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Steinschieber: Unterschied zwischen den Versionen

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'''{{PAGENAME}}''' ist ein Teil eines [[Bauwerk|Bauwerkes]]. Der Steinschieber ist ein typisches Merkmal eines Renaissancebaus (Zeit 16. und 17. Jahrhundert). Es handelt sich um ein aufwändig gestaltetes Kellerfenster. Der Steinschieber sitzt in Sandsteingewänden, wie ein Fenster. Das Schiebeelement ist ebenfalls aus Sandstein gefertigt und lässt sich zwischen zwei Rillen im oberen und unteren Gewände bewegen. Der Steinschieber nimmt die Hälfte der gesamten Aussparung (Kellerfenster) ein. Je nach Position gibt er ein Fenster frei oder schließt den Durchlass.
 
'''{{PAGENAME}}''' ist ein Teil eines [[Bauwerk|Bauwerkes]]. Der Steinschieber ist ein typisches Merkmal eines Renaissancebaus (Zeit 16. und 17. Jahrhundert). Es handelt sich um ein aufwändig gestaltetes Kellerfenster. Der Steinschieber sitzt in Sandsteingewänden, wie ein Fenster. Das Schiebeelement ist ebenfalls aus Sandstein gefertigt und lässt sich zwischen zwei Rillen im oberen und unteren Gewände bewegen. Der Steinschieber nimmt die Hälfte der gesamten Aussparung (Kellerfenster) ein. Je nach Position gibt er ein Fenster frei oder schließt den Durchlass.
  
Der Steinschieber (Steinriegel) an der Vorderseite des Hauses [[Hauptstraße Nr.25]] ist kunstvoll in einen Rahmen eingebunden, der mit einer Spitze endet. Oberhalb des Steinschiebers ist eine Diamantrosette (Diamantierung) eingelassen. Diese Ausfertigung ist die wohl am aufwendigsten gestaltete Form in [[Alsterweiler]]. Die Steinschieber an den anderen Gebäuden sind zurückhaltender ausgeformt. Die in der Literatur genannte schmuckhafte Ausgestaltung des Knaufes (auf dem Schieber) findet sich in Alsterweiler nicht.
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Der Steinschieber (Steinriegel) an der Vorderseite des Hauses [[Hauptstraße Nr.25]] ist kunstvoll in einen Rahmen eingebunden, der mit einer Spitze endet. Oberhalb des Steinschiebers ist eine Diamantrosette (Diamantierung) eingelassen. Diese Ausfertigung ist die wohl am aufwendigsten gestaltete Form in [[Alsterweiler]]. Die Steinschieber an den anderen Gebäuden sind zurückhaltender ausgeformt. Die in der Literatur genannte schmuckhafte Ausgestaltung des Knaufes (auf dem Schieber) findet sich in Alsterweiler nicht mehr. Möglicherweise war der Knauf am Anwesen [[Hauptstraße Nr.14]] ausgeschmückt und ist heute verwittert.
  
 
''"Noch eine weitere Merkwürdigkeit weisen die Renaissancehäuser der Weingegend auf. Ihre querrechteckigen Kellerfenster sind durch verschiebbare quadratische Steinplatten verschließbar, an denen die Zierfreudigkeit der Erbauer die mannigfachsten Lösungen fand, um den zur Verschiebung der Platten notwendigen Handgriff zugleich gefällig zu gestalten (Abb. 128). Sie sind wie die erwähnten Fenstergewände usw. oft das einzige Mittel, um bei später durch Umbau veränderten Häusern die ursprüngliche Erbauungszeit noch feststellen zu können und damit den Beweis zu bringen, daß die Zeit um 1600 für die vorderpfälzischen Dörfer eine Unzahl von Neubauten brachte und somit wirklich eine Wiedergeburt bedeutete."'' (Eckhard, 1927)<ref>Eckardt, Anton: Zierformen an vorderpfälzischen Bauernhäusern. Mit einer Aufnahme des Verfassers und Zeichnung von Georg Lösti. In: Bayerischer Heimatschutz, Bd. 23, S. 178–180.</ref>.
 
''"Noch eine weitere Merkwürdigkeit weisen die Renaissancehäuser der Weingegend auf. Ihre querrechteckigen Kellerfenster sind durch verschiebbare quadratische Steinplatten verschließbar, an denen die Zierfreudigkeit der Erbauer die mannigfachsten Lösungen fand, um den zur Verschiebung der Platten notwendigen Handgriff zugleich gefällig zu gestalten (Abb. 128). Sie sind wie die erwähnten Fenstergewände usw. oft das einzige Mittel, um bei später durch Umbau veränderten Häusern die ursprüngliche Erbauungszeit noch feststellen zu können und damit den Beweis zu bringen, daß die Zeit um 1600 für die vorderpfälzischen Dörfer eine Unzahl von Neubauten brachte und somit wirklich eine Wiedergeburt bedeutete."'' (Eckhard, 1927)<ref>Eckardt, Anton: Zierformen an vorderpfälzischen Bauernhäusern. Mit einer Aufnahme des Verfassers und Zeichnung von Georg Lösti. In: Bayerischer Heimatschutz, Bd. 23, S. 178–180.</ref>.

