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Mariä Schmerzen: Unterschied zwischen den Versionen

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Der spätgotische [[Passionsaltar Maikammer|Passionsaltar Maikammer]] steht im Chor der [[Mariä Schmerzen|Mariä Schmerzen Kapelle]] in Alsterweiler. Er ist als ''Triptychon'' <ref group="web"> [http://de.wikipedia.org/wiki/Triptychon Triptychon]</ref> zu bezeichnen und gilt als Meisterwerk der oberrheinischen Malkunst. [[Alois Lamott]], der ehemalige Pfarrer zu [[Maikammer|Maikammer]], bezeichnet das Werk als "''Der Maikammerer Tafelbild-Altar"'' <ref group =lit> Lamott, Alois (1982): Der Maikammerer Tafelbild-Altar. In: Südliche Weinstraße Landkreis (Hrsg.): Heimat-Jahrbuch des Landkreises Südliche Weinstraße 4. Landau 1982 (1981), Seiten 45 bis 51</ref>. Lamott sah sich zu einer Veröffentlichung veranlasst, weil "ihm (dem Altar) 1977 [eine] "Konkurrenz" in dem elsässischen Passionstriptychon (1480-90)<ref> Es handelt sich um einen Altar unbekannter Herkunft. Vgl. dazu http://www.wilhelm-hack-museum.de/index0.0.html / 21. Juli 2008 / [[Benutzer:Matzinger|Matzinger]] </ref> [erwachsen sei] [und] Einheimische und Gäste immer wieder danach [fragen], was es denn mit dem "Maikammerer Altar" nun wirklich auf sich hat."<ref group=lit>Lamott (1982), Seite 45</ref> Neben der  Veröffentlichung von [[Alois Lamott]] gilt wohl das Werk von Hürkey (1981)<ref> Hürkey, Edgar J. (1981): Der Passionsaltar zu Maikammer. Neue kunsthistorische Untersuchung zum Altartriptychon in Maikammer (Pfalz). Mainz: Ges. für Mittelrhein. Kirchengeschichte (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 40).</ref> als das Standardwerk zum Altar. Er gibt dem Altar den Namen "''Passionsaltar zu [[Maikammer|Maikammer]]"''. Auch die Untersuchungen von [[Heinz-Werner Feuchtinger]] haben wesentlich zur Einschätzung der Bedeutung des Altars beigetragen.<ref>siehe dazu: Hürkey (1981), Seite 22</ref> Der Aufstellungsort des Altars war die katholische Kirche Cosmas und Damian.
 
Der spätgotische [[Passionsaltar Maikammer|Passionsaltar Maikammer]] steht im Chor der [[Mariä Schmerzen|Mariä Schmerzen Kapelle]] in Alsterweiler. Er ist als ''Triptychon'' <ref group="web"> [http://de.wikipedia.org/wiki/Triptychon Triptychon]</ref> zu bezeichnen und gilt als Meisterwerk der oberrheinischen Malkunst. [[Alois Lamott]], der ehemalige Pfarrer zu [[Maikammer|Maikammer]], bezeichnet das Werk als "''Der Maikammerer Tafelbild-Altar"'' <ref group =lit> Lamott, Alois (1982): Der Maikammerer Tafelbild-Altar. In: Südliche Weinstraße Landkreis (Hrsg.): Heimat-Jahrbuch des Landkreises Südliche Weinstraße 4. Landau 1982 (1981), Seiten 45 bis 51</ref>. Lamott sah sich zu einer Veröffentlichung veranlasst, weil "ihm (dem Altar) 1977 [eine] "Konkurrenz" in dem elsässischen Passionstriptychon (1480-90)<ref> Es handelt sich um einen Altar unbekannter Herkunft. Vgl. dazu http://www.wilhelm-hack-museum.de/index0.0.html / 21. Juli 2008 / [[Benutzer:Matzinger|Matzinger]] </ref> [erwachsen sei] [und] Einheimische und Gäste immer wieder danach [fragen], was es denn mit dem "Maikammerer Altar" nun wirklich auf sich hat."<ref group=lit>Lamott (1982), Seite 45</ref> Neben der  Veröffentlichung von [[Alois Lamott]] gilt wohl das Werk von Hürkey (1981)<ref> Hürkey, Edgar J. (1981): Der Passionsaltar zu Maikammer. Neue kunsthistorische Untersuchung zum Altartriptychon in Maikammer (Pfalz). Mainz: Ges. für Mittelrhein. Kirchengeschichte (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 40).</ref> als das Standardwerk zum Altar. Er gibt dem Altar den Namen "''Passionsaltar zu [[Maikammer|Maikammer]]"''. Auch die Untersuchungen von [[Heinz-Werner Feuchtinger]] haben wesentlich zur Einschätzung der Bedeutung des Altars beigetragen.<ref>siehe dazu: Hürkey (1981), Seite 22</ref> Der Aufstellungsort des Altars war die katholische Kirche Cosmas und Damian.
  

