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Heinrich Koch (1781)

Aus Alsterweiler
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Heinrich (auch Henrik) Koch, Architekt und Kunstgewerbler wurde am 24. Dezember 1781 als … Sohn des Bernhard Koch und der Salome Hartlieb in Maikammer geboren. Er stirbt am 1. July 1861 in Borostyánkȯ, heute Bernstein in Österreich. Heinrich Koch wurde in Wien auf dem Friedhof … beigesetzt.


Leben Über die Lebenszeit von Heinrich Koch in Maikammer ist wenig bekannt. Es darf aber angenommen werden, dass er die Schule in Maikammer besucht hat. Sie befand sich damals … Als Schullehrer für diese Zeit sind … belegt.

Heinrich Koch wird in eine sehr unruhige Zeit hineingeboren. Die Welle der Befreiung als Folge der Französischen Revolution zog auch über die Pfalz hinweg. Von vielen als Befreiern gesehen, von anderen als Zerstörer seit Jahrhunderten gültiger Leibeigenschaften und Besitz- und Eigentumsverhältnisse gefürchtet, veränderte Napoleon die gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend. Der Ort Maikammer gehörte zum Hochstift Speyer, ab… zum Département Mont-Tonnere usw. Als 1815 die Pfalz (Rheinbaiern) nach Bayern kam und damit die administrativen Strukturen geordnet werden konnten, war Heinrich Koch längst nach Wien abgewandert.

Im Jahre 1797 – also im Alter von sechszehn Jahren – ist Heinrich Koch an der Akademie für bildende Künste in Wien eingeschrieben. Die Studienzeit verlief für Heinrich Koch äußerst erfolgreich. So gewann er den begehrten Gundelpreis im Jahr 1800, nachdem er im Jahr zuvor (1799) bereits den zweiten Preis der Klasse der Architekturzeichner errungen hatte.

Im Jahr 1802 hat Heinrich Koch die Akademie verlassen. Danach arbeitete er bei dem Hofarchitekten Louis Joseph Montoyer (*1749, +1811). Montoyer war Belgier und im Gefolge des Herzogs Albert von Sachsen-Teschen als Hofarchitekt nach Wien gezogen. Montoyer entwarf in dessen Auftrag das Palais des Erzherzogs Albrecht (Albrechtspalais mit der grafischen Sammlung "Albertina") in Wien. Das Gebäude entstand in den Jahren 1801 bis 1804, also in der Zeit als Heinrich Koch bereits im Büro von Montoyer arbeitete.


Heinrich Koch heiratete am… und hatte einen Sohn, ebenfalls Heinrich und eine Tochter namens Antonia.

Heinrich Koch (Junior (jun.) wurde am 17. September 1840 in Wien geboren und starb bei einem Unfall auf einer Baustelle in Budapest im Mai 1889 . Die Tochter Antonia heiratete am … in …. den ebenfalls bekannten Architekten Antal Szkalnitzky (*1836, Lak + 9. Juni 1878, Budapest). Dieser wiederum gründete mit Heinrich Koch (jun.) eine Baufirma. Das Unternehmen wirkte sehr erfolgreich in Budapest. Heinrich Koch (jun.) entwickelte sich, wie sein Vater zu einem anerkannten Architekten seiner Zeit.

Heinrich Koch ist 1847 Mitglied in der k. k. Ingenieur=Akademie.

Heinrich Koch ist im Ingenieur-Lexikon von Ungarn verzeichnet.


Abgesehen von den Bauwerken, die von den beiden Architekten Koch sowie dem Schwiegersohn Antal (Anton) Szkalnitzky heute noch zu bewundern sind, hat sich keine explizite Erinnerungskultur für das Schaffen der beiden Generationen erhalten.

Dies ist sicherlich auch auf den Umstand zurückzuführen, dass Kochs Bedeutung für Wien doch deutlich hinter den damaligen „Stararchitekten“.… zu sehen ist. Auch, sind seine Bauten nicht überwiegend in der damaligen „Hauptstadt“ Wien, sondern in der Mehrzahl im Umland zu finden und erfahren damit weniger Aufmerksamkeit in Öffentlichkeit aber auch innerhalb der Hofkonkurrenz. Hinzu kommt die „Sachlichkeit“ des Klassizismus, die im Gegensatz zu den prunkvollen Vorgängern Barock und Rokoko, Zurückhaltung und Eleganz auferlegt hat. Damit ist die öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung für den Baustil im 19. und 20. Jahrhundert deutlich hinter der anderer Epochen zurückgeblieben. Letztlich spielt auch die gesellschaftliche Stellung der Autraggeber eine Rolle. Die Hofarchitekten waren…

Das Zemplin Museum in Michalovce plant im Rahmen einer Veröffentlichung zur Familie Szataray, deren Palais Heinrich Koch im Jahr … rekonstruierte, dem Architekten ein Beitrag zu widmen.


