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Pfennigmeister: Unterschied zwischen den Versionen

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{{PAGENAME}} war eine [[Funktion]] beim [[Reichskammergericht]]. Der Pfennigmeister war eine Art Schatzmeister oder Zahlmeister, später auch als Kämmerer bezeichnet. Für diese Funktion waren verschiedene Ränge vorgesehen. Die Pfennigmeister waren auch an unterschiedlichen Institutionen beschäftigt, u.a. am Reichskammergericht. Die Pfennigmeister wurden vom Kaiser direkt ernannt<ref>DRW - Deutsches Rechtswörterbuch,    1791 Malblank,Kanzleiverf. I 251 "am kammergericht ernennt er [kaiser] den kammerrichter, zwei präsidenten, einen assessor und den pfennigmeister"</ref>
  
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Schatzmeister, Zahlmeister in unterschiedlichen Rängen und Institutionen (vgl. die entsprechenden Kompositen), auch Reichspfennigmeister.
 
vgl. Hebemeister, Kämmerer (III).
 
 
 
    H., eyn penningmester
 
    1400 InvNichtstaatlArchWestf. Beibd. II 80
 
    vnd beudt [de alde borgermeister] deme nygen pennigkmeister vnd syme gesellin der stat kasten, schalen vnd kleynnede vnd de slotele, ... vnd dat antwrdet de auldin phenigkmeister den nygen
 
    1434 Bauer,WaldeckWB. Anh. 307
 
    dem P.M., spiessmacher, hat die kgl. maj. uber die vordigen hundert guldin reinisch, so er bei dem pfennigmeister empfangen hat, uf sein arbeit ... noch zweihundert guldin ... zu geben verordent
 
    1498 JbKunsthistKaiserh. 3 (1885) p. 2
 
    G.B. rom. keys. mat. im heil. reich regiments pfennigmeister vnd verordneter einnehmer
 
    1526 HMeißenUB. III 344
 
    J.v.H. raithsfreund und scheffen dieser statt F. als ein phenningmeister von des reichs wegen erwelt
 
    1534 QFrankfG. II 17
 
    du soldest dyne togeordnete tax und anlage vor dussen neistverschenen mytfasten, wo des vorgemelten landtages verlait gewest, unser landschap penninckmester entricht hebben
 
    1537 Wigand,Denkw. 179
 
    wöllen wir, daß jederzeyt ein redlich person zum pfennigmeister durch die stendt des reichs aufgenommen werde, der das gelt von den stenden des reychs empfahe und darvon zu bezalung der geordenten besoldung deß cammergerichts beysitzer und anderer cammergerichtspersonen außgebe
 
    1555 RKGO.(Laufs) I 40 § 1
 
    des cammergerichts pfennigmeysters eydt
 
    1555 RKGO.(Laufs) I 81
 
    zahl- oder pfenningmeister ... welche das erlegte huelffgeld jederzeit bey den bestimmten leg-staedten erheben, das kriegs-volck ordentlich mustern und bezahlen
 
    1557 RAbsch. III 144
 
    oberster musterschreiber, so auch des pfenningmeisters gegenschreiber seyn soll
 
    1563 Moser,KreisAbsch. I 263
 
    indien gebreck in den ambochtsbewaerders ofte den penninckmeester ... valt van de betalinge van eenige besteden ende opgenomen wercken
 
    1591 ZuidHollHoofdwRbr. 149
 
    haben wir einen pfennigmaister an unserm hof, der von gemeltem einnemmer general auff des schatzmeisters ordinantz ... seinen empfang thun, und all unser hofausgab handlen ... soll
 
    KrainLHdf. 1598 S. 117
 
    wenn nun der gerichtsgreve sich in das gericht setzet, setzet der stadt verordneter pfennigmeister sich ihme auch dero rechten hand
 
    1605 Wigand,Beitr. 169
 
    dieweil wir aber hievor ein auffrichtige gute ordnung eines schatzmeisters, auch einnehmers, generals unnd pfennigmeisters am hof auffgericht haben
 
    1610 KärntLHdf. 117
 
    inmassen auch jetzigen und kuenfftigen pfennigmeistern ... befolen wird, ernennten (crays-)secretarium und uebrige dises crayses bediente, ihrer habenden besoldung halber, jaehrlich ex cassa unfehlbarlich zu contentiren
 
    1671 Moser,StaatsR. 27 S. 452
 
    hat man, an statt obiger 5 maenner, nur 3 in wenigen jahren hernach nur 2 und dann endlichen, neben dem crays-einnehmer, nur 1 unter dem praedicat eines pfenning-meisters beybehalten
 
    1707 Moser,StaatsR. 30 S. 86
 
    pfennig-meister, heißt derjenige, so gemeine gelder einzunehmen und zu berechnen hat
 
    1741 Zedler 27 Sp. 1372
 
    hof-staat: oberster hofmeister ... pfenningmeister und zugleich controlor
 
    1761 Moser,Hofr. II 45
 
    daß, wann sich ein williger stand findet, so seinen alten rest hieran zahlen will, solches von dem interressenten dem hoechstpreislichen cammer-gericht angezeiget, und um ein verordnung an den pfennig-meister, daß er die quittung darueber ausfertige, gebethen wird
 
    1763 Cramer,Neb. 37 S. 121
 
    der pfennigmeister verwaltet die zur unterhaltung des k[ammer] g[erichts] bestimmte reichssustentationscasse
 
    1791 Malblank,Kanzleiverf. I 251
 
    am kammergericht ernennt er [kaiser] den kammerrichter, zwei präsidenten, einen assessor und den pfennigmeister
 
    1804 Gönner,StaatsR. 711
 
    da der pfenningmeister des westertheils auch mit den geschaeften bei dem brandversicherungswesen beauftragt ist, so hat dieser auch die dahingehoerige mittelbare hebung als branddirector
 
    1823 StaatsbMag. II 203
 
 
 
II
 
Münzschmied.
 
vgl. Pfennigschlager, Pfennigschmied.
 