Version vom 9. Juni 2014, 18:32 Uhr

Die Kapelle Mariä Schmerzen, auch Sieben Schmerzen oder nur Alsterweiler Kapelle, genannt, steht in Alsterweiler in der Hauptstraße (Patrozinium: Beatissima Virgo Maria Mater dolorosa). Die Weihe der Kirche erfolgte am 1. Dezember 1845.[1]

Gebäude

Mariä Schmerzen Kapelle in Alsterweiler, Juni 2008, Matzinger

Als Bürgerinitiative unter der Führung von Nikolaus Groß wurde die Kapelle im Jahr 1845 erbaut [2]. Es handelt sich um einen rechteckigen Baukörper. Ein Chorraum ist im Westen und ein Sakristeianbau im Süden vorgelagert. In den Jahren 1968 und 1980 wurde die Kapelle grundlegend saniert [3][4]. Am 13. Dezember 1998 wurde durch Bischof Anton Schlembach eine Altarweihe in der Kapelle vorgenommen. [lit 1]

Baustil

Die Kapelle ist ein klassizistischer rechteckiger (Saal)Bau aus dem Jahr 1845. Die Seiten sind durch säulenartige Aufsätze in drei Felder gegliedert. Jedes Feld ist durch zwei säulenartige Andeutungen nochmals untergliedert. Dies sind Anspielungen auf antike Säulen. Die Rundbogenfenster sind mit Gewänden aus Sandstein überspannt. Auf dem Satteldach sitzt ein einfacher Reiter, der einen Turm ersetzt.

Innenraum

Der Innenraum ist als klassizistische Saalkirche anzusprechen, die eine Höhe von sieben Metern, eine Länge von 16 Metern und eine Breite von zehn Metern einnimmt. Der Raum wird bestimmt von dem Hauptraum mit flacher Decke und drei Fensterachsen. Nach Westen ist ein Chorraum vorgelagert, der sich in drei Segmenten um den Altarraum schließt und von einem Gewölbe bedeckt ist.

Passionsaltar Maikammer in Alsterweiler
Passionsaltar Maikammer

Der spätgotische Passionsaltar Maikammer steht im Chor der Mariä Schmerzen Kapelle in Alsterweiler. Er ist als Triptychon [web 1] zu bezeichnen und gilt als Meisterwerk der oberrheinischen Malkunst. Alois Lamott, der ehemalige Pfarrer zu Maikammer, bezeichnet das Werk als "Der Maikammerer Tafelbild-Altar" [lit 2]. Lamott sah sich zu einer Veröffentlichung veranlasst, weil "ihm (dem Altar) 1977 [eine] "Konkurrenz" in dem elsässischen Passionstriptychon (1480-90)[5] [erwachsen sei] [und] Einheimische und Gäste immer wieder danach [fragen], was es denn mit dem "Maikammerer Altar" nun wirklich auf sich hat."[lit 3] Neben der Veröffentlichung von Alois Lamott gilt wohl das Werk von Hürkey (1981)[6] als das Standardwerk zum Altar. Er gibt dem Altar den Namen "Passionsaltar zu Maikammer". Auch die Untersuchungen von Heinz-Werner Feuchtinger haben wesentlich zur Einschätzung der Bedeutung des Altars beigetragen.[7] Der Aufstellungsort des Altars war die katholische Kirche Cosmas und Damian.

Sakramentsnische

Die gotische Sakramentsnische entstammt ebenso wie der Altar der Kirche St. Cosmas und Damian in Maikammer. Die Nische wurde im Jahr 1969 in die Kapelle überführt. Sie ist in die rechte Chorbogenwand eingelassen und fungiert als Tabernakel für das Allerheiligste.

Die Nische - aus einem einzigen roten Sandstein herausgearbeitet - ist von einem Reliefaufsatz umrahmt. Der Aufsatz besteht aus rechteckigen, flankierenden Türmchen. Sie sind viergeschossig gegliedert und über dem Abschlußgeschoß von einer Art Kreuzblume überragt. Im Obergeschoß befindet sich jeweils die Nachbildung eines gotisches Fensters. Über der Oberkante der Nische streckt sich ein gleichseitiger krabbenbesetzer Dreiecksgiebel empor. Er ist durch einen Profilrahmen und eine Flachrosette geschmückt und endet in einem kleinen Pinienzapfen. Zwischen dieser Umrahmung steht das originale Durchsteckgitter als Öffnung für die Aufbewahrung der Gegenstände.

