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Attribut:Ist Zitat

Aus Alsterweiler
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G
Die Wahl 1843 brachte wenig Änderung; Kögel blieb Bürgermeister bis 1846, Peter Pfoh blieb 1. Adjunkt, Andreas Platz wurde 2. Adjunkt.  +
Nach den '''Bedbüchern''' aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Kriege waren in der Leu-, Zwerch- und Bösgewann, im Bernsel und zum Teil auf dem Mahlberg Ackerland. Wiesen waren im Kirschgarten und im Schild, es gab Hartwiesen, Bach-, Stoß-, Held- und Weinspergewannwiesen. Alles übrige war Weinland.  +
1755-1787 Johann Philipp Gödecke; war auch Dekan, unter ihm wurde die Kirche gebaut.  +
Dann kam Johann Bien, der 1742 mit Sebastian Meining zu Maisch tauschte. Meining war zu Impfingen, Bistum Würzburg, geboren. Er meldete sich 1752 nach Hagenbach. In dieser und in der folgenden Zeit, wohl auch schon früher hatte die Gemeinde das Recht, einen Schulmeister anzunehmen und dem Generalvikariat für die Approbation und Konfirmation zu präsentieren. Auf die erledigte Schulstelle meldete sich 1752 Johann Adam Beschell, Glöckner an der Allerheiligen- und Dreifaltigkeitskirche zu Speyer. Er machte „seine Probe nicht ohne Applaus" und wurde darum als Schulmeister und Kirchendiener angestellt. Er nahm sich, nachdem ein neues Schulhaus erbaut war, Friedrich Rode als Präzeptor. (quelle Nr.63 entspriche Gemeindearchiv Maikammer). Beschell hatte viel Streit mit dem Pfarrer. So 1766 wegen des Kirchhofgrases, das beide beanspruchten. Alle möglichen Zeugenverhöre und Gutachten wurden abgegeben. Ein dicker Bündel Akten liegt im Staatsarchiv Speyer. Das Gemeindegericht war gegen Beschell; der Pfarrer bekam 1768 recht. 1769 starb Beschell, 76 Jahre alt. Sein Nachfolger wurde der seitherige Gehilfe Friedrich Rode.  +
Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen.  +
Alsterweiler zieht sich von Westen nach Osten, dem Bächlein Alster entlang und ist von zwei Hügelrücken eingeschlossen, einem nördlichen vom Wetterkreuz kommend und einem südlichen vom Breitenberg auslaufend.  +
1857 war am 10. Februar Gemeinderatswahl. Seb. Frantz wurde 1. Adjunkt und 1860 Bürgermeister, Herm. Damm 2. Adjunkt, den 1860 Peter Ad. Koch ablöste..  +
Herr Adjunkt Franz Garth stiftete eine neue, die den Namen „Maria" trägt und mit den Glocken von Maikammer geliefert wurde.  +
Im Jahre 1874 war am 10. November die Wahl für die neue Periode 1875—1880. Als Polizeiadjunkt für Alsterweiler wurde Georg Schlosser gewählt.  +
Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die '''Trennung''' des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung.  +
Da errichteten die Katholiken am 1. November 1848 eine Privatschule und holten dazu den geprüften Seminaristen Heinrich Werner von Ruppertsberg. Er erhielt 71 Schüler aus Zieglers Schule, 35 blieben bei Ziegler. Die Katholiken hatten einen Schulsaal verlangt, der vorhanden war und den auch die Mehrheit des Gemeinderats zugestand; da sich aber die Schüler schon jetzt '''„Heckerer"''' und '''„Mucker"''' schalten, so waren Reibereien zwischen den Schülern zu befürchten, und die Privatschule kam in den Schwanensaal, bis am 14. Januar 1849 der leerstehende Sall bezogwen werden durfte.  +
11. So ein Gemeinsmann ein Eigert (mhd. Egerd — Brachland) hätt in der Mark zwischen den Wingerten liegen und gibt die Bed (-Steuer) gleich den Wingerten dafür, so die Wingertmaß ist und begehrt dieselbig gehaupt zu haben, soll derselbig ein Raisch (Wisch) auf gemeld Eigert stecken, was dann daroben ergriffen wird, es wäre Pferd, Kühe oder jemand grase solche soll zu poen 2 Schilling Pfennig verfallen sein. Auch soll, wann ein Gemeinsmann ein Äckerle mit der Haue (Hacke) bebaut hat, niemand darauf gehen oder fahren bei obgenannter Einung.  +
