Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

Urban Ziegler/Veröffentlichungen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Alsterweiler
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15)
 
Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!). Wahrscheinlich kam es über die Benediktinerklöster Zwiefalten, Hornbach oder Weißenburg in unsere Gegend. Besonders in Edesheim übten Angehörige dieses Geschlechts im 15. Jahrhundert verschiedene Funktionen aus. Die Dalheimischen Lehensgüter in vielen Gemeinden der Umgegend geben Zeugnis von dem Reichtum des Geschlechts vor der Reformation. In Maikammer findet sich ihr Wappen neben dem Wappen der Obersteiner sowohl an der Kredenburg, als auch am Grabmal neben der katholischen Kirche. Obersteinisches Wappen: heraldischer Löwe auf weißem Feld; Dalheimer Wappen (38). Besonders erwähnenswert ist ihre große Verehrung der heiligen Anna, vermutlich gehen die St. Anna-Wallfahrt und die St. Anna-Kapelle auf eine Stiftung dieses Geschlechts zurück.
 
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Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!). Wahrscheinlich kam es über die Benediktinerklöster Zwiefalten, Hornbach oder Weißenburg in unsere Gegend. Besonders in Edesheim übten Angehörige dieses Geschlechts im 15. Jahrhundert verschiedene Funktionen aus. Die Dalheimischen Lehensgüter in vielen Gemeinden der Umgegend geben Zeugnis von dem Reichtum des Geschlechts vor der Reformation. In Maikammer findet sich ihr Wappen neben dem Wappen der Obersteiner sowohl an der Kredenburg, als auch am Grabmal neben der katholischen Kirche. Obersteinisches Wappen: heraldischer Löwe auf weißem Feld; Dalheimer Wappen (38). Besonders erwähnenswert ist ihre große Verehrung der heiligen Anna, vermutlich gehen die St. Anna-Wallfahrt und die St. Anna-Kapelle auf eine Stiftung dieses Geschlechts zurück.
 
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|nummer=@(SS.1-2) «Dieser Ort Weinsweiler, zwischen Maikammer und Edenkoben gelegen - vermutlich handelte es sich nur um ein Hofgut, um das noch einige Häuser standen -, kam später an die Dalberger. Im Lauf der Zeit veräußerten die Kropsburgherren Grundstücke aus diesem Besitz: So, um ein Beispiel zu erwähnen, am Georgentag des Jahres 1532 übertrugen sie den hinterlassenen Kindern Wilhelms von Steincallenfels Güter für 151/2 rh. fl und 65 Viertel Wein jährlicher Gült (ein Viertel = 12 Ltr.). Die ursprüngliche Größe des «Freyguetts» dürfte etwa bei 600 Morgen gelegen haben. Aber noch 1778 gehörte ein beträchtlicher Geländeanteil an der Edenkobener - Maikammerer - St. Martiner Grenze den Herrn von Dalberg.“
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“Der Bach [gemeint ist wohl der Alsterbach] speiste zwei Brandweiher. Den «Sauwoog» oberhalb Alsterweiler und die «Weed» etwa an dem Platz, an dem heute die Alsterweiler Kapelle steht. Die Größe der Weed mag man daran erkennen, dass elf Häuser als anliegend genannt werden (Beedbuch 1619).“
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„Die Alsterweiler Häuser wurden nach ihrer Lage zu einem der fünf dortigen Brunnen genannt.“
 
 
 
%Kommentar
 
Es gab fünf Brunnen in Alsterweiler. (matzinger)
 
 
 
@(S.20)
 
“Vom «Costere» aus (Costere im vorigen Jahrhundert noch ein viereckiger Gewannenteil mit Wall und Graben umgeben) führte ein Gang verbunden mit einer Wasserführung zum Schloss Kredenburg. Von der Kredenburg zog sich der Gang zum Kaplaneigut beziehungsweise zur Zehntscheuer, heute Weinstraße 37-41. Dieser Gang, zum Schlössel gehörig, wurde am 27.2.1846 samt Wasserrecht von den armen Schulschwestern für 100 Gulden gekauft (Remling, Nikolaus von Weiß, erster Band, Seite 246, Speyer 1871).“
 
 
 
%Kommentar
 
1/ Die Bäche2/ Die Brunnen3/ Der unterirdische Gang (Costere) Neuordnung und Neuorganisation der Feuerwehr am 25.10.1873
 
Urkunden 1579 und 1575
 
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S.17
“Der Bach [gemeint ist wohl der Alsterbach] speiste zwei Brandweiher. Den «Sauwoog» oberhalb Alsterweiler und die «Weed» etwa an dem Platz, an dem heute die Alsterweiler Kapelle steht. Die Größe der Weed mag man daran erkennen, dass elf Häuser als anliegend genannt werden (Beedbuch 1619).“
+
“Der Bach speiste zwei Brandweiher. Den «Sauwoog» oberhalb Alsterweiler und die «Weed» etwa an dem Platz, an dem heute die Alsterweiler Kapelle steht. Die Größe der Weed mag man daran erkennen, dass elf Häuser als anliegend genannt werden (Beedbuch 1619).“
 
+
S.18
@(S.18)
 
 
„Die Alsterweiler Häuser wurden nach ihrer Lage zu einem der fünf dortigen Brunnen genannt.“
 
„Die Alsterweiler Häuser wurden nach ihrer Lage zu einem der fünf dortigen Brunnen genannt.“
 
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S.20
%Kommentar
 
Es gab fünf Brunnen in Alsterweiler. (matzinger)
 
 
 
@(S.20)
 
 
“Vom «Costere» aus (Costere im vorigen Jahrhundert noch ein viereckiger Gewannenteil mit Wall und Graben umgeben) führte ein Gang verbunden mit einer Wasserführung zum Schloss Kredenburg. Von der Kredenburg zog sich der Gang zum Kaplaneigut beziehungsweise zur Zehntscheuer, heute Weinstraße 37-41. Dieser Gang, zum Schlössel gehörig, wurde am 27.2.1846 samt Wasserrecht von den armen Schulschwestern für 100 Gulden gekauft (Remling, Nikolaus von Weiß, erster Band, Seite 246, Speyer 1871).“
 
“Vom «Costere» aus (Costere im vorigen Jahrhundert noch ein viereckiger Gewannenteil mit Wall und Graben umgeben) führte ein Gang verbunden mit einer Wasserführung zum Schloss Kredenburg. Von der Kredenburg zog sich der Gang zum Kaplaneigut beziehungsweise zur Zehntscheuer, heute Weinstraße 37-41. Dieser Gang, zum Schlössel gehörig, wurde am 27.2.1846 samt Wasserrecht von den armen Schulschwestern für 100 Gulden gekauft (Remling, Nikolaus von Weiß, erster Band, Seite 246, Speyer 1871).“
  
%Kommentar
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Der unterirdische Gang (Costere) Neuordnung und Neuorganisation der Feuerwehr am 25.10.1873
1/ Die Bäche2/ Die Brunnen3/ Der unterirdische Gang (Costere) Neuordnung und Neuorganisation der Feuerwehr am 25.10.1873
 
 
Urkunden 1579 und 1575
 
Urkunden 1579 und 1575
 
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Protokollbücher des Fabrikrates Maikammer im kath. Pfarrarchiv Maikammer.
 
Protokollbücher des Fabrikrates Maikammer im kath. Pfarrarchiv Maikammer.
 
F.X. Remling „Nikolaus von Weis“, Bd. 1 und 2 Speyer  
 
F.X. Remling „Nikolaus von Weis“, Bd. 1 und 2 Speyer  
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Beitrag Collofong, K. E. „Kirche und soziale Frage im 19. Jahrhundert.“ - darauf bezieht sich der Beitrag von Urban Ziegler (ein Aufsatz vorher im gleichen Heft).
 
Beitrag Collofong, K. E. „Kirche und soziale Frage im 19. Jahrhundert.“ - darauf bezieht sich der Beitrag von Urban Ziegler (ein Aufsatz vorher im gleichen Heft).
 
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|zitat=Kaplan Mühlhäuser geht nach Lambrecht-Grevenhausen am 1.12.1842 und wird dort Pfarrverweser. „Die Drohungen gegen meine Person waren grauenhaft.“
 
|zitat=Kaplan Mühlhäuser geht nach Lambrecht-Grevenhausen am 1.12.1842 und wird dort Pfarrverweser. „Die Drohungen gegen meine Person waren grauenhaft.“
 
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Literaturangaben:
 
Protokollbücher des Fabrikrates Maikammer im kath. Pfarrarchiv Maikammer.
 
Protokollbücher des Fabrikrates Maikammer im kath. Pfarrarchiv Maikammer.
 
F.X. Remling „Nikolaus von Weis“, Bd. 1 und 2 Speyer  
 
F.X. Remling „Nikolaus von Weis“, Bd. 1 und 2 Speyer  
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sowie  
 
sowie  
 
Beitrag Collofong, K. E. „Kirche und soziale Frage im 19. Jahrhundert.“ - darauf bezieht sich der Beitrag von Urban Ziegler (ein Aufsatz vorher im gleichen Heft).
 
Beitrag Collofong, K. E. „Kirche und soziale Frage im 19. Jahrhundert.“ - darauf bezieht sich der Beitrag von Urban Ziegler (ein Aufsatz vorher im gleichen Heft).
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|titel=Kurzfassung meines Vortrags vor dem Gemeinderat am 17.2.76: Geschichte der Gemeinde Maikammer dargestellt anhand denkmalpflegerischer Objekte
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|anmerkung=TEXT IM ORIGINAL - Urban Ziegler
|nummer=Neben dem Textteil enthält der Vortrag eine umfangreiche Sammlung von Bildzeichen.
 
Seite 1 (Mitte)
 
„Epi. (Episkop): Vergabe des Hauses von Hans Preiß (Marktstraße 6) an den Kurfürsten, damit Alsterweiler kath. bleibt und voll an Ortskirche und Gemeinde angeschlossen werden konnte. Dazu gab die Gemeinde zwei Häuser und etwa 5 Morgen Land, die Pfarrei ein Hus und 2 Morgen Land.“
 
 
 
 
 
Seite 4 (Zeile 11)
 
Dia: Der offene Herrensitz derer von Kemmerer, Hauptstr. 7
 
 
 
 
 
TEXT IM ORIGINAL
 
Urban Ziegler
 
 
 
 
Kurzfassung meines Vortrags vor dem Gemeinderat am 17.2.76
 
Kurzfassung meines Vortrags vor dem Gemeinderat am 17.2.76
 
 
Betr.: Geschichte der Gemeinde Maikammer,
 
Betr.: Geschichte der Gemeinde Maikammer,
 
dargestellt anhand denkmalpflegerischer Objekte
 
dargestellt anhand denkmalpflegerischer Objekte
  
 
Dia: Mehrere Ortsansichten
 
Dia: Mehrere Ortsansichten
Episkop: Aufbau der früstbisch. Verwaltung, Haingeraideverwaltung, Listsche Zahlen, Lituussiegel der S-Gruppe und Verteilung der Amtssitze des Oberamts Kirrweiler. (Siehe Anlage.)
+
Episkop: Aufbau der fürstbisch. Verwaltung, Haingeraideverwaltung, Listsche Zahlen, Litussiegel der S-Gruppe und Verteilung der Amtssitze des Oberamts Kirrweiler. (Siehe Anlage.)
  
 
Dia: Zeichen am Kreuz Blumenstr.-Marktstr.
 
Dia: Zeichen am Kreuz Blumenstr.-Marktstr.
 
Epi: Seite aus dem Gemeindeetat 1574/75 a =Armensäckel, g =Gemeindesäckel, Z =Schultheißrech., Beet =Grundsteuer (Vergleich: Gartenbeet = berechnete ebene Fläche) Forst =Forest =Verwaltungsrechnung.
 
Epi: Seite aus dem Gemeindeetat 1574/75 a =Armensäckel, g =Gemeindesäckel, Z =Schultheißrech., Beet =Grundsteuer (Vergleich: Gartenbeet = berechnete ebene Fläche) Forst =Forest =Verwaltungsrechnung.
  
Dia: Kreuz gesamt, Ertserrichtung 1595 auf dem Platz „solim Pl.Nr.1883. Nach Errichtung des ersten Kreuzes heißt die Gewanne Kreuz. (im Kreuz), Zweiterrichtung durch Schultheiß Tretter und Frau 1709, im Jahr 1890 Verkauf des 18 Dezimal großen Geländes Pl.Nr.1883 durch die Gemeinde -Verkaufpr. 3950 Goldmark =qm 6,58!) und durch Duldungsvertrag Errichtung des Kreuzes an heutigem Platz.
+
Dia: Kreuz gesamt, Ersterrichtung 1595 auf dem Platz „solim Pl.Nr.1883. Nach Errichtung des ersten Kreuzes heißt die Gewanne Kreuz. (im Kreuz), Zweiterrichtung durch Schultheiß Tretter und Frau 1709, im Jahr 1890 Verkauf des 18 Dezimal großen Geländes Pl.Nr.1883 durch die Gemeinde -Verkaufpr. 3950 Goldmark =qm 6,58!) und durch Duldungsvertrag Errichtung des Kreuzes an heutigem Platz.
 
Epi: Errichtung des Galgens 1578 in Gewann Galgen. Mauererarbeit Maikammer, Zimmermann Diedesfeld, Schmied Hambach. Dazu ein Paar Beinbrecher. Erster Galgen in der Bössingewann =Des Bösen Sühnegewann.
 
Epi: Errichtung des Galgens 1578 in Gewann Galgen. Mauererarbeit Maikammer, Zimmermann Diedesfeld, Schmied Hambach. Dazu ein Paar Beinbrecher. Erster Galgen in der Bössingewann =Des Bösen Sühnegewann.
  
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Dia: Häuser von Hans Obendruf, Hans Preiß, Hans Rößer(?), heute Marktstr.: 8,6,5
 
Dia: Häuser von Hans Obendruf, Hans Preiß, Hans Rößer(?), heute Marktstr.: 8,6,5
Epi: Vergabe des Hauses von Hans Preiß an den Kurfürsten, damit Alstewreiler kath. bleibt und voll an Ortskirche und Gemeinde angeschlossen werden konnte. Dazu gab die Gemeinde zwei Häuser und etwa 5 Morgen Land, die Pfarrei ein Haus und 2 Morgen Land.
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Epi: Vergabe des Hauses von Hans Preiß an den Kurfürsten, damit Alsterweiler kath. bleibt und voll an Ortskirche und Gemeinde angeschlossen werden konnte. Dazu gab die Gemeinde zwei Häuser und etwa 5 Morgen Land, die Pfarrei ein Haus und 2 Morgen Land.
  
 
Dia: Torbogen Haus 5 mit 8 Fratzen und einer „Atlantine“. Eintrag im Taufbuch (1600): „Der Zahn der Zeit wird die Zungen des Hasses abnagen.“
 
Dia: Torbogen Haus 5 mit 8 Fratzen und einer „Atlantine“. Eintrag im Taufbuch (1600): „Der Zahn der Zeit wird die Zungen des Hasses abnagen.“
  
Dia: Brunnenkammer an Hans Rößers Haus und ehem. Brunnen Ecke St.Martinerstr.-Neugasse, Wasserlauf.
+
Dia: Brunnenkammer an Hans Rößers Haus und ehem. Brunnen Ecke St. Martinerstr.-Neugasse, Wasserlauf.
 
Epi: Vorlage der Quellschüttungen.
 
Epi: Vorlage der Quellschüttungen.
  
 
Dia: General Hartmannsdenkmal
 
Dia: General Hartmannsdenkmal
 
Epi: Festschrift zur Errichtung des Denkmals.
 
Epi: Festschrift zur Errichtung des Denkmals.
Aus Angst vor Strafe als er beim Kirschenstibizen erwischt wurde, ging er mit 9 Jahren zum franz. Militär. Gefördert durch seinen Onkel den General Geither war er mit 16 Jahren Offizier, nach der Franzosenzeit in bay. Militärdienst errang er mit 75 Jahren im Krieg 1870/71 seine großen Erfolge.
+
Aus Angst vor Strafe, als er beim Kirschenstibizen erwischt wurde, ging er mit 9 Jahren zum franz. Militär. Gefördert durch seinen Onkel den General Geither war er mit 16 Jahren Offizier, nach der Franzosenzeit in bay. Militärdienst errang er mit 75 Jahren im Krieg 1870/71 seine großen Erfolge.
 
1795 geboren starb er 1873, er wollte sich hier begraben lassen, doch ärgerte er sich über die Namensgebung ‚Werderberg‘ durch Edenkoben. Dies scheint mir der wesentliche Grund, wenn auch sein offizieller Grund anders lautet. (Altkatholiken)
 
1795 geboren starb er 1873, er wollte sich hier begraben lassen, doch ärgerte er sich über die Namensgebung ‚Werderberg‘ durch Edenkoben. Dies scheint mir der wesentliche Grund, wenn auch sein offizieller Grund anders lautet. (Altkatholiken)
  
 
Dia: Listsches Zahlenzeichen, Weinstr. Haus 8, Vergleich Anlage.
 
