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Neues Schloss (Kostelec nad Orlicí): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Neues Schloss Kostelec nad Orlicí.jpg|350x150px|thumb|Das Neue Schloss der Familie Kinski in Kostelec nad Orlicí]]Das [[Neues Schloss (Kostelec nad Orlicí)|Neue Schloss (Kostelec nad Orlicí)]] ist eine Residenz im Baustil des Klassizismus. Zum Schloß gehört auch ein großzügige Gartenanlage, der ([[Kostelecký Schlosspark]]). Josef Kinsky wollte eine neue Zentrale für seinen Familienstiz errichten, die den Anforderungen besser als die alte Burg gerecht werden konnte. Der Bau des Neuen Schlosses wurde von dem Wiener Architekten [[Heinrich Koch (1781)]] in den Jahren 1829-1833 realisiert. Etwa zur gleichen Zeit ließ sein Bruder Fürst Rudolph Kinsky in Prag das [[Sommerpalais Kinsky (Prag)]] errichten, ebenfalls nach den Plänen von [[Heinrich Koch (1781)]].
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==Entstehung==
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Zum Schloß gehört auch ein großzügige Gartenanlage, der ([[Kostelecký Schlosspark]]). Josef Kinsky wollte eine neue Zentrale für seinen Familienstiz errichten, die den Anforderungen besser als die alte Burg gerecht werden konnte.
  
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Graf Josef Kinsky ließ das Gebäude am Rande der Stadt am Ufer der Wilden Adler errichten. Da am Ort bereits ein Barockschloss stand<ref>Hier stand das 1777 abgebrannte Schloß der Herren von Zanka und im 16. Jahrh. die Burg der Herren von Pottenstein, der ältesten Besitzer des Ortes.</ref>, erhielt das Gebäude den Namen "Nový zámek" (Neues Schloss). Zum Anwesen gehört ein englischer Landschaftsparks (ca. 42 Hektar) mit Alpinum, dessen Anlage ebenfalls in das frühe 19. Jahrhundert zu datieren ist. Der Park ist wegen seiner vielen exotischen Bäume bekannt. Unter anderem stehen hier Tulpenbäume, Trompetenbäume, Platanen, Roteichen, amerikanische Ahorne und Kanadische Hemlocktannen. Der Bestand gilt als besonders wertvoll. Ein Teil des Geländes (etwa 29 ha) wurde 1995 zum Naturreservat "Kostelecký zámecký park" ([[Kostelecký Schlosspark]]) erklärt<ref>Erläuterungen anlässlich der Führung am 7. Mai 2014</ref>.<ref group=web>[.castles.cz/kostelec-nad-orlici-novy-zamek/historie.html Schlösser in Tschechien]</ref><ref group=web>[.crs-kostelec.cz/ramknoa.htm Schloss auf der Seite von Kostelec]</ref>
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[[Heinrich Koch (1781)]] schuf einen rechteckigen Bau mit Souterrain und erhöhtem Erdgeschoss. Die Vorder- und Rückfront werden durch je elf, die Seiten durch fünf Fensterachsen gegliedert. Das Mittelrisalit umfasst drei Fensterachsen. Ihm ist ein Porticus mit vier Säulen vorgelagert. Die ionischen Säulen ruhen, ebenso wie das Mittelrisalit auf Blöcken. Die vier Säulen werden im Mittelrisalit in quadratischer Form "gespiegelt". Das Erdgeschoss beherbergte einst Repräsentationsräume, das erste Obergeschoss war für Wohnzwecke eingerichtet. Im Souterrain befindet sich die Schlosskapelle.
  
==Entstehung==
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An den Plänen aus dem Jahre 1821 lässt sich erkennen, dass der Bau wesentlich größer vorgesehen war. Aus Kostengründen wurde aber nur der Mittelteil realisiert<ref>Mündliche Mitteilung anlässlich einer Führung am 06. Mai 2014</ref>. Es fehlen die untergeordneten "Flügelbauten", die zu einem klassizistischen Gesamtkomplex gehören.
Graf Josef Kinsky ließ das Gebäude am Rande der Stadt am Ufer der Wilden Adler errichten. Da am Ort bereits ein Barockschloss stand, erhielt das Gebäude den Namen "Nový zámek" (Neues Schloss). Zum Anwesen gehört ein englischer Landschaftsparks (ca. 42 Hektar) mit Alpinum, dessen Anlage ebenfalls in das frühe 19. Jahrhundert zu datieren ist. Der Park ist wegen seiner vielen exotischen Bäume bekannt. Unter anderem stehen hier Tulpenbäume, Trompetenbäume, Platanen, Roteichen, amerikanische Ahorne und Kanadische Hemlocktannen. Die Ökosysteme, die sich entwickelt haben, gelten als besonders wertvoll. Ein großer Teil des Geländes (ca. 29 ha) wurde 1995 zum Naturreservat "Kostelecký zámecký park" ([[Kostelecký Schlosspark]]) erklärt<ref>...</ref>.
 
