Karl Geib

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Karl Geib 1850[1]
Karl Geib war ein pfälzer Literat und Publizist des 19. Jahrhunderts (* 16. Februar 1777 in Lambsheim[web 1]; † 19. Dezember 1852, Lambsheim (um 23:00 Uhr)1). Er ist der Verfasser des Reisehandbuchs. Ein Nekrolog ist in der Pfälzer Zeitung im Jahre 1852 erschienen2.

Die Familienverhältnisse

Wohnhaus in Lambsheim 2011
Sein Vater war der Gutsbesitzer und Schafsgroßhändler (Kaufmann und Bürgermeister [2]) Johann Heinrich Valentin Geib, der aus Rehborn[web 2] stammte. Seine Mutter war Sabina Koob. Karl Geib studierte in Jena und Heidelberg Rechtswissenschaften ("nach der Lateinschule schickte ihn sein Vater auf die Universitäten" [3]) . Sein Berufsleben zog ihn nach Mainz und als Gemeindeschreiber nach Lambsheim (ab 1802).

"Nach dem Anschluss der linksrheinischen Gebiete an Frankreich trat Karl Geib als Offizier in die französische Armee ein." Er soll ein begeisterter Anhänger Napoleons gewesen sein [4]. Geib heiratete im Jahr 1834 (also im Alter von 57 Jahren) Karolina Elisabetha von Stein, eine Verwandte des preußischen Staatsmannes Freiherr vom Stein [5]. Aus der Ehe ging ein Kind namens Georg Valentin Karl hervor.[6]

Er war gerne auf dem Schramberg, unweit von Weisenheim am Sand, im "Familien-Ehrenheim". Dies war ein kleines Landhaus, über dessen Portal "MANIBUS PARENTUM" stand [7].

Unter dem Namen Geib[web 3] finden sich einige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. So ist Karl Gustav Geib (Rechtsgelehrter 1808-1864), ein Neffe von Karl[6] auf einigen Interseiten gelistet[web 4]. Weitere Personen mit dem Familiennamen Geib finden sich bei Viktor Carl[8].

Der Schriftsteller

Eine Suche nach Karl Geib im Internet führt nicht zum Erfolg (Matzinger Datum: 28. März 2008). Im 19. Jahrhundert sah dies jedoch so aus: "Zu seinen Lebzeiten war Karl Geib ein populärer Mann." [9] Josef Kaiser schreibt an gleicher Stelle weiter: "In den zeitgenössischen Nachschlagwerken wurde er selbstverständlich aufgeführt." Und an gleicher Stelle: "1899 [...] fast ganz vergessen erscheint." [10]

Eine zusammenfassende Darstellung seines Werkes findet sich bei Viktor Carl [11]. Karl Göppinger (*1781 in Halberstadt †in Weißenfels) schrieb unter dem Pseudonym Karl Geib (hier liegt eine Verwechslung vor - Karl Geib schrieb als Karl Göppinger, wie weiter unten erläutert).

Karl Geib verfasste am 5. April 1850 einen Brief[12] an den Frankfurter Verleger [wiki-de.genealogy.net/Carl_Christian_J%C3%BCgel Carl Jügel][13]

Pseudonyme

Julius von Egbert[lit 1]
Karl Göppinger[lit 2]

Seine Pfalz

Karl Geib, "der Künder der romantischen-malerischen Pfalz", schreibt: "Mit Recht wird die Rheinpfalz der Garten Deutschlands genannt."[14]

Werke

Karl Geib war sehr produktiv. Sowohl selbst verfasste Werke als auch zahlreiche Übersetzungen sind von ihm bekannt. Es dürften wohl über 20 Werke zusammenkommen. Zu den unklaren Werkszuweisungen schreibt Josef Kaiser: "1812/13 war er in Halberstadt stationiert. Aus dieser Zeit resultiert auch eine Verwechslung, die sich in mehreren zeitgenössischen Lexika findet."[lit 3]. Es geht dabei um den Namen Karl Göppinger aus Halberstadt, dem einige Werke von Karl Geib zugeschrieben worden waren.

Beiträge

 * "An Buonaparte" in: Journal der neuesten Weltbegebenheiten, Hamburg (Verleger Johann Heinrich Kaven), 1799

Herausgeber

Karl Geib versuchte sich unter Mitwirkung anderer Personen (u.a. Friedrich Blaul) auch als Herausgeber feuilletonistischer Blätter:

 * "Palatina - Blätter für Geschichte, Poesie, Kunst und Leben", 
 Beiblatt zur "Pfälzer Zeitung", Landau.[24]
 * "Blätter zur Unterhaltung und Belehrung aus dem Gebiete der Poesie, der Geschichte und Länderkunde."
 1. Jahrgang 1834, Neustadt an der Haardt.[25]
 * Deutscher Musentempel
 Mannheim, 1848. [26]

Mitarbeiter bei Zeitschriften

Karl Geib arbeitete Zeitschriften zu. Darunter finden sich:

 * Das Journal der neuesten Weltbegebenheiten
 Hrsg.:
 Heft 2, Jahrgang1 1799 (Seite 97ff) - Ode "An Buonaparte".
 * Cornelia
 Ein Taschenbuch für deutsche Frauen
 Hrsg.: Alois Schreiber bei Joseph Engelmann, Heidelberg

Gedenktafel

Am Geburtshaus in Lambsheim erinnert eine Gedenktafel an Karl Geib[27].