Dia: Listsches Zahlenzeichen, Weinstr. Haus 8, Vergleich Anlage.
 
Dia: Zwillingstorborgen, Weinstr. Häuser 22,24
 
Dia: Zwillingstorborgen, Weinstr. Häuser 22,24
Dia: Amtsschöffe Hans Wingerter Ecke Weinstr.Immengartenstr. No 4
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Dia: Amtsschöffe Hans Wingerter Ecke Weinstr. Immengartenstr. No 4
Epi: Hochstiftsurkunden, Amtsschöffen waren vom Amt bestellte Schöffen, die a) die Eingringung des „Zehnten“s zu überwachen hatten und b) den Strafvollzug.
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Epi: Hochstiftsurkunden, Amtsschöffen waren vom Amt bestellte Schöffen, die a) die Einbringung des „Zehnten“s zu überwachen hatten und b) den Strafvollzug.
  
weiterer Vortrag: Seine Schwiegertochter kam zusammen mit den Frauen der Schöffen Ott und Espacher in den Verdacht der Hexerei, angezeigt i.J. 1626 druch ein 14 jähriges Mädchen /Hexenweg/ namens Wagner aus Kirrweiler. Die Ott flog mit ihr in der Wallpurgisnacht vom Wetterkreuzberg nach Venningen, die Espacher ließ sich mit dem Teufel ein und die Wingerter forderte ihren Mann auf sie xxxxxx (selbst) zunehmen. (Urkunden dazu im Generallandesarchiv Karlsruhe, Erstveröffentlichung: Kirchengesch. der Pfalz, Stamer, Band III.) Frl. Wagner wurde 1625 ausgestabt =aus der Staabhlatung entlassen, =Gebietsverbot.
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weiterer Vortrag: Seine Schwiegertochter kam zusammen mit den Frauen der Schöffen Ott und Espacher in den Verdacht der Hexerei, angezeigt i.J. 1626 durch ein 14 jähriges Mädchen /Hexenweg/ namens Wagner aus Kirrweiler. Die Ott flog mit ihr in der Wallpurgisnacht vom Wetterkreuzberg nach Venningen, die Espacher ließ sich mit dem Teufel ein und die Wingerter forderte ihren Mann auf sie xxxxxx (selbst) zunehmen. (Urkunden dazu im Generallandesarchiv Karlsruhe, Erstveröffentlichung: Kirchengesch. der Pfalz, Stamer, Band III.) Frl. Wagner wurde 1625 ausgestabt = aus der Staabhaltung entlassen, =Gebietsverbot.
  
 
Weiterer Vortrag: Bildhäusel am Weideweg. Am 10.6.1722 schreibt der Edesheimer Pfarrer Joh. Trauth der „Trächsler“ Andreas Platz habe sich in Waghäusel versprochen auf dem Lindeneck eine Kapelle von etwa 3 auf 4 mtr. zu errichten als Sühne für sündhaften Verkehr vor der Ehe und wahrscheinlich handele es sich auch um Kindesmord eines unehelichen Kindes. Der Briefempfänger Pfr. Braun von hier fragt beim Vikariat zu Bruchsal an, wie er sich verhalten soll. Schließlich Einigung 1723 zu einem „Bildhäusel nächst dem Ort, auf der Edenkobener Straß.“
 
Weiterer Vortrag: Bildhäusel am Weideweg. Am 10.6.1722 schreibt der Edesheimer Pfarrer Joh. Trauth der „Trächsler“ Andreas Platz habe sich in Waghäusel versprochen auf dem Lindeneck eine Kapelle von etwa 3 auf 4 mtr. zu errichten als Sühne für sündhaften Verkehr vor der Ehe und wahrscheinlich handele es sich auch um Kindesmord eines unehelichen Kindes. Der Briefempfänger Pfr. Braun von hier fragt beim Vikariat zu Bruchsal an, wie er sich verhalten soll. Schließlich Einigung 1723 zu einem „Bildhäusel nächst dem Ort, auf der Edenkobener Straß.“
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Dia: Loogsteine Hattsteinsches Wappen von 1580 - 1748. (siehe Anlage) Steine: Domkapitel, Dahlberg (Kropsburgherrn), Kloster Heilsbruck-Edenkoben, Loogstein Neckermann 1771 Gemarkungsgrenze zu St. Martin Weiter das „Y“ als Grenzzeichen der 5. Geraide.
 
Dia: Loogsteine Hattsteinsches Wappen von 1580 - 1748. (siehe Anlage) Steine: Domkapitel, Dahlberg (Kropsburgherrn), Kloster Heilsbruck-Edenkoben, Loogstein Neckermann 1771 Gemarkungsgrenze zu St. Martin Weiter das „Y“ als Grenzzeichen der 5. Geraide.
  
Weiterer Vortrag: Im Jahr 1822 wurde die Gemarkung Maikammer nach neuen Massen vermessen insgesamt damals 7 115 Parzellen davon 6850 privat. Der Schreiber hätte zur Anlage der „Mutterrolle“ 68 Gulden erhalten sollen, er erhielt 30 (?) Gulden. Die Gemeinde Maikammer-Alsterweiler war durch die Vermessung, durch den Neubau eines Schul- und Rathauses (Ecke Weinstr. - Markstr.) Gesamtkosten 15 000 Gulden, durch den Ankauf der ersten Feuerspritze, durch Ankauf des Friedhofgeländes und Errichtung von Portal und Mauer am Ende der Finanzkraft. Daher Rückstufung der 2 Lehrergehälter von 800 Gulden auf 700 Gulden und der Feldschützen von 150 auf 125 Gulden (je). Weiterhin Verkauf von 500 (?) „Nürnberger Morgen“ =9900 ar =300 x 33 ar Gemeindeland an Privat, Gesamterlös 10 350 Gulden = pro Morgen etwa 34 Gulden. Das Land wurde 1830 versteigert, nach dem Bau des Alsterweilerer Schulhauses, Weinpreis 1830 kpro Fuder ca. 85 Gulden, jedoch benötigte bedingt durch Oidium und Wurm ein Winzer mindestens 10 Morgen Weinbergse für ein Fuder.  
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Weiterer Vortrag: Im Jahr 1822 wurde die Gemarkung Maikammer nach neuen Massen vermessen insgesamt damals 7 115 Parzellen davon 6850 privat. Der Schreiber hätte zur Anlage der „Mutterrolle“ 68 Gulden erhalten sollen, er erhielt 30 (?) Gulden. Die Gemeinde Maikammer-Alsterweiler war durch die Vermessung, durch den Neubau eines Schul- und Rathauses (Ecke Weinstr. - Markstr.) Gesamtkosten 15 000 Gulden, durch den Ankauf der ersten Feuerspritze, durch Ankauf des Friedhofgeländes und Errichtung von Portal und Mauer am Ende der Finanzkraft. Daher Rückstufung der 2 Lehrergehälter von 800 Gulden auf 700 Gulden und der Feldschützen von 150 auf 125 Gulden (je). Weiterhin Verkauf von 500 (?) „Nürnberger Morgen“ =9900 ar =300 x 33 ar Gemeindeland an Privat, Gesamterlös 10 350 Gulden = pro Morgen etwa 34 Gulden. Das Land wurde 1830 versteigert, nach dem Bau des Alsterweilerer Schulhauses, Weinpreis 1830 kpro Fuder ca. 85 Gulden, jedoch benötigte bedingt durch Oidium und Wurm ein Winzer mindestens 10 Morgen Weinberge für ein Fuder.  
  
 
Dia: Torbogen des Görg Hennig, Schöffe, Steinmetz und Haingeraideschütz der 5. Geraide. St. Martinerstr. Haus 8,
 
Dia: Torbogen des Görg Hennig, Schöffe, Steinmetz und Haingeraideschütz der 5. Geraide. St. Martinerstr. Haus 8,
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Dia: Detailaufnahmen Hahnenschritt und kl. Kanzelfels.
 
Dia: Detailaufnahmen Hahnenschritt und kl. Kanzelfels.
 
Epi: Geraiderechnung 1660/61 mit Beweisführung über das „Legen der Zeichen“ weiter Erklärung daß das „Y“ ein „U“ xxx (war) bedeutete und wie die anderen vier Haingeraiden das Loogzeichen aus SS-SU (signum sigillorum-sigillum usus) herstammt.
 
Epi: Geraiderechnung 1660/61 mit Beweisführung über das „Legen der Zeichen“ weiter Erklärung daß das „Y“ ein „U“ xxx (war) bedeutete und wie die anderen vier Haingeraiden das Loogzeichen aus SS-SU (signum sigillorum-sigillum usus) herstammt.
Görg Hennig ist der Steinmetz der meisten Zeichen am Hahnenschritt und am kl.Kanzelfels.
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Görg Hennig ist der Steinmetz der meisten Zeichen am Hahnenschritt und am kl. Kanzelfels.
  
Dia: Kreuz St.Martinerstr.-Weiherweg.
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Dia: Kreuz St. Martinerstr.-Weiherweg.
Vortrag zu einem der bekanntesten Baudenkmäler Maikammers: Am 4.8.1735 verstarb der Schuster und Bürger Jois (Joh.) Görg Stxxx (Stark) infolge einer Verwwundung. Ein junger Mann aus St. Martin wurde im polnischen Erbfolgekrieg an dieser Stelle von einer franz Patr. abgefangen, er setzte sich zur Wehr und es entwickelte sich eine Schlägerei. xx Drei Tote blieben auf dem Kampfplatz, zwei Franzosen und der junge Mann aus St. Martin. Stark starb einige Tage später. Daher am Kreuz: „Ex voto“. Stark war 35 Jahre alt. Kreuz wurde 1737 erstellt.
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Vortrag zu einem der bekanntesten Baudenkmäler Maikammers: Am 4.8.1735 verstarb der Schuster und Bürger Jois (Joh.) Görg Stxxx (Stark) infolge einer Verwundung. Ein junger Mann aus St. Martin wurde im polnischen Erbfolgekrieg an dieser Stelle von einer franz Patr. abgefangen, er setzte sich zur Wehr und es entwickelte sich eine Schlägerei. xx Drei Tote blieben auf dem Kampfplatz, zwei Franzosen und der junge Mann aus St. Martin. Stark starb einige Tage später. Daher am Kreuz: „Ex voto“. Stark war 35 Jahre alt. Kreuz wurde 1737 erstellt.
  
 
Dia: Kerwe vor ca. 35 Jahren. K(1935?)
 
Dia: Kerwe vor ca. 35 Jahren. K(1935?)
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Dia: Torschlußstein des Joh. Jakob Fischer St. Martin, Totenkopfstr. 14.
 
Dia: Torschlußstein des Joh. Jakob Fischer St. Martin, Totenkopfstr. 14.
 
Epi: Zeichnung von Karl Ost des sogenannten roten Fünfwundenkreuzes an der St. Martinerstr. (Arbeitsblatt)
 
Epi: Zeichnung von Karl Ost des sogenannten roten Fünfwundenkreuzes an der St. Martinerstr. (Arbeitsblatt)
Vortrag: Michael Hidzen:derher (Hidzenderer) war zum Weineinkauf hier, er wurde von franz. husarischen Reitern verfolgt. Sie wollten ihn plündern. An der Stelle des heutigen Kreuzes standen 1690 Bluthaselnußsträucher in denen er sich verstecken konnte. Zum Dank an die Rettung errichtete fer 1721 das Kreuz. Es soll immer eine rötliche Farbe behalten. (Vergleich 1689 der Brand von Speyer)
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Vortrag: Michael Hidzen:derher (Hidzenderer) war zum Weineinkauf hier, er wurde von franz. husarischen Reitern verfolgt. Sie wollten ihn plündern. An der Stelle des heutigen Kreuzes standen 1690 Bluthaselnußsträucher, in denen er sich verstecken konnte. Zum Dank an die Rettung errichtete er 1721 das Kreuz. Es soll immer eine rötliche Farbe behalten. (Vergleich 1689 der Brand von Speyer)
 
J.J. Fischer und sein Bruder Heinrich (Kreuz Weinstr.-Bahnhofstr.) und Adam „Filipp“ Rütt ebenfalls St. Martin haben in den ersten zwei Dritteln des 18. Jahrhunderts die Kreuze und Torbogen in unserem Dorf errichtet. Zu dieser Zeit stammten viele Künstler aus St. Martin z.B. Schmied Bildschnitzer, Werkstätte in Neustadt. Joh. Michael Kieffer Blattvergolder und Altarmarmorierer, Werkstätte in Bruchsal dazu kam noch Brixius Lehrer in Kirrweiler Engelschnitzer und Krippenschnitzer. (Taufbücher St. Martin, insbesondere Paten.)
 
J.J. Fischer und sein Bruder Heinrich (Kreuz Weinstr.-Bahnhofstr.) und Adam „Filipp“ Rütt ebenfalls St. Martin haben in den ersten zwei Dritteln des 18. Jahrhunderts die Kreuze und Torbogen in unserem Dorf errichtet. Zu dieser Zeit stammten viele Künstler aus St. Martin z.B. Schmied Bildschnitzer, Werkstätte in Neustadt. Joh. Michael Kieffer Blattvergolder und Altarmarmorierer, Werkstätte in Bruchsal dazu kam noch Brixius Lehrer in Kirrweiler Engelschnitzer und Krippenschnitzer. (Taufbücher St. Martin, insbesondere Paten.)
  
 
Dia: Altarbild von Daniel Seitz, St. Martin, in der Kirche in Diedesfeld
 
Dia: Altarbild von Daniel Seitz, St. Martin, in der Kirche in Diedesfeld
Vortrag: Einfluß des spnaischen Barock.
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Vortrag: Einfluß des spanischen Barock.
  
 
Dia: Heringsamtzeichen am Haus Hauptstr. 32,
 
Dia: Heringsamtzeichen am Haus Hauptstr. 32,
Vortrag über das „Salz-, Herings- und Eieramt“ dessen Steuereinnahmen für das Siechenhaus im Kloster Heilsbruck bestimmt waren, dieses Handelsgewerbe durfte nur am Erbpfad Eingang von der St. Martinerstr. ausgeübt werden. (Älteste Urkunde dazu aus dem Jahr 1443 im Archiv Luzern Schweiz, Gatterer Apperat.)
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Vortrag über das „Salz-, Herings- und Eieramt“ dessen Steuereinnahmen für das Siechenhaus im Kloster Heilsbruck bestimmt waren, dieses Handelsgewerbe durfte nur am Erbpfad Eingang von der St. Martinerstr. ausgeübt werden. (Älteste Urkunde dazu aus dem Jahr 1443 im Archiv Luzern Schweiz, Gatterer Apparat.)
  
 
Dia: Senatszeichen, Turmstr. 2,
 
Dia: Senatszeichen, Turmstr. 2,
 
Vortrag: Senat zuständig für kulturelle Belange, Zusammensetzung: halb Pfarrer halb Bürger.
 
Vortrag: Senat zuständig für kulturelle Belange, Zusammensetzung: halb Pfarrer halb Bürger.
 
Kellereingang von Peter Ziegel und Peter Poderer Sell.
 
Kellereingang von Peter Ziegel und Peter Poderer Sell.
Vortrag: Hinersassen und Leibeigene. Bauhistorische Entwickelung dieser Häuser infolge der Leibeigenschaft.
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Vortrag: Hintersassen und Leibeigene. Bauhistorische Entwickelung dieser Häuser infolge der Leibeigenschaft.
 
Turmstr. 6
 
Turmstr. 6
Dia: Dominegerichtsgebäude in Alsterweiler, erbaut 1595 Hauptstr. 25. An jedem Fenster ein Schultheißen „T“ = Tod- Leben, für die 6 angeschlossenen Ortschaften: Hambach, Diedesfeld, Maikammer, St.Martin, Kirrweiler und Venningen.
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Dia: Dominegerichtsgebäude in Alsterweiler, erbaut 1595 Hauptstr. 25. An jedem Fenster ein Schultheißen „T“ = Tod- Leben, für die 6 angeschlossenen Ortschaften: Hambach, Diedesfeld, Maikammer, St. Martin, Kirrweiler und Venningen.
  
 
Dia: Torschlußstein dieses Hauses SS - Schwurhand - 00 (siehe Anlage - Lituussiegel und Oberamt.)
 
Dia: Torschlußstein dieses Hauses SS - Schwurhand - 00 (siehe Anlage - Lituussiegel und Oberamt.)
  
 
Dia: Kapelle Vorplatz
 
Dia: Kapelle Vorplatz
Vortrag die Kappelle steht auf der ehemlaigen Weed = Brand- und Flachsweiher der Vorplatz ist eine Stiftung der Alsterweilerer Bürger an die Gemeinde für die Kapelle im Jahr 185(?).
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Vortrag die Kapelle steht auf der ehemaligen Weed = Brand- und Flachsweiher der Vorplatz ist eine Stiftung der Alsterweilerer Bürger an die Gemeinde für die Kapelle im Jahr 185(?).
 
