
Gerichtssiegel
Vermessung
Grenzstein
Parzelle
Leonhardt (1928)/Seite103/1103
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Geometer
Anekdote
Deckelgass
Waldmesser
Alsterweiler
Von München kam ein Geometer mit Frau und 14jährigem Meßgehilfen nach Maikammer und nahm bei dem damaligen Gemeindeschreiber Hauck Wohnung. Dessen Sohn half auch beim Messen mit. Dieser erzählt von diesen Waldgängen in der Palatina. So fanden sie im Walde viele "balkenlange und pickelshelmsdicke" Schlangen. Einmal fanden sie bei der Kropsburg einen Storch, den eine Schlange umwickelt hatte. Sie befreiten den Storch. Der Geometer war ein eigentümlicher Mann, den die Leute Waldmesser nannten. Wenn sie ihm begegneten, grüßten sie ihn immer: „Guten T ag, Herr Waldmesser!" Darüber ärgerte er sich und erwiderte: „ Ich bin kein Waldmesser nicht: ich bin Geom'ter!" Die damals nicht feinen Leute, die auch infolge des Krieges und der Nachkriegszeit roher geworden waren, trieben ihren Spott mit ihm und riefen ihm, wo sie ihn von weitem sahen „Land-mes-ser" nach. Einmal ging er auch von der Vermessung durch Alsterweiler nach Hause; im Walde hatte er sich einen dicken Stock zum Benutzen beim Gehen abgeschnitten. Als er an die Deckelgasse kam, standen einige böse Buben dort und belästigten ihn durch Zurufen. Dabei schlug er dem Frechsten seinen Stock über. Die Folge war, daß man ihm Steine nachwarf und ihn bis zu seiner Wohnung verfolgte. Als auch noch nachts Steine in die Wohnung fuhren mit den Zurufen: „Wir schneiden ihm den Hals ab! Wo ist der Waldmesser, er muß sterben; der will kein Waldmesser sein!", brach er nachts noch auf und verließ das ungastliche Maikammer. Ein Knecht des Bürgermeisters Reinig brachte ihn mit der Chaise fort.(1816)Waldmesser
Alsterweiler
Anekdote
Storch
Schlange
München
Deckelgass
Landmesser
Meßgehilfe
Geometer
Leonhardt (1928)/Seite120/1120
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Vorderpfalz
Alsterweiler
Maikammer und Alsterweiler haben, wie alle Dörfer der Vorderpfalz, keine Bewohner, die seit Urzeiten hier sitzen, den gleichen Hof wie ihre Stammvater bewohnen und die gleiche Scholle bebauen.Alsterweiler
Vorderpfalz
Leonhardt (1928)/Seite124/1124
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125Alsterweiler
Konservativ
Bewohner
Es änderte sich in Alsterweiler wenig an Straßen, Hausern und Bewohnern. Es zogen nur wenige zu. Man blieb also auch konservativ und hielt am alten fest.Alsterweiler
Konservativ
Bewohner
Leonhardt (1928)/Seite125/1125
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Alsterweiler
Sebstian Hauck
Vom Jahre 1821—1832 war Daniel Reinig Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Sebastian Hauck Adjunkt in Alsterweiler.Sebstian Hauck
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite149/3149
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Alsterweiler
Wachtstube
Als Gemeindegebäude waren zu unterhalten das Gemeindehaus und Schulhaus am Lindeneck, das Hirtenhaus an der Niedergasse mit 3 Fasseln, die Gemeindeherberge an der Heergasse, das Armenhaus beim Kirchhof und ein Haus mit Wachtstube in Alsterweiler.Wachtstube
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite143/2143
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Einwohner
Alsterweiler
1864 2358 Einwohner, 1790 in Maikammer, 568 in Alsterweiler.Alsterweiler;EinwohnerLeonhardt (1928)/Seite126/2126
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Alsterweiler
Einwohner
1850 2626 Einwohner, 724 in Alsterweiler.Alsterweiler;EinwohnerLeonhardt (1928)/Seite126/1126
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Grevenhausen
Wascherde
Alsterweiler
Hinter der Mühlgasse in Alsterweiler wurde sogen. Wascherde gegraben und nach Grevenhausen zum Walken des Tuches verkauft.Wascherde
Alsterweiler
Grevenhausen
Leonhardt (1928)/Seite141/1141
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150AlsterweilerLeibeigene gab es besonders vor dem 30jährigen Kriege. 1530 waren in Maikammer unter 674 Bewohnern 168 Leibeigene, davon 65 Männer und 80 Frauen der Speyerer Herrschaft, 14 Männer und 5 Frauen der Kurpfalz und 4 Männer einer fremden Herrschaft untertan. In Alsterweiler waren unter 451 Bewohnern 110 Leibeigene, davon 43 Männer und 48 Frauen dem Hochstift Speyer 11 Männer und 7 Frauen der Kurpfalz und 1 Mann einer fremden Herrschaft untertan. Die meisten Leibeigenen flohen im 30jährigen Kriege und kamen nach dem Friedensschluß nicht mehr zurück.Herrschaft
Kurpfalz
Alsterweiler
Hochstift Speyer
Leibeigener
Leonhardt (1928)/Seite133/1133
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Strafe
Alsterweiler
Die Strafen waren zumeist Geldstrafen von einigen Gulden. Einsperren in die Beßenkammer oder körperliche Züchtigung mit dem Ochsenziemer (Farrenschwanz). So wurde am z. Oktober 1782 Joh. Rittler von Alsterweiler mit „25 wohl angemessenen Ochsenzaunstreichen" bestraft, weil er des Nachts Trauben gestohlen hatte.Geldstrafe
Ochsenziemer
Johann Rittler
Strafe
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite139/1139
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Jakob Denier
Alsterweiler
Dies war die einzige Zeit, in der Alsterweiler eine eigene Verwaltung besaß. Sie dauerte aber nicht lange, noch im gleichen Jahre wurde Jakob Denier Maire der ganzen Gemeinde. (1798)Alsterweiler
Jakob Denier
Leonhardt (1928)/Seite149/2149
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Eichmeister
Eicher
Alsterweiler
Weinmakler
Schon vorher und natürlich jetzt noch mehr übernahmen sog. Weinmakler die Vermittelung des Weingeschäftes. Als sog. Trinkgeld wurde 1/2 bis 2 Kronentaler (d. i. 2 Gulden 42 Kreuzer) je nach der Menge gezahlt. 1851 wurde die Stelle des Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für Alsterweiler, zwei Drittel der Gebühren fielen dem Eichmeister, ein Drittel der Gemeinde zu.Eichmeister
Eicher
Alsterweiler
Weinmakler
Leonhardt (1928)/Seite143/1143
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Alsterweiler
Michael Hauck
Adjunkt
Von 1833—1835 war Franz Lederle Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Mich. Hauck Adjunkt in AlsterweilerAdjunkt
Alsterweiler
Michael Hauck
Leonhardt (1928)/Seite149/4149
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Peter Adam Koch
Adjunkt
Alsterweiler
Agent
Johann Friedrich Eisenbiegler
Nach den nun geltenden Bestimmungen erhielten Gemeinden unter 1500 Seelen einen Munizipalagenten und einen Adjunkten. Hier wurden Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.Alsterweiler
Adjunkt
Johann Friedrich Eisenbiegler
Agent
Peter Adam Koch
Leonhardt (1928)/Seite149/1149
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Alsterweiler
Sebstian Hauck
Johann Ernst
Weinläder
Weinsticher
Gehilfen
Gemeinderat
Läder
Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat.Gemeinderat
Weinläder
Weinsticher
Alsterweiler
Sebstian Hauck
Johann Ernst
Gehilfen
Läder
Leonhardt (1928)/Seite142/1142
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150Gemeinderat
Alsterweiler
Gemeindekasse
Stichgeld
Weinläder
Trägerlohn
Weinsticher
Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für Maikammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen.Weinsticher
Alsterweiler
Gemeinderat
Weinläder
Gemeindekasse
Stichgeld
Trägerlohn
Leonhardt (1928)/Seite142/2142
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150AlsterweilerDas „Verzeichnis aller jetzigen und nachkünftig Gemeindsmanner, Weibern, Wittiben und Kindern samt ihrem Religionsbekenntnisse zu Maycammer und Alsterweiler. Angefangen 1602" enthalt folgende Namen: Anshelm (in Alsterweiler),Funk (in Alsterweiler),Hertzel (in Alsterweiler),Röder (in Alsterweiler),Hoffmann (in Alsterweiler)

