Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Attribut:Ist Zitat
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G
Der Brunnen vor dem Hause Hauptstraße 25 war Eichbrunnen, solange zwei Eichmeister hier waren. +
Jetzt wollte ''Alsterweiler'' einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterszeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleider hätten. Pfarrer Weber war dagegen. +
1754 wurde das Pflaster zu '''Alsterweiler''' gemacht, es kostete 90 Gulden, der Plattenweg 70 Gulden. Die Gemeinde zahlte ihre Schuld an die Kirche zurück. +
1785 kostete eine Kuh 24 Gulden, ein Hund zu halten 5 Gulden, Metzger, Hirt und Müller waren von dieser Steuer frei. Viele Leute nahmen in dieser Zeit aus der Kellerei Kirrweiler im Februar Borgfrüchte
(Korn, Gerste und Spelz) zum Marktpreis vom April und Mai, zahlbar an Martini. Es gab wenig und schlechten Wein. +
In diesem Jahre der Vereinigung der Pfalz mit Frankreich wurden in vielen Orten wieder Freiheitsbäume gesetzt, so auch in '''Alsterweiler''', das durch die neue Verwaltung mehr Selbständigkeit erhalten hatte. (1798) (das Jahr 6 nach französicher Rechnung 22. September 1797 bis 22. September 1798) +
1737 war gute Witterung im Juni und Juli, jedoch schadete der Hagel. +
In '''Alsterweiler''' fiel auf einen Offizier der Verdacht demokratischer Gesinnung. Er wurde deshalb wegen einer früheren Entwendung von 11 Gulden angeklagt, verurteilt zum Tode und im Tälchen erschossen (1792). +
Vom Mai 1816 ab regnete es beständig; es gab große Überschwemmungen; am 12. Mai auch starke Fröste. Es gab kein Getreide und keine Kartoffeln. Am 23. September gab es schon Winterfröste, am 12. Oktober tiefen Schnee. Darum erfroren die Trauben größtenteils. Die Weinlese begann am 8. Oktober. Die Trauben wurden in Körben und Maltersäcken heimgebracht und mit Pflasterstempeln in hölzernen und steinernen Trögen zerstoßen. Der Wein (8 Morgen gaben 2 Fuder) war so sauer, daß ihn kein Wirt kaufen wollte. Er kostete 100-130 Gulden. Jetzt kam der 15er Wein in den Preis. Friedrich Eisenbiegler in Alsterweiler verkaufte 1 Fuder zu 415 Gulden und 1 Kronentaler. Am 1. Juli 1816 wurde der Kanton Edenkoben von dem Rentamt Neustadt a.d. Hdt. getrennt und ein Rentamt in Edenkoben errichtet. Die durch die schlechte Ernte hervorgerufene Hungersnot dauerte bis zur Ernte 1817. Als man hier durch die Gemeinde den Ärmsten Unterstützung (1816). +
Am 5. September nachts 1/2 1 Uhr fiel ein Wolkenbruch. Das Wasser riß den oberen Brunnenstock zu '''Alsterweiler''' ab und verursachte auch sonst großen Schaden (1792) +
1774 wurden im '''Alsterweiler Tälchen''' Sandsteine gebrochen zum Dombau in Speyer. Es gab nicht sehr viel aber guten Wein. +
Am 25. Juli 1787 war ein Schloßenwetter; die nicht großen aber dicht fallenden Schloßen machten großen Schaden. Desgleichen herrschte am 10. August nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr ein fürchterliches Wetter, es fielen Schloßen wie Hühnereier, die die Frucht auf dem Felde ausschlugen und in den Weinbergen großen Schaden verursachten. Es gab wenig, doch ziemlich guten Wein. +
Am 28. Februar 1784 war es so kalt, wie es keinem Menschen gedachte. Auf Ostern, am 27. März, lag hoher Schnee. Der Wein kostete
