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Attribut:Ist Zitat

Aus Alsterweiler
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G
Im August [1866] faulten die Trauben infolge Krankheit. Es war ein nasser, kalter Sommer. Trotzdem die Kartoffeln im August faulten, gab es doch bei der Ernte viel. Auch Ohmet gab es genug.  +
Am 5. Oktober begann der Herbst; am 4. durfte das Faule geholt werden. In '''Alsterweiler''' gab es einen halben Herbst, in Maikammer etwas weniger. Der Most wog 75—90 Grad. Es gab einen vorzüglichen Wein. Portugieser kostete 6—8 fl., Traminer 6 fl. 12 Kr. die Hott. Der Weinverkauf ging schlecht. Im Dezember wurde in Alsterweiler ziemlich verkauft zu 125—130 fl.  +
1811 war das beste Weinjahr des Jahrhunderts. Am 15. Mai blühten die Trauben, am 20. Juli gab es schwarze Trauben, am 30. September begann der Herbst. Es gab sehr viel und ausgezeichneten Wein. Ein poetisch veranlagter hiesiger Winzer besang das Lob des 11 er Weines in 7 Strophen.  +
Das Jahr 1857 war für Maikammer und '''Alsterweiler''' ein sonderbares Jahr. Im Juni wollte man verhungern und schenkte wegen Futtermangels das Vieh halb weg; im Herbst gab es noch genug Rüben und Kraut. Im November und Dezember war es noch warm. Der Wein kostete im November 140—147 fl., im Dezember 150—160 fl.  +
In diesem Jahre wurden zum erstenmal Leichenträger angestellt, 5 für Maikammer und 5 für '''Alsterweiler'''. Die Gemeinde kaufte 5 schwarze Mäntel und Hüte. Die Trägergebühr betrug 20 Kreuzer. Am 15. Mai wurden die bisher üblichen Leichenschmause verboten. ('''1824''')  +
So erhielt am 7. Juni der Löwenwirt Michael Hauck in '''Alsterweiler''' vom Rentamt Edenkoben, wo derselbe Rentbeamte weiter wirkte, die Mahnung, binnen 3 Tagen beim Rentamt Edenkoben 200 fl. als Zwangsanlehen zu zahlen. Hauck wollte nicht. Am 13. Juni kam eine 2. Mahnung mit Androhung der Verhaftung. Am 14. Juni zahlte er 100 fl. auf Abschlag. Weil er nicht ganz zahlte, wurde er gefangen nach Kaiserslautern abgeführt. (1848)  +
Die übrigen 16 Gemeindräte von Maikammer waren gegen die Trennung:1. weil zwei getrennte Haushaltungen kostspieliger zu führen wären als eine einzelne, 2. weil die Wasserleitung doch gemeinsam bleiben müsse und durch '''Alsterweiler''' geleitet werde; Reibereien und Prozesse würden entstehen, 3. weil die Trennung sehr bedeutende Kosten verursachen würde, 4. weil sich in zehn Jahren die beiden Dörfer durch Neubauten doch berühren würden und eine Wiedervereinigung notwendig machte.  +
'''1840''' gab es in Maikammer 301, in '''Alsterweiler''' 104 Häuser.  +
Bis November war in '''Alsterweiler''' der meiste Wein verkauft. (1868)  +
Im Sommer [1835] war große Dürre, es gab Futtermangel, kein Ohmet, wenig Rüben; die Kartoffeln fielen schlecht aus. Weinlese war erst am 19. Oktober und dauerte bis nach Allerheiligen. Nach diesem Feste fing es an zu wintern. Die Trauben hingen zum Teil noch in der Kälte. Es gab viel Wein von mittlerer Güte, kostete aber nur 30 fl. im Herbste. Kartoffeln mußten auf dem Schlitten heimgebracht werden, Rüben mußten stehen bleiben. Am 15. November war es so kalt, daß der Rhein mit Grundeis ging.  +
Da die Zeiten sehr unruhig waren und die innere und äußere Ordnung bedroht war, genehmigte die Pfälzer Regierung am 7. März die Einführung der Landwehr. Auch hier (in Maikammer) organisierte sich eine solche Wehr. Die Gemeinde bat am 4. April um 200 oder 300 Flinten und Bajonette, am 4. Juni nochmals, aber sie erhielt nichts. Inzwischen zog das gebildete Bürgermilitär in die Dörfer der Umgebung und ängstigte die Bewohner so am 9. April nach St. Martin. Hier war dazu am 22. März der Schulstreit ausgebrochen, der die hiesigen Bürger in große Aufregung und Erbitterung versetzte. Pfarrer Weckesser wurde wegen eines Ausdrucks in diesem Streit, „der die Delikatesse verletzte", wie die Regierung meinte, dem Gerichte angezeigt und zu einem Tage Haft verurteilt. Der Zondersche „Volksbote" in München brachte längere Artikel über diese Zustände und forderte die Bürger von hier auf, einen Verein für konstitionelle Monarchie und religiöse Freiheit zu gründen, was auch geschah.  +
Müller schreibt: „In allen Gesichtern ist Zufriedenheit zu erblicken." „Soviel Geld ist noch nie nach '''Alsterweiler''' für Wein gekommen wie dieses Jahr, ein glückliches Jahr."(1857)  +
…ntrag, in '''Alsterweiler''' eine Abstimmung durch einen Regierungsbeamten v…  +
Am 22. Juli besuchte König Ludwig I. von der Villa aus die '''Alsterweiler''' Kapelle. (1854)  +
Im Mai war schlechtes Wetter, am 10. Mai machten Schloßen großen Schaden (1856).  +
Vom Jahre '''1851''' an wurde die Stelle des '''Eichers''' alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für '''Alsterweiler'''.  +
Am 26. April (Osterdienstag) zwischen 11 und 12 Uhr war ein Gewitter mit Schloßen bis zur Größe von Hühnereiern. Fenster wurden eingeschlagen, Augen an den Reben und am Obst verschlagen. Das Korn litt Schaden. Die Schloßen lagen bis 29. April. Desgleichen war am 30. April ein Gewitter mit Hagel und Wasser und am 9. Juni (1859).  +
Lehrer Müller von '''Alsterweiler''' wetterte am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. ('''1848''')  +
In einer weiteren Sitzung am '''3. Februar 1843''' stellte Michael Eisenbiegler den Antrag, in '''Alsterweiler''' eine Abstimmung durch einen Regierungsbeamten vornehmen zu lassen. Es blieb aber bei dem vorigen Beschluß.  +
Am '''20. März 1843''' richteten mehrere Bürger von '''Alsterweiler''' ein Gesuch um '''Trennung''' von Maikammer an die Regierung der Pfalz. Die Mehrheit war aber gegen eine Trennung. In einer Kommissionssitzung der Höchstbesteuerten der ganzen Gemeinde am '''13. August 1843''' sprach man sich auch dagegen aus. Der neugewählte Gemeinderat verhandelte noch einmal am '''28. August 1843''' darüber, 20 Gemeinderäte, darunter 4 von Alsterweiler waren gegen eine Trennung nur Lorenz Groß und Pet. Ad. Frankmann beharrten auf ihrem seitherigen Standpunkt. So war diese Angelegenheit endgültig erledigt.  +