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Die Höhe des Kalmit und die freie Sicht gaben Anlass bereits zu früheren Zeiten den Berg als "Anlaufpunkt" zu nutzen. Im Jahre 1720 erfolgte die Anlage der Straße Schwetzingen-Heidelberg auf der geomantischen Achse Kalmit-[[Königstuhl]] ("Maulbeerallee") durch [[Kurfürst Karl Philipp]].<ref>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: siehe dazu: [http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1700.htm Heidelberger Geschichtsverein] auch der in den 1740er Jahren angelegt Schlossplatz, er befindet sich in der Verlängerung der Achse des Schlossgartens, orientiert sich an der Linie, die sich deutlich sichtbar vom Königsstuhl bei Heidelberg zur Kalmit in der Pfalz zieht.</ref> | Die Höhe des Kalmit und die freie Sicht gaben Anlass bereits zu früheren Zeiten den Berg als "Anlaufpunkt" zu nutzen. Im Jahre 1720 erfolgte die Anlage der Straße Schwetzingen-Heidelberg auf der geomantischen Achse Kalmit-[[Königstuhl]] ("Maulbeerallee") durch [[Kurfürst Karl Philipp]].<ref>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: siehe dazu: [http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1700.htm Heidelberger Geschichtsverein] auch der in den 1740er Jahren angelegt Schlossplatz, er befindet sich in der Verlängerung der Achse des Schlossgartens, orientiert sich an der Linie, die sich deutlich sichtbar vom Königsstuhl bei Heidelberg zur Kalmit in der Pfalz zieht.</ref> | ||
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Version vom 6. Januar 2013, 14:38 Uhr
Der oder die Kalmit[lit 1] ist der Hausberg von Alsterweiler. Er liegt 673 Meter hoch über dem Meeresspiegel (NN). "Mächtig und doch im Zauber der lieblichen und belebenden Eigenart der deutschen Mittelgebirge liegt der Kalmit am Rande des Ostabfalles des Haardtgebirges." [1] Zur Abgrenzung gegenüber der "Kleinen Kalmit" (bei Ilbesheim)[2][3]
wird die Kalmit auch als "Große Kalmit" bezeichnet [4].
Auf den Namen geht Karl Geib ein: "Man glaubt, daß die Benennung jenes Berges von dem römischen Worte Calamitas (Schade, hier namentlich Wetterschade) hergeleitet sey."[5][6] Eine andere Ableitung stammt ebenfalls aus dem Lateinischen calvus mons[7] (Übersetzung: kahler Berg) oder calvus meta (Übersetzung: kahle Miete).
| "Wenn ich auf dem Kalmit stehe, will es mir er-
scheinen, daß hier Natur- und Menschenkräfte zu- |
"Oh, moi Kalmid, wo ich dich so see,
ich so klä, du Nadur, |
| Franz Allmaras im Jahre 1931 in seiner Veröffentlichung zur Kalmitstraße.[8] |
Unbekannter Verfasser.[9] |
Die Kalmit ist über die Kalmitstraße zu erreichen. Die Kalmit ist auch für Sportler zu einer Herausforderung geworden[web 1].
Die Höhe des Kalmit und die freie Sicht gaben Anlass bereits zu früheren Zeiten den Berg als "Anlaufpunkt" zu nutzen. Im Jahre 1720 erfolgte die Anlage der Straße Schwetzingen-Heidelberg auf der geomantischen Achse Kalmit-Königstuhl ("Maulbeerallee") durch Kurfürst Karl Philipp.[10] [lit 2]
Geologie
Im Tertiär ist der Rheingraben zentral eingesunken. Das westliche Randgebirge ist durch Tangenitaldruck um 150-200 Meter nach oben gepresst worden. Dies erklärt die glazialen Erscheinungen auf dem Kesselberg und dem Querenberg. Auch die stark erhöhte Lage der Kalmit gegenüber der Höhe des westlich sich anschließenden Plateaus. Besonders deutlich wird diese Sichtweise bei einer Betrachtung von Westen, etwa vom Taubensuhl aus. Vom Queichtal bis zum Speyerbachtal zeigt sich über 16 Kilometer ein scharf nach oben aufragender Ostrand[11].
