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Wäschhütte
Wäschhütte ("An der Wäschhütte", Weschhidd) ist ein Flurnamen in Alsterweiler. 1 Die Bezeichnung taucht in folgenden Urkunden auf: LA Sp F2 Nr.221 (1669) - Wäschhütt und "uff der waschhütten" LA Sp F2 Nr.223 (1700) - Ein halb Vürtel auf der waschhütte, oberseits gnädigst Herrschaft
Der Flurname Wäschhütte bezeichnet die Lage einer Hütte zur Gewinnung von Wascherde sowie der Herstellung von Erdfarben. Am Haardtrand steht ein blauer Ton an. Er wurde gestochen, ausgeschlämmt und in der Wäschhütte zu blauer Farbe verarbeitet. Sie wurde benötigt für das Einfärben von Mützen und Kutten der Küfer. Die Arbeiter in der Wäschhütte nutzten das Wasser des Peterbrünnels. In der Gewanne "Wäschhütte" wurde sogenannte Wasch- und Walkerde gegraben und mit Fuhrwerken nach Grevenhausen zum Walken der Wollgewebe gefahren. Die Walkerde oder Wascherde diente beim abschließenden Waschvorgang als Fettlöser. Der Wäschhüttenpfad war zu römischer Zeit gepflastert.
Referenzierungen
- ^ Wittmer (2000)/Wäschütte