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Attribut:Ist Zitat

Aus Alsterweiler
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G
Am 1. Mai (am Feste des hl. Philippus und Jakobus) ging es nach dem Amte auf den Wetterkreuzberg, wo von altersher ein Wetterkreuz aufgestellt ist, das letzte ist vom Jahre 1867. Vom Jahre 1723 bis 1794 ging am Feste des Erzengels Michael (29. September) eine Prozession auf die Kestenburg, wo 1723 die dortige Michaelskapelle wiederhergestellt worden war und von Waldbrüdern bedient wurde. An den Ausgängen des Dorfes nach St. Martin, Diedesfeld und Kirrweiler standen früher Kruzifixe, die jetzt ins innere Dorf gerückt sind. Das erste wurde von Georg Stark und seiner Ehefrau 1737 errichtet, 1804 durch Joh. Hildenbrand renoviert, das zweite wurde von Heinrich Lang im Jahre 1732 errichtet. Das dritte wurde im Jahre 1705 von dem Schultheißen Johann Tretter und 1760 erneuert. Einige weitere Kruzifixe und Kreuze und eine ganze Reihe von Bildstöcken sind an den Wegen der Gemarkung aufgestellt. Sie zeugen von dem frommen Sinn der Stifter und laden den Wanderer und Feldarbeiter durch ihre Bilder, Statuen und sinnigen Sprüche ein, ein wenig still zu stehen, um des Schöpfers zu gedenken, der die Fluren gesegnet, oder die Heiligen um ihre Fürbitte anzurufen.  +
1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden '''Alsterweiler''' und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen.  +
Die Gemeinderatswahl am 7. Dezember 1884 war für die Wähler '''Alsterweilers''' verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas Heilweck  +
1545 schloß Viax von Oberstein einen Vertrag mit den Gemeinden '''Alsterweiler''' und Nlaikammer weqen Teilung des Wassers aus dem Alsterweiler Tälchen durch seine Wiese, die Dieterswiese genannt.  +
Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholiken das katholische Begräbnis und ihren Kindern die Taufe verweigerte, wurde er heftig angegriffen. Was Herres nicht tun wollte, besorgte der abgefallene Priester Peter Kühn, der von '''Alsterweiler''' stammte und in dieser Zeit eine traurige Rolle spielte. (Kühn war bis 1882 altkatholischer Seelsorger zu Landau (wohl Landau in der Pfalz), studierte dann zu Straßburg und München Geschichte und Philologie, wurde 1888 geistesgestört und starb am 21. Juli 1892 in der Anstalt zu Klingenmünster, nachdem er kurz vor seinem Tode in lichten Augenblicken dem Hausgeistlichen erklärte, daß er alles bereue, und die Lossprechung empfangen hatte).  +
1844 reifte der Plan zum Kapellenbau. Nikolaus Groß und seine Kinder Lorenz und Katharina Barbara stellten Grund und Boden zur Verfügung, die ledigen Jungfrauen Anna Maria Platz und Eva Margareta Hauck gaben die ersten namhaften Beträge ('''Alsterweiler''').  +
1786 hatten die Felder durch Hagelschlag gelitten, darum wurde der Zins reduziert.  +
Der Großteil der Katholiken von Maikammer und '''Alsterweiler''' hat sich immer glaubenstreu und -freudig erwiesen.  +
Im Bauernkrieg (1525) revoltierten die Bauern von Maikammer gegen den Grafen von Oberstein auf der Kredenburg in '''Alsterweiler''', wie es in der Urkunde heißt, „ohne Fehde und Feindschaft" und nur die Zugehörigkeit zum bischöflichen Hochstift war schuld daran, daß nicht alle Bauern mit Sack und Pack zur lutherischen Neuerung übergingen.  +
Im Jahre 1874 war am 10. November die Wahl für die neue Periode 1875—1880. Als Polizeiadjunkt für '''Alsterweiler''' wurde Georg Schlosser gewählt.  +
Da Groß keine Genehmigung zum Bauen eingeholt hatte, erschien am 29. August ein Herr von Speyer und nahm verschiedene Messungen vor, machte aber keine Beanstandungen ('''Alsterweiler''').  +
Hans Philipp starb am 2. Juni 1611 zu Alsterweiler.  +
Die Gemeinderatswahl am 3. Dezember 1884 war für die Wähler '''Alsterweilers''' verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas Heilweck, Friedrich Schwarzwälder (trat gleich zurück), Karl Lederle und Christian Rech wurden wiedergewählt. Peter Schmitt, Balthasar Gerlach, Otto Ziegler, Peter Breiling, Franz Ziegler, Franz Ullrich, Karl Platz I., Adam Ullrich und Rochus Gerlach (+ 1888) wurden neu gewählt. Von '''Alsterweiler''' wurden dazu genommen, nachdem zwei Gemeinderäte zurückgetreten waren, Seb. Christmann als Polizeiadjunkt und Andreas Platz, denen 1888 noch Jak. Garth folgte.  +
Man war aber in '''Alsterweiler''' immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet.  +
1772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte.  +
Geistliche aus der Gemeinde Maikammer-'''Alsterweiler'''.  +
Die Kirchweihe zu Alsterweiler wird von altersher am Sonntag nach dem Weißen Sonntag (Misericordia) gefeiert. Sie verdankt ihre Entstehung dem sog. Klausenfeste im Klausental.  +
Ein zweites Gotteshaus besitzt unsere Gemeinde in der Kapelle zu '''Alsterweiler'''. Da die Bewohner von Alsterweiler von ihren Mitbürgern zu Maikammer nicht immer wohlwollend behandelt wurden, waren die Verbindungswege zwischen beiden Ortsteilen meist in schlechtem Zustand und darum der Schul- und Kirchenweg unangenehm. Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt  +
Zwei Sammlungen brachten zusammen 2123 fl. 49 Kreuzer. Der erwähnte Nikolaus Groß, der als der eigentliche Bauherr genannt werden kann, teilte seinen Plan Pfarrer Weckesser mit und ließ dann die Kapelle durch Maurermeister Joh. Georg Schneider von Edenkoben aufbauen. Am 2. Mai 1845 wurde begonnen, am 25. Juli war die Maurerarbeit fertig ('''Alsterweiler''').  +
Der kleine Zehnt brachte 1723 für den Pfarrer ein: 1 Nagen Heu, 2 kleine Gruben Rüben. 7 Simmern Erbsen, i!4 Simmern Welschkorn, V, Bund Hanf und ein Achtel Bohnen.  +