Weblinks

  1. .lambsheim.de Gemeinde Lambsheim
  2. de.wikipedia.org/wiki/Rehborn
  3. de.wikipedia.org/wiki/Geib Der Name Geib
  4. de.wikipedia.org/wiki/Karl_Gustav_Geib

Literatur

  1. Eymers Pseudonymen Lexikon in: <wikindx resource=254/>
  2. Eymers Pseudonymen Lexikon in: <wikindx resource=254/>
  3. <wikindx resource=242/>

Einzelnachweise

  1. Eigenhändiger Brief an den Verleger Carl Jügel mit Unterschrift vom 05.04.1850, Lambsheim, 1850 [.dreyermatthias.de/wikindx3/index.php?action=resourceView&id=241]
  2. Carl, Viktor: Lexikon pfälzer Persönlichkeiten, 2. Auflage, Edenkoben, 1998, Seite 209
  3. Carl, Viktor: Lexikon pfälzer Persönlichkeiten, 2. Auflage, Edenkoben, 1998, Seite 209
  4. Anmerkung Matzinger: Dies wird erhärtet durch die Übersetzung der Napoleonischen Protokolle ins Deutsche. Siehe dazu: Napoleon Bonaparte / Geib, Karl (Trans.) Memoiren von Napoleon Bonaparte, Kaiser der Franzosen, König von Italien, Beschützer des Rheinbundes etc.: Historische Denkwürdigkeiten. Gesammelt und geordnet von dem Herausgeber der Memoiren Ludwigs XVIII. Aus dem Französischen von Karl Geib, Mannheim Heinrich Hoff, 1835
  5. Carl, Viktor: Lexikon pfälzer Persönlichkeiten, 2. Auflage, Edenkoben, 1998, Seite 209
  6. 6,0 6,1 Kaiser, Josef, Ein Pfälzer Publizist des 19. Jahrhunderts, Nachwort in Karl Geib: [Reisehandbuch Reise=handbuch], ND pro message, Seite 385 ff
  7. Carl, Viktor: Lexikon pfälzer Persönlichkeiten, 2. Auflage, Edenkoben, 1998, Seite 209
  8. <wikindx resource=164/>, Seite 209
  9. Kaiser, Josef: Karl Geib - Ein Pfälzer Publizist des 19. Jahrhunderts, Nachwort zum Reisehandbuch (ND pro message), Seite 385ff.
  10. Kaiser, Josef: Karl Geib - Ein Pfälzer Publizist des 19. Jahrhunderts, Nachwort zum Reisehandbuch (ND pro message), Seite 385ff.
  11. Carl, Viktor: Lexikon pfälzer Persönlichkeiten, 2. Auflage, Edenkoben, 1998, Seite 209
  12. <wikindx resource=241/>
  13. Carl Jügel war Verleger, Buch- und Kunsthändler und Stifter der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Im Verlag erschienen zahlreiche Kunstdrucke mit Ansichten von Burgen und Städten. Zudem wurden Werke zum Erlernen der französischen, italienischen, spanischen, dänischen, holländischen und polnischen Sprache aufgelegt.
  14. Geib, Karl: Reise=Handbuch, Zweibrücken 1841.
  15. Anmerkung Matzinger: Es handelt sich um drei Bände. Erster Band: Wanderungen am Bodensee und an den Ufern des Rhein bis Basel. Zweiter Band: Wanderungen auf der Bergstrasse und durch einen Theil des Schwarzwaldes. Dritter Band: Malerische Wanderungen am Rhein von Mainz bis Cöln. siehe dazu: Bender, Helmut (1984). Bodensee- und Hegau-Perspektiven: Land u. Leute durch d. Jahrhunderte ; von Sebastian Münster bis Ludwig Finckh ; mit zeitgenöss. Abb. Waldkirch: Waldkircher Verlagsgesellschaft, Seite 45 bis 53
  16. <wikindx resource=243/>
  17. nach dem Französischen bearbeitet
  18. <wikindx resource=243/>
  19. 1834 soll eine zweite Auflage erschienen sein
  20. aus dem Französischen übersetzt und mit Berichtigungen und ergänzenden Anmerkungen begleitet
  21. <wikindx resource=243/>
  22. 1845 soll in Mannheim eine 2. Auflage erschienen sein
  23. Meyers "Konversations=Lexikon für die gebildeten Stände" (Ausgabe 1848)
  24. <wikindx resource=243/>, Seite 58
  25. <wikindx resource=243/>, Seite 58
  26. <wikindx resource=243/>, Seite 58
  27. <wikindx resource=164/>Seite 209

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Karl Geib gehört den Kategorien an: Schriftsteller, Person