Jörg (in Alsterweiler), Kaufmann (in Alsterweiler) Kelblin (in Alsterweiler) Krug (in AIsterweiler) Kugel (in Alsterweiler) Müller (3 in Alsterweiler) Nachbaum (1 in Maikammer, 1 in Alsterweiler) Pfaff (in Alsterweiler) Röder (in Alsterweiler) Rudolf (in Alsterweiler) Schupfer (in Alsterweiler) Schwab (in Alsterweiler). Seiler (in Alsterweiler) Schultes (in Alsterweiler) Stachel (in Alsterweiler) Teutsch (in Alsterweiler) Wingerter (2 in Alsterweiler) Weiß (in Alsterweiler)

Wirth (in Alsterweiler)
Leonhardt (1928)/Seite126/3126
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Graf von Schmittburg
Alsterweiler
Katharina von Oberstein
Hans Philipp von Schmittburg
Hans Philipp starb am 2. Juni 1611 zu Alsterweiler.Alsterweiler
Hans Philipp von Schmittburg
Graf von Schmittburg
Katharina von Oberstein
Leonhardt (1928)/Seite158/1158
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Klausental
Alsterweiler
Kirchweihe
Die Kirchweihe zu Alsterweiler wird von altersher am Sonntag nach dem Weißen Sonntag (Misericordia) gefeiert. Sie verdankt ihre Entstehung dem sog. Klausenfeste im Klausental.Klausental
Kirchweihe
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite175/1175
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Oberstein
Alsterweiler
Kredenburg
Im Bauernkrieg (1525) revoltierten die Bauern von Maikammer gegen den Grafen von Oberstein auf der Kredenburg in Alsterweiler, wie es in der Urkunde heißt, „ohne Fehde und Feindschaft" und nur die Zugehörigkeit zum bischöflichen Hochstift war schuld daran, daß nicht alle Bauern mit Sack und Pack zur lutherischen Neuerung übergingen.Urkunde
Lutherisch
Kredenburg
Hochstift
Oberstein
Bauern
Leonhardt (1928)/Seite173/1173
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Sammlung
Alsterweiler
Alsterweiler Kapelle
Zwei Sammlungen brachten zusammen 2123 fl. 49 Kreuzer. Der erwähnte Nikolaus Groß, der als der eigentliche Bauherr genannt werden kann, teilte seinen Plan Pfarrer Weckesser mit und ließ dann die Kapelle durch Maurermeister Joh. Georg Schneider von Edenkoben aufbauen. Am 2. Mai 1845 wurde begonnen, am 25. Juli war die Maurerarbeit fertig (Alsterweiler).Eva Margareta Hauck
Johann Georg Schneider
Edenkoben
Anna Maria Platz
Nikolaus Groß
Alsterweiler Kapelle
Alsterweiler
Maurermeister
Leonhardt (1928)/Seite166/3166
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Alsterweiler
Alsterweiler Schulhaus
Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet.Alsterweiler
Alsterweiler Schulhaus
Alsterweiler Schule
Leonhardt (1928)/Seite166/1166
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180AlsterweilerDie Gemeinderatswahl am 7. Dezember 1884 war für die Wähler Alsterweilers verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas HeilweckLeonhardt (1928)/Seite152/1152
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Alsterweiler Tälchen
Dieterswiese
Alsterweiler
Viax von Oberstein
1545 schloß Viax von Oberstein einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Nlaikammer weqen Teilung des Wassers aus dem Alsterweiler Tälchen durch seine Wiese, die Dieterswiese genannt.Viax von Oberstein
Alsterweiler Tälchen
Dieterswiese
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite156/2156
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Alsterweiler Kapelle
Alsterweiler
1844 reifte der Plan zum Kapellenbau. Nikolaus Groß und seine Kinder Lorenz und Katharina Barbara stellten Grund und Boden zur Verfügung, die ledigen Jungfrauen Anna Maria Platz und Eva Margareta Hauck gaben die ersten namhaften Beträge (Alsterweiler).Eva Margareta Hauck
Anna Maria Platz
Nikolaus Groß
Alsterweiler
Alsterweiler Kapelle
Leonhardt (1928)/Seite166/2166
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Alsterweiler
Wasserlauf
Alsterweiler Tälchen
Viax von Oberstein
Spring
1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen. (gemeint ist Viax von Oberstein)Spring
Alsterweiler
Wasserlauf
Viax von Oberstein
Alsterweiler Tälchen
Leonhardt (1928)/Seite156/1156
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Alsterweiler Kapelle
Alsterweiler
Kapelle
Ein zweites Gotteshaus besitzt unsere Gemeinde in der Kapelle zu Alsterweiler. Da die Bewohner von Alsterweiler von ihren Mitbürgern zu Maikammer nicht immer wohlwollend behandelt wurden, waren die Verbindungswege zwischen beiden Ortsteilen meist in schlechtem Zustand und darum der Schul- und Kirchenweg unangenehm. Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hieltAlsterweiler Kapelle
Alsterweiler
Kapelle
Leonhardt (1928)/Seite165/1165
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Alsterweiler Kapelle
Alsterweiler
Kapelle
Da Groß keine Genehmigung zum Bauen eingeholt hatte, erschien am 29. August ein Herr von Speyer und nahm verschiedene Messungen vor, machte aber keine Beanstandungen (Alsterweiler).Nikolaus Groß
Alsterweiler Kapelle
Genehmigung
Speyer
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite166/4166
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Alsterweiler
Altkatholik
Peter Kühn
Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholiken das katholische Begräbnis und ihren Kindern die Taufe verweigerte, wurde er heftig angegriffen. Was Herres nicht tun wollte, besorgte der abgefallene Priester Peter Kühn, der von Alsterweiler stammte und in dieser Zeit eine traurige Rolle spielte. (Kühn war bis 1882 altkatholischer Seelsorger zu Landau (wohl Landau in der Pfalz), studierte dann zu Straßburg und München Geschichte und Philologie, wurde 1888 geistesgestört und starb am 21. Juli 1892 in der Anstalt zu Klingenmünster, nachdem er kurz vor seinem Tode in lichten Augenblicken dem Hausgeistlichen erklärte, daß er alles bereue, und die Lossprechung empfangen hatte).Peter Kühn;Alsterweiler;Altkatholik;Landau;Straßburg;München;Leonhardt (1928)/Seite173/2173
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Polizeiadjunkt
Sebastian Christmann
Alsterweiler
Jakob Garth
Andreas Platz
Die Gemeinderatswahl am 3. Dezember 1884 war für die Wähler Alsterweilers verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas Heilweck, Friedrich Schwarzwälder (trat gleich zurück), Karl Lederle und Christian Rech wurden wiedergewählt. Peter Schmitt, Balthasar Gerlach, Otto Ziegler, Peter Breiling, Franz Ziegler, Franz Ullrich, Karl Platz I., Adam Ullrich und Rochus Gerlach (+ 1888) wurden neu gewählt. Von Alsterweiler wurden dazu genommen, nachdem zwei Gemeinderäte zurückgetreten waren, Seb. Christmann als Polizeiadjunkt und Andreas Platz, denen 1888 noch Jak. Garth folgte.Alsterweiler
Polizeiadjunkt
Jakob Garth
Sebastian Christmann
Andreas Platz
Leonhardt (1928)/Seite151/1151
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Alsterweiler
Polizeiadjunkt
Georg Schlosser
Im Jahre 1874 war am 10. November die Wahl für die neue Periode 1875—1880. Als Polizeiadjunkt für Alsterweiler wurde Georg Schlosser gewählt.Leonhardt (1928)/Seite151/2151
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180Vitterine von Mannheim
Alsterweiler
1772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte. 10)Alsterweiler
Betglocke
Vitterine von Mannheim
Ewige Ampel
Leonhardt (1928)/Seite177/1177
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180AlsterweilerDer Großteil der Katholiken von Maikammer und Alsterweiler hat sich immer glaubenstreu und -freudig erwiesen.Katholik
Glaube
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite172/1172
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180AlsterweilerGeistliche aus der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler.Geistliche
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite176/1176
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203Alsterweiler