Die Nische steht unter den erhaltenen Sakramentsnischen im Landkreis Südliche Weinstraße in dieser Form einzig da. Sie kam 1935 beim Abriß des alten Chores der Pfarrkirche St. Cosmas und Damian in Maikammer zum Vorschein.[8][9]

Empore



Gestühl


Orgel


Die Orgel (1 Manual, 1 Pedal, 7 klingende Register, 522 Pfeiffen, davon 86 in Holz) ist nach einem Vorschlag des Speyerer Domorganisten Leo Krämer von der Orgelbaufirma Späth in Mengen-Ennebach (Baden-Württemberg) gebaut worden. Sie wurde am 26. Juli 1981 geweiht.

Das Orgelgehäuse stammt aus der Pfarrkirche St. Pankratius in Römerberg (Berghausen) für die es im Jahr 1844 wurde. Der Speyerer Orgelbauer Johannes Eichenauer baute die Orgel nach (nur geringfügig von Regierungsbaumeister Hagemann geänderten) Entwürfen des Bauschaffners Foltz (Speyer). Das Gehäuse wurde von Restaurator Hilmar Brucker, Mutterstadt, für die Wiederverwendung in der Kapelle Alsterweiler restauriert.[10]


Weblinks

Literatur

  1. Bischöfliches Ordinariat Speyer: Oberhirtliches Verordnungsblatt für das Bistum Speyer, Speyer, 4. Februar 1999, 92. Jahrgang, Nr.1, Seite 370. / Anmerkung Matzinger: Die Altarweihe wird unter der Rubrik Pontifikalhandlungen 1998 geführt. Zu den Handlungen zählen auch Ordinationen und Beauftragungen (Verleihung der Missio), Firmungen und eben die Konsekrationen und Beneditkionen, zu denen auch die Altarweihen gehören. Im gleichen Jahr, am 25. Januar, wurde ein Altar in der Wendelinuskirche in Bliesdalheim geweiht.
  2. Lamott, Alois (1982): Der Maikammerer Tafelbild-Altar. In: Südliche Weinstraße Landkreis (Hrsg.): Heimat-Jahrbuch des Landkreises Südliche Weinstraße 4. Landau 1982 (1981), Seiten 45 bis 51
  3. Lamott (1982), Seite 45

Einzelnachweise

  1. Hürkey, Edgar J. (1994) Maikammer Mariä-Schmerzen-Kapelle. Regensburg, Schnell und Steiner GmbH, Seite 3
  2. Ziegler, Urban: Aus der Geschichte unserer Pfarrei: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer , S. 22–33, Seite 31.
  3. Ziegler-Schwaab, Judith (1994): Historienpfad "Maikammerer Traube". Herausgegeben von Gemeinde Maikammer. Fremdenverkehrsbüro. Maikammer.
  4. Anmerkung Matzinger: Weitere Unterlagen befinden sich im Landesarchiv Speyer "Neu erbaute Kapelle in Alsterweiler (Kanton Edenkoben) 1845, 2 Akten unter Bestand H3, Karte 3901 f. 14 und Karte 3901 f.12f"
  5. Es handelt sich um einen Altar unbekannter Herkunft. Vgl. dazu http://www.wilhelm-hack-museum.de/index0.0.html / 21. Juli 2008 / Matzinger
  6. Hürkey, Edgar J. (1981): Der Passionsaltar zu Maikammer. Neue kunsthistorische Untersuchung zum Altartriptychon in Maikammer (Pfalz). Mainz: Ges. für Mittelrhein. Kirchengeschichte (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 40).
  7. siehe dazu: Hürkey (1981), Seite 22
  8. Hürkey, Edgar J. (1994) Maikammer Mariä-Schmerzen-Kapelle. Regensburg, Schnell und Steiner GmbH, Seite 4 und 6
  9. Dazu Franz Schwaab (*1927) "Während der Zeit des Neuaufbaus des Chores war der Kirchenraum mit einem großen Vorhang zur Baustelle hin abgeschirmt." Franz Schwaab war zu dieser Zeit Messdiener.
  10. Hürkey, Edgar J. (1994) Maikammer Mariä-Schmerzen-Kapelle. Regensburg, Schnell und Steiner GmbH, Seite 6f.

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Mariä Schmerzen gehört den Kategorien an: Klassizismus, Häuserbuch (Alsterweiler), Kapelle

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