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Johanneskirche (Maikammer): Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahre 1835 lebten in Maikammer 5 Protestanten, 20 in Kirrweiler und 16 in Sankt Martin. Die Industrialisierung der Unternehmen ließ die Anzahl der Arbeiter stetig anwachsen. Bereits im Jahre 1890 (Firma Ullrich) konnten in den Dörfern der heutigen Verbandsgemeinde (einschl. Diedesfeld) bereits 400 Protestanten gezählt werden. Im Jahre 1892 gründete sich (wie in vielen anderen Gemeinden der Pfalz) ein Kirchenbauverein. Zunächst bestand die Absicht, einen Betsaal zu errichten. Die weiter steigende Anzahl an Gemeindemitgliedern führte schließlich zum Ansinnen, eine Kirche zu errichten. Maikammer gehörte zu dieser Zeit zum Rheinkreis und Bayern. Die oberste Bauaufsicht lag beim Prinzregenten. Im Jahre 1897 erlaubte Prinzregent Luitpold die Einrichtung eines "Protestantischen Vikariats" in Maikammer. Zugeordnet wurden Sankt Martin und Kirrweiler. Am Sonntag, dem 12. September 1897 fand der erste evangelische Gottesdienst statt. Es sollte aber bis ins Jahr 1913 dauern, bis die Gelder für den Bau der eigenen Kirche aufgebracht waren. Einheimische Familien, Mitglieder des Kirchenbauvereins sowie eine Spende des Gustav-Adolfs-Werks erbrachten einen Beitrag von 112.000 Mark. Es folgte am 20. April 1913 die Grundsteinlegung. | Im Jahre 1835 lebten in Maikammer 5 Protestanten, 20 in Kirrweiler und 16 in Sankt Martin. Die Industrialisierung der Unternehmen ließ die Anzahl der Arbeiter stetig anwachsen. Bereits im Jahre 1890 (Firma Ullrich) konnten in den Dörfern der heutigen Verbandsgemeinde (einschl. Diedesfeld) bereits 400 Protestanten gezählt werden. Im Jahre 1892 gründete sich (wie in vielen anderen Gemeinden der Pfalz) ein Kirchenbauverein. Zunächst bestand die Absicht, einen Betsaal zu errichten. Die weiter steigende Anzahl an Gemeindemitgliedern führte schließlich zum Ansinnen, eine Kirche zu errichten. Maikammer gehörte zu dieser Zeit zum Rheinkreis und Bayern. Die oberste Bauaufsicht lag beim Prinzregenten. Im Jahre 1897 erlaubte Prinzregent Luitpold die Einrichtung eines "Protestantischen Vikariats" in Maikammer. Zugeordnet wurden Sankt Martin und Kirrweiler. Am Sonntag, dem 12. September 1897 fand der erste evangelische Gottesdienst statt. Es sollte aber bis ins Jahr 1913 dauern, bis die Gelder für den Bau der eigenen Kirche aufgebracht waren. Einheimische Familien, Mitglieder des Kirchenbauvereins sowie eine Spende des Gustav-Adolfs-Werks erbrachten einen Beitrag von 112.000 Mark. Es folgte am 20. April 1913 die Grundsteinlegung. | ||
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I n ähnlicher Weise hatten sich die Evangelischen auch in den Nachbardörfern Kirrweiler, Diedesfeld und S t . M a r t i n vermehrt, so daß ihre Gesamtzahl in den 4 Dörfern 1890: 400 betrug. Die Evangelischen in Maikammer, Diedesfeld und St. Martin wurden von Edenkoben aus pastoriert; Kirrweiler war zuerst Altdorf zugeteilt, doch übten die Pfarrer von Edenkoben dort Seelsorge aus und nahmen Amtshandlungen vor. A u f wiederholte Vorstellungen beim Konsistorium in Speyer wurde es Edenkoben zugeteilt. | I n ähnlicher Weise hatten sich die Evangelischen auch in den Nachbardörfern Kirrweiler, Diedesfeld und S t . M a r t i n vermehrt, so daß ihre Gesamtzahl in den 4 Dörfern 1890: 400 betrug. Die Evangelischen in Maikammer, Diedesfeld und St. Martin wurden von Edenkoben aus pastoriert; Kirrweiler war zuerst Altdorf zugeteilt, doch übten die Pfarrer von Edenkoben dort Seelsorge aus und nahmen Amtshandlungen vor. A u f wiederholte Vorstellungen beim Konsistorium in Speyer wurde es Edenkoben zugeteilt. | ||
Version vom 4. November 2018, 14:58 Uhr
Johanneskirche (Maikammer) ist eine protestantische Kirche in Maikammer. Das Gebäude ist im Jahre 1914 (Festgottesdienst vom 3. Mai 1914) im Heimatschutzstil errichtet. Die Pläne stammen von den bekannten Architekten Esch und Anke. Sie waren der Gartenstadtarchitektur verbunden.