Gemeinderat Maikammer
Landkommissariat
Gehilfe
Da das Landkommissariat mit diesem Standpunkt nicht zufrieden war, erneuerte der Gemeinderat am 19. Februar 1843 seinen früheren Beschluß. Als Gründe führte er an: Da die Lehrer seither zusammen 990 fl. bezogen, und jetzt 1350 (+ 200) fl. beziehen sollen, so wären, da in Alsterweiler die Anstellung eines Gehilfen sehr nötig war, 560 fl. mehr aufzubringen.Alsterweiler
Gemeinderat Maikammer
Landkommissariat
Gehilfe
Leonhardt (1928)/Seite194/1194
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203AlsterweilerAm 1. Juni 1866 wurde Lehrer Müller in Alsterweiler pensioniert. Er bezog am 27. Oktober 1868 sein Haus zu Maikammer, später zog er nach Ludwigshafen a. Rh., wo er im Alter von 87 Jahren starb.Lehrer Müller
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite190/1186
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203Alsterweiler
Alsterweiler Schulhaus
Nun sollte auch der Wunsch der Bürger von Alsterweiler erfüllt werden. Zuerst war das Schlößchen als Schulhaus in Aussicht genommen, dann aber beschloß man zu bauen, kam aber erst 1829 dazu. Baumeister war die Firma Waldschmitt und Hornbach von Venningen. Das Haus kostete 3988 fl., die Nebengebäude 450 fl.Schule
Alsterweiler Schulhaus
Schlößchen
Firma Waldschmitt und Hornbach
Venningen
Leonhardt (1928)/Seite183/1183
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203AlsterweilerVom Jahre 1588 an läßt sich dann ein Lehrer nachweisen, der sämtliche schulpflichtigen Kinder der Orte Maikammer und Alsterweiler zu unterrichten hatte. Das Schulhaus befand sich am Lindenplatz beim Gemeindehaus.Alsterweiler
Schule
Lehrer
Leonhardt (1928)/Seite181/1181
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203Alsterweiler
Lehrer Müller
Schulhaus
Wohnung
Müller erhielt 330, fl. und Wohnung im Schulhause zu Alsterweiler.Alsterweiler
Lehrer Müller
Schulhaus
Wohnung
Leonhardt (1928)/Seite194/2194
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203Alsterweiler
Lehrer Leonhardt
Johannes Leonhardt
Obere Schule
Am 1. Mai 1919 übernahm Lehrer Leonhardt, der am 21. April aus dem Felde zurückgekehrt war, die obere Schule zu Alsterweiler.Alsterweiler
Lehrer Leonhardt
Johannes Leonhardt
Obere Schule
Leonhardt (1928)/Seite192/1192
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203Alsterweiler
Schule
Landkommissariat Landau
Trotz der Abtrennung von Alsterweiler war die Schülerzahl in Maikammer noch so groß, daß das Landkommissariat Landau 1830 die Gemeinde mehrfach aufforderte, wieder einen Gehilfen anzustellen.Schule
Alsterweiler
Landkommissariat Landau
Gehilfe
Leonhardt (1928)/Seite183/2183
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203Alsterweiler
Präzeptor
Jetzt wollte Alsterweiler einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterszeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleider hätten. Pfarrer Weber war dagegen.Alsterweiler;Präzeptor;Pfarrer WeberLeonhardt (1928)/Seite182/1182
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203Alsterweiler
Verweser
Gehalt
Der Verweser in Alsterweiler bezog 428.60 M Grundgehalt, 98.40 M Teuerungszulage und 43 M für Wohnung, zusammen 570 M.Alsterweiler
Verweser
Gehalt
Leonhardt (1928)/Seite195/1195
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100 Jahre Kirchenchor MaikammerDas Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!).Singt
Altarbild
Geschichte Pfarrei
Maikammer
Wappen
Urban Ziegler
Alsterweiler
100 Jahre Kirchenchor MaikammerFestschriftEinKatholische Kirche;Maikammer;Alsterweiler;Wappen;Geschichte
+sep;
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine WappenkundeDas Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!).Wappen
Urban Ziegler
Alsterweiler
Altarbild
Geschichte Pfarrei
Maikammer
Singt
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine WappenkundeAlsterweiler
Wappen
%Zitat

15)

Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!). Wahrscheinlich kam es über die Benediktinerklöster Zwiefalten, Hornbach oder Weißenburg in unsere Gegend. Besonders in Edesheim übten Angehörige dieses Geschlechts im 15. Jahrhundert verschiedene Funktionen aus. Die Dalheimischen Lehensgüter in vielen Gemeinden der Umgegend geben Zeugnis von dem Reichtum des Geschlechts vor der Reformation. In Maikammer findet sich ihr Wappen neben dem Wappen der Obersteiner sowohl an der Kredenburg, als auch am Grabmal neben der katholischen Kirche. Obersteinisches Wappen: heraldischer Löwe auf weißem Feld; Dalheimer Wappen (38). Besonders erwähnenswert ist ihre große Verehrung der heiligen Anna, vermutlich gehen die St. Anna-Wallfahrt und die St. Anna-Kapelle auf eine Stiftung dieses Geschlechts zurück.
Amtszeichen
Wappen
Maikammer
Alsterweiler
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/WappenWappen
Maikammer
Vom Zeichen her wäre es möglich, das Wappen von Maikammer auch so zu gestalten (10), wie es sich in der Tat zum Zeichen der Trauer, umgekehrt auf dem von der Gemeinde im Jahre 1727 errichteten Friedhofskreuz, heute auf der Totengedenkstätte, findet. Die Stellung des Lotsymbols (la) hat aber eine besondere Bedeutung: a) Daran ist zu erkennen, zu welchem Dekanat eine Gemeinde gehörte (Bildvergleich (1)—(9), und b) innerhalb unseres Dekanates (Weyher ab 1399 für ca. 300 Jahre) unterscheidet die dem Petruskreuz ähnliche Anbringung den Gemeindemandatsträger von sonstigen Amtsträgern. Deutlich zeigt dies der Vergleich verschiedener Amtsträgerzeichen: das Zeichen für unseren Gemeindewaldschützen (11), für einen Haingeraideschützen (12), für einen Amtshaagschützen (13) ) oder für einen Amtsschöffen (14) )Wappen
Hans Rösser
Hans Roesser
Amtsschöffe
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/WappenWappen
Maikammer
Das Maikammerer Wappen ist wohl einer Gruppe zuzuordnen, die als Dekanatszeichen zu bestimmen ist und vornehmlich in der Vorderpfalz vor- kommt. In unseren alten Urkunden wird es Maßzeichen, Gemeindezeichen, meist jedoch einfach „das Zeichen" genannt. Als ,Maßzeichen' symbolisiert es sicherlich die damaligen Maße: (la) das Lot = ca. 12 cm, (lb) den Fuß = ca. 30 cm, (lc) die Elle = ca. 60 cm 2). In Maikammer wird das ,Maßzeichen' im Jahre 1603 in einem das Eichamt betreffenden Gesuch des ersten Dorfmeisters Peter Hertel erwähnt 3)Wappen
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/WappenVenningen
Roschbach
Maikammer
Wappen
In unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3)Wappen
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/WappenVenningen
Maikammer
Wappen
Roschbach
In unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3)Venningen
Wappen
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/WappenMaikammer
Wappen
Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)Wappen
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/WappenBurrweiler
Maikammer
Wappen
Ein Ortszeichen, das auch für das Maikammerer Wappen Beweiswert hat, sei noch angeführt: das ursprüngliche Zeichen von Burrweiler (31). Es ist aus dem Jahre 1604 in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten. Burrweiler war gleich Maikammer durch das Patronatslehen (Pfarrgeschichte Seite 26) mit dem Kloster Heilsbruck verbunden, jedoch hatte das Kloster dort schon ab 1265 das Präsentationsrecht inne. Die Pfarrei mußte jedoch wie auch die Pfarrei Winden mit Weltpriestern besetzt werden (Braun). Im Wappenzeichen steht über dem Fuß die kurpfälzische Raute. Da Burrweiler nie kurpfälzischer Ort war, kann die Raute nur im Zusammenhang mit dem Präsentationsrecht (= Recht zur Einsetzung eines Pfarrers in die Pfarrei) gesehen werden, das sich aus der kurpfälzischen Schirmherrschaft über das Kloster Heilsbruck ableitete.

