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Schloss Károlyi (Fehérvárcsurgó): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Das Schloss Károlyi ist eine klassizistische Bau- und Gartenanlage in der Gemeinde Fehérvárcsurgó in Ungarn. Das Anwesen wurde nach den Plänen des Architekten [[Heinrich Koch (1781)]] errichtet.<ref group=lit>BALÁZSIK Tamás - FRANKÓ Ákos - KRALOVÁNSZKY Réka: A fehérvárcsurgói Károlyi-kastély. = Műemlékvédelem. 38. 1994. 4. 235-246.</ref> | + | Das Schloss Károlyi ist eine klassizistische Bau- und Gartenanlage in der Gemeinde Fehérvárcsurgó in Ungarn. Das Anwesen wurde nach den Plänen des Architekten [[Heinrich Koch (1781)|Heinrich Koch]] errichtet.<ref group=lit>BALÁZSIK Tamás - FRANKÓ Ákos - KRALOVÁNSZKY Réka: A fehérvárcsurgói Károlyi-kastély. = Műemlékvédelem. 38. 1994. 4. 235-246.</ref><br /> |
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| + | <small>→ Andere Werke von Heinrich Koch: [[Palais Károlyi (Budapest)]], [[Palais Kinksy (Prag)]], [[Palais Clam-Gallas|Palais Clam-Gallas (Wien)]]</small> | ||
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Die Anlage geht auf einen Bau aus dem 17. Jahrhundert zurück. Das Bauwerk des 19. Jahrhunderts wurde auf einer Barockanlage (L-Form) errichtet in Form eines Sommerhauses, das den Familien Perényi und Berényi gehörte. | Die Anlage geht auf einen Bau aus dem 17. Jahrhundert zurück. Das Bauwerk des 19. Jahrhunderts wurde auf einer Barockanlage (L-Form) errichtet in Form eines Sommerhauses, das den Familien Perényi und Berényi gehörte. | ||
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Fürst Joseph Károlyi (Enkel von György Károlyi) erneuerte im Jahre 1910 das Anwesen. Zu dieser Zeit wurde der Hof angelegt und die eliptische Bibliothek mit einer Kuppel errichtet. Auch die Gartenanlage stammt aus dieser Zeit. Sie wurde vom Landschaftsarchitekten [[János Hein]] geplant (1911).<ref>Károlyi József Alapítvány (2012) A fehérvárcsurgóia Kárlolyi Kastély: Európai Kulturális Találkozó Käzpont Ètterem / Szálloda (ungarische Ausgabe mit englischer Zusammenfassung). Seite 28f.</ref> | Fürst Joseph Károlyi (Enkel von György Károlyi) erneuerte im Jahre 1910 das Anwesen. Zu dieser Zeit wurde der Hof angelegt und die eliptische Bibliothek mit einer Kuppel errichtet. Auch die Gartenanlage stammt aus dieser Zeit. Sie wurde vom Landschaftsarchitekten [[János Hein]] geplant (1911).<ref>Károlyi József Alapítvány (2012) A fehérvárcsurgóia Kárlolyi Kastély: Európai Kulturális Találkozó Käzpont Ètterem / Szálloda (ungarische Ausgabe mit englischer Zusammenfassung). Seite 28f.</ref> | ||
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| + | Das Schloss ist eine klassizistische Anlage. [[Heinrich Koch (1781)|Heinrich Koch]] setzt auf die Winkelform, Haupthaus mit seitlich anschließenden Bauteilen. (Der folgende Text bezieht sich auf die colorierte Zeichnung mit Bezug zum Baujahr 1844-46.) In der Zeichnung sind dreizehn streng getrennte Fensterachsen erkennbar, die das Haupthaus aufteilen. Ein Portikus (heute die Bibliothek) und zwei Seitenteile lassen sich vom Betrachter ablesen. Der Portikus ist mit 5 Fensterachsen größer als die beiden Seiten ausgelegt, was ihm eine deutliche Dominanz über das Haus zukommen lässt. Zur Dominanz trägt auch bei, dass die vier außen liegenden Säulen des Portikus über zwei Geschoße ragen. Vier weitere Säulen sind einem Balkon untergeordnet, der das Erdgeschoß abschließt und einen Zugang aus dem Obergeschoß schafft. | ||
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==Heutige Nutzung== | ==Heutige Nutzung== | ||
Aktuelle Version vom 28. Februar 2016, 18:22 Uhr
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Das Schloss Károlyi ist eine klassizistische Bau- und Gartenanlage in der Gemeinde Fehérvárcsurgó in Ungarn. Das Anwesen wurde nach den Plänen des Architekten Heinrich Koch errichtet.[lit 1]