Epi.: Haus gegenüber der Kapelle Nr. (?), und Haus Friedhofstr. 1(?)10 Zeichnung von Fried vom 9. März 1843.
 
Epi.: Haus gegenüber der Kapelle Nr. (?), und Haus Friedhofstr. 1(?)10 Zeichnung von Fried vom 9. März 1843.
  
 
Dia: Aufnahme vom Altarbild.
 
Dia: Aufnahme vom Altarbild.
Vortrag siehe dazu Ausatz in 100 Jahre Kirchenchor Maikammer, 1970, Das Maikammerer Altarbild, S. 36 nach einem Vortrag vom 27.3.1970 im Volksbildungswerk Maikammer, U.Ziegler.
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Vortrag siehe dazu Aufsatz in 100 Jahre Kirchenchor Maikammer, 1970, Das Maikammerer Altarbild, S. 36 nach einem Vortrag vom 27.3.1970 im Volksbildungswerk Maikammer, U. Ziegler.
Dia: Wappen dan der Kredenburg, Oberstein-Thalheim
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Dia: Wappen an der Kredenburg, Oberstein-Thalheim
Epi.: Grundbuchauszug von 1619 über die Verlegung der Kredenburg nach ihrem erneuten Abbruch in den Garten. Ursprünglich stand die Burg nördlcih der Heutigen. Dadurch konnte die Gemeinde das Gelände zur jetzigen Friedhofstr. erwerben, früher „Sandgasse“. Weiterhin eine Abschrift vom „Avis“ der fanz. Bekanntmachung über die Versteigerung in der Säkularisation am 30.8.1808 Abt.Nr.16. Käufer: Franz Peter Schwarzwälder, hier, B. Lederle aus xxxxxxxx Haßloch und Joh. Lederle aus Hambach. Kaufpreis 10 300 frs.
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Epi.: Grundbuchauszug von 1619 über die Verlegung der Kredenburg nach ihrem erneuten Abbruch in den Garten. Ursprünglich stand die Burg nördlich der Heutigen. Dadurch konnte die Gemeinde das Gelände zur jetzigen Friedhofstr. erwerben, früher „Sandgasse“. Weiterhin eine Abschrift vom „Avis“ der franz. Bekanntmachung über die Versteigerung in der Säkularisation am 30.8.1808 Abt.Nr.16. Käufer: Franz Peter Schwarzwälder, hier, B. Lederle aus xxxxxxxx Haßloch und Joh. Lederle aus Hambach. Kaufpreis 10 300 frs.
  
Dia: Grabstein an der Südseite der Kriche mit den Wappen.
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Dia: Grabstein an der Südseite der Kirche mit den Wappen.
Vortrag: Gewanne Dürkheimer, Lehen des Bischofs von Speyer im 12. Jhd. an die Herrn von Dürkheim. Eitzum = Eutzum Vergabe des Kurfürsten ehemals zum Winzinger Mönchhof gehördenden Geländes nach der Reformation an die Familie von Euß (Eiß) dann Eußmannsgut, Eizemsgut, Eizem.
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Vortrag: Gewanne Dürkheimer, Lehen des Bischofs von Speyer im 12. Jhd. an die Herrn von Dürkheim. Eitzum = Eutzum Vergabe des Kurfürsten ehemals zum Winzinger Mönchhof gehörenden Geländes nach der Reformation an die Familie von Euß (Eiß) dann Eußmannsgut, Eizemsgut, Eizem.
  
 
Dia: Kreuz auf dem Friedhof
 
Dia: Kreuz auf dem Friedhof
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Vortrag: Auszug aus „Der Kardinal“ ein Friedhof soll nicht überladen und nicht vernachlässigt sein. Gespräch der Schiffersfrau mit dem Kardinal.
 
Vortrag: Auszug aus „Der Kardinal“ ein Friedhof soll nicht überladen und nicht vernachlässigt sein. Gespräch der Schiffersfrau mit dem Kardinal.
Ab 18.2.1822 besichtigte der Adjunkt Ernst das fast fertige Friedhofsportal bei den Steinmetzen Joh. Schmitt und Jakob Fink in St. Martin. Auf den 22.2.1822 wurde dann eine „Separatsitzung“ des Gemeinderats einberufen. Zusammengefaßt in 4 Punkten beschloß das Gremium: 1.) Das Portal ist nicht im Sinne des Königs und der hießigen Bevölkerung. 2.) Es liegt eine Planunterschlagung vor. (Der königlich bay. Baukondukteur 1. Klasse Marggraf legte dem Gemeinderat einen anderen Plan vor, als den Steinmetzen) 3.) Der Bürgermeister soll versuchen den Landcomissarischen Baukondukteur zu Regreß zu holen. 4.) Da das Portal und auch einige Teile des Schul- und Rathauses nicht im Sinne des Königs sind, ist für das Gemeindegebiet Maikammer der Titel „königlich“ zu streichen. Das Portal und die ehemals kleinere Mauer kostete 1 536 Gulden, das Friedhofsgelände 355 Gulden dazu kamen noch an Schreibgebühren (Notariat) und Schuldzinsen 60 Gulden. Zu dem unter 1.) gesagten ist zu bedenken: die damaligen Gemeinderäte wurden in einer Zeit geboren als der Ruf: „Tod den Tyrannen“ durch ganz Europ schallte.
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Ab 18.2.1822 besichtigte der Adjunkt Ernst das fast fertige Friedhofsportal bei den Steinmetzen Joh. Schmitt und Jakob Fink in St. Martin. Auf den 22.2.1822 wurde dann eine „Separatsitzung“ des Gemeinderats einberufen. Zusammengefaßt in 4 Punkten beschloß das Gremium: 1.) Das Portal ist nicht im Sinne des Königs und der hießigen Bevölkerung. 2.) Es liegt eine Planunterschlagung vor. (Der königlich bay. Baukondukteur 1. Klasse Marggraf legte dem Gemeinderat einen anderen Plan vor, als den Steinmetzen) 3.) Der Bürgermeister soll versuchen den Landcomissarischen Baukondukteur zu Regreß zu holen. 4.) Da das Portal und auch einige Teile des Schul- und Rathauses nicht im Sinne des Königs sind, ist für das Gemeindegebiet Maikammer der Titel „königlich“ zu streichen. Das Portal und die ehemals kleinere Mauer kostete 1 536 Gulden, das Friedhofsgelände 355 Gulden dazu kamen noch an Schreibgebühren (Notariat) und Schuldzinsen 60 Gulden. Zu dem unter 1.) gesagten ist zu bedenken: die damaligen Gemeinderäte wurden in einer Zeit geboren als der Ruf: „Tod den Tyrannen“ durch ganz Europa schallte.
  
 
Dia: Plastik, Simon Stock erhält das Skapulier, von Vinzens von Möhring; an der Westseite des Kirchturms. 1765.
 
Dia: Plastik, Simon Stock erhält das Skapulier, von Vinzens von Möhring; an der Westseite des Kirchturms. 1765.
Der Künstler legte das Geschehen am Berg Karmel in heimatliche Gefilde, hier an den früher zu Maikammer gehördenden Heilsbronn heute Kurbrunnen in Edenkoben, der im gleichen Jahr durch einen dubiosen Gerichtsbeschluß Edenkoben einverleibt wurde. Auszug aus dem Bittgesuch zur Errichtung der Skapulierbruderschaft vom 8.4.1706 (dieses Jahr 270 Jahre her):….
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Der Künstler legte das Geschehen am Berg Karmel in heimatliche Gefilde, hier an den früher zu Maikammer gehörenden Heilsbronn heute Kurbrunnen in Edenkoben, der im gleichen Jahr durch einen dubiosen Gerichtsbeschluß Edenkoben einverleibt wurde. Auszug aus dem Bittgesuch zur Errichtung der Skapulierbruderschaft vom 8.4.1706 (dieses Jahr 270 Jahre her):….
 
Ursachen der großen incommodi tät nachher Speyer zerreißen…“!
 
Ursachen der großen incommodi tät nachher Speyer zerreißen…“!
  
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Epi.: Bis etwa 1600 wurde die Steuer in Naturalien erhoben, die Gemeinde ließ den eingenommenen Wein durch die „Nachpauern an der Kirchwey“ verkaufen.
 
Epi.: Bis etwa 1600 wurde die Steuer in Naturalien erhoben, die Gemeinde ließ den eingenommenen Wein durch die „Nachpauern an der Kirchwey“ verkaufen.
 
Zollbrief: Anno den Monat/tag; Wie der Fuhrmann (Weinhändler) heisse; wo er her; was er führe; Wem der Wein zugehöre: Ob sonst jemand mehr Theil daran habe; In wieviel Fässer er sei. Zu dem Zeichen siehe Anlage.
 
Zollbrief: Anno den Monat/tag; Wie der Fuhrmann (Weinhändler) heisse; wo er her; was er führe; Wem der Wein zugehöre: Ob sonst jemand mehr Theil daran habe; In wieviel Fässer er sei. Zu dem Zeichen siehe Anlage.
Von 1502 biss 1730 war die Grundsteuer (Beet) in unserem Gebiet = (Vergl. Beet - Kelterbeet!) gleich. Je 100 Gulden für Weinberge und 100 Gulden für Wiesen und Äcker. Da jedoch erste beim Verkauf von Erzeugnissen Grundsteuer fällig war, wurden immer mehr Äcker zu Wingerten und die Gemeinde mußte sehen woher sie das Geld für Äcker- und Wiesenbeet = Ma(?)beet bekam! Schwerwiegende Folge: die Gemeinde wurde immer abhängiger vom Kurfürstlichen Fruchtmarkt in Neustadt. Zum besseren Verständnis je mehr Äcker zu Weinbergen wurden, umso teuerer wurde die Grundsteuer für Äcker und Wiesen.
+
Von 1502 bis 1730 war die Grundsteuer (Beet) in unserem Gebiet = (Vergl. Beet - Kelterbeet!) gleich. Je 100 Gulden für Weinberge und 100 Gulden für Wiesen und Äcker. Da jedoch erste beim Verkauf von Erzeugnissen Grundsteuer fällig war, wurden immer mehr Äcker zu Wingerten und die Gemeinde mußte sehen woher sie das Geld für Äcker- und Wiesenbeet = Ma(?)beet bekam! Schwerwiegende Folge: die Gemeinde wurde immer abhängiger vom Kurfürstlichen Fruchtmarkt in Neustadt. Zum besseren Verständnis je mehr Äcker zu Weinbergen wurden, umso teuerer wurde die Grundsteuer für Äcker und Wiesen.
  
 
Dia: apokalyptische Reiter
 
Dia: apokalyptische Reiter
Vortrag: Einführung des Vortrags: Bauer verkauft dem Teufel seine Seele oder nach anderer Version seinen Schatten, er versucht mit allen denkbaren Mitteln seine Seele oder Schatten wieder zu erlangen. Einem Dorf geht es ebenso! Was ist die Selle eines Dorfes: die Heimat! Hei bedeutet in dem indogermanischen Sprachgebrauch Leben und die Silbe „mat“ hängt zusammen mit Materie = Material = Medizin. Zusammen also Baustein des Lebens, Heilung des Lebens.
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Vortrag: Einführung des Vortrags: Bauer verkauft dem Teufel seine Seele oder nach anderer Version seinen Schatten, er versucht mit allen denkbaren Mitteln seine Seele oder Schatten wieder zu erlangen. Einem Dorf geht es ebenso! Was ist die Seele eines Dorfes: die Heimat! "Hei" bedeutet in dem indogermanischen Sprachgebrauch Leben und die Silbe „mat“ hängt zusammen mit Materie = Material = Medizin. Zusammen also Baustein des Lebens, Heilung des Lebens.
  
Schlußwort: Sorgen wir dafür, daß in keiner HInsicht, weder in der großen noch in der kleinen Politik apokalyptische Reiter über unser Dorf herfallen.
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Schlußwort: Sorgen wir dafür, daß in keiner Hinsicht, weder in der großen noch in der kleinen Politik apokalyptische Reiter über unser Dorf herfallen.
  
Urban Zielger (Unterschrift)
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Urban Ziegler (Unterschrift)
  
* Marggraf war wie schon erwähnt auch der Planfertiger für das Schul- und Rathaus in Maikammer, Marktstr.1 und für das Schulhaus in Alsterweiler, erbaut 1887/89 Kosten: 12000 Gulden.
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Marggraf war wie schon erwähnt auch der Planfertiger für das Schul- und Rathaus in Maikammer, Marktstr.1 und für das Schulhaus in Alsterweiler, erbaut 1827/29 Kosten: 12000 Gulden.
Im weiteren Vortrag zeigte sich, daß der Bautyp dieser Schulhäuser als Vorbild für viele Häuser, die im 2. Drittel des 19.Jhh. gebaut wurden, diente. Insbesondere die von Massa und Corbet errichteten Häuser in der Marktstr., Bahnhofstr., Lindeneck und Hartmannstr.
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Im weiteren Vortrag zeigte sich, daß der Bautyp dieser Schulhäuser als Vorbild für viele Häuser, die im 2. Drittel des 19.Jhd. gebaut wurden, diente. Insbesondere die von Massa und Corbet errichteten Häuser in der Marktstr., Bahnhofstr., Lindeneck und Hartmannstr.
  
 
Anhang:
 
Anhang:
 
Aufbau im bischöfl. speyrischen Gebiet der kirchl. und weltlichen Verwaltung
 
Aufbau im bischöfl. speyrischen Gebiet der kirchl. und weltlichen Verwaltung
 
 
Fürstbischof (Hattstein)
 
Fürstbischof (Hattstein)
 
  
 
Vikariat Domkapitel = Domstift
 
Vikariat Domkapitel = Domstift
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z.B. 4 Sammler + z.B. 2 Kirchenjuraten
 
z.B. 4 Sammler + z.B. 2 Kirchenjuraten
 
= Sechser = Achter :=Verordnete
 
= Sechser = Achter :=Verordnete
 
 
Schreiber
 
Schreiber
 
Loogsteinsetzer + Brecher
 
Loogsteinsetzer + Brecher
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Oberschultheiß: Ersterwähnung im 13. Jhh. in Godramstein, dann Nußdorf (Bauernkrieg), danach Weyher (nach der Reformation), Hambach, Kirrweiler (1660) nach der franz. Rev.: Oberbürgermeister in Edenkoben.
 
Oberschultheiß: Ersterwähnung im 13. Jhh. in Godramstein, dann Nußdorf (Bauernkrieg), danach Weyher (nach der Reformation), Hambach, Kirrweiler (1660) nach der franz. Rev.: Oberbürgermeister in Edenkoben.
  
Oberamt Kirrweiler: Mit dem Umezug der Urkunden von der Kestenburg nach Kirrweiler um 1598-1600, jedoch Titel erst nach dem Ableben des Oberamtmanns Jakob Hund von Saulheim 1620.  
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Oberamt Kirrweiler: Mit dem Umzug der Urkunden von der Kestenburg nach Kirrweiler um 1598-1600, jedoch Titel erst nach dem Ableben des Oberamtmanns Jakob Hund von Saulheim 1620.  
  
 
Amt: Ersterwähnung 1433
 
Amt: Ersterwähnung 1433
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Maikammer: Hauptgericht = Dominegericht bis 1595 auf jetzigem Plannummer 1883 Größe 18 Dez., danach Alsterweiler Hauptstr. 25.
 
Maikammer: Hauptgericht = Dominegericht bis 1595 auf jetzigem Plannummer 1883 Größe 18 Dez., danach Alsterweiler Hauptstr. 25.
6 Dörfer bis 1595 Solim lappium = Sessel auf Steinen auf denen eine Sache (Person) zur Ruhe gebracht bzw. begraben wird. Dazu gehörige Galgen: bis 1578 Gemarkung Maikammer „Bössingewann“ des Bösen Sühnegewann, am 3. Leimenweg Ecke B 8. Nach 1578 Gem. Diedesfeld Gew.Galgen.
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6 Dörfer bis 1595 Solim lappium = Sessel auf Steinen auf denen eine Sache (Person) zur Ruhe gebracht bzw. begraben wird. Dazu gehörige Galgen: bis 1578 Gemarkung Maikammer „Bössingewann“ des Bösen Sühnegewann, am 3. Leimenweg Ecke B 8. Nach 1578 Gem. Diedesfeld Gew. Galgen.
  
 
Venningen: bisch. Wasserfauth, bisch. Besitzverwaltung.
 
Venningen: bisch. Wasserfauth, bisch. Besitzverwaltung.
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Lituussiegel:
 
Lituussiegel:
ZOCR Amtsschultheilß + Archididakon
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ZOCR Amtsschultheilß + Archidiakon
 
ZO Amtsschultheiß (Z) Schultheiß
 
ZO Amtsschultheiß (Z) Schultheiß
 
C Domkapitel = DC
 
C Domkapitel = DC
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S= Sigillum = Ortsgericht
 
S= Sigillum = Ortsgericht
 
SS Sigillum sigillorum bzw. Signum sigillorum = mit dem Siegel der Siegler bzw. mit dem Zeichen der Siegler versehen, Kraft Gesetzes = Dominegericht = Herrngericht. Vergleich: § (=heute: Signum selectionis = das erwählte Zeichen).
 