Damit ist diese Raute ein wichtiges Indiz für die Heraldik des Maikammerer Altarbildes. Aber noch in anderer Hinsicht ist das alte Burrweilerer Wappen beachtenswert: Am Zeichen sind noch Reste von Gold und im Feld von schwarzer Farbe zu erkennen. Die Farbgebung war demnach gleich der des Maikam- merer Ortswappens. Dazu die Erklärung: Die erste Siegelform eines Pfarrortes waren der Kirchenpatron oder wie in Maikammer die Patrone. St. Kosmas und St. Damian werden heute noch im Maikammerer Pfarrsiegel ver- wendet. Bei der Vergabe der beschriebenen Wappengruppe wurden die Farben desjenigen genommen, der zur damaligen Zeit das Patronatsrecht besaß, bei Burrweiler und Maikammer also des Klosters Heilsbruck, das wiederum unter den ,Farben', d. h. der Schirmherrschaft der Kurpfalz stand. Auch bei anderen Orten kann dies beobachtet werden. So hat Kirrweiler in seinem Ortswappen die Farben der Speyerer Bischöfe Raban und Reinhard aus dem Geschlechte derer von Helmstädt: schwarz-weiß (= silber). (Da Reinhard 1455 starb, kann das Wappen nur in der schon erwähnten Zeitspanne entstanden sein.) Die dominierenden Farben der Kurpfalz waren immer schwarz-gold, die Farbe Rot war untergeordnet. Schreibt doch schon Conrad von Mure i. J. 1250: „Ecce palatini Reni forma leonis, ex auro, nigrum tarnen hinc Campum fore ponis!" (frei übersetzt: Sieh, der pfälzisch-rheinische Löwe aus Gold auf schwarzem Feld).

Das Burrweilerer Wappen wurde noch im 17. Jahrhundert in der Längsachse verdoppelt, sodaß daraus eine heraldische Lilie entstand. Die Farbgebung blau-weiß geschah wie in vielen anderen Gemeinden auf Vorschlag der königlich-bayrischen Wappenkommission i. d. J. 1830/31.
Wappen
Maikammer
Burrweiler
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/WappenMaikammer
Wappen
Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)Wappen
100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/WappenMaikammer
Wappen
Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)Wappen
800 Jahre Kirrweiler/Seite15Altenkirrweiler
Alsterweiler
Ägidiuskapelle
Die Siedlung Altenkirrweiler (um bei dieser Bezeichnung zu bleiben), heute Wüstung, lag südöstlich der zu ihr gehörenden Hammelmühle. Die örtliche Lage verzeichnet eine um das Jahr 1800 verfertigte Militärkarte (Quelle Stadtarchiv Kaiserslautern, Kartensammlung (Revol. Kriege). Die Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1602 sagt etwa folgendes: Ein freies Schlößlein und Burg, gelegen im Hochstift Speyer. Das Schlößlein nebst Burg umzog ein Wassergraben. In dieser Anlage waren Nebengebäude und die Ägidiuskapelle zu finden. Ein gewisser Bereich um Altenkirrweiler umschloß den Burgfrieden. Zur Anlage gehörten folgender Besitz: sodann die Kaplaneigüter und das Patronatsrecht zur Ägidienkaplanei (Quelle Remling, neuere Urkunden). Altenkirrweiler war ein frei adeliger Sitz und Gut, keinem Herrn mit Mittel unterworfen (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). Es war ein Freigut. Flüchtete sich ein Missetäter, so Leib und Leben verbrochen, in den Burgfrieden, so sollte er sechs Wochen und drei Tage frei sein (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). In Altenkirrweiler stand eine Sankt Gilgenkapelle.Sankt Gilgenkapelle
Freigut
Ägidienkaplanei
Ägidiuskapelle
Hammelmühle
Wüstung
Altenkirrweiler
Alsterweiler
Schloss
Burg
Hochstift Speyer
800 Jahre Kirrweiler/Seite158Stutengarten
Spangenberg
Alsterweiler
Die Burg Spangenberg - Im Jahre 1392 wird ein Gerhart von Dalheim als Schaffner zu Kirrweiler und Spangenberg genannt. 1431 vertraute Bischof Raban die Burg dem Edelknecht Eberhart von Sickingen an. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der Bischof im Tal einen Stutengarten anlegen. Einer der Stutenmeister war ein Eberhart von Hattstein.Gerhart von Dalheim
Spangenberg
Kirrweiler
Alsterweiler
Eberhart von Sickingen
Schaffner
Eberhart von Hattstein
Stutengarten
800 Jahre Kirrweiler/Seite16Alsterweiler
Anastasius Spiel
Hans von Altdorf
Kropsburg
Anastasius Spiel siegelt im Jahre 1550 eine Urkunde des Ritter Hans von Altdorf genannt von Kropsburg.Alsterweiler
Anastasius Spiel
Hans von Altdorf
Kropsburg
800 Jahre Kirrweiler/Seite33Alsterweiler
Hofrat
Kraus
Ausfautheidirektor, Hofrat KrausAlsterweiler
Hofrat
Kraus
800 Jahre Kirrweiler/Seite98Einspänniger
Einspänner
Alsterweiler
Einspänner (ebenso Seite 100, der Einspänner namens Johann Georg Barthel).Einspänniger
Oberamt
Einspänner
Alsterweiler
Kirrweiler
Aglasterweiler"1464 als Aglasterweiler" nach: Leonhardt (1928), Seite 13, vierter Absatz.
Akademie der Bildenden Künste (Wien)In den 1780-er Jahren wurde die Akademie der bildenden Künste in Wien zu einer Hochburg des Klassizismus in Europa. Die weitere Entwicklung ging aber mit der europäischen nicht konform, weil sich die Formen des Barock sehr lange (...) behaupten konnten.Haslinger (2008)
Franz Gabriel AllmarasMan soll nur nicht viel schreiben oder gar den Verägerten(!) spielen, sondern sich zusammensetzen, miteinander reden und das, was der andere nötig hat, verstehen wollen.
Seltsame Vorstellungen herrschten damals noch in Deutschland über koloniale Betätigung
Trotz aller Anstrengungen und Sorgen waren es doch schöne Tage, die man auf Expeditionen zubrachte. Nirgends in der Welt fühlte ich mich so sicher wie im Zelte im Inneren Afrikas. Fern von allem europäischen Getue war man Mensch, der freie Mensch, in weiter, freier Natur.
Allmaras (1933)
Allmaras (1930)
AlsterweilerDies war die einzige Zeit, in der Alsterweiler eine eigene Verwaltung besaß...in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.
Alsterweiler zieht sich von Westen nach Osten, dem Bächlein Alster entlang und ist von zwei Hügelrücken eingeschlossen, einem nördlichen vom Wetterkreuz kommend und einem südlichen vom Breitenberg auslaufend.
Ein Blick haftet am Klausental, weiter schauen wir hinab zur Ebene, goldenes Abendsonnenlicht liegt über dem Land und umspielt die letzten Häuser von Alsterweiler. Vom Turm läutet es zum Abendgebet, hinter die Berge gleitet das Licht, heimkehrt der Winzer vom Arbeitsfeld, was auch uns zum Aufbruch mahnt. So scheiden wir von einem Weindorf von großer Vergangenheit, das einer fortschreitenden gedeihlichen Zukunft entgegensteht.
Leonhardt (1928)/Seite 149
Sauer (1939)
Leonhardt (1928)
Alsterweiler Hofgut (Kloster St. Klara Speyer)Das Kloster Sankt Klara hatte ein Haus am Hübel Nr 54 und 1 Doppelhaus in der Deckelgasse Nr 6 und 8 und 8 Morgen Wingert Nonnenwingert noch 1798 Quelle 54Remling (1952)
AltenkirrweilerAltes Rathaus...Beim Bau holte man Steine vom ruinösen „Oberschloss“ (Altenkirrweiler).
Rathaus...Das Gebäude wurde um 1725 als Amtshaus errichtet. Die Steine hierfür holte man vom ruinösen „Oberschloss“.
Kirrweiler.de /abgerufen am 04. März 2017
BedeMatthias Rammung
Bienwaldordnung
Niclaus Schwein
Liber secretorum
Familienforschung
Bede
Bienwald
Beiträge zum Bienwald und zur Auswanderung. Darin auch Übertragung des Textes der Ordnung aus dem Original von Matthias Ramung „Liber secretorum“ (1466).
