Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Attribut:Ist Zitat
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G
1781 sehr viel und gut (Anmerkung: gemeint ist der Weinertrag), jedoch zerschlug der Hagel im August streckenweise alles. +
Am 11. Dezember wurde '''Alsterweiler''' noch einmal geplündert. Truppen des deutschen Korps Benjowsky waren am 9. Dezember aus Edenkoben zurückgedrängt worden und mußten am 10. Dezember bis hierher zurückweichen. Mit einigen Freischützen brachen die Soldaten zu St. Martin und '''Alsterweiler''' in die Keller ein, schleppten Schweine und Kühe fort und erpreßten von den Einwohnern Geld unter Androhung des Todes. Hier wurde Schultheiß Rieth überfallen und mißhandelt. (1793) +
Im Mai 1769 war ein Hagelschlag, es gab im Herbst wenig und sauren Wein. +
Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach '''Alsterweiler''', wo sie ein Haus besaßen. +
Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in '''Alsterweiler''' Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt (1789). +
Jetzt kam der 15er Wein in den Preis. Friedrich Eisenbiegler in '''Alsterweiler''' verkaufte 1 Fuder zu 415 Gulden und 1 Kronentaler (1816) +
An die Stelle des Munizipalagenten trat der Maire. Sie hatten nach dem Gesetze vom 7. Februar 1800 dieselben Verrichtungen wie die Munizipalagenten. In jeder Gemeinde sollte ein Munizipalrat (Gemeinderat) sein. Dieser sollte sich jedes Jahr am l5. Pluviose versammeln und höchstens vierzehn Tage versammelt bleiben. Der Maire hatte auch die Grund-, Personal-, Luxus-, Tür- und Fenstersteuer zu erheben. Erster Maire war Jakob Denier, dem 1801 Jean Müller (bis 1813) folgte. +
Am meisten drückten die Kriegskosten, die für die Zeit von 1689—98 31 000 Gulden betrugen. Da versteht man die ängstliche Besorgnis, die der Bürgermeister in der Gemeinderechnung für das Jahr 1699 ausspricht, wenn er bei dem
Titel „Ausgaben für Kriegszwecke" schreibt: „Nichts mehr, Gott behüte ferner!" +
Am 30. März nahm Kommissar Wambsgans mit 6 Mann 50 Kühe aus den Stallungen in Maikammer, am 2. April 80 Kühe aus den Stallungen von '''Alsterweiler'''.Wut und Verzweiflung erfaßte die Bewohner. Man verrammelte die Tore, bewarf die Eindringlinge mit Holzscheiten und widerstand mit Gewalt, aber alles half nichts. Nur wer rechtzeitig in den Hinterwald gefahren und sich dort einige Tage aufgehalten hatte, rettete seine Kuh. (1793) +
Der Weinverkauf ging im Herbste sehr schlecht. Most kostete die Hotte Traminer 71/2 fl. Das Fuder Wein kostete 190 fl. Im Dezember gab es einige Verkäufe zu 230 fl., 1855 kostete er in Maikammer 125, in '''Alsterweiler''' 130 fl.(1854) +
Am 5. und 6. Mai (1866) wurde das 50jährige Vereinigungsfest der Pfalz mit Bayern feierlich begangen. Auf den Bergen brannten Feuer. Es wurde geschossen. Es gab Festessen mit Musik, an die Armen wurde Brot ausgeteilt. +
Am '''2. Juni 1831''' richteten Bürger von '''Alsterweiler''' an das Landkommissariat Landau die Bitte, '''Alsterweiler''' von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben. +
Im Juli [1867] kostete 1 Schoppen 66er über die Straße 3 Kreuzer. Es gab viel Ohmet und viel Kartoffeln. +
'''1826''' war ein Betrag für Pflaster durch '''Alsterweiler''' im Gemeinde-Voranschlag eingesetzt, 1828 sollte eine Strecke gemacht werden, aber erst 1832 und 1833 wurde es ausgeführt. Es kostete 1873 fl. 34 Kr. +
Karl Theodor Rieth in '''Alsterweiler''' verkaufte sein Haus mit 2 Gärten um 4000, fl. und ging nach Amerika. (1850) +
In '''Alsterweiler''' hatte man den Schoppen zu 6 Kr. über die Straße verkauft. (1862) +
Im März 1866 gab es viel Schnee. Im April gab es kein Viehfutter. Die Leute fütterten Malz. 65er Traminer kostete jetzt 500 fl. In den Wirtschaften kostete der Schoppen Wein 12 Kr., darum trank alles Bier, den Schoppen zu 3 Kr. Ende Mai war es noch einmal kalt, am 22. Mai erfroren die Wingert im unteren Feld. +
Am '''22. Oktober''' begann die Weinlese. Franken gab es viel, Gutedel und Traminer wenig. Der Ertrag war in Maikammer besser als in '''Alsterweiler'''. (1860) +
Am 10. Oktober begann die Weinlese. Es gab sehr wenig, aber vorzüglichen Wein; in '''Alsterweiler''' etwas mehr als in Maikammer. (1861) +
Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von '''Alsterweiler''' mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe." (1848) +