Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Attribut:Ist Zitat
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G
1580 Juli 30 - Spielfeld Streitigkeit zwischen Maikammer und St. Martin (Teilung der Flur) +
Edenkoben, 5. Okt. Das Schöffengericht verurtheilte zwei Burschen aus Maikammer, welche am verflossenen Pfingstmontag auf der Kalmit, Gemeindewald von Maikammer, einen von dem Verschönerungsverein daselbst zur Bequemlichkeit des Publikums aufgestellten eisernen Stuhl muthwilligerweise zerstörten, mit empfindlichen aber gerechten Strafen von je 1 Monat Gefängniß. +
Pfalz, Hessen und Umgebung.
St. Martin, 27. Juli. Auf dem Gipfel der Kalmit wurde vor kurzem eine interessante Arbeit beendet. Es war schon seit längerer Zeit geplant, auf der Kalmit, dem höchsten Berge des Haardtgebirges, eine mächtige Fahnenstange zu errichten, um bei besonderen Gelegenheiten, eine weithin sichtbare Flagge hissen zu können. Zunächst versucht man es mit einer hölzernen Fahnenstange, die mit eisernen Klammern in den 10 Meter hohen Aussichtsturm befestigt wurde, und diesen noch ein gut Stück überragte. Diese Stange mußte aber wieder entfernt werden, da sie die Sicherheit des Turmes erheblich gefährdete.
Bei jedem Windstoß erschütterte sie das Mauerwerk, auch riß sie den trigonometrischen Stein herab, der sich auf der Plattform des Turmes befand. Nun wurde ein eiserner Fahnenmast vor der Ludwigshafener Hütte errichtet und daran bereits die Kurpfälzische Fahne gehißt. Die Kosten trägt die Ortsgruppe
Ludwigshafen des Pfälzerwaldvereins. Hoffentlich dauert es nun auch nicht mehr lange, bis die dringend nötige Fernsprechleitung auf die Kalmit gelegt wird. +
Item welcher ein hauß, schewer, stall, keltterhauß oder anders von grund uff bawen will, dem soll mann geben, soviel stückh durch schultheiß und gericht erkent wirdt, in einem berg, so ihme benahmbst wirdt. +
Item ist nachdienig ein walts bey den Buchstöcken: Von solchen stöckhen an den weeg hienauff biß auff die Roth Sohl in dem rindtspfadt, den rindtspfadt außen biß auff den weeg, so in die alt stayg geht, solchen weeg außen bieß zu dem Finstern Born, von dem Finstern Born ahn den berg füraußen, wie eß alleß underfleckt ist, biß uffen auff den weeg, der uff die Finstern Aichelkeel gehet, solchen weeg hinaußen biß wieder auff den rindtspfad ist gleich dem Zwerenberg jahr und tag nachdienig. +
Item der Morschenberg, der Newbusch, Daubenberg undt Kallenth ist auch verbotten bey sechs lb hl. +
Item eß solle auch keinem außmärckhischen holtz gegeben werden. +
Item diß obgeschrieben holtz soll außgetheilt werden von denen, so durch daß oberambt jährlich darzue verordnet, der auch sein gelübt darumb thun soll, deme getrewlich nachzukommen. Soll demienigen, so bawen will, ein weißaxt angeschlagen werden, von denenienigen, so das holtz werdten anzeügen. Derselbig dem zu bawen noth ist, soll bey seiner trew beneben dem zimmermann anzeügen, wie weith undt wie lang er den baw machen will, darnach soll ihm nach erkantnuß holtz mitgetheilt werden, auch dasselbig holtz in einem monath holen und solches, alß oblauth, bey der trew verbawen. Dargegen ist der Hohenberg und der Alt Zwerenberg zugethan, und hinfürter wirdt mann keinem mehr bawholtz im Hohenberg und Zwerenberg geben.<br>Dargegen hat mann ein stückh walts uffgethan am Dörrenberg, hebt ahn in dem deich, hinauff biß uff den umbweeg, ahn ein buchbaum, hatt ein creütz, von solchem buchbaum den umbweeg hinauß biß wider ahn einen aichbaum, hatt ein creütz, geht den berg hinein biß wieder ahn ein aichbaum, hatt ein creütz, wie eß alleß underfleckt ist. Darin soll mann bawholtz geben. +
Item wenn die förster einen frembten auff der gereiden finden, da ist die halbe aynung ihr, die andere halb der gereiden. Und wovon die gereiden stehet, sollen die knecht auch davon stehen, doch den costen, so darauffgangen oder noch gehen wirdt, herabgezogen. +