Seite 61 - 1563 befreite Bischof Marquard von Hattstein seinen „Waldfaut zu Rheinzabern“, den „Engelwirt“ Georg Schwein, von der Bede und anderen „bürgerlichen Beschwerden.“
Bede
Liber secretorum
Bienwaldordnung
Niclaus Schwein
Familienforschung
Matthias Rammung
Bienwald
Bildstock HummDer 2m hohe Bildstock ist aus einem Stück angefertigt und aus gelbem Buntsandstein. Die Spitze ziert das IHS in einem gehauenen Kreuze In der tabernakelförmigen Nische ist eine symbolisierte Krone im Bezug auf das glorreiche Rosenkranzgeheimnis 'Jesus der dich o Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat'.Bei einer Bestandsaufnahme 1974 war in der Nische eine Metallplatte mit Marienbild.
Im Sockel ist das Zunftzeichen des Eichmeisters eingehauen.
Wittmer (2000)/Seite 169
Bildstock SchädlerIn einer ebenfalls dachförmigen Nische ist eine getriebene, kupferne Platte aufgesetzt. Diese stellt eine sitzende Maria dar, auf deren linkem Bein ein Jesuskind mit langem Gewände und der Erdkugel in der Hand steht.
Beim Keltern hatte man den mit Brettern abgedeckten Kellerschacht etwas geöffnet für die Weinschläuche zu den Fässern. Schädler wollte sein Pferd in den Stall führen, aber es trat weitere Bretter des Kellerschachtes los und stürzte mitsamt dem Winzer in den Keller. Versuche das Pferd über die Treppe wieder nach oben zu bekommen scheiterten an der zu schmalen Kellertüre. Mit einem Flaschenzug wurde dann das Pferd nach oben gezogen. Es lebte noch weitere zehn Jahre. Martin Schädler kam wie durch ein Wunder mit kleineren Blessuren davon.
Wittmer (2000)/Seite 167
BrunnenXXXIX. Item so eyn gemeinßman oder wer daß were, die brunendröcke oder stein on bescheid bey tagk oder nacht ab oder außlaufen lassen wurd, der oder dieselbigen sollen der gmein, so oft und dick daß geschicht, für 1 lb d zu straff und eynunge verfallen sein.Doll, Anton (1985)
Concepte der Reichskammergerichtsordnung : auf Befehl der jüngsten Visitation entworfen/Seite 793Pfennigmeister
Alsterweiler
Funktion
Bayerische Staatsbibliothek Digital
Reichspfennigmeister
Von d. Pfennigmeister u. seinem Amt (Seite 793) ...gang der ältern Protocollorum Plenis bis zum Jahre 1656. ermanglen die weitere Nachrichten älterer Zeiten, hingegen von dieser Zeit an hat der ehmalige tapfere Herr Assessor von Sontborn als Deputatus ad Cassam nach des Pfenningmeisters Krebsen 1732. erfolgtem Absterben einen vollständigen Auszug aus denen beeden vorhandenen ältern Protocollis Pleni von 1656. bis 1670. und von 1671. bis 1688. das Pfenningmeistersey-Amt betreffend, verfasset, welcher dem Protocollo Pleni 1732. einverleibet ist, und viele merkwürdige Nachrichten enthaltet: Ich bemerke daraus nur kürzlich folgendes: Im Jahr 1659 hat Gisbert de Maere ein so wohl von kaiersl. Majestät als auch von Chur=Maynz als Reichs Erz=Canzlern ertheiltes Expectanz-Decret bey damahligem grosen Alter des geweßten Pfenningmeisters Lindenmajers dem Collegio Camerali übergeben, das Collgeium faßt hierauf den Schluß, den Adjuctum Gisbert de Maere zur Verwaltung bis auf ferner der Ständen Verordnung zu zulassen. Nach Absterben des Lindenmajers erfolgte die förmliche Präsentation desselben von kaiserl. Majestät alleinig. Nun wurde er zwar testante Protocollo pleni 1663. als würklicher Pfenningmeister aufgenommen. Seine Verwaltung aber hat kein gutes Ende genommen, s.(siehe) v.(von) Ludolf Hist. Sust. Cameral. et Acta Deputat. 1672. An dessen Stelle ernannten und präsentierten Kaiserl. Majestät 1673. D. Franz Ludwig Huben von Gülcheg. Bey dessen Annahm mußte selbiger nebst generaler Verpfändung seines Vermögens, annoch gleich seiner Vorfahren eine special=Caution durch Bürgschaft von 10 000. fl. prästiren.Reichspfennigmeister
Pfennigmeister
Gisbert de Maere
DHM Do 79 113Erbpacht Mühle von Steinweiler
Vlrich Weigeln von Wintzingen unnd seinen erben unsere mule zu Steinweyler erblich verlyhen haben unnd verleyhen.
Oberstein
Dalheim
Erbpacht
Weigel
Mühle
Steinweiler
Archenweiler
Talheim
DHM Do 79 113
DHM Do 90 1086uff samstag nehst nach dem heiligen nuwen jares tage als man schreibe nach Cristi unsers herren geburt tusent vierhundert funffzig und funffe jare
Hansen von Talheim unserm lieben besundern und Kathrin von Mulhouen siner elichen huisfrauwen
Steinweiler
Mühle
Reipoltskirchen
Talheim
Mühlhofen
DHM Do 90 1086
Ursula von DalheimNördlich von Alsterweiler, in der Diedesfelder Gemarkung, an der Witschbach, liegt das Clausenthal, in welchem Herr Simon Baader zu Diedesfeld sich jetzt ein freundliches Landhäuschen erbaut hat, welches von den schönsten neuen Weinberganlagen umgeben ist. Dort stand ehemals eine Kapelle.
Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau, Ursula von Dalheim, gegen eine Wiese zu Ulfersheim in der Eisgasse und eine Wiese zu Walterthum, die Clause in der Witschbach mit allen Zugehörungen, Freiheiten und Gerechtigkeiten, Weidgange, Wässerung, Hauptrechte, Holz, Weinschenk, Freveln und Bußen, Aeckern, Wiesen, Kastanien, Wäldern, Wein- und Geldzinsen, sammt den Glocken, Kelchen und anderen Gezierden, welche sich in der Clause und in der Kirche befinden, - was Ursula von ihrem Vater ererbt und ihr von ihren Brüdern, Melchior und Hanns von Dalheim, im Loose zugefallen ist, - an seinen Schwager, Moritz von Morschheim, und an seine Schwägerin, Agnes von Wachenheim, genannt von Böhl.
Von dieser Clause rührt noch heute die Alsterweiler Kirchweihe her.
Oben in diesem Thälchen ist die Quelle gefunden, welche auf der Maxburg einen mächtigen freispriegenden Wasserstrahl bilden kann, und höchst wahrscheinlich dahin geleitet wird.
Remling (1884)
Das Ende der Emailfabrik in Maikammer und der Bau der KalmitstraßeEmailfabrik
Kalmitstraße
Kalmitstraße
Allmaras
Emailfabrik
Arbeitslose
Das Grabmal der Grafen von Oberstein zu MaikammerGrabmal Oberstein
Wappen
Grabmal Oberstein
Alsterweiler
Kredenburg
Oberstein
Deutsche Wein-Zeitung.AlsterweilerHier war weniger Kauflust als in dem benachbarten Maikammer und besonders Alsterweiler, wo am letzten Montage in der geraden Straße 45 große Weinwägen hintereinander und in der Deckelgasse 13 gezählt wurden; welchen den "Neuen" zu durchschnittlich 150 fl. abfüllten.Alsterweiler
Maikammer
Weinwagen
Deckelgass
Deutsches RechtswörterbuchAlsterweiler
DRW
"Acker, worauf man in einem Jahr Getreide, im folgenden Gras wachsen läßt" Hübner,ErzstSalzb. III 961; unbebautes, brach bleibendes Feld".Egerte
DRW
Deutsches RechtswörterbuchAlsterweiler
DRW
"Steuerbuch"Bedbuch
DRW
Deutsches RechtswörterbuchDRW
Alsterweiler
"erbetene oder freiwillig geleistete Abgabe"DRW
Bede
Deutsches RechtswörterbuchDRW
Alsterweiler
"was zu gelten ist oder gegolten wird - I Zahlung, Abgabe und Einnahme, II Gültbrief, III (gut verzinsbarer) Wert; Werttitel, IV Preistarif, V Rechtsgültigkeit. VI Privileg, VII gülttragendes Landgut, VIII Verbrechen, Schuld, IX formelhaft, hauptsächlich zu Gülte (I 2) und Gülte (I 3)DRW
Gült
Deutsches RechtswörterbuchAlsterweiler
DRW
Arbeitsdienst für den Herrn oder ein Gemeinwesen / auch als fron: dem Herrn gehörig, herrschaftlich, öffentlich, allgemein, heiligDRW
Fron
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/BildstockAlsterweiler
Bildstock
Bildstock Im oberen Grund
Bildstock
Bildstock Kühn
Bildstock Im oberen Grund
Alsterweiler
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/FlurnamenAlsterweiler
Flurnamen (Alsterweiler)
Flurname
Auf der Großwiese
Groß
Hans Groß
Im Wiesenbereich lag auch die Gewanne:

auf der Großwiese (mdal. uff de Groußwiß) Die Lage ist: westlich die Gewanne im Böbig, östlich die Gewanne auf der Hartwiese, südlich die Gewanne in der oberen Leber, nördlich die Gewanne auf der Ahlmühl 1669 großwieße (LASp F2/221) Zu mhd. groz ist die Bezeichnung für den Umfang. Der Flurname kann sich aber auch nach einem früheren Besitzer entwickelt haben, zumal schon 1580 ein Hans Groß hier vorkommt. Die Wiesenbewirtschaftung war durch die Dorfordnung geregelt: Item welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden. Un wa (sofern) von alter her brücken über die gemein wege geen, soll man dieselbigen ujfrichten bey pene (Strafe) Hb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein.

Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye groß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe (Maria Himmelfahrt, 15. August) und dieselbige wysen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk (29. September). Aber weliche nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt groß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein. LASp U103/36a
Erdbeben
Hagelschlag
Wetterkreuz-Berg
Schrdääßel
Berg
Am Eichelberg
Eichelberg
Alsterweiler
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/FlurnamenHexenweg
Äächelberch
Weinberghaus
Franz Lederle
Alsterweiler
Flurname
Flurnamen (Alsterweiler)
Eichelberg
Krottenburg
am Eichelberg (mdal. am Äächelberch)

1669 Ein halber Morgweingart und Kestenberg im Eichelberg (LASpF2/221) Der Eichelberg oder oft nur Berg genannt, ist der gerodete Teil des Wetterkreuzberges1. Der Name kommt von der früheren Bepflanzung mit Eichen, deren Frucht die Eicheln zur Schweinemast verwendet wurden. Die Eicheln stellten ein nahrhaftes, wertvolles Schweinemastfutter dar, die Tiere wurden zur Futteraufnahme in die Eichenwälder getrieben.(2) Über Jahrhunderte holten die Bauern ihre Streu (Schdrääßel) für den Stall aus dem Walde und entzogen ihm dadurch den Humus, so daß heute nur noch die anspruchslosen Kiefern hier wachsen, von den Kastanien am Waldrand einmal abgesehen. Mit einer Rechtsverordnung vom 28.1.1992 des Landkreises Südliche Weinstraße wurden große Teile der Gewanne „am Eichelberg" zum Naturschutzgebiet erklärt. Dies diente dem besonderem Schutze von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit. Im Besonderen für den Lebensraum der Zaunammer, eines vom Aussterben bedrohten Vogels und der vielfältigen und artenreichen, teilweise auch seltenen Flora und Fauna.(3) (1)Leonhardt - (2)Bingenheimer - (3)Schickel-Kühner Am Wetterkreuzberg unterscheidet man auf Maikammerer Gemarkung noch die Alsterweilerer Süd- und Nordseite, sowie die Diedesfelder Nordseite. Im Bereich Eichelberg zieht sich hinter dem Waldhaus „Wilhelm" von

der Kaimitstraße bis zur „Schleif der „Hexenweg". Urban Ziegler hat dazu eine nette Geschichte ausgegraben. Kurz vor dem 30jährigen Krieg hat dort eine 14jährige Halbweise aus Kirrweiler, ein rechtes Früchtchen offensichtlich, Anzeige wegen Hexerei erstattet. Am Anfang sollen es sechs bis acht Frauen gewesen sein, die in der Walpurgisnacht dort alles mögliche Unanständige mit dem Bösen getrieben haben sollen. Sie selbst, so die 14jährige namens Wagner weiter, sei von einer Frau auf einem schwarzen Bock mitgenommen und am alten Venninger Bildstock abgesetzt worden, weshalb sie allein in der Hexennacht habe heimlaufen müssen. Im Lauf des 2jährigen Prozesses belastete sie dann 200 Personen, darunter auch die meisten Schöffen des weltlichen Gerichtes. Aber auch dieser taktische Trick fruchtete nicht. Am Ende des Prozesses bezog die 14jährige Wagner ihre Hiebe und wurde „ausgestabt", durfte also kein bischöfliches Gelände mehr betreten. Dieser Vorfall hat Vorgeschichte. Hexen waren nicht unbedeutende Erscheinungen im Maikammer des frühen 17. Jahrhunderts. Nachdem sie verschlüsselt schon 1583 auf dem ersten Tauf-, Heirats- und Sterbebuch des Ortes erwähnt worden waren, machte man sie offen für den schweren Hagelschlag 1601 und zwei Erdbeben im Jahr danach verantwortlich. Zu dieser Zeit mixte ein Apotheker in der Krottenburg unterhalb der Alsterweiler Kapelle die „Hexensalbe", die aus einer Palette berüchtigter Giftpflanzen besteht, nämlich Schierling, Mohn, Tollkirsche und Bilsenkraut. Das empfängnisverhütende Mittel kann, so ergaben Untersuchen der Uni Göttingen, durchaus jene Halluzinationen auslösen, die zum Hexenkult gehören, so das Fliegen neben abgrundtiefen Stürzen und die Erscheinung seltsamer Wesen. Die Salbe kam reichlich zur Anwendung, vermutet Urban Ziegler. So ist im Pfarrbuch zu lesen, daß um 1634, als Maikammer von Kriegswirren verschont blieb, dennoch kaum mehr Kinder im Ort zur Welt gekommen seien. Der Hexenweg lag damals noch mitten im Wald. Der Bereich zwischen ihm und der Berggasse, dem heutigen Wanderweg Deutsche Weinstrasse, wurde erst am 29. April 1834 aus dem früheren Haingeraide-Besitz versteigert. Ein entsprechender Beschluß der Gemeinde fiel schon am 1.11.1827 nach gütlichem Vergleich mit der Regierung. Dennoch gab es in Maikammer erheblichen Widerstand gegen die Versteigerung, auch von Seiten des Pfarrers. Nun war aber Maikammer eine königliche Pfarrei und so konnte es geschehen, daß am 1. Juni 1832 dem Kaplan gekündigt wurde. Der versteigerte Wald brachte 10140 Gulden und wurde dann wohl umgehend gerodet.(1) Auch volkstümliche Sagen liefern oft den Stoff für Wegnamen.(2) In exponierter Lage wurde von Franz Lederle im Jahre 1835 dieses weithin sichtbare Häuschen errichtet. Im Urkataster der Steuergemeinde Maikammer ist für das Jahr 1839 eingetragen: Wingert und Gartenhäuschen am Eichelberg. Lederle war ein reich begüteter Winzer und von 1833-1835 Maikammerer Bürgermeister. Aus dem alten Gartenhäuschen wurde in den vergangenen 165 Jahren durch mehrfachen Umbau das heutige schöne Weinbergshäuschen. Es diente sicherlich nicht nur den Weinbergarbeitern zum Unterstellen bei Unwetter, sondern wurde auch als Wochendhaus und zum Feiern kleiner Feste benutzt.LASpL56/772
Am Eichelberg
Eichelberg
Berg
Erdbeben
Schrdääßel
Alsterweiler
Wetterkreuz-Berg
Hagelschlag
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/FlurnamenIm Grund
Flurnamen
Alsterweiler
Am Anfang von Alsterweiler liegt nördlich die Gewanne: im Grund (mdal. im Grund)

Die Lage ist: im unteren Grund westlich die Gewanne im oberen Grund östlich die Gewanne in der oberen Sau südlich die obere Friedhofstraße nördlich die Gewanne auf der unteren Heide im oberen Grund westlich die Gewanne in der Langheck östlich die Gewanne im unteren Grund südlich die Hauptstraße nördlich die Gewanne auf der mittleren Heide 1589 ein Stück Baumgart = Acker im Grand (LASp Dl/68) 1624 Ein virtel Wingart im Grundt (LASp D2/635) 1669 Grandhohl (LASp F2/221) 1669 grundt (LASp F2/221) 1721 Grand (LASp F2/227) Zu mhd. grünt Eigentlich grobkörniger Sand. Später erhielt es die Bedeutung von Grund, Wurzel, Vertiefung, Tal, Mulde1 Von Höhen, Hügeln umgebene Tallage(2) Feuchte Senke(3) Hier ist es der Talgrand des Wetterkreuzberges. In einem Bericht über die zum Schlößlein Credenburg in Alsterweiler gehörigen Güter vom 18. November 1712 wird ein Weinberg „im langen grund" und einer „im kurtz grand" beschrieben und erwähnt, daß letzterer „in ziemlich stocklosem Zustand" sei und man habe es versäumt, „Einlegner" zu machen.(4)

Nach der Parzellenkarte von 1821 lag der „lange grand" im heutigen unteren Grund und der „kurtz grand" im oberen Grand.(5) (1)Schirmer - (2)Keinath - (3)Leonhardt - (4)Hener - (5)LASp W41/526
Im oberen Grund
Im Grund
Alsterweiler
Im unteren Grund
Die KalmitstraßeKalmitstraße
Bau
Planung
Kalmitstraße
Allmaras
Arbeitslose
Die Kredenburg zu Maikammer-AlsterweilerUnbekanntAlsterweiler
Denkmal
Kredenburg
Urban Ziegler
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)von Dalheim, Philipp Melchior. 1597 II 23 Kämmerer (323, 291). 1597 V 1 Stallmeister (323, 292 v.). 1599 XI 1 Faut am Brurain (323, 401). 1604 VII 9 Hofmeister mit 4 reisigen Pferden (323, 758 v.). 1620 XI 13 Hof- und Ritter-Richter, Rat von Haus aus (326, 130).