 
 
    penning meister oder sueluer arbeider
 
    1582 Chytraeus 239
 

Version vom 23. Oktober 2018, 17:50 Uhr

Pfennigmeister war eine Funktion beim Reichskammergericht. Der Pfennigmeister war eine Art Schatzmeister oder Zahlmeister, später auch als Kämmerer bezeichnet. Für diese Funktion waren verschiedene Ränge vorgesehen. Die Pfennigmeister waren auch an unterschiedlichen Institutionen beschäftigt, u.a. am Reichskammergericht. Die Pfennigmeister wurden vom Kaiser direkt ernannt[1]


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. DRW - Deutsches Rechtswörterbuch, 1791 Malblank,Kanzleiverf. I 251 "am kammergericht ernennt er [kaiser] den kammerrichter, zwei präsidenten, einen assessor und den pfennigmeister"

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Pfennigmeister gehört den Kategorien an: Person nach Tätigkeit, Funktion, Person nach Funktion

Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 23.10.2018". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Pfennigmeister. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Pfennigmeister ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 18.04.2026 ↑... Seitenanfang


Referenzierungen

  1. ^  Titel: Concepte der Reichskammergerichtsordnung auf Befehl der jüngsten Visitation (Dritter Teil) - Über den Prozeß, Selchow, Johann Heinrich Christian von, Verlagsort: Göttingen, Erscheinungsjahr: (1782) Verlag: Vandenhoeck Signatur: J.publ.g. 754-1.
    Seite: Seite793
    Schlüssel: Concepte der Reichskammergerichtsordnung : auf Befehl der jüngsten Visitation entworfen/Seite 793#Seite793
    Zitat: Von d. Pfennigmeister u. seinem Amt (Seite 793) ...gang der ältern Protocollorum Plenis bis zum Jahre 1656. ermanglen die weitere Nachrichten älterer Zeiten, hingegen von dieser Zeit an hat der ehmalige tapfere Herr Assessor von Sontborn als Deputatus ad Cassam nach des Pfenningmeisters Krebsen 1732. erfolgtem Absterben einen vollständigen Auszug aus denen beeden vorhandenen ältern Protocollis Pleni von 1656. bis 1670. und von 1671. bis 1688. das Pfenningmeistersey-Amt betreffend, verfasset, welcher dem Protocollo Pleni 1732. einverleibet ist, und viele merkwürdige Nachrichten enthaltet: Ich bemerke daraus nur kürzlich folgendes: Im Jahr 1659 hat Gisbert de Maere ein so wohl von kaiersl. Majestät als auch von Chur=Maynz als Reichs Erz=Canzlern ertheiltes Expectanz-Decret bey damahligem grosen Alter des geweßten Pfenningmeisters Lindenmajers dem Collegio Camerali übergeben, das Collgeium faßt hierauf den Schluß, den Adjuctum Gisbert de Maere zur Verwaltung bis auf ferner der Ständen Verordnung zu zulassen. Nach Absterben des Lindenmajers erfolgte die förmliche Präsentation desselben von kaiserl. Majestät alleinig. Nun wurde er zwar testante Protocollo pleni 1663. als würklicher Pfenningmeister aufgenommen. Seine Verwaltung aber hat kein gutes Ende genommen, s.(siehe) v.(von) Ludolf Hist. Sust. Cameral. et Acta Deputat. 1672. An dessen Stelle ernannten und präsentierten Kaiserl. Majestät 1673. D. Franz Ludwig Huben von Gülcheg. Bey dessen Annahm mußte selbiger nebst generaler Verpfändung seines Vermögens, annoch gleich seiner Vorfahren eine special=Caution durch Bürgschaft von 10 000. fl. prästiren..
    Übertragung: Der ehemalige Assessor von Sontborn hat nach dem Absterben des Pfennigmeister Krebsen im Jahre 1732 einen vollständigen Auszug aus den Protokollen von 1656 bis 1670 und 1671 bis ins Jahr 1688 gefertit. Es geht dabei vor allem um das Pfennigmeisterei-Amt. Die Aufstellung wurde in das Protokoll des Jahres 1732 eingefügt. Es enthält viele merkwürdige Nachrichten, darunter auch die Bestallung von Gisbert de Maere.
    Anmerkung: Bestellung von Gisbert de Maere zum Reichspfennigmeister durch seine Kaiserliche Majestät im Jahre 1663. Zuvor war Gisbert de Maere war er als Adjunkt nach dem Ableben des Reichspfennigsmeister bestellt worden (1659-1663). Im Jahre 1673 wurde er abgelöst von Franz Ludiwg Huben von Gülcheg.
    Schlagwort: Gisbert de Maere · Pfennigmeister · Reichspfennigmeister
    Quelle: Concepte der Reichskammergerichtsordnung : auf Befehl der jüngsten Visitation entworfen/Seite 793
    Einrichtungsdatum: Ein Einrichtungsdatum fehlt.
    Das Datum des letzten Abrufs fehlt.
    Stufe: 5
    Sammlung: Bayerische Staatsbibliothek Digital · Alsterweiler · Reichspfennigmeister · Pfennigmeister · Funktion
    LINK: Gisbert de Maere
    PDF: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10561325-0
    WIKI: Pfennigmeister