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Palais Clam-Gallas
Das Palais Clam-Gallas[1] ist ein klassizistischer Bau in der Währinger Straße 32, 1090 Wien-Alsergrund, Österreich[lit 1][web 1]. Er wurde nach Plänen des Architekten Heinrich Koch errichtet.
Entstehung
Im Auftrag des Fürsten Franz-Josef von Dietrichstein baute Heinrich Koch in den Jahren 1834 und 1835 ein (Garten-) Sommerpalais. Das Grundstück war bereits etwa im Jahre 1690 von Ferdinand-Josef Reichsfürst von Dietrichstein erworben und zunächst von Karl von Dietrichstein als Garten angelegt worden. Zum Palais gehörte auch eine Remise, die aus dem Umbau eines Gartensalons des angrenzenden Gasthauses mit dem Namen „Zum goldenen Engel“ entstand. Den heutigen Namen erhielt das Gebäude nach Feldmarschall-Leutnant Eduard Graf Clam-Gallas, der sich um 1850 mit Clothilde von Dietrichstein verheiratete und damit in den Besitz des Anwesens kam.
Baustil
Das prächtige Palais ist im klassizistischen Stil errichtet. Der streng geometrische Bau wird durch einen tempelartigen Vorbau vor dem Mittelrisalit mit zwei übereinander stehenden Säulenreihen (je vier an der Zahl) betont.
Der Bau wirkt streng (kubisch) und dennoch harmonisch komponiert in den Elementen Geschosse, Fensterachsen, Ecklösung. Gleichwohl wird aus der Seitenansicht deutlich, dass die Verzahnung Vorbau mit Hauptgebäude nicht vollkommen gelingen kann. Insbesondere der starke Rückgriff auf antike Elemente im Obergeschoss des Vorbaus. Die vier ionischen Säulen tragen einen Tympanon, der über die Traufhöhe des Hauptbaus in das Dach läuft und somit eine im Vergleich zum Gesamtbau „unvollständige“ Verschneidung provoziert.
Im Erdgeschoß sind Fenster mit Bögen im Obergeschoß bereits mit „Verflachungen“ eingebaut.
Pläne
Die Pläne liegen in der Albertina in Wien.
Heutige Nutzung
Die französische Republik erwarb das Anwesen im Jahre 1952 und richtete ein Kulturinstitut ein. Das Grundstück umfasst heute noch eine Größe von ca. 4,5 ha mit einem bemerkenswerten Baumbestand. Möglicherweise ist auch der Park von Heinrich Koch geplant oder angelegt worden.
Quelle: (http:)//www.ahmp.cz/eng/page/docs/DP28_EN.pdf Manuel Weinberger, Vienna’s clam-gallas Palace (pp. 99–108; illustrations: pp. XXXV–XLVII) Vienna’s Clam-Gallas Palace has many links to Prague and Bohemia, the most fundamental of which is architect Heinrich Koch, followed by the Clam-Gallas family, which acquired the palace through mar riage in the year 1858. The paper attempts to outline the palace’s architectural history on the basis of Koch’s newly discovered drawings. The documents contain information on building activities on the property prior to construction of the palace and prior to the creation of the first architectural drawings, as well as subsequent construction activities documented through preserved and newly discovered plans. Also documented are architectural parallels to the chateauin Kostelec nad Orlicí and the Kinský summer palace in Prague’s Smíchov district. In concluding, the paper attempts to use the construction activities of several noble families to shed light on the manner in which Vienna’s Clam-Gallas Palace may have acquired some of the features that show references to other buildings.
Lage
Das Palais befindet sich in der stark befahrenen Währinger Straße. Sie ist eine zentrale Ausfallstraße von der Innenstadt in die Vororte von Wien. Das Palais liegt in einem großen Park etwa mit 80 Metern Abstand zur Straße. Die Parkmauer bzw. -einzäunungen sind noch erhalten. Im Park sind einige Nebengebäude errichtet worden, die z.T. wohl auch aus dem 19. Jahrhundert stammten.
Weblinks
Literatur
- ↑ Schröder, Walter. 1940. Palais Clam-Gallas: Österreich, Wien, Währinger Straße 30. Deutschland.Vorlage:Urlbibliographie
Einzelnachweise
- ↑ Wiener Palais palais-vienna.com
- ↑ Bildindex der Kunst und Architektur: Clam-Gallas Heinrich Koch. (1940/1970) Marburg: Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg. 9. Februar 2014.Vorlage:Urlbibliographie, © Bildarchiv Foto Marburg, Freigabe gem. Schreiben vom 13.2.2013.
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Palais Clam-Gallas gehört den Kategorien an: Werkverzeichnis Heinrich Koch, Bauten Dietrichstein
Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 21.05.2014". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Palais Clam-Gallas. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Palais Clam-Gallas ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 21.04.2026 ↑... Seitenanfang