942. Koch Emanuel, Aufsichtträger zu Alsterweiler. 1747 XII 1 Besoldungsregelung (335, 222).
Cörver, Adolph Adam. 1666 VI 4 Keller zu Magdenburg und' zu Clingenmünster für die Gemeinschaft Landeck (327, 201). 1679II23 Schaffner zu Kirrweilier (328, 42).
Stallmeister
Richterrichter
Hofmeister
Dalheim
Kämmerer
Rat von Haus aus
Faut am Brurain
Hofrichter
Koch
Aufsichtträger
Alsterweiler
Cörver
Keller
Schaffner
Emanuel Koch
Adolf Adam Cörver
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragChristoph ObersteinOberstein, Christoph 1531 III I Diener vom Haus aus mit zwei reisigen Pferden (313, 17v).Christoph Oberstein
Diener
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragJohann Hacker
Alsterweiler
Lanschreiber
Zollschreiber
Hacker, Johann. 1597 VI I Zollschreiber zu Vdenheim (323, 287). 1600 IV 23, Diener von Haus aus (323, 670). 1606 V 30 Visitator der Keller und Speicher (323, 770). 1624 IV 23 Kammer- und Landschreiberei-Rat (326, 164 v)Zollschreiber
Johann Hacker
Landschreiber
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragPhilipp Melchior von Dalheim
Alsterweiler
Dienerbuch
von Dalheim, Philipp Melchior. 1597 II 23 Kämmerer (323, 291). 1597 V 1 Stallmeister (323, 292 v.). 1599 XI 1 Faut am Brurain (323, 401). 1604 VII 9 Hofmeister mit 4 reisigen Pferden (323, 758 v.). 1620 XI 13 Hof- und Ritter-Richter, Rat von Haus aus (326, 130)
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragCörverCörver, Adolph Adam. 1666 VI 4 Keller zu Magdenburg und' zu Clingenmünster für die Gemeinschaft Landeck (327, 201). 1679 II 23 Schaffner zu Kirrweiler (328, 42)Adolph Adam Cörver
Landeck
Keller
Cörver
Klingenmünster
Schaffner
Kirrweiler
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragGeorg Christoph von Oberstein;Forstmeistervon Oberstein, Georg Christoph. [1656/57] Forstmeister (327, 68).Oberstein
Georg Christoph von Oberstein
Forstmeister
Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/EintragDienerbuch
Alsterweiler
Emanual Koch
Koch, Emanuel, Aufsichtträger zu Alsterweiler. 1747_XII_1 Besohldungsregelung (335, 222)Emanuel Koch
Aufsichtträger
Alsterweiler
DorfmeisterNachfolgende Ordnunge sind zu Nutz und Gut der Gemeinde zu Maycammer durch Schultheiß, Dorfmeister, Sechster und Beetleger daselbst beraten und mit Bewilligung derer von der Gemeinde, wie Nächstes zu halten, bewilligt und angenommen worden. Auch sich demnach ein jeder wisse vor Schaden zu hüten, soll solches jeden Jahres der Gemeind als Herkommen öffentlich verkündet und vorgelesen werden.Leonhardt (1928)/Seite 144
Dorfordnung 1549Nachfolgende ordenunge sind zu nutz und gut der gemein zu Meinkeimer durch schultheiß, dorffmeyster, sechser und bedleger daselbst beratschlagt und mit bewilligunge deren von der gemeinen wie nachstet zu halten und haben bewilligt und angenomen worden, auch sich demnach eyn jeder wiß für schaden zu richten, sol solchs jars der gemein als herkommen öffentlich verkunth und fürgelesen werden etc.
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item alle jare soll man ein newen weinsticher ziehen, und so die schwoben oder andere fuerleut omen in das dorf und begerten wein zuw kaufen, so sol man sie zu dem weinsticher weysen. Wa aber der weinsticher im dorf oder gemarcken nit were, sol man sie zu dem dorfmeyster weysen, damit die fuerleut nit gehindert werden. Und so ein furman weyn kauft, sol derselbig kaufer 4 d und der verkaufer 2 d von eim fuder weins zuw geen schuldig sein.Weinsticher
Schwaben
Fuhrleute
Wein
Dorf
Gemarck
Dorfmeister
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item so gemeinsman ein eygert hat in der marck zwuschen den wingarten liegen und gipt die beth gleich den wingarten darvon, so da wingart maß ist, und begert dieselbig geheuet zu haben, sol derselbigk ein wüsch uff gemelt eygert stecken. Was dann daroben ergriffen würd, es wer pferdt, kuhe oder jemands grassen, solchs soll zu peen 9 d verfallen sein. Auch sol, wa eyn gemeinßman ein eckerlein mit der hawen gebaut hett, niemands daruff geen oder faren bey obgenanter eynunge.Hacke
Wisch
Raisch
Gemarkung
Grundstück
Wingert
Bede
Pferd
Kuh
Gemeinsmann
Acker
Einung
Eygert
Egerte
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Erstlichs so einer wolt wein schencken und geschickt mit stallunge auch anderm als leger, derselb sol ein reyfe ußstecken und ein ganz jare wein schenkken wie von alter her beschehen, bey derer eynunge 1 pfundt pfeninge oder sol dem weinschanck obersteen.Einung
Stallung
Wein
Schenk
Weinschank
Reif
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item so ein beracht mensch stirbt, so sollen neun die nechsten uff alle wege bey dem gestorben sein mit wachen und waß sich gepurt zu tun, auch zur begrebnus bestettigen, jeder bey peen 9 d und soll man kein zeichen leuten, es sterbe dann ein beracht mensch.Begräbnis
Läuten
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-Alsterweiler
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerItem es soll ein metzler, so zu Meinkeimer wonnhaft ist, sein banck underm rathaus haben, sampt seinem bewerten gewicht, und das fleisch daselbst umb ungeferlich zwo uhrn außhawen uff den sambstag und den inwondern vor andern helfen sonder allen betruge und vorteil, bey straff eins lb hellers.Weinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item wann ein ganß oder enten uff der gassen durch die schutzen erfunden, sollen dieselbigen geruegt werden, jedes stuck fuer 9 d, und sol der gemein vom stueck 6 d und dem schuetzen 3 d zugehoerigk sein.Gans
Enten
Schütz
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller.Einung
Gemeiner Weg
Überfeld
Mark
Gemeinsmann
Schütze
Stein
Gesetzter Stein
Grenzstein
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item so ein weinsticher oder gemeinsman fuerleut ausser dorf furen tett, derselbig ubertretter sol der gemein 1 lb d verfallen sein.Weinsticher
Gemeinsmann
Fuhrleute
Gemeinde
Dorf
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
In diesem buchlein sind des dorffs zuw Meinkeimer herbrachte und geüpte ordenunge, so man bei vermerckten peen und straffen zuw halten schuldig begriefen etc. Laus deo semper. Sub Dato 1549.Laus deo semper
Vorspann
Dorf
Maikammer
Überlieferung
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-Alsterweiler
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item es soll kein wurt ein frembden gast, als wandelpersonen und gemeine dirn uber ein nacht behalten, es were dann, daß der gast schulden hett inzupringen oder ander erlich gescheften, die jnen uffhallten tetten, bey der eynunge 1 lb heller.Einung
Wirt
Fremde
Wandelperson
Dirn
Dorfordnung 1549/ArtikelItem wann ein gemeinßman gutt gein Edenkoben verkafut derselbig soll drey gulden unnachleßlich geben.Gemeinsmann
Edenkoben
Gulden
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item die Meinkeimer kirwey hat freyheit und mage jederman uff soliche zeit acht tag vor oder nach der kirwey ungeferlich wein schencken; doch welicher wein schencken will zur kirwey oder sunst, derselb soll von stunden an vor dem weinschanck sein geschir lassen eychen, bey der einunge 1 pfundt heller.Kirchweihe (Alsterweiler)
Maikammer Kirchweihe
Wirt
Wein
Eichung
Freiheit
Kirchweihe
Weinausschank
Geschirr
Einung
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item wa ein gemeinßman wolt kaufleut umbfuren wein zu versuchen, on befehle deß schultheißen oder der dorfmeister, derselbigk soll der gemein fur ein halb pfund heller verfallen sein.Gemeinsmann
Kaufleute
Schultheiß
Dorfmeister
Gemeinde
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Widder
Schäfer
Lamm
Nachbar
Ordenunge, wie es mit den widern gehalten werden sol.

