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Neues Schloss (Kostelec nad Orlicí)
Das Neue Schloss (Kostelec nad Orlicí) ist eine Residenz im Baustil des (späten) Klassizismus (Empire). Der Bau des Neuen Schlosses wurde von dem Wiener Architekten Heinrich Koch (1781) in den Jahren 1829-1833 im Auftrag des Grafen Josef Kinksy realisiert.[1]
Entstehung
Zum Schloß gehört auch ein großzügige Gartenanlage, der (Kostelecký Schlosspark). Josef Kinsky wollte eine neue Zentrale für seinen Familienstiz errichten, die den Anforderungen besser als die alte Burg gerecht werden konnte.
Graf Josef Kinsky ließ das Gebäude am Rande der Stadt am Ufer der Wilden Adler errichten. Da am Ort bereits ein Barockschloss stand, erhielt das Gebäude den Namen "Nový zámek" (Neues Schloss). Zum Anwesen gehört ein englischer Landschaftsparks (ca. 42 Hektar) mit Alpinum, dessen Anlage ebenfalls in das frühe 19. Jahrhundert zu datieren ist. Der Park ist wegen seiner vielen exotischen Bäume bekannt. Unter anderem stehen hier Tulpenbäume, Trompetenbäume, Platanen, Roteichen, amerikanische Ahorne und Kanadische Hemlocktannen. Die Ökosysteme, die sich entwickelt haben, gelten als besonders wertvoll. Ein großer Teil des Geländes (ca. 29 ha) wurde 1995 zum Naturreservat "Kostelecký zámecký park" (Kostelecký Schlosspark) erklärt[2]. Das Schloss war bis 1945 Wohnsitz der Familie Kinsky. In der kommunistischen Zeit war in dem Gebäude ein Forschungsinstitut für Schweinezucht untergebracht. 1997 kam es zur Restitution. Das Schlossgebäude wird gegenwärtig (2010) restauriert. Der Park ist öffentlich zugänglich.
Baustil
Heinrich Koch (1781) schuf einen rechteckigen Bau mit Souterrain und erhöhtem Erdgeschoss. Die Vorder- und Rückfront werden durch je elf, die Seiten durch fünf Fensterachsen gegliedert. Das Mittelrisalit umfasst drei Fensterachsen. Ihm ist ein Porticus mit vier Säulen vorgelagert. Sie ruhen, ebenso wie das Mittelrisalit auf Blöcken. Die vier Säulen werden im Mittelrisalit in quadratischer Form "gespiegelt". Das Erdgeschoss beherbergte einst Repräsentationsräume, das erste Obergeschoss war für Wohnzwecke eingerichtet. Im Souterrain befindet sich die Schlosskapelle.
Technische Besonderheiten
Im Schloss wurde zur Beheizung ein Hypokausten-System angelegt.
Pläne
Heutige Nutzung
Das Palais wurde Residenz der Familie Kinsky. Es gehörte der Familie bis zu seiner Verstaatlichung im Jahr 1948. Danach wurde ein Forschungsinstitut für Schweine etabliert. Im Jahr 1992 wurde das Anwesen sehr aufwendig renoviert.
Adlerkosteletz, czech. Kostelec nad Orlici, Stadt in der österr. Bezirkshauptmannschaft und dem Gerichtsbezirk Reichenau in Böhmen, in 291 m Höhe, an dem bei Königgrätz zur Elbe fließenden Adlerflusse, in anmutiger, vom Riesen- und Erlitzgebirge begrenzter Hügellandschaft, an der Linie Chlumetz-Geiersberg-Mittelwalde der Österr. Nordwestbahn, hat (1890) 4419 czech. E., Bezirksgericht (253 qkm, 45 Gemeinden, 76 Ortschaften, 29 066 czech. E.); großes Schloß des Grafen Kinsky mit Park (Allodherrschaft, 34,63 qkm), erbaut 1829-30 im ital. Stil von dem Wiener Heinrich Koch an der Stelle, wo das 1777 abgebrannte Schloß der Herren von Zanka und im 16. Jahrh. die Burg der Herren von Pottenstein, der ältesten Besitzer des Ortes, stand; gräfl. Zuckerfabrik mit Industriebahn, Lohgerberei, Bierbrauerei, Spiritus- und Ziegelbrennerei, künstliche Lachs- und Forellenzucht.
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Etwa zur gleichen Zeit ließ sein Bruder Fürst Rudolph Kinsky in Prag das Sommerpalais Kinsky (Prag) errichten, ebenfalls nach den Plänen von Heinrich Koch (1781).
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Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Neues Schloss (Kostelec nad Orlicí) gehört den Kategorien an: Werkverzeichnis Heinrich Koch, Bauten Kinsky
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