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Gruftkirche der Fürsten von Dietrichstein zu Nikolsburg
Die Gruftkirche der Fürsten von Dietrichstein zu Nikolsburg (heute Mikulov in der Slowakei) wurde nach Plänen von Heinrich Koch (1781) erbaut.
Die Annakirche selbst hat eine längere architektonische Vorgeschichte. Beim Stadtbrand von 1784 in Nikolsburg wurde auch die im Umbau befindliche Annakirche zerstört. Heinrich Koch (1781) baute sie in den Jahren 1845-56 im spätklassizistischen Stil um. Zunächst allerdings drohte nach dem Stadtbrand der Verkauf der baulichen Reste. Die Sicherungsarbeiten begannen erst unter Franz Joseph von Dietrichstein im Jahre 1837. Daran schloss sich die Planung durch Heinrich Koch an.
Koch ließ die ursprüngliche Grabkapelle an der Südseite entfernen und schüttete die ehemalige Krypta zu. Den Chor ließ er durch eine Mauer abschließen. Sie enthält die Jahreszahl 1846. Aus dem ehemaligen Hauptschiff entstand so ein Hof. Durch das Vermauern der Arkadengänge wurde Platz für die Aufstellung von Sakrophagen der Familienmitglieder geschaffen (Verstorbene von 1617-1852). Die neue Kapelle erhielt einen Altar, über dem ein Kruzifix (Franz Bauer) hängt. Von der Decke hängt ein Messinglüster holländischen Stils aus dem Jahre 1854.
Auch die prunkvolle, aber beschädigte Fassade wurde umgestaltet (nicht wie verschiedentlich festgestellt von Heinrich Koch neu erbaut). Die barocken Turmkuppeln wurden durch gemauerte Aufsätze ersetzt. Die Balustrade zwischen den Türmen mit einer Christusfigur und zwei Engeln besetzt.