SS Sigillum sigillorum bzw. Signum sigillorum = mit dem Siegel der Siegler bzw. mit dem Zeichen der Siegler versehen, Kraft Gesetzes = Dominegericht = Herrngericht. Vergleich: § (=heute: Signum selectionis = das erwählte Zeichen).
 
 
SV = SY = SU = SW = SX: Sigillum Usus = besiegelter Brauch = Rechtsbrauch.
 
SV = SY = SU = SW = SX: Sigillum Usus = besiegelter Brauch = Rechtsbrauch.
 
 
LS = loco sigilli = im Orginal hier Siegel
 
LS = loco sigilli = im Orginal hier Siegel
 
 
H Domine Gerichtsherr. = Vorsitzender am Hauptgericht.
 
H Domine Gerichtsherr. = Vorsitzender am Hauptgericht.
 
 
Listsche Zahlen: (besonders im 16. und 18. Jhh.)
 
Listsche Zahlen: (besonders im 16. und 18. Jhh.)
 
 
1, 5, 10, 20, 50, 100, 500, 1500, 1660, 1770, 1978
 
1, 5, 10, 20, 50, 100, 500, 1500, 1660, 1770, 1978
 
 
10 x 100 = 1000 z.B. 1500
 
10 x 100 = 1000 z.B. 1500
 
 
vereidigte Zunftmeister z.B.
 
vereidigte Zunftmeister z.B.
 
 
Eichmeister (Gerichts)küfer Jäger
 
Eichmeister (Gerichts)küfer Jäger
 
 
Gültig bis 28.4.1731 (Reichsgenerale) danach nur noch Zunftzeichen nicht mehr durch das Reichskammergericht geschützt.
 
Gültig bis 28.4.1731 (Reichsgenerale) danach nur noch Zunftzeichen nicht mehr durch das Reichskammergericht geschützt.
 
 
Aufbau der Gemeindeverwaltungen:
 
Aufbau der Gemeindeverwaltungen:
  
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Förster (Schützen)
 
Förster (Schützen)
 
Loogsteinsetzer
 
Loogsteinsetzer
 
  
 
Zeichen der 5 Haingeraiden
 
Zeichen der 5 Haingeraiden
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|zitat=Denkmalpflege und Ortshistorie sowie Zeichen der Geraide, des Handwerks und Gliederung der Verwaltungen.
 
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|uebertragung=Ziegler (1976)
 
|uebertragung=Ziegler (1976)
|anmerkung=Neben dem Textteil enthält der Vortrag eine umfangreiche Sammlung von Bildzeichen.
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|schlagwort=Alsterweiler; Denkmalpflege; Haingeraidezeichen; Lituussiegel; Geraideverwaltung; Verwaltung; Vikariat; Domkapitel; Oberamt; Oberschaffner; Oberamtmann; Oberschultheiß; Archidiakonate; Schultheis; Wetterkreuz-Berg;Marggraff;|+sep=;
 
 
Seite 1 (Mitte)
 
„Epi. (Episkop): Vergabe des Hauses von Hans Preiß (Marktstraße 6) an den Kurfürsten, damit Alsterweiler kath. bleibt und voll an Ortskirche und Gemeinde angeschlossen werden konnte. Dazu gab die Gemeinde zwei Häuser und etwa 5 Morgen Land, die Pfarrei ein Hus und 2 Morgen Land.“
 
 
 
 
 
Seite 4 (Zeile 11)
 
Dia: Der offene Herrensitz derer von Kemmerer, Hauptstr. 7
 
 
 
 
 
TEXT IM ORIGINAL
 
Urban Ziegler
 
 
 
Kurzfassung meines Vortrags vor dem Gemeinderat am 17.2.76
 
 
 
Betr.: Geschichte der Gemeinde Maikammer,
 
dargestellt anhand denkmalpflegerischer Objekte
 
 
 
Dia: Mehrere Ortsansichten
 
Episkop: Aufbau der früstbisch. Verwaltung, Haingeraideverwaltung, Listsche Zahlen, Lituussiegel der S-Gruppe und Verteilung der Amtssitze des Oberamts Kirrweiler. (Siehe Anlage.)
 
 
 
Dia: Zeichen am Kreuz Blumenstr.-Marktstr.
 
Epi: Seite aus dem Gemeindeetat 1574/75 a =Armensäckel, g =Gemeindesäckel, Z =Schultheißrech., Beet =Grundsteuer (Vergleich: Gartenbeet = berechnete ebene Fläche) Forst =Forest =Verwaltungsrechnung.
 
 
 
Dia: Kreuz gesamt, Ertserrichtung 1595 auf dem Platz „solim Pl.Nr.1883. Nach Errichtung des ersten Kreuzes heißt die Gewanne Kreuz. (im Kreuz), Zweiterrichtung durch Schultheiß Tretter und Frau 1709, im Jahr 1890 Verkauf des 18 Dezimal großen Geländes Pl.Nr.1883 durch die Gemeinde -Verkaufpr. 3950 Goldmark =qm 6,58!) und durch Duldungsvertrag Errichtung des Kreuzes an heutigem Platz.
 
Epi: Errichtung des Galgens 1578 in Gewann Galgen. Mauererarbeit Maikammer, Zimmermann Diedesfeld, Schmied Hambach. Dazu ein Paar Beinbrecher. Erster Galgen in der Bössingewann =Des Bösen Sühnegewann.
 
 
 
Dia: Dorfmeisterzeichen Marktstr.Haus17 des Hans Barchen:
 
Epi: Deckblatt der Dorfmeisterrechnung (Gemeinderechnung) 1578/79 des Peter Hennig, Erbauer des Hauses St. Martinerstr. 6 Entwicklung des Maikammerer Wappens und Siegel nach C. Hupp und U. Ziegler.
 
 
 
Dia: Zeichen des Scheidsteinsetzers und Maurer (Baumeister) Hans Natz =Schaidsteinsetzerzeichen unserer Gemeinde = X =Schaidsteingeheimnis. Markstr.Haus 18.
 
 
 
Dia: Häuser von Hans Obendruf, Hans Preiß, Hans Rößer(?), heute Marktstr.: 8,6,5
 
Epi: Vergabe des Hauses von Hans Preiß an den Kurfürsten, damit Alstewreiler kath. bleibt und voll an Ortskirche und Gemeinde angeschlossen werden konnte. Dazu gab die Gemeinde zwei Häuser und etwa 5 Morgen Land, die Pfarrei ein Haus und 2 Morgen Land.
 
 
 
Dia: Torbogen Haus 5 mit 8 Fratzen und einer „Atlantine“. Eintrag im Taufbuch (1600): „Der Zahn der Zeit wird die Zungen des Hasses abnagen.“
 
 
 
Dia: Brunnenkammer an Hans Rößers Haus und ehem. Brunnen Ecke St.Martinerstr.-Neugasse, Wasserlauf.
 
Epi: Vorlage der Quellschüttungen.
 
 
 
Dia: General Hartmannsdenkmal
 
Epi: Festschrift zur Errichtung des Denkmals.
 
Aus Angst vor Strafe als er beim Kirschenstibizen erwischt wurde, ging er mit 9 Jahren zum franz. Militär. Gefördert durch seinen Onkel den General Geither war er mit 16 Jahren Offizier, nach der Franzosenzeit in bay. Militärdienst errang er mit 75 Jahren im Krieg 1870/71 seine großen Erfolge.
 
1795 geboren starb er 1873, er wollte sich hier begraben lassen, doch ärgerte er sich über die Namensgebung ‚Werderberg‘ durch Edenkoben. Dies scheint mir der wesentliche Grund, wenn auch sein offizieller Grund anders lautet. (Altkatholiken)
 
 
 
Dia: Listsches Zahlenzeichen, Weinstr. Haus 8, Vergleich Anlage.
 
Dia: Zwillingstorborgen, Weinstr. Häuser 22,24
 
Dia: Amtsschöffe Hans Wingerter Ecke Weinstr.Immengartenstr. No 4
 
Epi: Hochstiftsurkunden, Amtsschöffen waren vom Amt bestellte Schöffen, die a) die Eingringung des „Zehnten“s zu überwachen hatten und b) den Strafvollzug.
 
 
 
weiterer Vortrag: Seine Schwiegertochter kam zusammen mit den Frauen der Schöffen Ott und Espacher in den Verdacht der Hexerei, angezeigt i.J. 1626 druch ein 14 jähriges Mädchen /Hexenweg/ namens Wagner aus Kirrweiler. Die Ott flog mit ihr in der Wallpurgisnacht vom Wetterkreuzberg nach Venningen, die Espacher ließ sich mit dem Teufel ein und die Wingerter forderte ihren Mann auf sie xxxxxx (selbst) zunehmen. (Urkunden dazu im Generallandesarchiv Karlsruhe, Erstveröffentlichung: Kirchengesch. der Pfalz, Stamer, Band III.) Frl. Wagner wurde 1625 ausgestabt =aus der Staabhlatung entlassen, =Gebietsverbot.
 
 
 
Weiterer Vortrag: Bildhäusel am Weideweg. Am 10.6.1722 schreibt der Edesheimer Pfarrer Joh. Trauth der „Trächsler“ Andreas Platz habe sich in Waghäusel versprochen auf dem Lindeneck eine Kapelle von etwa 3 auf 4 mtr. zu errichten als Sühne für sündhaften Verkehr vor der Ehe und wahrscheinlich handele es sich auch um Kindesmord eines unehelichen Kindes. Der Briefempfänger Pfr. Braun von hier fragt beim Vikariat zu Bruchsal an, wie er sich verhalten soll. Schließlich Einigung 1723 zu einem „Bildhäusel nächst dem Ort, auf der Edenkobener Straß.“
 
 
 
Dia: Loogsteine Hattsteinsches Wappen von 1580 - 1748. (siehe Anlage) Steine: Domkapitel, Dahlberg (Kropsburgherrn), Kloster Heilsbruck-Edenkoben, Loogstein Neckermann 1771 Gemarkungsgrenze zu St. Martin Weiter das „Y“ als Grenzzeichen der 5. Geraide.
 
 
 
Weiterer Vortrag: Im Jahr 1822 wurde die Gemarkung Maikammer nach neuen Massen vermessen insgesamt damals 7 115 Parzellen davon 6850 privat. Der Schreiber hätte zur Anlage der „Mutterrolle“ 68 Gulden erhalten sollen, er erhielt 30 (?) Gulden. Die Gemeinde Maikammer-Alsterweiler war durch die Vermessung, durch den Neubau eines Schul- und Rathauses (Ecke Weinstr. - Markstr.) Gesamtkosten 15 000 Gulden, durch den Ankauf der ersten Feuerspritze, durch Ankauf des Friedhofgeländes und Errichtung von Portal und Mauer am Ende der Finanzkraft. Daher Rückstufung der 2 Lehrergehälter von 800 Gulden auf 700 Gulden und der Feldschützen von 150 auf 125 Gulden (je). Weiterhin Verkauf von 500 (?) „Nürnberger Morgen“ =9900 ar =300 x 33 ar Gemeindeland an Privat, Gesamterlös 10 350 Gulden = pro Morgen etwa 34 Gulden. Das Land wurde 1830 versteigert, nach dem Bau des Alsterweilerer Schulhauses, Weinpreis 1830 kpro Fuder ca. 85 Gulden, jedoch benötigte bedingt durch Oidium und Wurm ein Winzer mindestens 10 Morgen Weinbergse für ein Fuder.
 
 
 
Dia: Torbogen des Görg Hennig, Schöffe, Steinmetz und Haingeraideschütz der 5. Geraide. St. Martinerstr. Haus 8,
 
 
 
Dia: Detailaufnahmen Hahnenschritt und kl. Kanzelfels.
 
Epi: Geraiderechnung 1660/61 mit Beweisführung über das „Legen der Zeichen“ weiter Erklärung daß das „Y“ ein „U“ xxx (war) bedeutete und wie die anderen vier Haingeraiden das Loogzeichen aus SS-SU (signum sigillorum-sigillum usus) herstammt.
 
Görg Hennig ist der Steinmetz der meisten Zeichen am Hahnenschritt und am kl.Kanzelfels.
 
 
 
Dia: Kreuz St.Martinerstr.-Weiherweg.
 
Vortrag zu einem der bekanntesten Baudenkmäler Maikammers: Am 4.8.1735 verstarb der Schuster und Bürger Jois (Joh.) Görg Stxxx (Stark) infolge einer Verwwundung. Ein junger Mann aus St. Martin wurde im polnischen Erbfolgekrieg an dieser Stelle von einer franz Patr. abgefangen, er setzte sich zur Wehr und es entwickelte sich eine Schlägerei. xx Drei Tote blieben auf dem Kampfplatz, zwei Franzosen und der junge Mann aus St. Martin. Stark starb einige Tage später. Daher am Kreuz: „Ex voto“. Stark war 35 Jahre alt. Kreuz wurde 1737 erstellt.
 
 
 
Dia: Kerwe vor ca. 35 Jahren. K(1935?)
 
Vortrag: Es gab vor 150 Jahren noch etwa 15(durchgestrichen 6) Schuster im Ort. Da das Pirmasenser „Gesindel“ billiger Schuhe anbieten konnte, baten die Schuhmacher, die Kerwe vom Frühjahr auf Später zu verlegen. Im Jahr 1838 verlegte der Gemeinderat die Kerwe vom althergebrachten Sonntag Cantate (4. Sonntag nach Ostern) auf den Sonntag Exaudi (6. nach Ostern) und 1847 auf den Sonntag im Juli.
 
 
 
Dia: Torschlußstein des Joh. Jakob Fischer St. Martin, Totenkopfstr. 14.
 
Epi: Zeichnung von Karl Ost des sogenannten roten Fünfwundenkreuzes an der St. Martinerstr. (Arbeitsblatt)
 
Vortrag: Michael Hidzen:derher (Hidzenderer) war zum Weineinkauf hier, er wurde von franz. husarischen Reitern verfolgt. Sie wollten ihn plündern. An der Stelle des heutigen Kreuzes standen 1690 Bluthaselnußsträucher in denen er sich verstecken konnte. Zum Dank an die Rettung errichtete fer 1721 das Kreuz. Es soll immer eine rötliche Farbe behalten. (Vergleich 1689 der Brand von Speyer)
 
J.J. Fischer und sein Bruder Heinrich (Kreuz Weinstr.-Bahnhofstr.) und Adam „Filipp“ Rütt ebenfalls St. Martin haben in den ersten zwei Dritteln des 18. Jahrhunderts die Kreuze und Torbogen in unserem Dorf errichtet. Zu dieser Zeit stammten viele Künstler aus St. Martin z.B. Schmied Bildschnitzer, Werkstätte in Neustadt. Joh. Michael Kieffer Blattvergolder und Altarmarmorierer, Werkstätte in Bruchsal dazu kam noch Brixius Lehrer in Kirrweiler Engelschnitzer und Krippenschnitzer. (Taufbücher St. Martin, insbesondere Paten.)
 
 
 
Dia: Altarbild von Daniel Seitz, St. Martin, in der Kirche in Diedesfeld
 
Vortrag: Einfluß des spnaischen Barock.
 
 
 
Dia: Heringsamtzeichen am Haus Hauptstr. 32,
 
Vortrag über das „Salz-, Herings- und Eieramt“ dessen Steuereinnahmen für das Siechenhaus im Kloster Heilsbruck bestimmt waren, dieses Handelsgewerbe durfte nur am Erbpfad Eingang von der St. Martinerstr. ausgeübt werden. (Älteste Urkunde dazu aus dem Jahr 1443 im Archiv Luzern Schweiz, Gatterer Apperat.)
 
 
 
Dia: Senatszeichen, Turmstr. 2,
 
Vortrag: Senat zuständig für kulturelle Belange, Zusammensetzung: halb Pfarrer halb Bürger.
 
Kellereingang von Peter Ziegel und Peter Poderer Sell.
 
Vortrag: Hinersassen und Leibeigene. Bauhistorische Entwickelung dieser Häuser infolge der Leibeigenschaft.
 
Turmstr. 6
 
Dia: Dominegerichtsgebäude in Alsterweiler, erbaut 1595 Hauptstr. 25. An jedem Fenster ein Schultheißen „T“ = Tod- Leben, für die 6 angeschlossenen Ortschaften: Hambach, Diedesfeld, Maikammer, St.Martin, Kirrweiler und Venningen.
 
 
 
Dia: Torschlußstein dieses Hauses SS - Schwurhand - 00 (siehe Anlage - Lituussiegel und Oberamt.)
 
 
 
Dia: Kapelle Vorplatz
 
Vortrag die Kappelle steht auf der ehemlaigen Weed = Brand- und Flachsweiher der Vorplatz ist eine Stiftung der Alsterweilerer Bürger an die Gemeinde für die Kapelle im Jahr 185(?).
 
Epi.: Haus gegenüber der Kapelle Nr. (?), und Haus Friedhofstr. 1(?)10 Zeichnung von Fried vom 9. März 1843.
 
