Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
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| − | "In villa vero | + | "''In villa vero winiswilare nuncupato - XX - at - II jornales vinearum.''" Vollständige Übertragung des lateinischen Textes bei Remling UB I, Seiten 13 und 14 (der Urkunde aus dem Jahre 960, 7. Mai)<ref group=lit>Remling, Franz Xaver (1852): Urkundenbuch zur Geschichte der Bischöfe zu Speyer. (Aeltere Urkunden.): Kirchheim und Schott (IV), Seiten 13 und 14.</ref>. |
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| − | ==Regest== | + | ==Regest zur Gesamturkunde== |
| − | Rudolf ("ein gewisser edler Mann namens Rudolf") tauschte im | + | Rudolf ("ein gewisser edler Mann namens Rudolf") tauschte (unter Zustimmung seiner Söhne Rudolph und Kuno = Konrad) im Jahre 957 (am 7. Mai, dem Gründonnerstag) Güter mit Bischof Gottfried von Speyer. Die Urkunde ist Teil des [[Codex minor Spirensis]]<ref>Urkunden und Abschriften ab dem Jahre 650 bis 1343.</ref>. |
| − | Rudolf vermacht dem Bischof Güter, Rechte und Personen (Leibeigenschaften) in den Orten Leimersheim, Rülzheim, Essingen, Fischlingen, Lachen, Nußdorf, Dammheim, | + | Rudolf vermacht dem Bischof Güter, Rechte und Personen (Leibeigenschaften) in den Orten Leimersheim, Rülzheim, Essingen, Fischlingen, Lachen, Nußdorf, Dammheim, Forachheim<ref>Es handelt sich dabei um eine Wüstung bei Landau in der Pfalz, Forchheim. Sehen Sie dazu Dolch, Greule, Seite 145.</ref> und "alles was er im Speyergau besitzt". |
Im Gegenzug übergab der Bischof Güter und zwei Zehntkirchen in Venningen, Weinsweiler, Mothern und Illingen zur lebenslangen Nutzung. Mit dem Tod von Rudolf sollten alle Güter zurück an den Bischof fallen. In der Urkunde von 960 stimmen die Söhne Rudolfs, Rudolf und Konrad dieser Schenkung zu. Da bei dieser Schenkung vermutlich auch königliche Rechte betroffen waren, bestätigt König Otto (der Große) diese Schenkung. Schreiber der Urkunde ist Priester Winnibert (in Latein: "Ego igitur indignissimus presbiter Winibertas ex inssu Godefridi episcopi scripsi diemque notavi."). Das besondere an der Urkunde ist die Ersterwähnung mehrerer Gemeinden, darunter Weinsweiler und dort gelegenen Weinbergen. | Im Gegenzug übergab der Bischof Güter und zwei Zehntkirchen in Venningen, Weinsweiler, Mothern und Illingen zur lebenslangen Nutzung. Mit dem Tod von Rudolf sollten alle Güter zurück an den Bischof fallen. In der Urkunde von 960 stimmen die Söhne Rudolfs, Rudolf und Konrad dieser Schenkung zu. Da bei dieser Schenkung vermutlich auch königliche Rechte betroffen waren, bestätigt König Otto (der Große) diese Schenkung. Schreiber der Urkunde ist Priester Winnibert (in Latein: "Ego igitur indignissimus presbiter Winibertas ex inssu Godefridi episcopi scripsi diemque notavi."). Das besondere an der Urkunde ist die Ersterwähnung mehrerer Gemeinden, darunter Weinsweiler und dort gelegenen Weinbergen. | ||
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Aktuelle Version vom 20. Oktober 2025, 17:55 Uhr
Gebiet: Weinsweiler
Zeitraum: 957
Grad: Grad ungeprüft
Kategorie:
| Merkmal | Eintrag |
|---|---|
| Nummer | GLA Ka 67 Nr.448, 49 V |
| Archiv | Generallandesarchiv Karlsruhe |
| Bestand | Kopialbücher |
| Best.Verz. | 67 |
| Titel | Übertragung von 22 Tagwerken Weinbergen in Weinsweiler |
| Inhalt | Güterübertragung |
| Umfang | Fehlt |
| Aussteller | Rudolph (von Leimersheim) |
| Ausstellungsort | Fehlt |
| Empfänger | Georg von Speyer |
| Siegler | Fehlt |
| Datum | 957 |
| Ausstellungsjahr | Unbekannt |
| Ausstellungstag | 7. Mai |
| Regest | ja |
| Text-Original | ja |
| Text-Übertragung | ja |
| Weitere Personen | Rudolf · Gottfried von Speyer · Fehlt · Fehlt |
| Erwähnung in | N/A |
| CMS | Fehlt |
| Zitat | Zitat fehlt |
| Schlagwort |
Weinberg · Weinsweiler · Güterübertragung · Tagwerk · Jornales |
| Sammlung |
Urkunde · Tagwerk · Jornales · Weinsweiler |
Die Vorlage hat ausgefüllt: /2025-10-20
Die Urkunde trägt den (Sub)Titel: Übertragung von 22 Tagwerken Weinbergen in Weinsweiler. Die Urkunde gilt als ältester schriftlicher Nachweise des Weinanbaus in Maikammer und Alsterweiler.