Das Schloss war bis 1945 Wohnsitz der Familie Kinsky. In der kommunistischen Zeit war in dem Gebäude ein Forschungsinstitut für Schweinezucht untergebracht. 1997 kam es zur Restitution. Das Schlossgebäude wird gegenwärtig (2010) restauriert. Der Park ist öffentlich zugänglich.
 
  
==Baustil==
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==Technische Besonderheiten==
[[Heinrich Koch (1781)]] schuf einen rechteckigen Bau mit Souterrain und erhöhtem Erdgeschoss. Die Vorder- und Rückfront werden durch je elf, die Seiten durch fünf Fensterachsen gegliedert. Das Mittelrisalit umfasst drei Fensterachsen. Ihm ist ein Porticus mit vier Säulen vorgelagert. Sie ruhen, ebenso wie das Mittelrisalit auf Blöcken. Die vier Säulen werden im Mittelrisalit in quadratischer Form "gespiegelt". Das Erdgeschoss beherbergte einst Repräsentationsräume, das erste Obergeschoss war für Wohnzwecke eingerichtet. Im Souterrain befindet sich die Schlosskapelle.
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Im Schloss wurde zur Beheizung ein Hypokausten-System angelegt<ref>Erläuterungen anlässlich einer Führung am 06. Mai 2014</ref>.
  
 
==Pläne==
 
==Pläne==
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Die Pläne des Architekten [[Heinrich Koch (1781)|Heinrich Koch]] aus dem Jahr 1821 liegen im Archiv der Familie Kinsky vor<ref group=urk>Eine Kopie der Pläne kann bei [[user:matzinger|Matzinger]] eingesehen werden.</ref>.
  
 
==Heutige Nutzung==
 
==Heutige Nutzung==
Das Palais wurde Residenz der Familie Kinsky. Es gehörte der Familie bis zu seiner Verstaatlichung im Jahr 1948. Danach wurde ein Forschungsinstitut für Schweine etabliert. Im Jahr 1992 wurde das Anwesen sehr aufwendig renoviert.
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Das Schloss war bis 1945 Wohnsitz der Familie Kinsky. In der kommunistischen Zeit war in dem Gebäude ein Forschungsinstitut für Schweinezucht untergebracht. 1997 kam es zur Restitution. Das Schlossgebäude ist einschließlich der Innenräume - mit Originalmöbeln - wiederhergestellt (2014). Führungen werden angeboten. Der Park ist öffentlich zugänglich.
 
 
Adlerkosteletz, czech. Kostelec nad Orlici, Stadt in der österr. Bezirkshauptmannschaft und dem Gerichtsbezirk Reichenau in Böhmen, in 291 m Höhe, an dem bei Königgrätz zur Elbe fließenden Adlerflusse, in anmutiger, vom Riesen- und Erlitzgebirge begrenzter Hügellandschaft, an der Linie Chlumetz-Geiersberg-Mittelwalde der Österr. Nordwestbahn, hat (1890) 4419 czech. E., Bezirksgericht (253 qkm, 45 Gemeinden, 76 Ortschaften, 29 066 czech. E.); großes Schloß des Grafen Kinsky mit Park (Allodherrschaft, 34,63 qkm), erbaut 1829-30 im ital. Stil von dem Wiener Heinrich Koch an der Stelle, wo das 1777 abgebrannte Schloß der Herren von Zanka und im 16. Jahrh. die Burg der Herren von Pottenstein, der ältesten Besitzer des Ortes, stand; gräfl. Zuckerfabrik mit Industriebahn, Lohgerberei, Bierbrauerei, Spiritus- und Ziegelbrennerei, künstliche Lachs- und Forellenzucht.
 
  
[[Kategorie:Werkverzeichnis Heinrich Koch]]
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[[Kategorie:Werkverzeichnis Heinrich Koch|Schloss, Neues (Kostelec nad Orlici)]]
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2016, 12:59 Uhr

Das Neue Schloss der Familie Kinski in Kostelec nad Orlicí 2014.