 
 
Dia: Aufnahme vom Altarbild.
 
Vortrag siehe dazu Ausatz in 100 Jahre Kirchenchor Maikammer, 1970, Das Maikammerer Altarbild, S. 36 nach einem Vortrag vom 27.3.1970 im Volksbildungswerk Maikammer, U.Ziegler.
 
Dia: Wappen dan der Kredenburg, Oberstein-Thalheim
 
Epi.: Grundbuchauszug von 1619 über die Verlegung der Kredenburg nach ihrem erneuten Abbruch in den Garten. Ursprünglich stand die Burg nördlcih der Heutigen. Dadurch konnte die Gemeinde das Gelände zur jetzigen Friedhofstr. erwerben, früher „Sandgasse“. Weiterhin eine Abschrift vom „Avis“ der fanz. Bekanntmachung über die Versteigerung in der Säkularisation am 30.8.1808 Abt.Nr.16. Käufer: Franz Peter Schwarzwälder, hier, B. Lederle aus xxxxxxxx Haßloch und Joh. Lederle aus Hambach. Kaufpreis 10 300 frs.
 
 
 
Dia: Grabstein an der Südseite der Kriche mit den Wappen.
 
Vortrag: Gewanne Dürkheimer, Lehen des Bischofs von Speyer im 12. Jhd. an die Herrn von Dürkheim. Eitzum = Eutzum Vergabe des Kurfürsten ehemals zum Winzinger Mönchhof gehördenden Geländes nach der Reformation an die Familie von Euß (Eiß) dann Eußmannsgut, Eizemsgut, Eizem.
 
 
 
Dia: Kreuz auf dem Friedhof
 
Epi.: Friedhofseingang, Zeichnung Frosch, in 100 Jahre Kirchenchor Maikammer, S. 30.
 
 
 
Vortrag: Auszug aus „Der Kardinal“ ein Friedhof soll nicht überladen und nicht vernachlässigt sein. Gespräch der Schiffersfrau mit dem Kardinal.
 
Ab 18.2.1822 besichtigte der Adjunkt Ernst das fast fertige Friedhofsportal bei den Steinmetzen Joh. Schmitt und Jakob Fink in St. Martin. Auf den 22.2.1822 wurde dann eine „Separatsitzung“ des Gemeinderats einberufen. Zusammengefaßt in 4 Punkten beschloß das Gremium: 1.) Das Portal ist nicht im Sinne des Königs und der hießigen Bevölkerung. 2.) Es liegt eine Planunterschlagung vor. (Der königlich bay. Baukondukteur 1. Klasse Marggraf legte dem Gemeinderat einen anderen Plan vor, als den Steinmetzen) 3.) Der Bürgermeister soll versuchen den Landcomissarischen Baukondukteur zu Regreß zu holen. 4.) Da das Portal und auch einige Teile des Schul- und Rathauses nicht im Sinne des Königs sind, ist für das Gemeindegebiet Maikammer der Titel „königlich“ zu streichen. Das Portal und die ehemals kleinere Mauer kostete 1 536 Gulden, das Friedhofsgelände 355 Gulden dazu kamen noch an Schreibgebühren (Notariat) und Schuldzinsen 60 Gulden. Zu dem unter 1.) gesagten ist zu bedenken: die damaligen Gemeinderäte wurden in einer Zeit geboren als der Ruf: „Tod den Tyrannen“ durch ganz Europ schallte.
 
 
 
Dia: Plastik, Simon Stock erhält das Skapulier, von Vinzens von Möhring; an der Westseite des Kirchturms. 1765.
 
Der Künstler legte das Geschehen am Berg Karmel in heimatliche Gefilde, hier an den früher zu Maikammer gehördenden Heilsbronn heute Kurbrunnen in Edenkoben, der im gleichen Jahr durch einen dubiosen Gerichtsbeschluß Edenkoben einverleibt wurde. Auszug aus dem Bittgesuch zur Errichtung der Skapulierbruderschaft vom 8.4.1706 (dieses Jahr 270 Jahre her):….
 
Ursachen der großen incommodi tät nachher Speyer zerreißen…“!
 
 
 
Dia: Küferzeichen
 
Epi.: Bis etwa 1600 wurde die Steuer in Naturalien erhoben, die Gemeinde ließ den eingenommenen Wein durch die „Nachpauern an der Kirchwey“ verkaufen.
 
Zollbrief: Anno den Monat/tag; Wie der Fuhrmann (Weinhändler) heisse; wo er her; was er führe; Wem der Wein zugehöre: Ob sonst jemand mehr Theil daran habe; In wieviel Fässer er sei. Zu dem Zeichen siehe Anlage.
 
Von 1502 biss 1730 war die Grundsteuer (Beet) in unserem Gebiet = (Vergl. Beet - Kelterbeet!) gleich. Je 100 Gulden für Weinberge und 100 Gulden für Wiesen und Äcker. Da jedoch erste beim Verkauf von Erzeugnissen Grundsteuer fällig war, wurden immer mehr Äcker zu Wingerten und die Gemeinde mußte sehen woher sie das Geld für Äcker- und Wiesenbeet = Ma(?)beet bekam! Schwerwiegende Folge: die Gemeinde wurde immer abhängiger vom Kurfürstlichen Fruchtmarkt in Neustadt. Zum besseren Verständnis je mehr Äcker zu Weinbergen wurden, umso teuerer wurde die Grundsteuer für Äcker und Wiesen.
 
 
 
Dia: apokalyptische Reiter
 
Vortrag: Einführung des Vortrags: Bauer verkauft dem Teufel seine Seele oder nach anderer Version seinen Schatten, er versucht mit allen denkbaren Mitteln seine Seele oder Schatten wieder zu erlangen. Einem Dorf geht es ebenso! Was ist die Selle eines Dorfes: die Heimat! Hei bedeutet in dem indogermanischen Sprachgebrauch Leben und die Silbe „mat“ hängt zusammen mit Materie = Material = Medizin. Zusammen also Baustein des Lebens, Heilung des Lebens.
 
 
 
Schlußwort: Sorgen wir dafür, daß in keiner HInsicht, weder in der großen noch in der kleinen Politik apokalyptische Reiter über unser Dorf herfallen.
 
Urban Zielger (Unterschrift)
 
 
 
* Marggraf war wie schon erwähnt auch der Planfertiger für das Schul- und Rathaus in Maikammer, Marktstr.1 und für das Schulhaus in Alsterweiler, erbaut 1887/89 Kosten: 12000 Gulden.
 
Im weiteren Vortrag zeigte sich, daß der Bautyp dieser Schulhäuser als Vorbild für viele Häuser, die im 2. Drittel des 19.Jhh. gebaut wurden, diente. Insbesondere die von Massa und Corbet errichteten Häuser in der Marktstr., Bahnhofstr., Lindeneck und Hartmannstr.
 
 
 
Anhang:
 
Aufbau im bischöfl. speyrischen Gebiet der kirchl. und weltlichen Verwaltung
 
 
 
Fürstbischof (Hattstein)
 
 
 
 
 
Vikariat Domkapitel = Domstift
 
Oberamt 4 Archidiakonate (Domstift, Allerheiligenstift, (Kirrweiler/Deidesheim) Guidostift, St. German)
 
 
 
=Oberschaffner Dekanat (Dekan)
 
Oberamtmann usw.
 
 
 
Amt
 
Faut, Ausfauth
 
Schaffner, Kellerer
 
Cämmerer, Zöllner
 
Zehntträger usw.
 
 
 
Schultheiß Pastor
 
 
 
Gericht Verwaltung Kirchenjuraten
 
=Schöffen 1. Dorfmeister (bis 1660)
 
Anwalt 2. Dorfmeister (Bürgermeister)
 
z.B. 4 Sammler + z.B. 2 Kirchenjuraten
 
= Sechser = Achter :=Verordnete
 
 
 
Schreiber
 
Loogsteinsetzer + Brecher
 
Schaidsteinsetzer + Brecher
 
Schützen, Büttel, Wächter, Träger, Rüger usw.
 
 
 
Hattsteinsches Wappen von 1580-25.5.1756 unverändert.
 
Ab 25.5.1756 wird es umgekehrt verwendet, was vorher erhaben war wird eingelegt und die Balken verlaufen von links nach rechts.
 
 
 
Oberschultheiß: Ersterwähnung im 13. Jhh. in Godramstein, dann Nußdorf (Bauernkrieg), danach Weyher (nach der Reformation), Hambach, Kirrweiler (1660) nach der franz. Rev.: Oberbürgermeister in Edenkoben.
 
 
 
Oberamt Kirrweiler: Mit dem Umezug der Urkunden von der Kestenburg nach Kirrweiler um 1598-1600, jedoch Titel erst nach dem Ableben des Oberamtmanns Jakob Hund von Saulheim 1620.
 
 
 
Amt: Ersterwähnung 1433
 
Hambach: Waldamt (Andergasse)
 
Obereichamt (an der Kirche)
 
Oberzehntkellerei (Nägele)
 
 
 
Diedesfeld: Obliegenschaftsamt (Kreuzstr. 24)
 
 
 
Maikammer: Hauptgericht = Dominegericht bis 1595 auf jetzigem Plannummer 1883 Größe 18 Dez., danach Alsterweiler Hauptstr. 25.
 
6 Dörfer bis 1595 Solim lappium = Sessel auf Steinen auf denen eine Sache (Person) zur Ruhe gebracht bzw. begraben wird. Dazu gehörige Galgen: bis 1578 Gemarkung Maikammer „Bössingewann“ des Bösen Sühnegewann, am 3. Leimenweg Ecke B 8. Nach 1578 Gem. Diedesfeld Gew.Galgen.
 
 
 
Venningen: bisch. Wasserfauth, bisch. Besitzverwaltung.
 
Edesheim: Eichamt (für unsere Dörfer zuständig)
 
Herings-, Salz- und Eieramt bis 1586 Einnahmen daraus an das Kloster Heilsbruck, Edenkoben für die „Siechenschwester“.
 
Dorfmeister und Centmeister bis etwa 1660 danach keine Vergabe mehr dieses Amtes und Titels.
 
 
 
Lituussiegel:
 
 
 
ZOCR Amtsschultheilß + Archididakon
 
ZO Amtsschultheiß (Z) Schultheiß
 
C Domkapitel = DC
 
R Rural = Landkapitel = Dekanat
 
CR hohes geistliches Gericht und Behörde
 
OC weltliche und geistliche Behörde = Gerichtsbarkeit.
 
 
 
Lituussiegel (Gericht):
 
 
 
S= Sigillum = Ortsgericht
 
SS Sigillum sigillorum bzw. Signum sigillorum = mit dem Siegel der Siegler bzw. mit dem Zeichen der Siegler versehen, Kraft Gesetzes = Dominegericht = Herrngericht. Vergleich: § (=heute: Signum selectionis = das erwählte Zeichen).
 
 
 
SV = SY = SU = SW = SX: Sigillum Usus = besiegelter Brauch = Rechtsbrauch.
 
 
 
LS = loco sigilli = im Orginal hier Siegel
 
 
 
H Domine Gerichtsherr. = Vorsitzender am Hauptgericht.
 
 
 
Listsche Zahlen: (besonders im 16. und 18. Jhh.)
 
 
 
1, 5, 10, 20, 50, 100, 500, 1500, 1660, 1770, 1978
 
 
 
10 x 100 = 1000 z.B. 1500
 
 
 
vereidigte Zunftmeister z.B.
 
 
 
Eichmeister (Gerichts)küfer Jäger
 
 
 
Gültig bis 28.4.1731 (Reichsgenerale) danach nur noch Zunftzeichen nicht mehr durch das Reichskammergericht geschützt.
 
 
 
Aufbau der Gemeindeverwaltungen:
 
 
 
jeweilige Landesherrn Fürstbischof von Speyer Vikariat = weltliche
 
und freie Reichsstadt Schirmherr der Geraide bisch. Behörde
 
Landau zuständig für Amts
 
Oberschultheiß und Vizinalwege
 
in der Geraide
 
Zeichen:
 
Geraideschultheiß Haagverwaltung:
 
Hambach, Weyher
 
Burrweiler
 
 
 
Gericht Geraidevollversammlung Verwaltung
 
(jeweilige Zeichen) Centmeister (bis 1660) (=Hundert
 
schaftsmeister)
 
Waldaxt =
 
Weißaxt =
 
Schöffen Loogaxtmeister
 
 
 
Förster (Schützen)
 
Loogsteinsetzer
 
 
 
 
 
Zeichen der 5 Haingeraiden
 
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|zitat=Flurnamen sind nicht nur mehr oder weniger phantasievolle Bezeichnungen für Gewannen. Sie sind eine Heimatkunde in Stichworten. Im Flurbereinigungs-Abschnitt Maikammer I, südlich des alten Alsterweiler, ist ihnen Urban Ziegler auf den Grund gegangen. Der Teilnehmergemeinschafts- Vorsitzende hat sich schon seit vielen Jahren der Heimatkunde verschrieben.
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'''„Im Letten“''' ist ein Flurnamen, der Ziegler kein Kopfzerbrechen machen konnte. „Letten“ ist nichts weiter als ein toniger Boden; nährstoffreich, aber schwer zu bearbeiten. Doch die Mühe lohnt sich für den Winzer, denn auf Letten gedeiht vor allem der Silvaner bestens und kann sogar zum Eiswein reifen. Außer, der Letten ist kält und naß, weshalb man ihn weitaus lieber auf den Hügeln als in den Niederungen sieht Auch '''„Held“''' war einfach zu erklären - es heißt nichts anders als „Halde“ und meint ein Hügelgebiet Der Steilhang heißt hingegen '''„Stotz“'''. Die Flurnamen '''„Zwischen den Wegen“''' und '''"Ackerbrückenweg“''' bedurften keiner Deutung.
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Anders das '''„Spielfeld“'''. Fußball kann wohl kaum gemeint sein. Ziegler holt weit in die Geschichte aus - in jene Zeit, da hier noch Kastanienwald stand. Die Früchte dienten zur Nahrung über Win¬ter. Aber um 1450 wurden aus England Getreideneuzüchtungen eingebracht, welche die Kastanien mehr als ersetzten. Maikammer und St. Martin teilten sich anno 1572 die Fläche, die Getreidenutzung begann. Weizen wurde angebaut - „Spelz“, wie man ihn nannte. Auch heute nennt man um Maikammer dieses Kulturgras noch „Schpelwel". Liegt hier die Wortwurzel des „Spielfelds“? - Vielleicht Es könnte auch, wie das sogenannte „Kirchspiel“, ein Gemeinschafts-Besitztum gewesen sein. Oder es hat etwas mit „sehen“ zu tun und dabei den gleichen Ursprung wie beispielsweise „Spiegel“.- Denn die Fläche ist exponiert, man sieht eine Menge von dort aus.
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Auf die Haingeraide deutet auch das '''„Mundrecht“''' hin. Ursprünglich lautet das Wort „Mannrechtsspruch“ - das Gesetz für die Haingeraide, die frühen Genos-senschaftswälder zwischen Queich und Speyerbach, und für die Genossen. Dieses Recht enthielt auch reichlich makabre Höchststrafen für die schlimmste Untat, die vorsätzliche Brandstiftung: Der Mis¬setäter wurde aufgeschlitzt, sodann wur¬den seine Gedärme herausgezogen - was er logischerweise nicht überlebte. Das letzte Mundrecht wurde 1550 festgelegt - inclusive dieser drakonischen Methode.
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Aus der alten Waldzeit stammen auch '''„Geißweide“''' und '''„Viehtrieb“''': Sie deuten auf die Waldweidenutzung hin. Nördlich des Flurbereinigungs-Abschnittes ist '''„Die Sau“''': Schweine wurden getrennt vom anderen Vieh in den Wald getrieben. Grund war deren lästige Eigenschaft, sich im Futter der anderen Viecher herumzusuhlen. Diese Wälz-Domäne ist ihnen nunmehr genommen, seit dort ein Neubaugebiet entstand. „Säulebuschgasse“ heißt noch der Weg der Rüsseltiere mit dem Ringelschwanz zur Waldwiede.
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Der '''„Schindwasen“''' hieß seit etwa 1600 '''„Kuhkirchhof“'''. Irgendwo mußte ja auch das verendete Vieh hin. Ende des vergangenen Jahrhunderts wandelte sich die Funktion: Es wurden Bäume gesetzt, Bänke aufgestellt.
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Das Vieh lockte auch Wölfe an. Ihnen ging man mit Fallgruben zu Leibe, worauf der Flurname '''„Wolfsloch“''' hinweist Nur brauchte man auch einen Wolfsfänger. Wie macht man aber einen solchen ausfindig in der vortelefonischen Zeit? - Glasverkäufer mußten sich im Salz-Herings-Ölamt zu Edesheim melden. Zur Glasherstellung brauchten sie Quarzsand und Pottasche aus Buchenholz; das gab's reichlich im Wald zwischen Weißenburg und Bitsch. In diesem Wald heulten auch reichlich Wölfe, demzufolge hoch war die Dichte der Wolfsfänger. Im Amt mußte nun jeder Glasverkäufer einen Wolfsfänger aus seiner Gegend benennen.
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Ein Wolfsfänger leistete seinen Job wahrhaftig preiswert: Für ein Jungtier erhielt er einen Pfennig, für ein Vatertier fünf bis sieben, für ein Muttertier sieben. Im Amtsbezirk Edesheim wurde im Schnitt eine jährliche Wolfsausbeute von einem Dutzend erzielt Sieben Pfennig - damit konnte auch ein Mann als Tagelöhner rechnen; eine Frau mit zweien, und dafür konnte sie sich gerade zwei Eier kaufen. Urban Ziegler fand in den Gemeindeakten einen Wolfsfänger-Nachlaß: „Reich war er bestimmt nicht!“. Seit dem 30jährigen Krieg liegen keine Unterlagen mehr über die Wolfsfängerei vor.
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Der Flurname '''„Waschhütte“''' erinnert an ein altes Handwerk, nämlich die Herstellung von Erdfarben. Stellenweise steht am Haardtrand ein blauer Ton an. Er wurde gestochen, ausgeschlämmt und in der Waschhütte zu blauer Farbe verarbeitet. Eine wichtige Farbe, brauchte man sie doch für Mützen und Kutten der Küfer. Erst die Gründung der BASF im Jahr 1866 setzte der Erdfarben-Gewinnung ein Ende. Die Waschhütte holte ihr Wasser vom '''„Petersbrünnel"''' - auch ein Flurname. Ebenso wie '''„Im Färber“''' außerhalb des Bereinigungsabschnittes, wo die Tuche gefärbt wurden. Bedarf bestand: 1823 gab es in Maikammer 22 Leinenweber,
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Die '''„Schießmauer“''' ist urkundlich gut belegt 1578 begann die Gemeinde, sie nebst Schützenhaus für die „Schützeneinigung“ zu bauen. Denn die Schützen waren ihr wichtig. Alljährlich wurden zwölf von ihnen ausgelost, um die Flur zu bewachen - als „Feldschützen“. Sie hatten noch zur Aufgabe, Sturm zu läuten, wenn ein Wetter auf zog. Dann mußten die Bürger ihre offenen Feuerstellen löschen, die sonst zum Brandherd werden könnten. Und brannte ein. Haus, so brannten sie fast alle. Die einzigen auch bei Sturm geduldeten Feuer waren der Gemeindebackofen und das Ewige Licht in der Kirche. Die Feldschützen hatten auch noch mit dem Zehnten an den Bischof zu tun. Jeder hatte seinen Weinbeitrag in die Zehnerbütt, tatsächlich ein Faß, zu kippen. Verschnitt war seinerzeit sowieso die einzige Weinsorte. Als Maß diente dem Feldschütz ein geeichter Stock, mit dem er außerdem eventuellen Übeltätern kräftig 'eins überziehen konnte. Der Lohn ging nach dem Weinertrag. Meist gab es einen ganzen Pfennig pro Monat. Zwei weitere Flurbereinigungsabschnitte stehen in Maikammer noch bevor; einer davon ist schon in Arbeit. Für diese Flächen stöbert Urban Ziegler in alten Akten, um den Flurnamen auf den Grund zu gehen.
 
