Gedenkkapelle Ferdinand Kinsky

Aus Pfalz
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Die Gedenkkapelle steht westlich des großen Eingangstors zum Park in Veltrusy.
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Die Gedenkkapelle Ferdinand Kinsky ist ein klassizistischer Bau in Veltrusy (Bezirk Mělník) zur Erinnerung an den Tod des gleichnamigen Fürsten an dieser Stelle. Das Gebäude wurde in den Jahren 1832-1835 von Heinrich Koch geplant und gebaut.

Entstehung

Die Grabkapelle wurde zum Andenken für den Fürsten Ferdinand von Kinsky von Wchinitz und Tettau[1] errichtet. Die Kapelle erinnert an den Tod des Fürsten. Er befand sich auf dem Ritt durch seine Ländereien (Zlonického), als er am 2. November 1812 vom Pferd fiel und am zweiten Tage danach verstarb[2]. Ausführung und Bau der Kapelle stammen von Heinrich Koch. Die Kapelle entstand in den Jahren 1832-1835[3]

Ferdinand Fürst Kinsky war zusammen mit dem Fürsten Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz und Erzherzog Rudolf einer der großen Förderer Beethovens. Mit ihnen zusammen stiftete er dem Komponisten ab 1809 eine lebenslange Rente. (Lobkowitzsches Haus Renovierungen durch Heinrich Koch)

Baustil

Es handelt sich um eine rechteckige Kapelle in einem kleinen Garten im (späten) klassizistischen Stil. Das Gebäude ist unterteilt in ein rechteckiges Portal mit einem geraden Gesims und einem Dreiecksgiebel auf einer Bossenfassade. Der Eingang wird von zwei Säulen flankiert, die mit einem Sturz überbrückt sind. Gerade diese Überdachung wirk hölzern, sitzt nicht passgenau auf den Säulen. Der gesamte Portikus stört den Gebäudeaufbau.

Die Ausstattung innen war ursprünglich von einem Altar aus braunem Marmor geprägt. Er stammte vom Prager Bildhauer Dvorak aus dem Jahr 1858. "Derzeit (2007) gibt es nur noch einen Altar aus Kunststein und drei Reihen von Holzbänken." Zur Kapelle führt eine Steintreppe über der in zweisprachiger Darstellung die tragischen Ereignisse geschildert werden.[4]

Inschrift über dem Eingangsportal an der Gedenkkapelle für Ferdinand Kinsky.

Sie lauten: R. MDCCCXII. AURAZEM. NA. TOMTO. MISSTESKONAW SIMU FERDINAND V KNIZETI KINSKEMU. KU. PAMATCE SYN. RUDOLPH KNIZE KINSKY SALOZIL MDCCCXXXV

Im Giebel ist das Wappen der Familie Kinsky abgebildet. Das Dach wird von einem Kreuz bekrönt.

Die Anlage wird zur Straße hin von einem Eisengitter begrenzt. Die anderen Seiten sind von hohen Mauern umgeben.

Pläne

Pläne sind bisher nicht bekannt.

Heutige Nutzung

Unverändert. Das Gebäude befindet sich in schlechtem baulichen Zustand.

Lage

Das Grabmal steht am westlichen Rand Veltrus, in der Nähe des klassizistischen Veltruský Tor zum Park (an der Straße außerhalb des Parks).


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. aus wikipeida: (*4. Dezember 1781 in Wien; †3. November 1812 in Weltrus)
  2. Scientific Library of Central Bohemia in Kladno dazu Webseite und Datenbank unter: (http:)//svk7.svkkl.cz/arl-kl/m-cs/detail-kl_us_auth-k0007857-Kaple-Ferdinanda-Kinskeho-Veltrusy-cesko/
  3. Anmerkung Matzinger: Das Datum erscheint merkwürdig. Der Tod des Fürsten ereignete sich bereits vor 20 Jahren. Andererseits wurde auch die Familiengruft Jarpice in diesem Zeitraum errichtet. Vielleicht stehen beide Gebäude über die "Stifterin" Wilhelmine Kinsky in Zusammenhang.
  4. Scientific Library of Central Bohemia in Kladno dazu Webseite und Datenbank unter: (http:)//svk7.svkkl.cz/arl-kl/m-cs/detail-kl_us_auth-k0007857-Kaple-Ferdinanda-Kinskeho-Veltrusy-cesko/

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Gedenkkapelle Ferdinand Kinsky gehört den Kategorien an: Werkverzeichnis Heinrich Koch, Bauten Kinsky

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