Item eß sollen auch alle vier wochen zween centenmeister und zween knecht uff den walt gehen bieß uff die Speyerbach und den walt besehen, und ob sie etwas bedeücht, daß dem walt schaden bringen mögt, sollen sie eß den förstern ansagen, daruff achtnehmen und zum besten vorkommen. Und solle ein jeder centenmeister vor seinen umbgang wie dan auch, wan sie umbs nachdienig gehen, iedeßmahl 2 ß 8 d und ein knecht 1 ß 4 d haben. +
Item der Daubenberg, Eichelberg und der Bornberg biß ahn daß nachdienig und alß weith die geraid gehet bey einem lb hl. +
Item welcher holtz auß der gereiden entfrembt, der soll derselbigen, alßbald mann eß innenwirdt, gäntzlichen entraupt sein. +
Item ist nachdienig gemacht ein stückh walts, hebt an bey deß Hirtenn Wießel ahm Hohenberg, wie eß underfleckt ist, den Hohenberg für biß ahn die Vogelschleiff, den berg für biß ahn Diedenstall, den Diedenstall uffen biß an daß Geyers Nest, von dem Geyers Nest biß ans loch zwischen der gereiden und denen von Edenkoven, daß loch aussen biß auff die Heßelbach, die Heßelbach auffen biß auff den weeg, so in den Morschenberg ehet, darbey ein baum, darahn ein creütz gehawen, uber solchen weeg den theich auffen biß ahn den weeg, der zum Serckhen gehet, uber solchen weeg den berg für biß ahn den weeg, der zum Ginterscreütz gehet, wie eß underfleckt ist, den weeg außen biß auff den rindtspfadt und daß ander nachdienig. Und waß in solchem zirck liegt, ist jahr und tag gleich dem Zwerenberg nachdienig. +
Item eß sollen auch die förster bey ihren aydten verbundten sein, wann sie ein fewer uff der gereiden waldten sehen uffgehen, daß sie fleiß ankehren, damit kein schadt davon entstehe. Ob eß aber in ihrem vermögen nit weer, so sollen sie eß dem centenmeister anbringen, die sollen ihren fleiß auch ankehren. Were eß aber, daß daß fewer überhandtnehme, so sollen die von St. Martin die erste bey dem fewer sein. Sofern sie daß nit mögen bedawen, so sollen sie denen anderen schultheißen bottschafft thun, die sollen darnach von stundt ahn mit ihrer gemeind zuziehen bey der aynung, wie von alterß herokommen recht ist. +
Erstlichen sollen alle jahr uff den obgemelten tag zwehn centenmeister gezogen werden, doch alßo, daß ihrer vier seindt, ihe zween alter und zween junger, die da sollen geloben und schweren einem unsers vorgesetzten oberambtmanns zue Kirweyler abgeordnetem ambtßdiener von der gereiden wegen in beysein der vier schulthei9ßen oder in abweßenheit desßen ambtßdieners dem schultheißen zue Maycammer, auch dergleichen die förster, diese hernachgeschriebene ordnung getrewlich zu halten. +
''Item sollen eines ieden jahrs vier förster, nemblichen einer zue Kirweyler und einer zu St. Martin, uff st Jacobs tag und dann zween uff dem eschermittwoch, nemblich einer zue Maycammer und einer zu Diedeßfeld, gezogen werden.'' +
Item so seindt die zween Zwerenberg verbotten, ieglicher stumpf bey sechs lb hl unnachläßig, desselbengleichen der Wolffthal, der Dörrenberg und der Hohenberg, alß weith der underzeichent ist, und dingen die obbestimbte berg jahr und tag nach. +
Item welcher um bayholtz bittet, der soll eß in vier wochen holen und daß in einem halben jahr bey seiner trew verbawen oder aber daß holtz stehen lassen. Weer eß aber, daß einem die zeit zu kurtz würde, mögten ihme die centenmeister daß ziel erstreckhen, doch alßo, daß sie dasselbig mit einem förster besichtigen, und sofern eß nit verbawt ist, so solle ihme die aynung ohnnachläßig abgenommen werden. +
Ich Wolfgang Heinrich von Weingarten... +
Item ist nachdienig gemacht ein stückh walts von dem Studenbühel ahn biß uff die Leimengrub, von der Leimengruben den weeg für, der in Frommen Thal gehet, den weeg außen biß in die Windtlöcher, solcher berg für biß ahn den Studenborn, vom Studenborn ahn biß ahn einen großen künbaum, darahn ein creütz, fürter ahn einen anderen künbaum, darahn auch ein creütz gehawen, von solchem künbaum biß ahn die alt steyg, darahn die Küerbach herabfliest, darbey ein buchbaum mit einem creütz, von der alten steyg ahn den weeg hieauff, wie eß alleß underfleckt ist, biß ahn die Büchenstöckh ist dachdienig gleich dem Zwerenberg. +