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|schlagwort=Alsterweiler;Maikammer;Flurname;Geiswiese;Wolfsloch;Wolfsfänger;Wolfsjäger;Waschhütte;Petersbrünnel;Im Färber;Schießmauer;Feldschütz;Schindwasen;Säulebuschgasse;Sau;Kuhkirchhof;Salz-Herings-Ölamt;Pottasche;Quarzsand;Weißenburg;Bitsch;1866;1823;Leinenweber;1587;Zehnerbütt;Letten;Held;Ackerbrückenweg;Geißweide;Viehtrieb|+sep=;
 
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Aktuelle Version vom 7. Juli 2025, 16:45 Uhr

Urban Ziegler · Urban Ziegler/Veröffentlichungen


Zusammenstellung der Veröffentlichungen von Urban Ziegler.

Urban Ziegler Beiträge von 1970 bis 1979

  • Ziegler, Urban (1970).
    Titel: Aus der Geschichte unserer Pfarrei.
    In: 100-Jahr-Feier des katholischen Kirchenchors Maikammer, Kirche Maikammer Katholische (Hg.),, Maikammer,, Seite: Seite_22.
    Schlüssel: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Aus der Geschichte unserer Pfarrei#Seite_22
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Ziegler (1970a)
    Anmerkung: Seiten 22-33
    Schlagwort: Alsterweiler · Klause · Klausental · Altarbild · Reinhard von Hohenecken · von Leiningen · Einsiedlerhof · Kloster Heilsbruck · Beneficium ad altare St. Katharinae · Kirchweihe
    Quelle: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Aus der Geschichte unserer Pfarrei
    Erscheinungsjahr: 1970
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Kirchweihe
  • Ziegler, Urban (1970).
    Titel: Das Maikammerer Altarbild.
    In: 100-Jahr-Feier des katholischen Kirchenchors Maikammer, Katholische Kirche Maikammer (Hg.), Maikammer .
    Seite: Seite_37
    Schlüssel: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Das Maikammerer Altarbild#Seite_37
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Ziegler (1970b)
    Anmerkung: Seiten 37-40
    Schlagwort: Altar · Kapelle · Maikammer · Alsterweiler · Maikammerer Altarbild
    Quelle: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Das Maikammerer Altarbild
    Erscheinungsjahr: 1970
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Artikel
    Ein Link fehlt.
    PDF: [Original als PDF]
    DOI: DOI nicht vorhanden.
    WIKI: Passionsaltar_Maikammer
  • Urban Ziegler (1970).
    Titel: Kleine Wappenkunde.
    In: 100-Jahr-Feier des katholischen Kirchenchors Maikammer, Katholische Kirche Maikammer (Hg.),, Maikammer,, Band 1, Heft (1),Seite: Seite_41.
    Schlüssel: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde#Seite_41
    Zitat: Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!). Wahrscheinlich kam es über die Benediktinerklöster Zwiefalten, Hornbach oder Weißenburg in unsere Gegend. Besonders in Edesheim übten Angehörige dieses Geschlechts im 15. Jahrhundert verschiedene Funktionen aus. Die Dalheimischen Lehensgüter in vielen Gemeinden der Umgegend geben Zeugnis von dem Reichtum des Geschlechts vor der Reformation. In Maikammer findet sich ihr Wappen neben dem Wappen der Obersteiner sowohl an der Kredenburg, als auch am Grabmal neben der katholischen Kirche. Obersteinisches Wappen: heraldischer Löwe auf weißem Feld; Dalheimer Wappen (38). Besonders erwähnenswert ist ihre große Verehrung der heiligen Anna, vermutlich gehen die St. Anna-Wallfahrt und die St. Anna-Kapelle auf eine Stiftung dieses Geschlechts zurück..
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Seiten 41-49
    Schlagwort: Alsterweiler · Maikammer · Wappen · Amtszeichen
    Quelle: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde
    Erscheinungsjahr: 1970
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Wappen · Alsterweiler
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Wappen
  • Ziegler, Urban (1970).
    Titel: Singt dem Herrn ein neues Lied!.
    In: 100-Jahr-Feier des katholischen Kirchenchors Maikammer, Kirche Maikammer Katholische (Hg.),, Maikammer,, Seite: Seite_59.
    Schlüssel: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Singt dem Herrn ein neues Lied#Seite_59
    Kein Zitat angegeben.
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: 59-64
    Schlagwort: Maikammer · Alsterweiler
    Quelle: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Singt dem Herrn ein neues Lied
    Erscheinungsjahr: 1970
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Artikel
    Ein Link fehlt.
    PDF: [Original als PDF]
    WIKI: Te deum
  • Ziegler, Urban Erscheinungsjahr ist Pflichtangabe, ggf.ohne Datum.
    Titel: Die Geschichte des Kurbrunnens (Edenkoben) aus der Sicht Maikammerer Urkunden.
    In: {{{zeitschrift}}}, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) ohne Ortsangabe , Band: , Heft: 1974, .
    Seite: Ziegler_(1974)
    Schlüssel: Urban Ziegler/Veröffentlichungen#(1974)
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Ziegler (1974)
    Anmerkung: @(SS.1-2) «Dieser Ort Weinsweiler, zwischen Maikammer und Edenkoben gelegen - vermutlich handelte es sich nur um ein Hofgut, um das noch einige Häuser standen -, kam später an die Dalberger. Im Lauf der Zeit veräußerten die Kropsburgherren Grundstücke aus diesem Besitz: So, um ein Beispiel zu erwähnen, am Georgentag des Jahres 1532 übertrugen sie den hinterlassenen Kindern Wilhelms von Steincallenfels Güter für 151/2 rh. fl und 65 Viertel Wein jährlicher Gült (ein Viertel = 12 Ltr.). Die ursprüngliche Größe des «Freyguetts» dürfte etwa bei 600 Morgen gelegen haben. Aber noch 1778 gehörte ein beträchtlicher Geländeanteil an der Edenkobener - Maikammerer - St. Martiner Grenze den Herrn von Dalberg.“
    Schlagwort: Edenkoben · Kurbrunnen · Maikammer · Weinsweiler · Dalberg · Schlangengässel · Heiligengasse
    Quelle: Urban Ziegler/Veröffentlichungen
    Erscheinungsjahr: Eine Jahresangabe (Erscheinungsjahr) fehlt.
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    DOI: DOI nicht vorhanden.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.
  • Ziegler, Urban Erscheinungsjahr ist Pflichtangabe, ggf.ohne Datum.
    Titel: 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Maikammer.
    In: {{{zeitschrift}}}, Freiwillige Feuerwehr Maikammer (Hg.), ohne Ortsangabe Nummer: Seite 17.
    Seite: Seite_17
    Schlüssel: Urban Ziegler/Veröffentlichungen#Seite_17
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Ziegler (1975a)
    Anmerkung: Festschrift S.17 “Der Bach speiste zwei Brandweiher. Den «Sauwoog» oberhalb Alsterweiler und die «Weed» etwa an dem Platz, an dem heute die Alsterweiler Kapelle steht. Die Größe der Weed mag man daran erkennen, dass elf Häuser als anliegend genannt werden (Beedbuch 1619).“ S.18 „Die Alsterweiler Häuser wurden nach ihrer Lage zu einem der fünf dortigen Brunnen genannt.“ S.20 “Vom «Costere» aus (Costere im vorigen Jahrhundert noch ein viereckiger Gewannenteil mit Wall und Graben umgeben) führte ein Gang verbunden mit einer Wasserführung zum Schloss Kredenburg. Von der Kredenburg zog sich der Gang zum Kaplaneigut beziehungsweise zur Zehntscheuer, heute Weinstraße 37-41. Dieser Gang, zum Schlössel gehörig, wurde am 27.2.1846 samt Wasserrecht von den armen Schulschwestern für 100 Gulden gekauft (Remling, Nikolaus von Weiß, erster Band, Seite 246, Speyer 1871).“

    Der unterirdische Gang (Costere) Neuordnung und Neuorganisation der Feuerwehr am 25.10.1873 Urkunden 1579 und 1575
    Schlagwort: Feuerwehr · Maikammer · Sauwoog · Alsterbach · Costere · Zehntscheuer · Kaplaneigut
    Quelle: Urban Ziegler/Veröffentlichungen
    Erscheinungsjahr: Eine Jahresangabe (Erscheinungsjahr) fehlt.
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    DOI: DOI nicht vorhanden.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.

  • Ziegler, Urban Erscheinungsjahr ist Pflichtangabe, ggf.ohne Datum.
    Titel: Die Geschichte der Feuerwehr von Maikammer-Alsterweiler in der Zeit von 1575 bis 1875 Maikammer.
    In: {{{zeitschrift}}}, Maikammer Feuerwehr (Hg.), Maikammer .
    Seite: Seite_16
    Schlüssel: Urban Ziegler/Veröffentlichungen#Seite_16
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Ziegler (1975b)
    Anmerkung: Seiten 16 bis 27
    Schlagwort: Alsterweiler · Feuerwehr · Maikammer
    Quelle: Urban Ziegler/Veröffentlichungen
    Erscheinungsjahr: Eine Jahresangabe (Erscheinungsjahr) fehlt.
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    DOI: DOI nicht vorhanden.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.
  • Ziegler, Urban Erscheinungsjahr ist Pflichtangabe, ggf.ohne Datum.
    Titel: Pfarrer Mühlhäuser und die Lambrechter Tuchmacherei.
    In: {{{zeitschrift}}}, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) ohne Ortsangabe , Band: , Heft: 42. Jahrgang, .
    Seite: 134
    Schlüssel: Urban Ziegler/Veröffentlichungen#Ziegler (1975c)
    Zitat: Kaplan Mühlhäuser geht nach Lambrecht-Grevenhausen am 1.12.1842 und wird dort Pfarrverweser. „Die Drohungen gegen meine Person waren grauenhaft.“.
    Übertragung: Ziegler (1975c) Literaturangaben: Protokollbücher des Fabrikrates Maikammer im kath. Pfarrarchiv Maikammer. F.X. Remling „Nikolaus von Weis“, Bd. 1 und 2 Speyer Siehe auch CMS 354, Seite 236ff. sowie Beitrag Collofong, K. E. „Kirche und soziale Frage im 19. Jahrhundert.“ - darauf bezieht sich der Beitrag von Urban Ziegler (ein Aufsatz vorher im gleichen Heft).
    Anmerkung: Literaturangaben: Protokollbücher des Fabrikrates Maikammer im kath. Pfarrarchiv Maikammer. F.X. Remling „Nikolaus von Weis“, Bd. 1 und 2 Speyer Siehe auch CMS 354, Seite 236ff. sowie Beitrag Collofong, K. E. „Kirche und soziale Frage im 19. Jahrhundert.“ - darauf bezieht sich der Beitrag von Urban Ziegler (ein Aufsatz vorher im gleichen Heft).
    Schlagwort: Revolution · 1848 · Valentin Mühlhäuser · Tuchmacher · Maikammer · Grevenhausen
    Quelle: Urban Ziegler/Veröffentlichungen
    Erscheinungsjahr: Eine Jahresangabe (Erscheinungsjahr) fehlt.
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
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    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
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    DOI: DOI nicht vorhanden.
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  • Titel: Die Kredenburg zu Maikammer-Alsterweiler.
    Schlüssel: Ziegler (1975ca)
    Seite: 2
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Kredenburg · Alsterweiler · Eußerthal · Wasserburg · Hans von Dalheim · Margarete von Dalheim · Benedikt Wolfen
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Kredenburg
    LINK: Kredenburg
    Eine urn fehlt.
    PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/w/images/6/63/Ziegler_urban_kredenburg_oJ.pdf
    WIKI: Kredenburg · Alsterweiler
  • Ziegler, Urban (1976).
    Titel: Kurzfassung meines Vortrags vor dem Gemeinderat am 17.2.76: Geschichte der Gemeinde Maikammer dargestellt anhand denkmalpflegerischer Objekte.
    Schlüssel: Urban Ziegler/Veröffentlichungen#1976/Vortrag
    Seite: Ziegler_1976 Ziegler_1976
    Zitat: Denkmalpflege und Ortshistorie sowie Zeichen der Geraide, des Handwerks und Gliederung der Verwaltungen..
    Übertragung: Ziegler (1976)
    Anmerkung: TEXT IM ORIGINAL - Urban Ziegler Kurzfassung meines Vortrags vor dem Gemeinderat am 17.2.76 Betr.: Geschichte der Gemeinde Maikammer, dargestellt anhand denkmalpflegerischer Objekte

    Dia: Mehrere Ortsansichten Episkop: Aufbau der fürstbisch. Verwaltung, Haingeraideverwaltung, Listsche Zahlen, Litussiegel der S-Gruppe und Verteilung der Amtssitze des Oberamts Kirrweiler. (Siehe Anlage.)

    Dia: Zeichen am Kreuz Blumenstr.-Marktstr. Epi: Seite aus dem Gemeindeetat 1574/75 a =Armensäckel, g =Gemeindesäckel, Z =Schultheißrech., Beet =Grundsteuer (Vergleich: Gartenbeet = berechnete ebene Fläche) Forst =Forest =Verwaltungsrechnung.

    Dia: Kreuz gesamt, Ersterrichtung 1595 auf dem Platz „solim Pl.Nr.1883. Nach Errichtung des ersten Kreuzes heißt die Gewanne Kreuz. (im Kreuz), Zweiterrichtung durch Schultheiß Tretter und Frau 1709, im Jahr 1890 Verkauf des 18 Dezimal großen Geländes Pl.Nr.1883 durch die Gemeinde -Verkaufpr. 3950 Goldmark =qm 6,58!) und durch Duldungsvertrag Errichtung des Kreuzes an heutigem Platz. Epi: Errichtung des Galgens 1578 in Gewann Galgen. Mauererarbeit Maikammer, Zimmermann Diedesfeld, Schmied Hambach. Dazu ein Paar Beinbrecher. Erster Galgen in der Bössingewann =Des Bösen Sühnegewann.