Nach Dr. Heger „die germanische Besiedlung der Vorderpfalz an der Hand der Ortsnamen" ist die Form Maikammer nichts anderes als das Adj. Maigheimer; sie verdankt ihre Erstehung der in alten Urkunden viel gebrauchten Formel in Maigheim(er) maroa. In der jetzigen Schriftform „kammer" steckt, wie ja aus den alten Formen (0. 1315 und im Weistum) hervorgeht die Endung heim(er). Die ursprüngliche Form muß Maing-heim — Magingheim, Magineheim gewesen sein, was auf Maingen, Magingen zurückgeht. Dem entspricht die Aussprache in der Umgebung, im Gäu, wie überhaupt in der Vorderpfalz, wo man nur Maikam oder M ä k ä m sagt. Letzteres entspricht dem Maigheim (wie Zeiskam dem Zäskäm). Mei-ing ist ein altdeutscher Name, der sich als M a i noch in Familiennamen findet."  +
Schul- und Kirchenweg unangenehm. Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet. 1844 reifte der Plan zum Kapellenbau. Nikolaus Groß und seine Kinder Lorenz und Katharina Barbara stellten Grund und Boden zur Verfügung, die ledigen Jungfrauen Anna Maria Platz und Eva Margareta Hauck gaben die ersten namhaften Beträge. Zwei sammlungen brachten zusammen 2123 fl. 49 Kreuzer. Der erwähnte Nikolaus Groß, der als der eigentliche Bauherr genannt werden kann, teilte seinen Plan Pfarrer Weckesser mit und ließ dann die Kapelle durch Maurermeister Joh. Georg Schneider von Edenkoben aufbauen. Am 2. Mai 1845 wurde begonnen, am 25. Juli war die Maurerarbeit fertig. Da Groß keine Genehmigung zum Bauen eingeholt hatte, erschien am 29. August ein Herr von Speyer und nahm verschiedene Messungen vor, machte aber keine Beanstandungen. Am 1. Dezember weihte Bischof Nikolaus Weiß in Gegenwart zahlreicher Geistlicher aus der Umgebung die Kapelle ein. Im Hochaltar wurden Reliquien der beiden Trierer Heiligen Veragunda und Letanzia verwahrt. Die Kapelle ist der schmerzhaften Mutter geweiht, durch viele Schenkungen im Laufe der Jahre wurde sie trefflich ausgestattet. Da die Kapelle nur leicht gebaut war, fiel sie im Sommer 1859 zusammen; man ging gleich wieder an den Aufbau . Am 5. November konnte schon wieder das Gebälk aufgeschlagen werden. Seit die Kapelle eingeweiht ist, finden regelmäßig zweimal in der Woche hl. Messen statt. Am 19. April 1914 kam das Allerheiligste hinein, nachdem in Speyer und Rom die Genehmigung erteilt und der Tabernakel fester gemacht worden war.  +
Eine Verpflichtung, die nicht gerne ausgeübt wurde, weil es dabei ungleich herging, war der '''Frondienst'''. Er war dem Bischof als Landesherrn und der Gemeinde zu leisten, und zwar bei der Jagd, bei Straßen-, Brücken- und Häuserbauten und als Wache. Einzelne Personen waren von der '''Fronarbeit''' befreit, besonders Geistliche, Lehrer und Gemeindevorsteher. 1781 gab es 6 freie Bürger, 6 Fuhr- oder Spannfröner und 233 Handfröner.  +
An '''fronbarem''' Vieh waren in diesem Jahr vorhanden 9 Pferde und 3 Ochsen (1772).  +
Seither war der 2. Adjunkt stets von Alsterweiler, jetzt erhielt es, weil räumlich von Maikammer getrennt, nach § 73 der Gemeindeordnung einen Polizeiadjunkten. Die Wahl war am 14. Dezember 1869. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Lorenz Platz Adjunkt, Peter Adam Koch wurde Polizeiadjunkt;  +
Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die '''Deckelgasse''' nicht erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.  +