Item wann ein scheffer zu österlichen zeyten umbget und den lemern außschneid, auch jnen bedunckt der gemein wider nott sein, kumet [oder kumpt?] der dann in einen stall, da er gut geschickt lemmer find, sol er zu demselbigen nachpern sprechen: Du solt das lamp zu einem wider laßen geen, und so dasselbig lamp oder wider über jare kompt, so soll es die erst pfrundt ledig gehn für sich selbst und danach die ander pfrundt, so man nent die Michelspfrundt soll genanter wider selbdritt ledigk gehn, und soll derselbigk bawer oder nachper, der den wider hatt, inen in gantz keinen wege verkaufen on des schultheißen, der dorfmeister und deß scheffers wissen und willen.

Item es soll auch einjglicher gemeinsman kein frembd lamp oder schaff bey der nacht und besonder die wyder ußjagen, bey der eynunge 1 lb heller, und soll der nechst nachper als ein gemeinßman bey seinen pflichten und eyden solchs dem schultheißen und den dorfmeistern anzuzeigen schuldigk sein.
Einung
Widder
Nachbar
Lamm
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye graß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe und dieselbige wißen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk. Aber welicher nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt graß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein.Mark
Wiese
Liebfrauen Tag
Würtzweihe
Würtzweyhe
Sankt Martinstag
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-Alsterweiler
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item es soll kein wurt wein ausserm dorf kaufen, es were dann ganz keyn wein im dorf zu verkaufen, bey straffe 1 lb d.Wirt
Wein
Weinkauf
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item welicher wirt wein kauft, derselb sol den dorfmeisern bey seinem eyt sagen, wie hoch er denselben wein kauft hat; sol der wurt uff yeder maß 1 d haben an alle geferdt, 1 ß d minder oder mehe uff der ome, bey der einunge wie obstett.Wirt
Dorfmeister
Eid
Weinverkauf
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item die wurt sollen keinen gast ußschlagen und dem andern heimweysen bey 1 lb d, es were dan, das der gast nit wolt bey dem ersten wurt benungicht sein mit seiner arm tagen, so mage derselb wurt jnen wol furter weysen; kunt man dan erkennen, das er seinen muglichen vleiß geton hett, solt derselbigk wurt der einunge embresten sein.Einung
Wirt
Eynung
Gast
Heinweisen
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item wa einer ein pferdt bei nacht in die weidt tut und im felt oder wissen unangebunden funden wurt, derslebigk soll eyn pfund
heller unnachleßlich verbrochen haben.
Pferd
Weide
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item so eyn gemeinßman oder wer daß were, die brunendröcke oder stein on bescheid bey tagk oder nacht ab oder außlaufen lassen wurd, der oder dieselbigen sollen der gmein, so oft und dick daß geschicht, für 1 lb d zu straff und eynunge verfallen sein.Einung
Gans
Enten
Schütz
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-Alsterweiler
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item es soll keiner in der gemein ein frembden uffnemen an wissen und willen dr amptleut und der gantzen gemein, bey der eynunge ein pfundt pfenninge.Einung
Fremder
Amtsleute
Gemeinde
Eynung
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden: Und wa von alter her brücken uber die gemein wege geen, soll man dieselbigen uffrichten bey pene 1 lb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein.Wiese
Gemeiner Weg
Brücke
Wässerung
Einheimische
Fremde
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item wa einer ein reyfe under dem jare abwerfen tett, derselbig soll die obgemelt eynunge unnachleßlich verfallen sein und sol dem nach in eim jare kein reyf ußstecken, bei auch I lb d zur eynunge.Einung
Reyfe
Eynung
Fassreif
Reif
Ausschank
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Alsterweiler
Item so eyn wurt oder gemeinsamen woelt hering, stockfisch, blatheysen und bueckinge feilhaben, derselbig sol kaufmansgut haben bey der eynunge 1 lb heller; und wan jme solchs von den dorfmeistern verbotten wurd, sol derlebigk uberfarer nit mehe desselbigen unkaufs vertreyben bey genanter eynunge.Einung
Wirt
Gemeinsmann
Dorfmeister
Hering
Platteisen
Plattfisch
Stockfisch
Bückling
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerItem gemelter metzler soll auch sein fleisch mit dem gewicht verkaufen und das selbig geben wie andere umbstosser, bey eynunge 1 lb hellers es were dan sach, daß einer ein ochsen oder ander rinder kaufen tett, das hohe am gelt wert were, so soll derselb metzler zu den dorfmeistern geen und jnen solchs an zeigen; kunden dan die dorfmeister erkennen, das es besser seye dan der gemein kaufe ist, sol man jnen dasselbigk ein pfundt 1 d hellers hoher lassen verkaufen dann das ander fleisch.Weinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer
Alsterweiler
Item welicher wurt oder gemeinßman, auch die muller und weber, so moeßgeschire haben, als soemern, halbsomen und imel, das man zum marck braucht, desgleichen so gewicht haben, dieselgiben
sollen soliche meßgeschire und gewicht alle jare zum wenigsten einmal lassen eychen und brennen, und alß dick man daruber clagt bey pene 1 lb heller.
Immel
Wirt
Gemeinsmann
Müller
Weber
Halbsimmern
Simmern
Eichen
Brennen
Dorfordnung 1549/ArtikelMaikammer-AlsterweilerWeinsticher
Schwaben
Dorfordnung 1549/ArtikelDorfordnung
Weistum
Maikammer-Alsterweiler
Item wann ein frembd person herkompt auß einer andern herschaft oder reichstetten und begert bey der gemein hie zu wonen, derselbigk soll unserm gnedigen heren von Spyer 2 lb d und der gemein auch 2 ld d bezallen und geben.Fremder
Herrschaft
Reichsfreie Stadt
Speyer
Gemeinde
Département Mont TonnerreDépartement Mont Tonnerre divisé en 4 arrondissemens et en 38 cantons.Département Mont Tonnerre/Topographische Karte (1800)
EichelbergCensus Martini:...Joh. de Veningen 5 sol. de bonis suis, Eychelberg iuxta Aglasterwilr...Reimer (1874)
EichmeisterEichmeister m.: a. Pers., die Gefäße eicht b. Pers., die Gefäße amtl. eicht.
Hauptberuf der Bewohner von (...) Alsterweiler war alles, was mit dem Weinbau zusammenhing, Winzer, Winzertagner, Weinsticher, Weinläder (Weinlader) und Küfer.
Durch tägliche Übung war er imstande, die verschiedenen Eichzeichen zu kennen und auch zu erkennen, ob das Faß den Inhalt hatte, den die Eichzeichen angaben. Beim geringsten Zweifel mußte er die Fässer nacheichen.
Wittmer (2000)
Leonhardt (1928)
Einwohner von Maikammer und Alsterweiler im Liber secretorum des Bischofs Matthias Ramung von 1469/70ein fruhemesserAlsterweiler
Frühmesser
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