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Lehnbuch Ludwig V.: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 7. Januar 2017, 21:04 Uhr
Lehnbuch Ludwig V.des Kurfürsten Ludwig V. ist unter dem Verzeichnis 67 Nr. 1058 im Generallandesarchiv Karlsruhe verwahrt.
In diesem Lehnbuch sind verzeichnet:
- Viax von Oberstein, GLA Ka 67 Nr.1058 fol149 (mit Bezug auf seinen Vater Heinrich von Oberstein) mit Lehen in Kertzenheim,
- Hans von Oberstein, Folio 150 (mit Bezug auf seinen Vater Myas von Oberstein).
Einordnung
Das Lehnbuch seht in einer Reihe mit weiteren Büchern ähnlicher Art: "Das älteste unter diesen ist das des Basler Bischofs Friedrich zu Rhein (1437-1451) von 1441, gefolgt vom Speyrer Lehnbuch, entstanden 1465/68, und dem Lehnbuch Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz (1449/51-1476) von 1471; das vierte Wappenlehnbuch, um das es hier geht, wurde um 1538/42 für Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz (1508-1544) angelegt."[1]
"Bei allen diesen wappengeschmückten Lehnbüchern handelt es sich nicht um Verwaltungsschriftgut für den täglichen Kanzleigebrauch. Vielmehr sind diese höchst aufwendig gestalteten Folianten als Kammerexemplare zum persönlichen Gebrauch des Fürsten und zur Repräsentation bei Hofe zu verstehen. Nur so lässt sich auch das Weiterwandern der Idee erklären: Man sah einen solchen prächtigen Band anlässlich einer Belehnung oder bei anderer Gelegenheit und beschloss, zur Mehrung des eigenen Ruhms Entsprechendes zu beschaffen."
Inhalt
"Das Lehnbuch Kurfürst Ludwigs V. von der Pfalz umfasst 490 Pergamentblätter und dokumentiert, angereichert mit farbigen Vollwappen, einerseits die Passivlehen, die der Pfälzer Kurfürst vom Reich, vom Königreich Böhmen sowie von geistlichen Fürsten und Prälaten trug, andererseits die Aktivlehen, die er an rund vierhundert fürstliche, gräfliche und ritteradlige Vasallen, aber auch an bürgerliche Beamte und gelehrte Räte zu vergeben hatte. Mit seinen großen und vielen kleinen Miniaturen ist der Band noch prächtiger ausgestattet als der zwei Menschenalter davor für Friedrich I. geschaffene. Weil aber die Oberpfälzer Vasallen unberücksichtigt bleiben und infolge der nach dem Landshuter Krieg eingetretenen Gebiets- und Herrschaftsverluste ist der hier erfasste Lehnhof um etwa ein Drittel kleiner als der der 1470er Jahre. Wie der Vorgängerband (67 Nr. 1057) ist auch dieser Band ständisch gegliedert nach Fürsten, Grafen, Herren, Angehörigen des Ritteradels, landesherrlichen Beamten und Bürgern. Je weiter man die Ständepyramide hinabsteigt, desto mehr verschwimmen naturgemäß die geburtsständischen Grenzen und desto stärker kommt die dem unteren Rand des spätmittelalterlichen Niederadels eigene soziale Dynamik zum Tragen. Allerdings erscheint das Bewusstsein für die ständischen Grenzen oberhalb des Ritteradels und der höheren Beamtenschaft inzwischen deutlich geschärft. Nach den besonders zahlreichen Pfälzer Aktivlehen kommen schließlich noch die Lehen von elf Grafschaften und Herrschaften, die die Pfalz im 15. Jahrhundert im Wege des Heimfalls, des Kaufs oder der Pfandschaft erworben hatte und die mithin ebenfalls durch den Pfälzer Kurfürsten vergeben wurden. Die erfassten Lehen liegen großenteils im Pfälzer Raum beiderseits des nördlichen Oberrheins, doch reicht bedingt durch die territoriale Entwicklung der Kurpfalz das Gebotene weit über dieses Gebiet hinaus, im Westen und Norden bis an die mittlere Mosel, in die Wetterau, an die Lahn und an den Niederrhein. Für die Heraldik des spätmittelalterlichen Adels ist dieses Lehnbuch auch jenseits des Pfälzer Raums von größter Bedeutung. Anders als der vorangegangene Band bietet dieser zumeist die Lehnreverse im vollen Wortlaut, dazu verschiedentlich auch andere auf dieses oder jenes Lehen bezogene Urkunden; bloße Lehnaktnotizen bilden die Ausnahme und finden sich fast nur im Anhang."
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ siehe dazu: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Lehnbuch Ludwig V. gehört den Kategorien an: Lehnbuch
Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 07.01.2017". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Lehnbuch Ludwig V.. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Lehnbuch Ludwig V. ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 18.04.2026 ↑... Seitenanfang