Gundel-Preis

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Der Gundel-Preis war eine Preisverleihung der Akademie der Bildenden Künste (Wien) in Wien. Der Hofpreis wurde 1782 vom kaiserlichen Hofrat Paul Anton von Gundel gestiftet. Gundel war Mitglied des akademischen Rats. Er vermachte der Akademie ein Kapital von 5.000 fl. mit der Auflage, jährlich sechs Schüler der Klassen zu belohnen. Den Preis erhielten Studienanfänger, die sich an den 6 Kunstklassen (Malerei, Bildhauerei, Graveur- und Medailleurkunst, Landschaftsmalerei, Architektur und Kupferstecherei) auszeichnen konnten.

Bis 1783 wurde der Preis in bar ausbezahlt und ab 1784 wurden Medaillen verliehen: Für den ersten Preis eine Gold- und für den zweiten eine Silbermedaille aus „Allerhöchsten Kaiserlichen Königlichen Gnaden“. Die Jury wurde aus dem akademischen Professorenkollegium gebildet.

Der Gundel-Preis war speziell für die Anfängern an der Akademie ausgelegt. Daneben gab es zwei weitere Preise, die erfahrenen Schülern und Akademiemitgliedern vorbehalten waren.

Heinrich Koch (1781) gewann den Gundel-Preis in den Jahren 1799 (2. Platz) und 1800 (1. Platz).