Kugelhorizont
Die Kugelbildungen sind Ergebnis von "chemischen-mechanischen Absonderungsprozessen"[12]. Die Kugeln entstehen unter Einwirkung von unfiltrierter Kieselsäure oder thermalem Kaltwasser. Der Horizont dieser vorderpfälzischen Kugelfelsregion reicht vom Kalmitgipfel auf 500 Meter Länge nach Osten, Südosten und Nordosten hinab und steigt von 550 Metern bis 673 Metern an.
Rippelmarken=Stein
Westlich vom (alten) Kalmithaus fand sich bei der "Steingewinnung eine braunrote Sandsteinplatte (Trippstadter Typ)"[13]. Die Ausmaße betragen 20x19x2 Zentimeter. Auf dem Rücken der Platte sind 8 Rippen von je 2 Zentimeter Durchmesser und 0,5 Zentimeter Höhe sichtbar. Derartige Platten werden Rippelmarken genannt oder auch Wellenfurchenstein. Weitere Fundstellen sind beim Hahnenschritt im oberen Kaltenbrunner Tal.[14]
Turm, Telegraph und Sendemast
Bereits im 19. Jahrhundert befand sich auf dem Kalmit eine Sendestation. "Kalmit bey Alsterweiler im Canton Edenkoben. Ein im Spätherbste 1819 von Steinen erbauter Turm. Höhe 20', im Geviert 10'. Kostenbetrage = 475 fl 40 Xr."[15].
Es darf davon ausgegangen werden, dass der Turm bereits in der französischen Zeit, vermutlich 1801 errichtet worden war. Vielleicht handelte es sich damals aber auch nur um eine Restaurierung. Der steinerne Turm ist ein Signal (Telegraph) im Sinne eines Trigonometrischen Punktes.[16]
Am Sendemast auf der Kalmit sind mehrere Sender und Empfangsanlagen untergebracht.[17]
Denkmal
Das Denkmal wurde anlässlich des 25. Kronjubiläums des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph errichtet. Darauf weist der folgende Text hin, der auf der Vorderseite eingemeiselt ist: Maximiliano Josepho Regi Bavariae Primo in annum XXV gloriosissimi ejus regiminis hocce monumentum ...pietas et gratitudo ...eium paci Maikammer et Alsterweiler erexerunt vivo anno MDCCC XXIV. Maximilian Joseph I. dem König von Bayern im Jahr 25 seiner glorreichen Regentschaft in Gnade und ... Maikammer und Alsterweiler errichteten ... im Jahr 1824.
Das Denkmal steht auf einem Sockel, der mit Quadern aus Sandstein aufgebaut ist. Auf der Vorderseite, nach Osten ausgerichtet, ist die Inschrift zu Ehren von König Max I. eingelassen. Auf diesem Grundquader steht ein zweiter Sockel mit Inschriften an vier Seiten, die in stilisierten Schildern aufgebracht sind. Darauf sind wohl die Namen der Stifter aufgebracht, unter anderen Valentin Steyerer, Franz Ries. Abgeschlossen wird das Denkmal nach oben mit einer Säule aus vier Zylindern, auf denen eine Kugel gelagert ist.
Gedenkstätte
Der Eintrag auf der Plakettte lautet: "Schutzhaus und Anlage erstellt aus der reichen Spende des Herrn Hilgard-Villard in New-York hergestellt vom pfälz. Verschönerungs-Verein 1882". Sie ist unterhalb des Kalmithauses an einer künstlich errichteten Mauer angebracht.
Gasthaus
Franz Allmaras hatte sich bereits in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts dafür eingesetzt, ein Gasthaus auf der Kalmit zu errichten. Es sollte dort entstehen, wo heute der Parkplatz unterhalb des Gipfels liegt. Sein Argument gegen eine Behausung auf dem Gipfel lautete: Zu windig.
Bereits im Jahr 1908 bestand eine Schützhütte[18] auf der Kalmit. Auf dem Bild aus dem Jahr 1921 sind auch der Kalmitturm und das Denkmal zu erkennen.
Seit 1908 (mit Unterbrechungen) wird eine bewirtschaftete Hütte betrieben. Seit 1957 liegt die Bewirtung in den Händen des Pfälzerwaldvereins, Ortsgruppe Ludwigshafen-Mannheim.