→ Andere Werke von Heinrich Koch: Palais Károlyi (Budapest), Palais Kinksy (Prag), Palais Clam-Gallas (Wien)
Entstehung
Die Anlage geht auf einen Bau aus dem 17. Jahrhundert zurück. Das Bauwerk des 19. Jahrhunderts wurde auf einer Barockanlage (L-Form) errichtet in Form eines Sommerhauses, das den Familien Perényi und Berényi gehörte. Die Familie Fürst György Károlyi ließ das Anwesen in der Mitte des 19. Jahrhunderts umgestalten. Heute hat das Anwesen im Wesentlichen die Form aus dem Jahre 1844.[1]
Fürst Joseph Károlyi (Enkel von György Károlyi) erneuerte im Jahre 1910 das Anwesen. Zu dieser Zeit wurde der Hof angelegt und die eliptische Bibliothek mit einer Kuppel errichtet. Auch die Gartenanlage stammt aus dieser Zeit. Sie wurde vom Landschaftsarchitekten János Hein geplant (1911).[2]
Baustil
Das Schloss ist eine klassizistische Anlage. Heinrich Koch setzt auf die Winkelform, Haupthaus mit seitlich anschließenden Bauteilen. (Der folgende Text bezieht sich auf die colorierte Zeichnung mit Bezug zum Baujahr 1844-46.) In der Zeichnung sind dreizehn streng getrennte Fensterachsen erkennbar, die das Haupthaus aufteilen. Ein Portikus (heute die Bibliothek) und zwei Seitenteile lassen sich vom Betrachter ablesen. Der Portikus ist mit 5 Fensterachsen größer als die beiden Seiten ausgelegt, was ihm eine deutliche Dominanz über das Haus zukommen lässt. Zur Dominanz trägt auch bei, dass die vier außen liegenden Säulen des Portikus über zwei Geschoße ragen. Vier weitere Säulen sind einem Balkon untergeordnet, der das Erdgeschoß abschließt und einen Zugang aus dem Obergeschoß schafft.
Auffallend ist der kleine Giebel mit Geison auf einem mächtigen Architrav. Der Giebel nimmt lediglich drei Fensterachsen bzw. die innen liegenden Säulen auf. Die darunter liegenden Fenster (bzw. Türen im Erdgeschoß) sind mit Halbbögen versehen.
Das Hauptgebäude schließt an den Seiten mit je einer Säule ab, die ebenfalls zwei Vollgeschoße einnehmen. Die Fassade ist in Längsrichtung durch umlaufende Bänder über den Fensteröffnungen "gebunden".
Die Seitenflügel werden durch zwei Vorbauten abgeschlossen. In einem Vorbau ist - am Turm erkennbar - die Schlosskirche untergebracht.
Pläne
Es existiert eine colorierte Bildansicht der Planung von Heinrich Koch (1781). Sie zeigt das Anwesen um die Zeit 1844-46.[3]
Heutige Nutzung
Die Károlyi Familie verließ das Anwesen im September 1944 als die Kriegsfront näher rückte. In den 1945 wurde das Anwesen von den Kommunisten annektiert. Die Familie Károlyi musste das Land verlassen und ging 1947 nach Frankreich. Gebäude und Park verkamen zusehends.[4]
Zunächst kümmerte sich der ungarische Staat (seit 1993) um das Anwesen. Die Familie Károlyi übernahm gemeinsam mit privaten Spendern die aufwändige Sanierung des Anwesens. Heute wird es von der Károlyi - Foundation unterhalten.[5]
Weblinks
Literatur
- ↑ BALÁZSIK Tamás - FRANKÓ Ákos - KRALOVÁNSZKY Réka: A fehérvárcsurgói Károlyi-kastély. = Műemlékvédelem. 38. 1994. 4. 235-246.
Einzelnachweise
- ↑ Károlyi József Alapítvány (2012) A fehérvárcsurgóia Kárlolyi Kastély: Európai Kulturális Találkozó Käzpont Ètterem / Szálloda (ungarische Ausgabe mit englischer Zusammenfassung). Seite 28f.
- ↑ Károlyi József Alapítvány (2012) A fehérvárcsurgóia Kárlolyi Kastély: Európai Kulturális Találkozó Käzpont Ètterem / Szálloda (ungarische Ausgabe mit englischer Zusammenfassung). Seite 28f.
- ↑ Ansicht des Schloss Károlyi (Fehérvárcsurgó) aus den Jahren 1844-46.
- ↑ Übertragen von: www.károlyi.org.hu
- ↑ Károlyi József Alapítvány (2012) A fehérvárcsurgóia Kárlolyi Kastély: Európai Kulturális Találkozó Käzpont Ètterem / Szálloda (ungarische Ausgabe mit englischer Zusammenfassung), Seite 28f.
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Schloss Károlyi (Fehérvárcsurgó) gehört den Kategorien an: Werkverzeichnis Heinrich Koch, Bauten Károlyi
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