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Elfder Frihschobbe: Unterschied zwischen den Versionen

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bemerkbar. In einer Beschreibung des ganzen Hochstifts samt Klerus und Pfarreien vom Jahre 1464 (Bruchsal, Kopialbuch Nr. 141) wird ein Schulmeister
 
bemerkbar. In einer Beschreibung des ganzen Hochstifts samt Klerus und Pfarreien vom Jahre 1464 (Bruchsal, Kopialbuch Nr. 141) wird ein Schulmeister
 
aufgeführt." (Leonhardt, Seite 181) Bei allen anderen Volkszählungen oder Einwohnererhebungen, also 1470 / 1495 und 1530 und auch in der Bürgerliste von 1602 wird kein Lehrer erwähnt. Dabei ist zu beachten, daß der Lehrer zu diesen Zeiten auch kein "Ausbildungsberuf" wie heute war. Die pädagogischen Fähigkeiten wurden alleine durch "Weitergabe", nicht selten an den Sohn, vermittelt. Das Lehrer-Studium gab es also nicht.
 
aufgeführt." (Leonhardt, Seite 181) Bei allen anderen Volkszählungen oder Einwohnererhebungen, also 1470 / 1495 und 1530 und auch in der Bürgerliste von 1602 wird kein Lehrer erwähnt. Dabei ist zu beachten, daß der Lehrer zu diesen Zeiten auch kein "Ausbildungsberuf" wie heute war. Die pädagogischen Fähigkeiten wurden alleine durch "Weitergabe", nicht selten an den Sohn, vermittelt. Das Lehrer-Studium gab es also nicht.
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Weitere Nachricht zu einem Schulhaus erhalten wir für das Jahr 1588. Ein Lehrer wird in Maikammer erwähnt (nach Leonhardt, Seite 182 - ohne Quellenangabe). Das Schulhaus stand damals am Lindeneck, wo sich auch das Rathaus befand. Die Schule war für alle Kinder in Maikammer und Alsterweiler. An einen regelmäßigen Schulbesuch war damals aber nicht zu denken.
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Verständlich, daß im 30jährigen Krieg keine Schule abgehalten werden konnte. Erst im Jahre 1648 kommt dann wieder ein Lehrer vor. Auch behinderten die weiteren Kriegszeiten 1673, 1689-1700 den spärlich aufblühenden Schulbetrieb. Wie es die Schulen stand geht aus einer Beschwerde vom 26. November 1675 hervor. Der Lehrer zeigte der fürstbischöflichen Regierung an, daß die hiesigen Einwohner ihr Kinder nicht mehr zur Schule, Christenlehre und Gottesfurcht anhielten (Quelle nach Leonhardt Nr.52).
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Im Jahre 1746 wird das Schulhaus als baufällig betitelt. Aber erst im Jahre 1757 wurde ein neue Schulhaus in Maikammer errichtet. Es stand dann lange Zeit auf dem "Kirchhof".
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In dieser Zeit erhalten wir erste Hinweise auf Aktivitäten in Alsterweiler. Alsterweiler einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterzeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleidung hätten. Der Maikammerer Pfarrer Weber war dagegen.
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Mit Datum vom 25. November 1766 richtete der Alsterweiler Bürger Peter Schmitt an das Generalvikariat in Speyer die Bitte, es möge erlauben, daß den Kindern von Alsterweiler einige Nachtstunden in der christlichen Lehre durch ihn gegeben werde. Als Grund gab er weiten Weg und schlechte Kleidung der Kinder an. Der damalige Pfarrer Gödecke war dagegen, weil er vermutete, daß es den Alsterweilerer Bürgern nicht um Nachtschule, sondern um eigene Tagesschule zu tun sei.
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Zudem würde dem Lehrer von Maikammer ein Teil des Schulgeldes entgehen. Das Generalvikariat entschied dennoch zugunsten von Peter Schmitt und Alsterweiler. Schließlich gehe das allgemeine Wohl dem privaten vore; der Pfarrer sollte fleißig nachsehen.
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Da es aber in Alsterweiler kein Schulhaus gab, stellte Peter Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu
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erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden.
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Nach einiger Zeit bat nun Peter Schmitt, auch Tagschule halten zu dürfen. Dekan Johann Bapt. Fischer aus Hambach (Alsterweiler und Maikammer gehörten zum Landdekanat Weyer sowie zum Landdekanat Hambach. Die Landdekanate nannten sich jeweils nach dem sitz des jeweiligen Vorsitzenden. Fischer hatte sich gutachterlich zu äußern. "Das Gutachten fiel schlimm aus. So wurde unter anderem festgestellt, daß Schmitt selbst sehr schlecht schreibe und darum die Schreibvorlagen von Kindern aus Maikammer entlehnte. Seine Nachtschule ging daher ein, und die Kinder von Alsterweiler" (Leonhardt, Seite 182), etwa 82 an der Zahl, hatten wieder die Schule zu Maikammer zu besuchen.
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Version vom 19. Mai 2025, 17:56 Uhr