Version vom 15. November 2021, 18:02 Uhr

Steinschieber ist ein Teil eines Bauwerkes. Der Steinschieber ist ein typisches Merkmal eines Renaissancebaus (Zeit 16. und 17. Jahrhundert). Es handelt sich um ein aufwändig gestaltetes Kellerfenster. Der Steinschieber sitzt in Sandsteingewänden, wie ein Fenster. Das Schiebeelement ist ebenfalls aus Sandstein gefertigt und lässt sich zwischen zwei Rillen im oberen und unteren Gewände bewegen. Der Steinschieber nimmt die Hälfte der gesamten Aussparung (Kellerfenster) ein. Je nach Position gibt er ein Fenster frei oder schließt den Durchlass.

Der Steinschieber (Steinriegel) an der Vorderseite des Hauses Hauptstraße Nr.25 ist kunstvoll in einen Rahmen eingebunden, der mit einer Spitze endet. Oberhalb des Steinschiebers ist eine Diamantrosette (Diamantierung) eingelassen. Diese Ausfertigung ist die wohl am aufwendigsten gestaltete Form in Alsterweiler. Die Steinschieber an den anderen Gebäuden sind zurückhaltender ausgeformt. Die in der Literatur genannte schmuckhafte Ausgestaltung des Knaufes (auf dem Schieber) findet sich in Alsterweiler nicht mehr. Möglicherweise war der Knauf am Anwesen Hauptstraße Nr.14 ausgeschmückt und ist heute verwittert.

"Noch eine weitere Merkwürdigkeit weisen die Renaissancehäuser der Weingegend auf. Ihre querrechteckigen Kellerfenster sind durch verschiebbare quadratische Steinplatten verschließbar, an denen die Zierfreudigkeit der Erbauer die mannigfachsten Lösungen fand, um den zur Verschiebung der Platten notwendigen Handgriff zugleich gefällig zu gestalten (Abb. 128). Sie sind wie die erwähnten Fenstergewände usw. oft das einzige Mittel, um bei später durch Umbau veränderten Häusern die ursprüngliche Erbauungszeit noch feststellen zu können und damit den Beweis zu bringen, daß die Zeit um 1600 für die vorderpfälzischen Dörfer eine Unzahl von Neubauten brachte und somit wirklich eine Wiedergeburt bedeutete." (Eckhard, 1927)[1].

Steinschieber in Alsterweiler:

  
Alsterweiler Hauptstraße 14 Steinriegel.jpgAlsterweiler
Hauptstraße Nr.14
Steinriegel
Steinschieber
Alsterweiler Hauptstraße 19 Steinschieber.jpgHauptstraße Nr.19
Alsterweiler
Steinschieber
Alsterweiler Hauptstraße 25 Steinriegel.jpgHauptstraße Nr.25
Alsterweiler
Steinriegel
Steinschieber
Alsterweiler Hauptstraße 51 Steinriegel.JPGAlsterweiler
Steinschieber
Hauptstraße Nr.51
Zierformen an vorderpfälzischen BauernhäusernMaikammer
Steinschieber
Anlaufvoluten
Beschlägwerk
Rosette
Eierstab
Diamantierung
Löwenköpfe


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Eckardt, Anton: Zierformen an vorderpfälzischen Bauernhäusern. Mit einer Aufnahme des Verfassers und Zeichnung von Georg Lösti. In: Bayerischer Heimatschutz, Bd. 23, S. 178–180.

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Steinschieber gehört den Kategorien an: Bauteil

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Referenzierungen

  1. ^  Eckardt, Anton (1927).
    Titel: Zierformen an vorderpfälzischen Bauernhäusern.
    In: Bayerischer Heimatschutz, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) ohne Ortsangabe , Band: , Heft: 23, .
    Seite: Seite_179
    Schlüssel: Zierformen an vorderpfälzischen Bauernhäusern#Seite_179
    Kein Zitat angegeben.
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Seiten 179-180
    Schlagwort: Maikammer · Steinschieber · Anlaufvoluten · Beschlägwerk · Rosette · Eierstab · Diamantierung · Löwenköpfe
    Quelle: Zierformen an vorderpfälzischen Bauernhäusern
    Erscheinungsjahr: 1927
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Alsterweiler · Architektur · Zierelement
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    DOI: DOI nicht vorhanden.
    WIKI: Steinschieber