im Herbst nur ZI Gulden. +
Der Krämer Franz Peter Schwarzwälder kaufte seine Ware bei einem Großhändler in Speyer. Er mußte in diesem Jahre zahlen für 1 Brief (15 Stück) Nähnadeln 3 1/2 Kreuzer, 1 Pack Haften 40 Kreuzer, V Pfund ganzen Schwefel 13 Kreuzer, 1 Schniete Faßschwefel 1 Kreuzer, 1 Pfund 21 Kreuzer, 1 Pfund Kreide 9 Kreuzer, 1 Pfund Kaffee 54 Kreuzer. 1 Pfund Reis 23 Kreuzer, 1 Pfund spanische Nudeln 20 Kreuzer, 2 Lot Zimt 16 Kreuzer, 1 Achtel Safran 1 Gulden, 1 Pfund Seife 21 Kreuzer 1 Pfund Stärke 16 Kreuzer, 1 Pfund Unschlittlichter 26 Kreuzer, 1 Pfund Schnupftabak 18 und 24 Kreuzer, 1 Pfund Rauchtabak 10, 12 und 13 Kreuzer, 1 Namenbuch 6 Kreuzer, 1 Katechismus 12 und 13 Kreuzer, 1 Biblische Geschichte 22 und 24 Kreuzer, 1 Dutzend Karten 12 Kreuzer. Außerdem hatte Schwarzwälder Schnur, Netz, Kordel, Band, Seide, Stricknadeln, Nestel und allerlei Nägel zu verkaufen. +
Noch stand der Freiheitsbaum, kein Bürger hatte gewagt ihn zu entfernen. Da kam am 2. April (1793) eine k. ungarische Husarenpatrouille geritten. Jetzt rissen die Bürger den Freiheitsbaum um und verbrannten die Mütze. +
1723 litten die Weinberge durch Frühlingsfröste, im Sommer gab es große Trockenheit, es gab wenig aber guten Wein. +
1753 kam es wegen kleinlichsten Ursachen zu einem erbitterten Streit zwischen der Kurpfalz und dem Bistum Speyer . . . 900 Mann kurpfälzische Truppen fielen in die Ämter Deidesheim und Kirrweiler ein und nahmen vor allem die Weine mit sich nach Neustadt. Die reichsten Winzer von Maikammer, St. Martin und Diedesfeld wurden eingezogen und in Neustadt ins Gefängnis geworfen; . . . vielfach wurden die Weinberge und Felder verwüstet. Die bischöflichen Gemeinden sollen zirka 9000 Gulden Kosten gehabt haben: die Gemeinden Hambach, Diedesfeld, Maikammer-'''Alsterweiler''' und St. Martin zusammen 5109 Gulden. +
Durch Gesetz vom 25. November 1802 wurde der Verkauf aller Nationalgüter angeordnet. In Mainz begann die Versteigerung aller früheren herrschaftlichen Güter. Die Credenburg zu '''Alsterweiler''' kam in den Besitz der Gebrüder Lederle in Hambach, 60 Morgen Äcker und 24 Morgen der Dieterwiese gingen in Privatbesitz über. Das sogenannte Nonnenhaus kaufte Franz Peter Schwarzwälder in '''Alsterweiler''' samt dem dazu gehörigen Gut um 465 Frs., zahlbar in 3 Terminen. +
Am 29. November verlangte der prov. Kommissär in Speyer alle '''Zehnten''' und '''Gülten''' des Domkapitels und der anderen hiesigen Stifter. Diese waren aus Vorsicht in Geld umgewandelt worden, welches gegen Quittung in Speyer abgeliefert worden war. Nur die Weine der Klosterfrauen von St. Klara aus ihrem Besitz in '''Alsterweiler''' waren nach Speyer gefahren worden. (1792) +
Am Eichbrunnen wurde ein Erlenbaum als Freiheitsbaum (1793) aufgestellt und eine rote Jakobinermütze darauf gehängt. Der Schmied Georg Hartmann mußte den Stamm befestigen. Die Gemeinde zahlte ihm dafür 2 Gulden 55 Kreuzer. +
Im Jahre 1783 war ein früher Frühling. Im Mai erfroren von ungefähr 200 Morgen Wingert unter dem Dorfe die Hälfte. Es folgte
ein überaus heißer und trockener Sommer. Der Wein wurde ausgezeichnet, es gab auch viel. +