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Wascherde
Wascherde, auch Lavaerde genannt (aus dem Lateinischen: lavare=waschen) ist ein Tonmineral (meist in gemahlener Form)[web 1].[1] Wascherde wurde beim Fertigen von Tuchen genutzt. Gewonnen wurde derartiges Material in Alsterweiler, oberhalb der Mühlgasse. Der Verkauf erfolgte nach Grevenhausen zur Fertigung von Tuch[2][3].
Hauptbestandteile der Wascherde sind Silicium und Magnesium, ferner Eisen, Calcium und Natrium. Traditionell wird Wascherde an der Luft und an der Sonne getrocknet und anschließend gemahlen. Heute ist Wascherde als Produkt der Naturkosmetik wieder geschätzt. [4]
Das Reinigungsmittel ist bereits seit dem Altertum bekannt. Zu Zeiten des Mittelalters wurde der gesamte Nahe Osten mittels Karawanen mit Lavaerde beliefert.
Chemische Zusammensetzung
- SiO2 Siliziumdioxid: 55–61 %
- MgO Magnesiumoxid: 21–25 %
- Al2O3 Aluminiumoxid : 3–5 %
- Fe2O3 Eisenoxid: 1–2 %
- CaO Calciumoxid: 1–3 %
Weblinks
- ↑ siehe dazu: Wörterbuchnetz
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Anmerkung Matzinger: Lavaerde hat nichts mit der Lava aus Vulkanen zu tun, sondern leitet sich von dem lateinischen Begriff lavare (waschen) her. Die arabische Bezeichnung lautet "ghassoul" und hat dieselbe deutsche Bedeutung.
- ↑ "Hinter der Mühlgasse in Alsterweiler wurde sogen. Wascherde gegraben und nach Grevenhausen zum Walken des Tuches verkauft." Leonhardt, Johannes (Hrsg.), (1928) Geschichte von Maikammer=Alsterweiler. Maikammer, Selbstverlag, Seite 141 <wikindex resource=125>
- ↑ Oberhalb der Mühlgasse stand eine Hütte, bei welcher Wasch- oder Walkerde für die Tuchwebereien in Grevenhausen gegraben wurde. Die Gemeinderechnungen vor dem Dreißigjährigen Kriege weisen Einnahmen aus dieser Erde nach. Leonhardt, Johannes (Hrsg.), (1928) Geschichte von Maikammer=Alsterweiler. Maikammer, Selbstverlag, Seite 106.
- ↑ Dieses Mineral kommt ausschließlich im marokkanischen Atlasgebirge vor und wird dort seit Jahrhunderten abgebaut, und noch in der Gegenwart wird ein bestimmtes Areal des Abbaugebietes von der marokkanischen Königsfamilie für den Eigenbedarf beansprucht. Seit dem 8. Jahrhundert wird Lavaerde im Atlasgebirge abgebaut.
Anmerkungen
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Referenzierungen
- ^ Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite_106/1
Seite: Seite_106/1
Zitat: Im Klausental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient. Zu ihr gehörten Acker, Wiesen und Wald, Wein- und Geldzinsen. Von dem alljährlich dort stattfindenden Klausenfeste gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweih entstanden sein. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau Ursula v. Dalheim die Klause nebst Kirche und allem Zubehör, die sie von ihrem Vater ererbt hatte, an seinen Schwager Moriz von Morschheim.
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Es gibt keine Anmerkung.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Alsterweiler · Klausental · Kapelle · Klause · Morschheim · Kirche · Dalheim · Kirchweih · Weinzins · Geldzins · Klausenfest
Quelle:
Vorkommnis: 1573
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 6
Sammlung: Alsterweiler · Klausental · Kapelle · Klause · Morschheim · Kirche · Dalheim · Kirchweih · Klausenfest
LINK: Alsterweiler
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Alsterweiler