    Dia: Dorfmeisterzeichen Marktstr.Haus17 des Hans Barchen: Epi: Deckblatt der Dorfmeisterrechnung (Gemeinderechnung) 1578/79 des Peter Hennig, Erbauer des Hauses St. Martinerstr. 6 Entwicklung des Maikammerer Wappens und Siegel nach C. Hupp und U. Ziegler.

    Dia: Zeichen des Scheidsteinsetzers und Maurer (Baumeister) Hans Natz =Schaidsteinsetzerzeichen unserer Gemeinde = X =Schaidsteingeheimnis. Markstr.Haus 18.

    Dia: Häuser von Hans Obendruf, Hans Preiß, Hans Rößer(?), heute Marktstr.: 8,6,5 Epi: Vergabe des Hauses von Hans Preiß an den Kurfürsten, damit Alsterweiler kath. bleibt und voll an Ortskirche und Gemeinde angeschlossen werden konnte. Dazu gab die Gemeinde zwei Häuser und etwa 5 Morgen Land, die Pfarrei ein Haus und 2 Morgen Land.

    Dia: Torbogen Haus 5 mit 8 Fratzen und einer „Atlantine“. Eintrag im Taufbuch (1600): „Der Zahn der Zeit wird die Zungen des Hasses abnagen.“

    Dia: Brunnenkammer an Hans Rößers Haus und ehem. Brunnen Ecke St. Martinerstr.-Neugasse, Wasserlauf. Epi: Vorlage der Quellschüttungen.

    Dia: General Hartmannsdenkmal Epi: Festschrift zur Errichtung des Denkmals. Aus Angst vor Strafe, als er beim Kirschenstibizen erwischt wurde, ging er mit 9 Jahren zum franz. Militär. Gefördert durch seinen Onkel den General Geither war er mit 16 Jahren Offizier, nach der Franzosenzeit in bay. Militärdienst errang er mit 75 Jahren im Krieg 1870/71 seine großen Erfolge. 1795 geboren starb er 1873, er wollte sich hier begraben lassen, doch ärgerte er sich über die Namensgebung ‚Werderberg‘ durch Edenkoben. Dies scheint mir der wesentliche Grund, wenn auch sein offizieller Grund anders lautet. (Altkatholiken)

    Dia: Listsches Zahlenzeichen, Weinstr. Haus 8, Vergleich Anlage. Dia: Zwillingstorborgen, Weinstr. Häuser 22,24 Dia: Amtsschöffe Hans Wingerter Ecke Weinstr. Immengartenstr. No 4 Epi: Hochstiftsurkunden, Amtsschöffen waren vom Amt bestellte Schöffen, die a) die Einbringung des „Zehnten“s zu überwachen hatten und b) den Strafvollzug.

    weiterer Vortrag: Seine Schwiegertochter kam zusammen mit den Frauen der Schöffen Ott und Espacher in den Verdacht der Hexerei, angezeigt i.J. 1626 durch ein 14 jähriges Mädchen /Hexenweg/ namens Wagner aus Kirrweiler. Die Ott flog mit ihr in der Wallpurgisnacht vom Wetterkreuzberg nach Venningen, die Espacher ließ sich mit dem Teufel ein und die Wingerter forderte ihren Mann auf sie xxxxxx (selbst) zunehmen. (Urkunden dazu im Generallandesarchiv Karlsruhe, Erstveröffentlichung: Kirchengesch. der Pfalz, Stamer, Band III.) Frl. Wagner wurde 1625 ausgestabt = aus der Staabhaltung entlassen, =Gebietsverbot.

    Weiterer Vortrag: Bildhäusel am Weideweg. Am 10.6.1722 schreibt der Edesheimer Pfarrer Joh. Trauth der „Trächsler“ Andreas Platz habe sich in Waghäusel versprochen auf dem Lindeneck eine Kapelle von etwa 3 auf 4 mtr. zu errichten als Sühne für sündhaften Verkehr vor der Ehe und wahrscheinlich handele es sich auch um Kindesmord eines unehelichen Kindes. Der Briefempfänger Pfr. Braun von hier fragt beim Vikariat zu Bruchsal an, wie er sich verhalten soll. Schließlich Einigung 1723 zu einem „Bildhäusel nächst dem Ort, auf der Edenkobener Straß.“

    Dia: Loogsteine Hattsteinsches Wappen von 1580 - 1748. (siehe Anlage) Steine: Domkapitel, Dahlberg (Kropsburgherrn), Kloster Heilsbruck-Edenkoben, Loogstein Neckermann 1771 Gemarkungsgrenze zu St. Martin Weiter das „Y“ als Grenzzeichen der 5. Geraide.

    Weiterer Vortrag: Im Jahr 1822 wurde die Gemarkung Maikammer nach neuen Massen vermessen insgesamt damals 7 115 Parzellen davon 6850 privat. Der Schreiber hätte zur Anlage der „Mutterrolle“ 68 Gulden erhalten sollen, er erhielt 30 (?) Gulden. Die Gemeinde Maikammer-Alsterweiler war durch die Vermessung, durch den Neubau eines Schul- und Rathauses (Ecke Weinstr. - Markstr.) Gesamtkosten 15 000 Gulden, durch den Ankauf der ersten Feuerspritze, durch Ankauf des Friedhofgeländes und Errichtung von Portal und Mauer am Ende der Finanzkraft. Daher Rückstufung der 2 Lehrergehälter von 800 Gulden auf 700 Gulden und der Feldschützen von 150 auf 125 Gulden (je). Weiterhin Verkauf von 500 (?) „Nürnberger Morgen“ =9900 ar =300 x 33 ar Gemeindeland an Privat, Gesamterlös 10 350 Gulden = pro Morgen etwa 34 Gulden. Das Land wurde 1830 versteigert, nach dem Bau des Alsterweilerer Schulhauses, Weinpreis 1830 kpro Fuder ca. 85 Gulden, jedoch benötigte bedingt durch Oidium und Wurm ein Winzer mindestens 10 Morgen Weinberge für ein Fuder.

    Dia: Torbogen des Görg Hennig, Schöffe, Steinmetz und Haingeraideschütz der 5. Geraide. St. Martinerstr. Haus 8,

    Dia: Detailaufnahmen Hahnenschritt und kl. Kanzelfels. Epi: Geraiderechnung 1660/61 mit Beweisführung über das „Legen der Zeichen“ weiter Erklärung daß das „Y“ ein „U“ xxx (war) bedeutete und wie die anderen vier Haingeraiden das Loogzeichen aus SS-SU (signum sigillorum-sigillum usus) herstammt. Görg Hennig ist der Steinmetz der meisten Zeichen am Hahnenschritt und am kl. Kanzelfels.

    Dia: Kreuz St. Martinerstr.-Weiherweg. Vortrag zu einem der bekanntesten Baudenkmäler Maikammers: Am 4.8.1735 verstarb der Schuster und Bürger Jois (Joh.) Görg Stxxx (Stark) infolge einer Verwundung. Ein junger Mann aus St. Martin wurde im polnischen Erbfolgekrieg an dieser Stelle von einer franz Patr. abgefangen, er setzte sich zur Wehr und es entwickelte sich eine Schlägerei. xx Drei Tote blieben auf dem Kampfplatz, zwei Franzosen und der junge Mann aus St. Martin. Stark starb einige Tage später. Daher am Kreuz: „Ex voto“. Stark war 35 Jahre alt. Kreuz wurde 1737 erstellt.

    Dia: Kerwe vor ca. 35 Jahren. K(1935?) Vortrag: Es gab vor 150 Jahren noch etwa 15(durchgestrichen 6) Schuster im Ort. Da das Pirmasenser „Gesindel“ billiger Schuhe anbieten konnte, baten die Schuhmacher, die Kerwe vom Frühjahr auf Später zu verlegen. Im Jahr 1838 verlegte der Gemeinderat die Kerwe vom althergebrachten Sonntag Cantate (4. Sonntag nach Ostern) auf den Sonntag Exaudi (6. nach Ostern) und 1847 auf den Sonntag im Juli.

    Dia: Torschlußstein des Joh. Jakob Fischer St. Martin, Totenkopfstr. 14. Epi: Zeichnung von Karl Ost des sogenannten roten Fünfwundenkreuzes an der St. Martinerstr. (Arbeitsblatt) Vortrag: Michael Hidzen:derher (Hidzenderer) war zum Weineinkauf hier, er wurde von franz. husarischen Reitern verfolgt. Sie wollten ihn plündern. An der Stelle des heutigen Kreuzes standen 1690 Bluthaselnußsträucher, in denen er sich verstecken konnte. Zum Dank an die Rettung errichtete er 1721 das Kreuz. Es soll immer eine rötliche Farbe behalten. (Vergleich 1689 der Brand von Speyer) J.J. Fischer und sein Bruder Heinrich (Kreuz Weinstr.-Bahnhofstr.) und Adam „Filipp“ Rütt ebenfalls St. Martin haben in den ersten zwei Dritteln des 18. Jahrhunderts die Kreuze und Torbogen in unserem Dorf errichtet. Zu dieser Zeit stammten viele Künstler aus St. Martin z.B. Schmied Bildschnitzer, Werkstätte in Neustadt. Joh. Michael Kieffer Blattvergolder und Altarmarmorierer, Werkstätte in Bruchsal dazu kam noch Brixius Lehrer in Kirrweiler Engelschnitzer und Krippenschnitzer. (Taufbücher St. Martin, insbesondere Paten.)

    Dia: Altarbild von Daniel Seitz, St. Martin, in der Kirche in Diedesfeld Vortrag: Einfluß des spanischen Barock.

    Dia: Heringsamtzeichen am Haus Hauptstr. 32, Vortrag über das „Salz-, Herings- und Eieramt“ dessen Steuereinnahmen für das Siechenhaus im Kloster Heilsbruck bestimmt waren, dieses Handelsgewerbe durfte nur am Erbpfad Eingang von der St. Martinerstr. ausgeübt werden. (Älteste Urkunde dazu aus dem Jahr 1443 im Archiv Luzern Schweiz, Gatterer Apparat.)

    Dia: Senatszeichen, Turmstr. 2, Vortrag: Senat zuständig für kulturelle Belange, Zusammensetzung: halb Pfarrer halb Bürger. Kellereingang von Peter Ziegel und Peter Poderer Sell. Vortrag: Hintersassen und Leibeigene. Bauhistorische Entwickelung dieser Häuser infolge der Leibeigenschaft. Turmstr. 6 Dia: Dominegerichtsgebäude in Alsterweiler, erbaut 1595 Hauptstr. 25. An jedem Fenster ein Schultheißen „T“ = Tod- Leben, für die 6 angeschlossenen Ortschaften: Hambach, Diedesfeld, Maikammer, St. Martin, Kirrweiler und Venningen.

    Dia: Torschlußstein dieses Hauses SS - Schwurhand - 00 (siehe Anlage - Lituussiegel und Oberamt.)

    Dia: Kapelle Vorplatz Vortrag die Kapelle steht auf der ehemaligen Weed = Brand- und Flachsweiher der Vorplatz ist eine Stiftung der Alsterweilerer Bürger an die Gemeinde für die Kapelle im Jahr 185(?). Epi.: Haus gegenüber der Kapelle Nr. (?), und Haus Friedhofstr. 1(?)10 Zeichnung von Fried vom 9. März 1843.

    Dia: Aufnahme vom Altarbild. Vortrag siehe dazu Aufsatz in 100 Jahre Kirchenchor Maikammer, 1970, Das Maikammerer Altarbild, S. 36 nach einem Vortrag vom 27.3.1970 im Volksbildungswerk Maikammer, U. Ziegler. Dia: Wappen an der Kredenburg, Oberstein-Thalheim Epi.: Grundbuchauszug von 1619 über die Verlegung der Kredenburg nach ihrem erneuten Abbruch in den Garten. Ursprünglich stand die Burg nördlich der Heutigen. Dadurch konnte die Gemeinde das Gelände zur jetzigen Friedhofstr. erwerben, früher „Sandgasse“. Weiterhin eine Abschrift vom „Avis“ der franz. Bekanntmachung über die Versteigerung in der Säkularisation am 30.8.1808 Abt.Nr.16. Käufer: Franz Peter Schwarzwälder, hier, B. Lederle aus xxxxxxxx Haßloch und Joh. Lederle aus Hambach. Kaufpreis 10 300 frs.

    Dia: Grabstein an der Südseite der Kirche mit den Wappen. Vortrag: Gewanne Dürkheimer, Lehen des Bischofs von Speyer im 12. Jhd. an die Herrn von Dürkheim. Eitzum = Eutzum Vergabe des Kurfürsten ehemals zum Winzinger Mönchhof gehörenden Geländes nach der Reformation an die Familie von Euß (Eiß) dann Eußmannsgut, Eizemsgut, Eizem.

    Dia: Kreuz auf dem Friedhof Epi.: Friedhofseingang, Zeichnung Frosch, in 100 Jahre Kirchenchor Maikammer, S. 30.

    Vortrag: Auszug aus „Der Kardinal“ ein Friedhof soll nicht überladen und nicht vernachlässigt sein. Gespräch der Schiffersfrau mit dem Kardinal. Ab 18.2.1822 besichtigte der Adjunkt Ernst das fast fertige Friedhofsportal bei den Steinmetzen Joh. Schmitt und Jakob Fink in St. Martin. Auf den 22.2.1822 wurde dann eine „Separatsitzung“ des Gemeinderats einberufen. Zusammengefaßt in 4 Punkten beschloß das Gremium: 1.) Das Portal ist nicht im Sinne des Königs und der hießigen Bevölkerung. 2.) Es liegt eine Planunterschlagung vor. (Der königlich bay. Baukondukteur 1. Klasse Marggraf legte dem Gemeinderat einen anderen Plan vor, als den Steinmetzen) 3.) Der Bürgermeister soll versuchen den Landcomissarischen Baukondukteur zu Regreß zu holen. 4.) Da das Portal und auch einige Teile des Schul- und Rathauses nicht im Sinne des Königs sind, ist für das Gemeindegebiet Maikammer der Titel „königlich“ zu streichen. Das Portal und die ehemals kleinere Mauer kostete 1 536 Gulden, das Friedhofsgelände 355 Gulden dazu kamen noch an Schreibgebühren (Notariat) und Schuldzinsen 60 Gulden. Zu dem unter 1.) gesagten ist zu bedenken: die damaligen Gemeinderäte wurden in einer Zeit geboren als der Ruf: „Tod den Tyrannen“ durch ganz Europa schallte.

    Dia: Plastik, Simon Stock erhält das Skapulier, von Vinzens von Möhring; an der Westseite des Kirchturms. 1765. Der Künstler legte das Geschehen am Berg Karmel in heimatliche Gefilde, hier an den früher zu Maikammer gehörenden Heilsbronn heute Kurbrunnen in Edenkoben, der im gleichen Jahr durch einen dubiosen Gerichtsbeschluß Edenkoben einverleibt wurde. Auszug aus dem Bittgesuch zur Errichtung der Skapulierbruderschaft vom 8.4.1706 (dieses Jahr 270 Jahre her):…. Ursachen der großen incommodi tät nachher Speyer zerreißen…“!

    Dia: Küferzeichen Epi.: Bis etwa 1600 wurde die Steuer in Naturalien erhoben, die Gemeinde ließ den eingenommenen Wein durch die „Nachpauern an der Kirchwey“ verkaufen. Zollbrief: Anno den Monat/tag; Wie der Fuhrmann (Weinhändler) heisse; wo er her; was er führe; Wem der Wein zugehöre: Ob sonst jemand mehr Theil daran habe; In wieviel Fässer er sei. Zu dem Zeichen siehe Anlage. Von 1502 bis 1730 war die Grundsteuer (Beet) in unserem Gebiet = (Vergl. Beet - Kelterbeet!) gleich. Je 100 Gulden für Weinberge und 100 Gulden für Wiesen und Äcker. Da jedoch erste beim Verkauf von Erzeugnissen Grundsteuer fällig war, wurden immer mehr Äcker zu Wingerten und die Gemeinde mußte sehen woher sie das Geld für Äcker- und Wiesenbeet = Ma(?)beet bekam! Schwerwiegende Folge: die Gemeinde wurde immer abhängiger vom Kurfürstlichen Fruchtmarkt in Neustadt. Zum besseren Verständnis je mehr Äcker zu Weinbergen wurden, umso teuerer wurde die Grundsteuer für Äcker und Wiesen.

    Dia: apokalyptische Reiter Vortrag: Einführung des Vortrags: Bauer verkauft dem Teufel seine Seele oder nach anderer Version seinen Schatten, er versucht mit allen denkbaren Mitteln seine Seele oder Schatten wieder zu erlangen. Einem Dorf geht es ebenso! Was ist die Seele eines Dorfes: die Heimat! "Hei" bedeutet in dem indogermanischen Sprachgebrauch Leben und die Silbe „mat“ hängt zusammen mit Materie = Material = Medizin. Zusammen also Baustein des Lebens, Heilung des Lebens.