Zu den Anfängen der Protestanten in Maikammer
Im Jahre 1835 lebten in Maikammer 5 Protestanten, 20 in Kirrweiler und 16 in Sankt Martin. Die Industrialisierung der Unternehmen ließ die Anzahl der Arbeiter stetig anwachsen. Bereits im Jahre 1890 (Firma Ullrich) konnten in den Dörfern der heutigen Verbandsgemeinde (einschl. Diedesfeld) bereits 400 Protestanten gezählt werden. Im Jahre 1892 gründete sich (wie in vielen anderen Gemeinden der Pfalz) ein Kirchenbauverein. Zunächst bestand die Absicht, einen Betsaal zu errichten. Die weiter steigende Anzahl an Gemeindemitgliedern führte schließlich zum Ansinnen, eine Kirche zu errichten. Maikammer gehörte zu dieser Zeit zum Rheinkreis und Bayern. Die oberste Bauaufsicht lag beim Prinzregenten. Im Jahre 1897 erlaubte Prinzregent Luitpold die Einrichtung eines "Protestantischen Vikariats" in Maikammer. Zugeordnet wurden Sankt Martin und Kirrweiler. Am Sonntag, dem 12. September 1897 fand der erste evangelische Gottesdienst statt. Es sollte aber bis ins Jahr 1913 dauern, bis die Gelder für den Bau der eigenen Kirche aufgebracht waren. Einheimische Familien, Mitglieder des Kirchenbauvereins sowie eine Spende des Gustav-Adolfs-Werks erbrachten einen Beitrag von 112.000 Mark. Es folgte am 20. April 1913 die Grundsteinlegung.
Die Zahl der Evangelischen in hiesiger Gemeinde betrug im Jahre
Gebiet: Maikammer
Zeitraum: Jahre 1835 bis heute
Grad: unvollständig
Evangelische Christen in Maikammer mit Alsterweiler
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I n ähnlicher Weise hatten sich die Evangelischen auch in den Nachbardörfern Kirrweiler, Diedesfeld und S t . M a r t i n vermehrt, so daß ihre Gesamtzahl in den 4 Dörfern 1890: 400 betrug. Die Evangelischen in Maikammer, Diedesfeld und St. Martin wurden von Edenkoben aus pastoriert; Kirrweiler war zuerst Altdorf zugeteilt, doch übten die Pfarrer von Edenkoben dort Seelsorge aus und nahmen Amtshandlungen vor. A u f wiederholte Vorstellungen beim Konsistorium in Speyer wurde es Edenkoben zugeteilt.
Im das Jahr 1892 ging von Kirrweiler die Anregung aus, eine Kirche zu bauen und um die Errichtung eines Vikariats einzugeben. Bahnverwalter Feinthel und Kunst- und Handelsgärtner B r e h m erwarben sich m i t Kirchenrat Pfarrer M a y e r von Edenkoben die ersten Verdienste um die evangelische Gemeinde.
I m Jahre 189Z ging eine Eingabe an den Bayerischen Landtag, der die ersten M i t t e l zur Errichtung eines Vikariats genehmigen sollte. A m Z. August 1897 erst wurde durch Prinzregent Luitpold die Errichtung des Vikariats Maikammer genehmigt. Als Parochialorte wurden Diedesfeld, St. Martin und Kirrweiler zugeteilt. Am 1. November zog der erste V i k a r hierher. A m 12. September wurde der erste evangelische Gottes- dienst abgehalten. Vikar Ludwig Mayer, vorher in Frankenthal, wurde von Herrn Pfarrer Stockinger in Edenkoben feierlich eingeführt und hielt seine Antrittspredigt. I m April 192I wurde das Vikariat in eine Pfarrei umgewandelt. Wegen des passiven Widerstandes konnte der erste Pfarrer, Herr Georg Friedrich Bittlinqer, erst am 1. September 1924 seine Pfarrei übernehmen.