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Referenzierungen

  1. ^  Pfälzer Zeitung (1852-12-22-Mi), ´Bekanntmachungen´. In: Pfälzer Zeitung, Johann Lucas Jäger (Eigenverlag) (Hg.),Speyer, Seiten: 1. Ausgabe No 303 Nummer (22. Dezember),
    Schlagwort: Karl Geib · Lambsheim
    Zitierung:Pfälzer Zeitung (1852)/1852-12-22-Mi
    Zusammenfassung:Lambsheim, 20. Dez. In der vergangenen Nacht um 11 Uhr verſchied hier, nach kurzem Krankenlager, ſanft und ruhig der Nestor unſerer pfälziſchen Dichter, Herr Karl Geib, in einem Alter von beinahe 76 Jahren. Derſelbe iſt nämlich am 16. Februar 1777 hier geboren, wo er auch in ländlicher Ruhe und Zurückgezogenheit faſt ſein ganzes Leben verbrachte, unaus geſetzt mit poetiſchen und literariſchen Arbeiten beſchäftigt. Mitt woch den 22. um 1 Uhr wird die irdiſche Hülle des edeln Heimgegangenen zur Erde beſtattet werden. Nicht nur ſeine zahlreichen Gedichte und ſonſtigen ſchriftſtelleriſchen Arbeiten werden ſein Andenken unter uns erhalten, ſondern es wird bei allen Denen, die den vortrefflichen Charakter des liebenswürdi gen Dichters, Freundes und Mitbürgers näher zu kennen Ge legenheit hatten, allezeit im Segen bleiben..
    Keine Anmerkungen.
    LINK: [[1]].
    Permanentlink:urn: [[2]].
    Kein PDF vorhanden.
    WIKI: Karl Geib
  2. ^  Pfälzer Zeitung (1852-12-30-Do), ´Bekanntmachungen´. In: Pfälzer Zeitung, Johann Lucas Jäger (Eigenverlag) (Hg.),Speyer, Seiten: 1 - Beilage. Ausgabe No 310 Nummer (30. Dezember),
    Schlagwort: Karl Geib · Lambsheim
    Zitierung:Pfälzer Zeitung (1852)/1852-12-30-Do
    Zusammenfassung:Karl Geib. (Nekrolog.) Der in ſeinem 76. Lebensjahre geſtorbene Karl Geib wurde am 16. Februar 1777 in dem Städtchen Lambsheim, zwiſchen Dürkheim und Frankenthal in der Pfalz, geboren und dort er zogen. Seine Studien vollendete er an der Univerſität Jena. Sein Hang zur Poeſie, damals ſchon überwiegend, ließ ihn weniger zu einem eigentlichen Brodſtudium kommen und da auch die äußeren Verhältniſſe ſeines väterlichen Hauſes günſtig wa ren, dachte er nie daran, ein Amt zu ſuchen. Dagegen trat er in die Reihen des napoleoniſchen Heeres und machte als Ca pitän einige Feldzüge mit. Seit mehr als vierzig Jahren aber lebte er in ſeinem Geburtsort ein poetiſches und literariſches Stillleben, und wenn er auch nicht zu den hervorragendſten Dichtern ſeiner Zeit gehörte, ſo hat er ſich doch durch ſeine Dichtungen und ſonſtigen Schriften einen ausgedehnten Kreis von Freunden erworben, beſonders unter denen, die das Rhein land, an dem auch ſein ganzes Herz hing, bewohnen oder es doch lieben. Wer erinnert ſich nicht gern ſeiner zahlreichen poetiſchen Bearbeitungen rheiniſcher Sagen, die in ſeiner Zeit zumeiſt in dem Taſchenbuch „Cornelia“ mit Illuſtrationen er ſchienen? Auch die 1836 in Proſa erſchienenen „Sagen und Geſchichten des Rheinlandes“ haben einen weiten Leſerkreis ge funden. Seine zahlreichen lyriſchen Gedichte ſind 1830 in zwei Bänden erſchienen und Göthe gewidmet, der ihn ſeiner Zeit freundlich ermuntert hatte. Auch eine „Theorie der Dichtungs arten“ gab er 1846 heraus und zwei Jahre darauf eine Beis ſpielſammlung dazu unter dem Titel „deutſcher Muſentempel.“ Nach anderer Seite hin iſt Geib bekannt geworden durch eine „Biographie Eugens v. Leuchtenberg“ und durch die Ueber ſetzung der „Memoiren Napoleons“ und „Ney's“. Kleinere Aufſätze verſchiedenen Inhalts, Erzählungen, Gedichte c. ſind in verſchiedenen Zeitſchriften, Almanachen und Sammlungen zerſtreut. Auch Reiſehandbücher über das ganze Rheinland, die Pfalz, die Moſelgegenden beſitzen wir aus Geib's Feder. Geib hat ſich in höheren Lebensjahren erſt verehelicht und hinterläßt nur einen Sohn von 16 Jahren. (Frkf. Converſationsbl.).
    Keine Anmerkungen.
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    WIKI: Karl Geib

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