Wege
Es führen viele Wege zum Kalmit; zu Fuß oder mit dem Fahrzeug über die Kalmitstraße. Der Wanderer kann den Kalmitgipfel "durch das Alsterweiler Tal auf gutem Fußpfad, allerdings streckenweise mit starker Steigung, dem blauen Strich folgend, erreichen."[19]
Erfreut wird er nach dieser Mühsal mit einem "unserer lohnendsten Aussichtspunkte".[20] Ein Wanderpfad (Markierung weiß-grüner Balken) führt von Alsterweiler aus in etwa 45 Minuten bergauf und überwindet dabei bis zum Gipfel der Kalmit etwa 500 Höhenmeter.
Weblinks
Literatur
- ↑ Bibliographie Alsterweiler: Schlagwort Kalmit
- ↑ Weiterführende Literatur zur Kalmit ohne direkten Bezug zu Alsterweiler:
Einzelnachweise
- ↑ Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer vol. October 16 1931, 4.
- ↑ Die Kleine Kalmit. Kleine Kalmit auf wikipedia
- ↑ Franz Allmaras spricht aber auch von der Kleinen Kalmit, die der Kalmit vorgelagert ist. Bibliographie Alsterweiler: Die Kalmitstraße, Absatz 9
- ↑ Mehlis, C. Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
- ↑ Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer vol. October 16 1931, 4.
- ↑ Ausführlicher dazu bei Karl Geib unter dem Ort Edenkoben: [1]
- ↑ Anmerkung Matzinger: Mehlis geht von einer urkundlichen Erwähnung dieser Deutung aus. siehe dazu: Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928, Fußnotet 1. Bibliographie Alsterweiler
- ↑ Allmaras, Franz (1931): Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer (1931) Jahrgang 42, Nr. 241, Seite 4
- ↑ Unkannter Dichter (ohne Jahr): mündliche Überlieferung.
- ↑ Anmerkung Matzinger: siehe dazu: Heidelberger Geschichtsverein auch der in den 1740er Jahren angelegt Schlossplatz, er befindet sich in der Verlängerung der Achse des Schlossgartens, orientiert sich an der Linie, die sich deutlich sichtbar vom Königsstuhl bei Heidelberg zur Kalmit in der Pfalz zieht.
- ↑ Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928. Bibliographie Alsterweiler
- ↑ Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928. Bibliographie Alsterweiler
- ↑ Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928. Bibliographie Alsterweiler
- ↑ Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928. Bibliographie Alsterweiler
- ↑ Landesvermessungsamt Koblenz: Akte vom 8. September 1851 zu den Kosten für die Hauptsignale im Rheinkreis.
- ↑ Lang, Winfried (Hg.) (unbekannt): Der optische Telegraph im Pfälzerwald - ein kollektiver Irrtum? ohne Verlag, ohne Datum
- ↑ Anmerkung Matzinger: Aufstellung zu den Sendeanlagen am Sendemast Kalmit
- ↑ Anmerkung Matzinger: weitere Angaben zur Entstehung unter Pfälzerwaldverein Ludwigshafen Mannheim - Kalmithaus
- ↑ Häberle, Daniel (1932): Die neue Kalmitstraße. In: Der Trifels 4: 1
- ↑ Häberle, Daniel (1932): Die neue Kalmitstraße. In: Der Trifels 4: 1
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Kalmit gehört den Kategorien an: Alsterweiler, Berg
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Referenzierungen
- ^ Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_51
Seite: Seite_51
Zitat: Am 16. Februar 1824 beschloß der Gemeinderat zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum des Königs Max I. der Kalmit den Namen „Maxhöhe" zu geben und daselbst ein Denkmal aufzustellen. Steinhauer Johann Martin Baumann schuf dasselbe um 1666 fl.
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Anmerkung: Gemeinderatsbeschluss vom 16. Februar 1824
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Alsterweiler · König · Max I. · Gemeinderat · Johann Martin Baumann · Bildhauer
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Die Einstufung fehlt noch.
Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
LINK: Kalmit
Eine urn fehlt.
PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/images/7/7d/Geschichte_von_Maikammer%3DAlsterweiler_Seite_151.pdf
WIKI: [[1]]