Die Kirche
Im Jahre 1892 wurde der Kirchenbauverein gegründet, dessen Vorsitzender der Handelsgärtner Brehm war. M a n wollte zunächst nur einen Betsaal bauen, aber die steigende Zahl der Evangelischen ließ die Notwendigkeit eines Kirchbaues klar werden. Die Qpferwilligkeit in der Gemeinde war von Anfang an sehr groß. Die Gemeindeverwaltung stellte im Jahre 1897 den früheren Schulsaal im oberen Stock des Gemeindehauses zur Verfügung, der zweckentsprechend und würdig hergerichtet wurde. Der S a a l war aber zu klein, er bot nur Platz für höchstens 80 Personen, so daß an Festtagen Hausflur und Treppe mitbenutzt werden mußten. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche wurde darum immer größer. Um die Jahrhundertwende wurde ein Bauplatz im Backofenweg um 7700 ^ erworben. Durch besondere Spenden der Familien Spies, I o h . Ziegler, August Ziegler, Eugen Ullrich, Adam Ullrich, Lederle und Rassiga und die Beiträge der Kirchenbauvereins Mitglieder war endlich 19 iZ die Summe von 112000 M a r k zum B a u der Kirche und des Pfarrhauses aufgebracht. Die Architekten Esch und Anke in Mannheim entwarfen den Plan und leiteten den Bau, Baumeister Mattheis führte die Arbeit aus.
Am 13. April 1913 war die Grundsteinlegung. A m 3. M a i 1914 wurde die Kirche durch Konsistorialrat Drescher unter Assistenz des Kirchenrats Bayer von Neustadt a. d. H. und Senior Bender von Lambrecht eingeweiht. Nach einer Abschiedsfeier im seitherigen Betsaale, wobei Pfarrer Munzinger von Altdorf die Abschiedsrede hielt, bewegte sich der Festzug um 3 Uhr zur neuen Kirche. Nach der Weihe hielt Vikar Wüst die Festrede. Abends 5 Uhr fand im „Rebstöckel" (Weinstraße Süd Nr.XXX) eine vom Kirchenbauverein veranstaltete Festversammlung statt. Die Kirchenchöre von Edenkoben und Rhodt halfen die kirchliche und die weltliche Feier durch gesangliche M i t w i r k u n g verherrlichen.
Die Kirche ist im modernen vornehmen S t i l erbaut, hat Rundbogen- fenster und Kassettengewölbe. Der Turm ist mit der vergoldeten Johannes- figur gekrönt. Den Hauptschmuck der Kirche bilden die schönen Glas- gemälde von Professor Goller in Dresden und die prächtige Orgel von der Firma Steinmayer in Attingen i. R. Über dem Portal steht die Inschrift: „Einer ist Euer Meister, Christus, I h r aber seid alle Brüder!"
Glocken
A m 24. J u l i 1913 beschloß das Presbyterium für den Kirchturm, wo ein Glockenstuhl für drei Glocken eingerichtet werden sollte, zwei Glocken mit den Tönen l und 28 bei der Glockengießerei Ioh. Gg. Pfeifer gießen zu lassen. Die beiden Glocken wurden Ende Oktober 1913 in Kaiserslautern gegossssen und am 8. November 1913 in dem eben fertiggestellten Turme aufgehängt. Die kleine Glocke („Gustav-Adolf-Glocke") hatte ein Gewicht von 438 K i l o , einen Durchmesser von 0,93 M e t e r und eine Höhe von 0,7« Mieter. Auf der Vorderseite (nach N3esten) stand oben: soli deo gloria, am M^antel: „ I c h hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt" Psalm 12^. „Gustao-Adolf-Glocke". „Ver- zage nicht, du Häuflein klein!" A u f der Rückseite oben: „ N r . 2284. Ge- gossen von Ioh. Georg Pfeifer im Jahre 1913", am Mantel: ..Eigentum der prot. Kultusgemeinde Maikammer." Das Presbyterium: H. Wüst, Vikar, PH. Burkhardt, K. Denzer, G. Heidelberger, K. Roth. I . Steiner. Die mittlere Glocke („Luther-Glocke") hatte ein Gewicht von 746 Kilo, einen unteren Durchmesser von 1,12 Mieter und eine Höhe von 0,82 Mieter. A u f der Vorderseite stand oben: „oerbum dei manet in aeternum", am Mantel: „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke". Ps. 46'. „Luther- Glocke." „Eine feste Burg ist unser Gott!" Die Rückseite hatte oben die N r . 2283 und die Angabe des Glockengießers und des Eigentümers wie die kleine Glocke. Die beiden Glocken kosteten 2604,8c» ^t. Da aber erst durch drei Glocken ein volles, schönes Geläute erzielt wird, wurde sofort die Anschaffung einer dritten großen Glocke mit dem Ton äe3 beschlossen. Alt- katholische und protestantische Bürger stifteten dazu über die Hälfte. Die Glocke wurde am 15. Dezember 1913 in der Glockengießerei Pfeifer, Kaiserslautern, gegossen und in der Zeit vom 22.—24. Dezember montiert. Sie trägt den Namen „Christusglocke", hat ein Gewicht von 1762 Kilo und einen unteren Durchmesser von 1,47 Meter. Sie kostete 4.^ou ^t. A u f der Vorderseite oben ist das Chistusbild als Relief mit der Schrift: „Ich bin der gute Hirt." „Dich Jesum laß ich ewig nicht." Am M a n t e l steht: „Christusglocke". „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit." Hebr. 13^.