    Schlußwort: Sorgen wir dafür, daß in keiner Hinsicht, weder in der großen noch in der kleinen Politik apokalyptische Reiter über unser Dorf herfallen.

    Urban Ziegler (Unterschrift)

    Marggraf war wie schon erwähnt auch der Planfertiger für das Schul- und Rathaus in Maikammer, Marktstr.1 und für das Schulhaus in Alsterweiler, erbaut 1827/29 Kosten: 12000 Gulden. Im weiteren Vortrag zeigte sich, daß der Bautyp dieser Schulhäuser als Vorbild für viele Häuser, die im 2. Drittel des 19.Jhd. gebaut wurden, diente. Insbesondere die von Massa und Corbet errichteten Häuser in der Marktstr., Bahnhofstr., Lindeneck und Hartmannstr.

    Anhang: Aufbau im bischöfl. speyrischen Gebiet der kirchl. und weltlichen Verwaltung Fürstbischof (Hattstein)

    Vikariat Domkapitel = Domstift Oberamt 4 Archidiakonate (Domstift, Allerheiligenstift, (Kirrweiler/Deidesheim) Guidostift, St. German)

    =Oberschaffner Dekanat (Dekan) Oberamtmann usw.

    Amt Faut, Ausfauth Schaffner, Kellerer Cämmerer, Zöllner Zehntträger usw.

    Schultheiß Pastor

    Gericht Verwaltung Kirchenjuraten =Schöffen 1. Dorfmeister (bis 1660) Anwalt 2. Dorfmeister (Bürgermeister) z.B. 4 Sammler + z.B. 2 Kirchenjuraten = Sechser = Achter :=Verordnete Schreiber Loogsteinsetzer + Brecher Schaidsteinsetzer + Brecher Schützen, Büttel, Wächter, Träger, Rüger usw.

    Hattsteinsches Wappen von 1580-25.5.1756 unverändert. Ab 25.5.1756 wird es umgekehrt verwendet, was vorher erhaben war wird eingelegt und die Balken verlaufen von links nach rechts.

    Oberschultheiß: Ersterwähnung im 13. Jhh. in Godramstein, dann Nußdorf (Bauernkrieg), danach Weyher (nach der Reformation), Hambach, Kirrweiler (1660) nach der franz. Rev.: Oberbürgermeister in Edenkoben.

    Oberamt Kirrweiler: Mit dem Umzug der Urkunden von der Kestenburg nach Kirrweiler um 1598-1600, jedoch Titel erst nach dem Ableben des Oberamtmanns Jakob Hund von Saulheim 1620.

    Amt: Ersterwähnung 1433 Hambach: Waldamt (Andergasse) Obereichamt (an der Kirche) Oberzehntkellerei (Nägele)

    Diedesfeld: Obliegenschaftsamt (Kreuzstr. 24)

    Maikammer: Hauptgericht = Dominegericht bis 1595 auf jetzigem Plannummer 1883 Größe 18 Dez., danach Alsterweiler Hauptstr. 25. 6 Dörfer bis 1595 Solim lappium = Sessel auf Steinen auf denen eine Sache (Person) zur Ruhe gebracht bzw. begraben wird. Dazu gehörige Galgen: bis 1578 Gemarkung Maikammer „Bössingewann“ des Bösen Sühnegewann, am 3. Leimenweg Ecke B 8. Nach 1578 Gem. Diedesfeld Gew. Galgen.

    Venningen: bisch. Wasserfauth, bisch. Besitzverwaltung. Edesheim: Eichamt (für unsere Dörfer zuständig) Herings-, Salz- und Eieramt bis 1586 Einnahmen daraus an das Kloster Heilsbruck, Edenkoben für die „Siechenschwester“. Dorfmeister und Centmeister bis etwa 1660 danach keine Vergabe mehr dieses Amtes und Titels.

    Lituussiegel: ZOCR Amtsschultheilß + Archidiakon ZO Amtsschultheiß (Z) Schultheiß C Domkapitel = DC R Rural = Landkapitel = Dekanat CR hohes geistliches Gericht und Behörde OC weltliche und geistliche Behörde = Gerichtsbarkeit.

    Lituussiegel (Gericht):

    S= Sigillum = Ortsgericht SS Sigillum sigillorum bzw. Signum sigillorum = mit dem Siegel der Siegler bzw. mit dem Zeichen der Siegler versehen, Kraft Gesetzes = Dominegericht = Herrngericht. Vergleich: § (=heute: Signum selectionis = das erwählte Zeichen). SV = SY = SU = SW = SX: Sigillum Usus = besiegelter Brauch = Rechtsbrauch. LS = loco sigilli = im Orginal hier Siegel H Domine Gerichtsherr. = Vorsitzender am Hauptgericht. Listsche Zahlen: (besonders im 16. und 18. Jhh.) 1, 5, 10, 20, 50, 100, 500, 1500, 1660, 1770, 1978 10 x 100 = 1000 z.B. 1500 vereidigte Zunftmeister z.B. Eichmeister (Gerichts)küfer Jäger Gültig bis 28.4.1731 (Reichsgenerale) danach nur noch Zunftzeichen nicht mehr durch das Reichskammergericht geschützt. Aufbau der Gemeindeverwaltungen:

    jeweilige Landesherrn Fürstbischof von Speyer Vikariat = weltliche und freie Reichsstadt Schirmherr der Geraide bisch. Behörde Landau zuständig für Amts Oberschultheiß und Vizinalwege in der Geraide Zeichen: Geraideschultheiß Haagverwaltung: Hambach, Weyher Burrweiler

    Gericht Geraidevollversammlung Verwaltung (jeweilige Zeichen) Centmeister (bis 1660) (=Hundert schaftsmeister) Waldaxt = Weißaxt = Schöffen Loogaxtmeister

    Förster (Schützen) Loogsteinsetzer

    Zeichen der 5 Haingeraiden
    Schlagwort: Alsterweiler · Denkmalpflege · Haingeraidezeichen · Lituussiegel · Geraideverwaltung · Verwaltung · Vikariat · Domkapitel · Oberamt · Oberschaffner · Oberamtmann · Oberschultheiß · Archidiakonate · Schultheis · Wetterkreuz-Berg · Marggraff
    Quelle: Urban Ziegler/Veröffentlichungen
    Erscheinungsjahr: 1976
    Erscheinungstag: Eine Angabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Marggraff;Schulheiß;Haingeraide;Oberamt;Wetterkreuz-Berg
    Ein Link fehlt.
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    Es ist keine Wikiseite vorhanden.


Urban Ziegler Beiträge von 1980 bis 1987

  • Ziegler, Urban Erscheinungsjahr ist Pflichtangabe, ggf.ohne Datum.
    Titel: Die Hymne der Bundesrepublik Deutschland.
    In: {{{zeitschrift}}}, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) ohne Ortsangabe , Band: , Heft: 35, Heft 2, .
    Seite: 86, 87
    Schlüssel: Urban Ziegler/Veröffentlichungen#Ziegler (1984)
    Zitat: Abriss zur Entstehung bzw. zur Aufnahme der dritten Strophe des Deutschlandslieds.
    Übertragung: Ziegler (1984)
    Es gibt keine Anmerkung.
    Schlagwort: Landau in der Pfalz · Deutschlandlied
    Quelle: Urban Ziegler/Veröffentlichungen
    Erscheinungsjahr: Eine Jahresangabe (Erscheinungsjahr) fehlt.
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
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    DOI: DOI nicht vorhanden.
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  • Ziegler, Urban Erscheinungsjahr ist Pflichtangabe, ggf.ohne Datum.
    Titel: Alte Grenze führt vorbei am «Kirrweilern Galgen».
    In: {{{zeitschrift}}}, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) Ludwigshafen am Rhein Nummer: http://literatur.matthias-dreyer.de/attachments/7958c616911f0826040506ee287d2ca29fc3bebe:jpeg.
    Die Zuordnung zu einer Seite fehlt.
    Schlüssel: Urban Ziegler/Veröffentlichungen#Ziegler (1987a)
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Ziegler (1987a)
    Es gibt keine Anmerkung.
    Schlagwort: Alsterweiler · Hitschbach · Klausental · Flurname
    Quelle: Urban Ziegler/Veröffentlichungen
    Erscheinungsjahr: Eine Jahresangabe (Erscheinungsjahr) fehlt.
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    LINK: [[1]]
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    DOI: DOI nicht vorhanden.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.
  • Ziegler, Urban Erscheinungsjahr ist Pflichtangabe, ggf.ohne Datum.
    Titel: Von der Geißwiese zum Wolfsloch.
    In: {{{zeitschrift}}}, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) Neustadt an der Weinstraße .
    Seite: Seite_1/1
    Schlüssel: Urban Ziegler/Veröffentlichungen#Seite_1/1
    Zitat: Flurnamen sind nicht nur mehr oder weniger phantasievolle Bezeichnungen für Gewannen. Sie sind eine Heimatkunde in Stichworten. Im Flurbereinigungs-Abschnitt Maikammer I, südlich des alten Alsterweiler, ist ihnen Urban Ziegler auf den Grund gegangen. Der Teilnehmergemeinschafts- Vorsitzende hat sich schon seit vielen Jahren der Heimatkunde verschrieben. „Im Letten“ ist ein Flurnamen, der Ziegler kein Kopfzerbrechen machen konnte. „Letten“ ist nichts weiter als ein toniger Boden; nährstoffreich, aber schwer zu bearbeiten. Doch die Mühe lohnt sich für den Winzer, denn auf Letten gedeiht vor allem der Silvaner bestens und kann sogar zum Eiswein reifen. Außer, der Letten ist kält und naß, weshalb man ihn weitaus lieber auf den Hügeln als in den Niederungen sieht Auch „Held“ war einfach zu erklären - es heißt nichts anders als „Halde“ und meint ein Hügelgebiet Der Steilhang heißt hingegen „Stotz“. Die Flurnamen „Zwischen den Wegen“ und "Ackerbrückenweg“ bedurften keiner Deutung. Anders das „Spielfeld“. Fußball kann wohl kaum gemeint sein. Ziegler holt weit in die Geschichte aus - in jene Zeit, da hier noch Kastanienwald stand. Die Früchte dienten zur Nahrung über Win¬ter. Aber um 1450 wurden aus England Getreideneuzüchtungen eingebracht, welche die Kastanien mehr als ersetzten. Maikammer und St. Martin teilten sich anno 1572 die Fläche, die Getreidenutzung begann. Weizen wurde angebaut - „Spelz“, wie man ihn nannte. Auch heute nennt man um Maikammer dieses Kulturgras noch „Schpelwel". Liegt hier die Wortwurzel des „Spielfelds“? - Vielleicht Es könnte auch, wie das sogenannte „Kirchspiel“, ein Gemeinschafts-Besitztum gewesen sein. Oder es hat etwas mit „sehen“ zu tun und dabei den gleichen Ursprung wie beispielsweise „Spiegel“.- Denn die Fläche ist exponiert, man sieht eine Menge von dort aus. Auf die Haingeraide deutet auch das „Mundrecht“ hin. Ursprünglich lautet das Wort „Mannrechtsspruch“ - das Gesetz für die Haingeraide, die frühen Genos-senschaftswälder zwischen Queich und Speyerbach, und für die Genossen. Dieses Recht enthielt auch reichlich makabre Höchststrafen für die schlimmste Untat, die vorsätzliche Brandstiftung: Der Mis¬setäter wurde aufgeschlitzt, sodann wur¬den seine Gedärme herausgezogen - was er logischerweise nicht überlebte. Das letzte Mundrecht wurde 1550 festgelegt - inclusive dieser drakonischen Methode. Aus der alten Waldzeit stammen auch „Geißweide“ und „Viehtrieb“: Sie deuten auf die Waldweidenutzung hin. Nördlich des Flurbereinigungs-Abschnittes ist „Die Sau“: Schweine wurden getrennt vom anderen Vieh in den Wald getrieben. Grund war deren lästige Eigenschaft, sich im Futter der anderen Viecher herumzusuhlen. Diese Wälz-Domäne ist ihnen nunmehr genommen, seit dort ein Neubaugebiet entstand. „Säulebuschgasse“ heißt noch der Weg der Rüsseltiere mit dem Ringelschwanz zur Waldwiede. Der „Schindwasen“ hieß seit etwa 1600 „Kuhkirchhof“. Irgendwo mußte ja auch das verendete Vieh hin. Ende des vergangenen Jahrhunderts wandelte sich die Funktion: Es wurden Bäume gesetzt, Bänke aufgestellt. Das Vieh lockte auch Wölfe an. Ihnen ging man mit Fallgruben zu Leibe, worauf der Flurname „Wolfsloch“ hinweist Nur brauchte man auch einen Wolfsfänger. Wie macht man aber einen solchen ausfindig in der vortelefonischen Zeit? - Glasverkäufer mußten sich im Salz-Herings-Ölamt zu Edesheim melden. Zur Glasherstellung brauchten sie Quarzsand und Pottasche aus Buchenholz; das gab's reichlich im Wald zwischen Weißenburg und Bitsch. In diesem Wald heulten auch reichlich Wölfe, demzufolge hoch war die Dichte der Wolfsfänger. Im Amt mußte nun jeder Glasverkäufer einen Wolfsfänger aus seiner Gegend benennen. Ein Wolfsfänger leistete seinen Job wahrhaftig preiswert: Für ein Jungtier erhielt er einen Pfennig, für ein Vatertier fünf bis sieben, für ein Muttertier sieben. Im Amtsbezirk Edesheim wurde im Schnitt eine jährliche Wolfsausbeute von einem Dutzend erzielt Sieben Pfennig - damit konnte auch ein Mann als Tagelöhner rechnen; eine Frau mit zweien, und dafür konnte sie sich gerade zwei Eier kaufen. Urban Ziegler fand in den Gemeindeakten einen Wolfsfänger-Nachlaß: „Reich war er bestimmt nicht!“. Seit dem 30jährigen Krieg liegen keine Unterlagen mehr über die Wolfsfängerei vor. Der Flurname „Waschhütte“ erinnert an ein altes Handwerk, nämlich die Herstellung von Erdfarben. Stellenweise steht am Haardtrand ein blauer Ton an. Er wurde gestochen, ausgeschlämmt und in der Waschhütte zu blauer Farbe verarbeitet. Eine wichtige Farbe, brauchte man sie doch für Mützen und Kutten der Küfer. Erst die Gründung der BASF im Jahr 1866 setzte der Erdfarben-Gewinnung ein Ende. Die Waschhütte holte ihr Wasser vom „Petersbrünnel" - auch ein Flurname. Ebenso wie „Im Färber“ außerhalb des Bereinigungsabschnittes, wo die Tuche gefärbt wurden. Bedarf bestand: 1823 gab es in Maikammer 22 Leinenweber, Die „Schießmauer“ ist urkundlich gut belegt 1578 begann die Gemeinde, sie nebst Schützenhaus für die „Schützeneinigung“ zu bauen. Denn die Schützen waren ihr wichtig. Alljährlich wurden zwölf von ihnen ausgelost, um die Flur zu bewachen - als „Feldschützen“. Sie hatten noch zur Aufgabe, Sturm zu läuten, wenn ein Wetter auf zog. Dann mußten die Bürger ihre offenen Feuerstellen löschen, die sonst zum Brandherd werden könnten. Und brannte ein. Haus, so brannten sie fast alle. Die einzigen auch bei Sturm geduldeten Feuer waren der Gemeindebackofen und das Ewige Licht in der Kirche. Die Feldschützen hatten auch noch mit dem Zehnten an den Bischof zu tun. Jeder hatte seinen Weinbeitrag in die Zehnerbütt, tatsächlich ein Faß, zu kippen. Verschnitt war seinerzeit sowieso die einzige Weinsorte. Als Maß diente dem Feldschütz ein geeichter Stock, mit dem er außerdem eventuellen Übeltätern kräftig 'eins überziehen konnte. Der Lohn ging nach dem Weinertrag. Meist gab es einen ganzen Pfennig pro Monat. Zwei weitere Flurbereinigungsabschnitte stehen in Maikammer noch bevor; einer davon ist schon in Arbeit. Für diese Flächen stöbert Urban Ziegler in alten Akten, um den Flurnamen auf den Grund zu gehen..
    Übertragung: Ziegler (1987b)
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    Schlagwort: Alsterweiler · Maikammer · Flurname · Geiswiese · Wolfsloch · Wolfsfänger · Wolfsjäger · Waschhütte · Petersbrünnel · Im Färber · Schießmauer · Feldschütz · Schindwasen · Säulebuschgasse · Sau · Kuhkirchhof · Salz-Herings-Ölamt · Pottasche · Quarzsand · Weißenburg · Bitsch · 1866 · 1823 · Leinenweber · 1587 · Zehnerbütt · Letten · Held · Ackerbrückenweg · Geißweide · Viehtrieb
    Quelle: Urban Ziegler/Veröffentlichungen
    Erscheinungsjahr: Eine Jahresangabe (Erscheinungsjahr) fehlt.
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Flurnamen (Alsterweiler)
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