Siehe auch: Achder Frihschobbe, Brunnenkerwe ONLINE 2021, Club Sellemols, Dridder Frihschobbe, Dritter Ortsrundgang Alsterweiler… weitere Ergebnisse

Elfder Frihschobbe (auch Elfter Frühschoppen[anm 1]) ist Teil einer Veranstaltungsreihe Frihschobbe (Brunnenkerwe) des Club Sellemols. Der Frihschobbe wird von Matthias C.S. Dreyer moderiert. Er findet jeweils am Brunnenkerwe-Sonntag, ab 11.00 Uhr im Hof der Kredenburg[1] statt.

Markus Hener und Matthias Dreyer erzählen aus Alsterweiler. Der Elfte Frühschoppen widmet sich der Alsterweiler Schule und dem Alsterweiler Schulhaus.

Textentwurf


TEXT----

Die Geschichte der Alsterweiler Schule beginnt bereits vor dem Bau des Schulhauses, das im Jahre 1829 errichtet wurde. Ein Bewohner von Alsterweiler strebte danach, einen Schulbetrieb einzurichten, um den Kindern den langen und beschwerlichen Weg nach Maikammer zum Lindeneck zu ersparen.

Beginnen wollen wir aber mit einem kleinen Überblick über die Schulsituation in Maikammer bis es zu einer eigenständigen Schule in Alsterweiler kam. Wir beenden unsere Zeitreise dann im 20. Jahrhundert, just dann als im Jahre 1991 die Schule in Alsterweiler wieder aufgeben wurde.

Erste Überlegungen einen Schulbetrieb einzurichten ist in Maikammer auf das 15. Jahrhundert zurückzuführen.

"Die Spuren einer Volksschule in Maikammer sind schon im 15. Jahrhundert bemerkbar. In einer Beschreibung des ganzen Hochstifts samt Klerus und Pfarreien vom Jahre 1464 (Bruchsal, Kopialbuch Nr. 141) wird ein Schulmeister aufgeführt." (Leonhardt, Seite 181) Bei allen anderen Volkszählungen oder Einwohnererhebungen, also 1470 / 1495 und 1530 und auch in der Bürgerliste von 1602 wird kein Lehrer erwähnt. Dabei ist zu beachten, daß der Lehrer zu diesen Zeiten auch kein "Ausbildungsberuf" wie heute war. Die pädagogischen Fähigkeiten wurden alleine durch "Weitergabe", nicht selten an den Sohn, vermittelt. Das Lehrer-Studium gab es also nicht.

Weitere Nachricht zu einem Schulhaus erhalten wir für das Jahr 1588. Ein Lehrer wird in Maikammer erwähnt (nach Leonhardt, Seite 182 - ohne Quellenangabe). Das Schulhaus stand damals am Lindeneck, wo sich auch das Rathaus befand. Die Schule war für alle Kinder in Maikammer und Alsterweiler. An einen regelmäßigen Schulbesuch war damals aber nicht zu denken.