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Auf der Rückseite steht die N r . 2298, der Glockengießer, die Eigen- tümer und die Namen der Helfer bei der Anschaffung: Familien Albert Spies, Eugen Ullrich, Adam llllrich, August Ziegler, Otto Ziegler, Ein- nehmer G. Weintz, Vikar H. Wüst, F. Anslinger, Matth. Anslinger I., K. Rassiga und I . Stachel. N u r wenige Jahre durften die Glocken ihren Dienst gemeinsam tun. Am Einweihungstag der Kirche wurden sie feierlich ihrer Bestimmung übergeben, aber schon am 20. J u l i 1917 ließen sie ihr Abschiedsgeläute er- schallen. D i e große Glocke durfte zum gottesdiensilichen Gebrauche bleiben, die zwei kleineren aber wurden am 2 1 . J u l i vom Turme genommen, um wie ihre vielen Schwestern dem Vaterlande zu dienen. Sofort nach Kriegsende wurde neu gesammelt und namhafte Gaben gespendet, aber die eintretende Geldentwertung machte es vorläufig un- möglich, das Geläute durch Anschaffung zweier Glocken wieder vollständig zu machen. D a machte auf N3eihnachten 1925 ein edler Spender ein Ge- schenk von 1000 Goldmark und Herr Akonomierat Spies stiftete zum bleibenden Gedächtnis an seine an Ostern 1925 rasch verstorbene Gattin, die in jahrelanger Mithilfe und Mitarbeit der evangelischen Gemeinde eng verbunden war, die kleine Glocke. Durch opferwillige Beteiligung der gan- zen Gemeinde konnte bald die Summe beschafft werden, um das neue Geläut zu ermöglichen. D i e beiden Glocken wurden wieder durch die Glocken- gießerei I . G . Pfeifer am 6. Februar 1926 gegossen, am 28. Februar vom Bahnhof zur Kirche gebracht und darnach im Turme aufgehängt. Die beiden Glocken erhielten die Namen und Sprüche ver alten, nur ist angefügt: „Nachfolgerin der im Jahre 1917 dem Vaterland geopferten Glocke." Die kleine Glocke hat dazu die Worte: „Der unvergeßlichen Wohltäterin der evangelischen Gemeinde, Frau Dkonomierat Spies, zum Gedächtnis. Gestiftet von ihrem Gatten." A n Stelle von H . Wüst, Vikar, steht G. Bittlinger, Pfarrer. Die beiden Glocken kosteten 4673,79 Mark. I m Juli 1927 wurde für die mittlere Glocke ein Motor eingebaut, der das elektrische Lauten derselben als „Vaterunser-Glocke" ermöglicht.
Evangelische Geistliche
Vikare
Vom 1. September 1897—1899 Ludwig Mayer, jetzt Professor in Ludwigshafen a. Rh. 1899—1904 August Friedrich Munzinger, jetzt Pfarrer in W i l - gartswiesen. 1904—1908 August Wilhelm Kirsch, jetzt Pfarrer in Qberlustadt. 1. April bis 15. M a i 1908 Friedrich Neu. °f. 16. M a i bis 1. November 1908 Jakob Stübinger, jetzt Pfarrer in Dammheim. 1. November 1908 bis 1. November 1909 Karl August Weber, jetzt Pfarrer in Hornbach. 1. November 1909 bis 24. Februar 1912 Georg Heinrich Linn, jetzt Pfarrer in Erfenbach. 24. Februar 1912 bis 26. August 1914 Heinrich Wüst, gefallen am 27. September 1914 bei Peronne. 15. Oktober 1914 bis iZ. Januar 1915 Ernst Pfaffmann, jetzt Pfarrer in Winden.
iZ- Januar 1915 bis i . Oktober 1916 Paul Jakob Reitnauer, jetzt Pfarrer in Webenheim.