Übertragung
Bisher keine vollständig Übertragung; nur Teilabschnitt mit Weinsweiler: "In villa vero winiswilare nuncupato - XX - at - II jornales vinearum." Vollständige Übertragung des lateinischen Textes bei Remling UB I, Seiten 13 und 14 (der Urkunde aus dem Jahre 960, 7. Mai)[lit 1].
Regest zur Gesamturkunde
Rudolf ("ein gewisser edler Mann namens Rudolf") tauschte (unter Zustimmung seiner Söhne Rudolph und Kuno = Konrad) im Jahre 957 (am 7. Mai, dem Gründonnerstag) Güter mit Bischof Gottfried von Speyer. Die Urkunde ist Teil des Codex minor Spirensis[1].
Rudolf vermacht dem Bischof Güter, Rechte und Personen (Leibeigenschaften) in den Orten Leimersheim, Rülzheim, Essingen, Fischlingen, Lachen, Nußdorf, Dammheim, Forachheim[2] und "alles was er im Speyergau besitzt".
Im Gegenzug übergab der Bischof Güter und zwei Zehntkirchen in Venningen, Weinsweiler, Mothern und Illingen zur lebenslangen Nutzung. Mit dem Tod von Rudolf sollten alle Güter zurück an den Bischof fallen. In der Urkunde von 960 stimmen die Söhne Rudolfs, Rudolf und Konrad dieser Schenkung zu. Da bei dieser Schenkung vermutlich auch königliche Rechte betroffen waren, bestätigt König Otto (der Große) diese Schenkung. Schreiber der Urkunde ist Priester Winnibert (in Latein: "Ego igitur indignissimus presbiter Winibertas ex inssu Godefridi episcopi scripsi diemque notavi."). Das besondere an der Urkunde ist die Ersterwähnung mehrerer Gemeinden, darunter Weinsweiler und dort gelegenen Weinbergen.
Erkenntnisse
- Rudolph war vermutlich Rudolph von Zeiskam (weniger wahrscheinlich Rudolph von Leimersheim[3]). Bei den Herren von Zeiskam waren Rudolph und Kuno (Konrad) so werden in der zweiten Urkunde seine Söhne benannt "Leitnamen".
- Weinsweiler, urkundliche Ersterwähnung 957
- Weinberge/Weinbau, urkundliche Ersterwähnung für Maikammer und Alsterweiler 957 und 960.
Weblinks
Literatur
- ↑ Remling, Franz Xaver (1852): Urkundenbuch zur Geschichte der Bischöfe zu Speyer. (Aeltere Urkunden.): Kirchheim und Schott (IV), Seiten 13 und 14.
Einzelnachweise
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
GLA Ka 67 Nr.448, 49 V gehört den Kategorien an: Urkunde
Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 20.10.2025". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: GLA Ka 67 Nr.448, 49 V. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/GLA Ka 67 Nr.448, 49 V ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 19.04.2026 ↑... Seitenanfang