Verständlich, daß im 30jährigen Krieg keine Schule abgehalten werden konnte. Erst im Jahre 1648 kommt dann wieder ein Lehrer vor. Auch behinderten die weiteren Kriegszeiten 1673, 1689-1700 den spärlich aufblühenden Schulbetrieb. Wie es die Schulen stand geht aus einer Beschwerde vom 26. November 1675 hervor. Der Lehrer zeigte der fürstbischöflichen Regierung an, daß die hiesigen Einwohner ihr Kinder nicht mehr zur Schule, Christenlehre und Gottesfurcht anhielten (Quelle nach Leonhardt Nr.52).

Im Jahre 1746 wird das Schulhaus als baufällig betitelt. Aber erst im Jahre 1757 wurde ein neue Schulhaus in Maikammer errichtet. Es stand dann lange Zeit auf dem "Kirchhof".

In dieser Zeit erhalten wir erste Hinweise auf Aktivitäten in Alsterweiler. Alsterweiler einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterzeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleidung hätten. Der Maikammerer Pfarrer Weber war dagegen.

Mit Datum vom 25. November 1766 richtete der Alsterweiler Bürger Peter Schmitt an das Generalvikariat in Speyer die Bitte, es möge erlauben, daß den Kindern von Alsterweiler einige Nachtstunden in der christlichen Lehre durch ihn gegeben werde. Als Grund gab er weiten Weg und schlechte Kleidung der Kinder an. Der damalige Pfarrer Gödecke war dagegen, weil er vermutete, daß es den Alsterweilerer Bürgern nicht um Nachtschule, sondern um eigene Tagesschule zu tun sei.

Zudem würde dem Lehrer von Maikammer ein Teil des Schulgeldes entgehen. Das Generalvikariat entschied dennoch zugunsten von Peter Schmitt und Alsterweiler. Schließlich gehe das allgemeine Wohl dem privaten vore; der Pfarrer sollte fleißig nachsehen.

Da es aber in Alsterweiler kein Schulhaus gab, stellte Peter Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden.

Nach einiger Zeit bat nun Peter Schmitt, auch Tagschule halten zu dürfen. Dekan Johann Bapt. Fischer aus Hambach (Alsterweiler und Maikammer gehörten zum Landdekanat Weyer sowie zum Landdekanat Hambach. Die Landdekanate nannten sich jeweils nach dem sitz des jeweiligen Vorsitzenden. Fischer hatte sich gutachterlich zu äußern. "Das Gutachten fiel schlimm aus. So wurde unter anderem festgestellt, daß Schmitt selbst sehr schlecht schreibe und darum die Schreibvorlagen von Kindern aus Maikammer entlehnte. Seine Nachtschule ging daher ein, und die Kinder von Alsterweiler" (Leonhardt, Seite 182), etwa 82 an der Zahl, hatten wieder die Schule zu Maikammer zu besuchen.




ENDE---

✓ = Elfder Frihschobbe wurde am Sun, 19 Apr 2026 09:22:23 +0000 in dieser Version die Liste der Beiträge Geprüft_1 aufgenommen.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Andere Feste in der Pfalz mit ähnlichem Namen: Kinnelsbrunnefeschd (Gommersheim)

Anmerkungen

  1. Die Zählung ist in der offiziellen Ankündigung etwas durcheinander geraten. Der siebte Frühschoppen war Bestandteil der Brunnenkerwe ONLINE 2021. Somit folgte 2022 der 8., der 9. im Jahr 2023 und der 10. Frühschoppen im Jahr 2024 und 11. Frühschoppen im Jahr 2025.

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Elfder Frihschobbe gehört den Kategorien an: Club Sellemols, Veranstaltung, Alsterweiler, Geprüft 1

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Referenzierungen

  1. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite_182/4
    Seite: Seite_182/4
    Zitat: In dieser und in der folgenden Zeit, wohl auch schon früher hatte die Gemeinde das Recht, einen Schulmeister anzunehmen und dem Generalvikariat für die Approbation und Konfirmation zu präsentieren.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · Alsterweiler Schulhaus · Generalvikariat · Approbation · Konfirmation
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler · Alsterweiler Schule · Schule · Schulbetrieb
    LINK: Alsterweiler
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Elfder Frihschobbe