1. Oktober 1916 bis 16. Januar 1920 Fritz Bayer, jetzt Pfarrer in Gerolsheim. 16. Januar 1920 bis 15. April 1923 Georg Maus, jetzt Pfarrer in Weilerbach. 1. M a i 1923 bis 1. Juni 1924 Ludwig Brünings, jetzt Pfarrer in Ingenheim, für den noch abwesenden Pfarrer. 1. Juni bis 1. September 1924 halfen Pfarrer Gteuerwald und Roth von Edenkoben aus.
Pfarrer
Seit l. September 1924 Georg Bittlmger, vorher Pfarrer in Batt- weiler bei Obermoschel. Der Wunsch der evangelischen Gemeinde ging in den letzten Jahren dahin, für ihre Kinder eine eigene Schule zu erhalten. Die Schülerzahl bewegte sich in Maikammer zwischen 20 und 25. Durch Hinzunahme der evangelischen Kinder in Diedesfeld, Kirrweiler und St. Martin könnte die Zahl 35 erreicht werden. D a die Mindestziffer nach dem bayerischen Schul bedarfsgesetz vom Jahre 1919 50 beträgt und die Nachbargemeinden zum sächlichen Bedarf der evangelischen Schule nicht beitragen wollten, konnte auch von der Gemeinde Maikammer allein die Schule nicht errichtet werden. Die evangelischen Schüler besuchen darum, wie seither, die katholische Schule. Der Religionsunterricht wird in dem zurzeit leeren Schulsaal erteilt. I m Jahre 1926 wurde unter der evangelischen Kirche ein Saal zur Abhaltung von Versammlungen erbaut und am Tage der Glockenweihe eingeweiht.
Baustil
Die Kirche wurde nach den Plänen der Architekten Hermann Esch (*19. Oktober 1879 in Mannheim, †10. Januar 1956) und Arno Anke (*30. Juli 1879 in Chemnitz, †18. August 1968 in Mannheim), einer Architekten-Bürogemeinschaft in Mannheim errichtet. Das Gebäude erhielt den Namen Johannes-Kirche. Eine Figur des Johannes in Gold krönt den Turm der Kirche. Das Gebäude ist aus kräftigen gelben Sandsteinquadern erbaut. Zur Westseite hin ist ein Turm vor die kleine Halle gestellt.
Innenausstattung
Die Innenausstattung wird von den Glasbildern von Prof. Goller dominiert. Sie zeigen biblische Szenen. Darunter auch die "Begegnung Christi mit den Jüngern auf dem Weg nach Emaus.
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Anmerkungen
- ↑ Hermann Esch (* 19. Oktober 1879 in Mannheim; † 10. Januar 1956 in Heppenschwand)[1] war ein deutscher Architekt und gehörte beruflich zu den Protagonisten der Gartenstadtbewegung in Deutschland. Hermann Esch studierte Architektur an der Technischen Hochschule Karlsruhe und an der Technischen Hochschule München. Er ließ sich um 1906 gemeinsam mit Arno Anke als freier Architekt in Mannheim nieder. Die beiden Architekten entwarfen die Mannheimer Gartenstadt (ab 1910 auch die Gartenstadt Quasnitz bei Leipzig). In Mannheim entstanden Wohnhäuser und die protestantische Kirche in Maikammer (1913–1914).
- ↑ Arno Anke war ein deutscher Architekt, der sich ebenfalls der Gartenstadtbewegung in Deutschland verschrieben hatte. Er ließ sich um 1906 als freier Architekt in Mannheim nieder. Zu den Arbeiten siehe unter Hermann Esch.
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Glasmalereien in Maikammer
- Titel:Glasmalereien der Protestantischen Landeskirche der Pfalz: leuchtende Botschaft christlichen Glaubens im Kontext ihrer Zeit.
Verlag Schnell & Steiner GmbH (Hg.),
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Quelle: Johanneskirche (Maikammer)
Einrichtungsdatum: 21. November 2024
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Abruf am: 2018-11-04
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