Das Neue Schloss (Kostelec nad Orlicí) ist eine Residenz im Baustil des (späten) Klassizismus (Empire). Der Bau wurde vom Wiener Architekten Heinrich Koch (1781) in den Jahren 1829-1833 im Auftrag des Grafen Josef Kinksy geplant und ausgeführt.[1][2]

Entstehung

Zum Schloß gehört auch ein großzügige Gartenanlage, der (Kostelecký Schlosspark). Josef Kinsky wollte eine neue Zentrale für seinen Familienstiz errichten, die den Anforderungen besser als die alte Burg gerecht werden konnte.

Graf Josef Kinsky ließ das Gebäude am Rande der Stadt am Ufer der Wilden Adler errichten. Da am Ort bereits ein Barockschloss stand[3], erhielt das Gebäude den Namen "Nový zámek" (Neues Schloss). Zum Anwesen gehört ein englischer Landschaftsparks (ca. 42 Hektar) mit Alpinum, dessen Anlage ebenfalls in das frühe 19. Jahrhundert zu datieren ist. Der Park ist wegen seiner vielen exotischen Bäume bekannt. Unter anderem stehen hier Tulpenbäume, Trompetenbäume, Platanen, Roteichen, amerikanische Ahorne und Kanadische Hemlocktannen. Der Bestand gilt als besonders wertvoll. Ein Teil des Geländes (etwa 29 ha) wurde 1995 zum Naturreservat "Kostelecký zámecký park" (Kostelecký Schlosspark) erklärt[4].[web 1][web 2]

Baustil

Heinrich Koch (1781) schuf einen rechteckigen Bau mit Souterrain und erhöhtem Erdgeschoss. Die Vorder- und Rückfront werden durch je elf, die Seiten durch fünf Fensterachsen gegliedert. Das Mittelrisalit umfasst drei Fensterachsen. Ihm ist ein Porticus mit vier Säulen vorgelagert. Die ionischen Säulen ruhen, ebenso wie das Mittelrisalit auf Blöcken. Die vier Säulen werden im Mittelrisalit in quadratischer Form "gespiegelt". Das Erdgeschoss beherbergte einst Repräsentationsräume, das erste Obergeschoss war für Wohnzwecke eingerichtet. Im Souterrain befindet sich die Schlosskapelle.

An den Plänen aus dem Jahre 1821 lässt sich erkennen, dass der Bau wesentlich größer vorgesehen war. Aus Kostengründen wurde aber nur der Mittelteil realisiert[5]. Es fehlen die untergeordneten "Flügelbauten", die zu einem klassizistischen Gesamtkomplex gehören.

Technische Besonderheiten

Im Schloss wurde zur Beheizung ein Hypokausten-System angelegt[6].

Pläne

Die Pläne des Architekten Heinrich Koch aus dem Jahr 1821 liegen im Archiv der Familie Kinsky vor[urk 1].

Heutige Nutzung

Das Schloss war bis 1945 Wohnsitz der Familie Kinsky. In der kommunistischen Zeit war in dem Gebäude ein Forschungsinstitut für Schweinezucht untergebracht. 1997 kam es zur Restitution. Das Schlossgebäude ist einschließlich der Innenräume - mit Originalmöbeln - wiederhergestellt (2014). Führungen werden angeboten. Der Park ist öffentlich zugänglich.

Weblinks

  1. [.castles.cz/kostelec-nad-orlici-novy-zamek/historie.html Schlösser in Tschechien]
  2. [.crs-kostelec.cz/ramknoa.htm Schloss auf der Seite von Kostelec]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Siehe dazu Originalpläne im Archiv Kinsky mit der Unterschrift von Heinrich Koch 1821 Architekt.
  2. Etwa zur gleichen Zeit ließ sein Bruder Fürst Rudolph Kinsky in Prag das Sommerpalais Kinsky (Prag) errichten, ebenfalls nach den Plänen von Heinrich Koch (1781).
  3. Hier stand das 1777 abgebrannte Schloß der Herren von Zanka und im 16. Jahrh. die Burg der Herren von Pottenstein, der ältesten Besitzer des Ortes.
  4. Erläuterungen anlässlich der Führung am 7. Mai 2014
  5. Mündliche Mitteilung anlässlich einer Führung am 06. Mai 2014
  6. Erläuterungen anlässlich einer Führung am 06. Mai 2014

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

  1. Eine Kopie der Pläne kann bei Matzinger eingesehen werden.

Begriffe

Kategorien

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