Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
GLA Ka 67 Nr.448, 49 V: Unterschied zwischen den Versionen
K (→Regest) |
K (→Regest) |
||
| Zeile 30: | Zeile 30: | ||
Rudolf ("ein gewisser edler Mann namens Rudolf") tauschte (unter Zustimmung seiner Söhne Rudolph und Kuno = Konrad) im Jahre 957 (am 7. Mai, dem Gründonnerstag) Güter mit Bischof Gottfried von Speyer. Die Urkunde ist Teil des [[Codex minor Spirensis]]<ref>Urkunden und Abschriften ab dem Jahre 650 bis 1343.</ref>. | Rudolf ("ein gewisser edler Mann namens Rudolf") tauschte (unter Zustimmung seiner Söhne Rudolph und Kuno = Konrad) im Jahre 957 (am 7. Mai, dem Gründonnerstag) Güter mit Bischof Gottfried von Speyer. Die Urkunde ist Teil des [[Codex minor Spirensis]]<ref>Urkunden und Abschriften ab dem Jahre 650 bis 1343.</ref>. | ||
| − | Rudolf vermacht dem Bischof Güter, Rechte und Personen (Leibeigenschaften) in den Orten Leimersheim, Rülzheim, Essingen, Fischlingen, Lachen, Nußdorf, Dammheim, | + | Rudolf vermacht dem Bischof Güter, Rechte und Personen (Leibeigenschaften) in den Orten Leimersheim, Rülzheim, Essingen, Fischlingen, Lachen, Nußdorf, Dammheim, Forachheim<ref>Es handelt sich dabei um eine Wüstung bei Landau in der Pfalz, Forchheim. Sehen Sie dazu Dolch, Greule, Seite 145.</ref> und "alles was er im Speyergau besitzt". |
Im Gegenzug übergab der Bischof Güter und zwei Zehntkirchen in Venningen, Weinsweiler, Mothern und Illingen zur lebenslangen Nutzung. Mit dem Tod von Rudolf sollten alle Güter zurück an den Bischof fallen. In der Urkunde von 960 stimmen die Söhne Rudolfs, Rudolf und Konrad dieser Schenkung zu. Da bei dieser Schenkung vermutlich auch königliche Rechte betroffen waren, bestätigt König Otto (der Große) diese Schenkung. Schreiber der Urkunde ist Priester Winnibert (in Latein: "Ego igitur indignissimus presbiter Winibertas ex inssu Godefridi episcopi scripsi diemque notavi."). Das besondere an der Urkunde ist die Ersterwähnung mehrerer Gemeinden, darunter Weinsweiler und dort gelegenen Weinbergen. | Im Gegenzug übergab der Bischof Güter und zwei Zehntkirchen in Venningen, Weinsweiler, Mothern und Illingen zur lebenslangen Nutzung. Mit dem Tod von Rudolf sollten alle Güter zurück an den Bischof fallen. In der Urkunde von 960 stimmen die Söhne Rudolfs, Rudolf und Konrad dieser Schenkung zu. Da bei dieser Schenkung vermutlich auch königliche Rechte betroffen waren, bestätigt König Otto (der Große) diese Schenkung. Schreiber der Urkunde ist Priester Winnibert (in Latein: "Ego igitur indignissimus presbiter Winibertas ex inssu Godefridi episcopi scripsi diemque notavi."). Das besondere an der Urkunde ist die Ersterwähnung mehrerer Gemeinden, darunter Weinsweiler und dort gelegenen Weinbergen. | ||
{{Nachweise}} | {{Nachweise}} | ||
Version vom 20. Oktober 2025, 14:07 Uhr
Gebiet: Weinsweiler
Zeitraum: 957
Grad: Grad ungeprüft
Kategorie:
| Merkmal | Eintrag |
|---|---|
| Nummer | GLA Ka 67 Nr.448, 49 V |
| Archiv | Generallandesarchiv Karlsruhe |
| Bestand | Kopialbücher |
| Best.Verz. | 67 |
| Titel | Übertragung von 22 Tagwerken Weinbergen in Weinsweiler |
| Inhalt | Güterübertragung |
| Umfang | Fehlt |
| Aussteller | Rudolph (von Leimersheim) |
| Ausstellungsort | Fehlt |
| Empfänger | Georg von Speyer |
| Siegler | Fehlt |
| Datum | 957 |
| Ausstellungsjahr | Unbekannt |
| Ausstellungstag | 7. Mai |
| Regest | ja |
| Text-Original | ja |
| Text-Übertragung | ja |
| Weitere Personen | Rudolf · Gottfried von Speyer · Fehlt · Fehlt |
| Erwähnung in | N/A |
| CMS | Fehlt |
| Zitat | Zitat fehlt |
| Schlagwort | |
| Sammlung |
Die Vorlage hat ausgefüllt: /2025-10-20
Die Urkunde trägt den (Sub)Titel: Übertragung von 22 Tagwerken Weinbergen in Weinsweiler.
Übertragung
Bisher keine vollständig Übertragung; nur Teilabschnitt mit Weinsweiler: "In villa vero Winiswilare nuncupato - XX - at - II jornales vinearum." Vollständige Übertragung des lateinischen Textes bei Remling UB I, Seiten 13 und 14 (der Urkunde aus dem Jahre 960, 7. Mai)[lit 1].
Regest
Rudolf ("ein gewisser edler Mann namens Rudolf") tauschte (unter Zustimmung seiner Söhne Rudolph und Kuno = Konrad) im Jahre 957 (am 7. Mai, dem Gründonnerstag) Güter mit Bischof Gottfried von Speyer. Die Urkunde ist Teil des Codex minor Spirensis[1].
Rudolf vermacht dem Bischof Güter, Rechte und Personen (Leibeigenschaften) in den Orten Leimersheim, Rülzheim, Essingen, Fischlingen, Lachen, Nußdorf, Dammheim, Forachheim[2] und "alles was er im Speyergau besitzt".
Im Gegenzug übergab der Bischof Güter und zwei Zehntkirchen in Venningen, Weinsweiler, Mothern und Illingen zur lebenslangen Nutzung. Mit dem Tod von Rudolf sollten alle Güter zurück an den Bischof fallen. In der Urkunde von 960 stimmen die Söhne Rudolfs, Rudolf und Konrad dieser Schenkung zu. Da bei dieser Schenkung vermutlich auch königliche Rechte betroffen waren, bestätigt König Otto (der Große) diese Schenkung. Schreiber der Urkunde ist Priester Winnibert (in Latein: "Ego igitur indignissimus presbiter Winibertas ex inssu Godefridi episcopi scripsi diemque notavi."). Das besondere an der Urkunde ist die Ersterwähnung mehrerer Gemeinden, darunter Weinsweiler und dort gelegenen Weinbergen.
Weblinks
Literatur
- ↑ Remling, Franz Xaver (1852): Urkundenbuch zur Geschichte der Bischöfe zu Speyer. (Aeltere Urkunden.): Kirchheim und Schott (IV), Seiten 13 und 14.
Einzelnachweise
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
GLA Ka 67 Nr.448, 49 V gehört den Kategorien an: Urkunde
Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 20.10.2025". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: GLA Ka 67 Nr.448, 49 V. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/GLA Ka 67 Nr.448, 49 V ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 20.04.2026 ↑... Seitenanfang