WERKE Heinrich Koch errichtete zahlreiche Bauten im Stil des Klassizismus. Im Auftrag von Adelsfamilien war er als Landschaftsarchitekt tätig. Sein vielseitiges Talent zeigte sich auch als Kunstgewerbler. Er entwarf Inneneinrichtungen und Kunstgegenstände wie Leuchter und Uhren.

Sein Tätigkeitsschwerpunkt lag zunächst in Wien, verlagerte sich aber zunehmend in das damalige Böhmen und nach Ungarn. Koch kann aus damaliger Sicht Wiens wohl als Auftragsarchitekt der „oberen Schichten“ für das Bauen in der Provinz bezeichnet werden.

Aus heutiger Sicht sind die Bauten Heinrich Kochs markante Zeichen eines epochensicheren Bauens des Klassizismus und für jede Lehrstunde der Architektur dieser Zeit bestens geeignet.

An seinem Schaffen und an dem Wirken seines Sohnes Heinrich (und seines Schwiegersohnes Antal Szkalnitzky) sind die Übergänge vom Klassizismus zum Historismus deutlich abzulesen.


Republik Österreich

Übersichtskarte zu den Bauten in Österreich

Wien Eingangsportal zum Friedhof Währing Anschrift: Währinger Friedhof Koordinaten: Übersichtsbild

Entstehung

„(Auf der Kehrseite) In dem Zeitalter der vierzigjährigen Regierung Seiner Majestät Franz des Ersten Kaisers von Oesterreich des damahligen Herrn Pfarrers von Währing Johann Hayek wurde nach dem Plane des Architekten Herrn Heinrich Koch durch den bürg. Baumeister Herrn Anton Grün, den siebenzigjährigen Polier Anton Bartl, und den bürg. Steinmetzmeister Herrn Anton Wasserburger mit seinem Polier Franz Schlögel die Vormauer zum Vorplatz und Aufgang in den Leichenhof des Ortes Währing erbaut. Im Sommer des Jahres 1832.“


Baustil

Ansichten

Heutige Nutzung


Wien Palais Clam—Gallas Anschrift: 9. Bezirk Währinger Strasse 30 Koordinaten: Übersichtsbild


Entstehung Im Auftrag des Fürsten Franz-Josef von Dietrichstein baute Heinrich Koch in den Jahren 1834/35 ein Sommerpalais. Das Grundstück war bereits etwa im Jahre 1690 von Ferdinand-Josef Reichsfürst von Dietrichstein erworben und zunächst von Karl von Dietrichstein als Garten angelegt worden. Zum Palais gehörte auch eine Remise, die aus dem Umbau eines Gartensalons des angrenzenden Gasthauses mit dem Namen „Zum goldenen Engel“ entstand. Den heutigen Namen erhielt das Gebäude nach Feldmarschall-Leutnant Eduard Graf Clam-Gallas, der sich um 1850 mit Clothilde von Dietrichstein verheiratete und damit in den Besitz des Anwesens kam.

Baustil Das prächtige Palais ist im klassizistischen Stil errichtet. Der streng geometrische Bau wird durch einen tempelartigen Vorbau vor dem Mittelrisalit mit zwei übereinander stehenden Säulenreihen (je vier an der Zahl) betont.

Der Bau wirkt streng (kubisch) und dennoch harmonisch komponiert in den Elementen Geschosse, Fensterachsen, Ecklösung. Gleichwohl wird aus der Seitenansicht deutlich, dass die Verzahnung Vorbau mit Hauptgebäude nicht vollkommen gelingen kann. Insbesondere der starke Rückgriff auf antike Elemente im Obergeschoss des Vorbaus. Die vier ionischen Säulen tragen einen Tympanon, der über die Traufhöhe des Hauptbaus in das Dach läuft und somit eine im Vergleich zum Gesamtbau „unvollständige“ Verschneidung provoziert.

Im Erdgeschoß sind Fenster mit Bögen im Obergeschoß bereits mit „Verflachungen“ eingebaut.


Ansichten


Heutige Nutzung Die französische Republik erwarb das Anwesen im Jahre 1952 und richtete ein Kulturinstitut ein. Das Grundstück umfasst heute noch eine Größe von ca. 4,5 ha mit einem bemerkenswerten Baumbestand.



Tschechische Republik

Übersichtskarte zu den Bauten in Tschechischen Republik

Cernikovice Schloss (1822-25)

Kostelec nad Orlici Neues Schloss (1829-35)


Mikulov


Prag







Slowakische Republik

Übersichtskarte zu den Bauten in der Slowakischen Republik

Michalovce Herrensitz des Grafen A. Sztaray (vor 1810)



Heutige Nutzung: Zemplin Museum Im Gebäude ist heute das Zemplin Museum untergebracht.



Ungarn

Übersichtskarte zu den Bauten in Ungarn


Mikulov (Nikolsburg) Annakirche – Dietrichsteiner Gruft (Gruft der Grafen Dietrichstein)

Die Annakirche hat eine längere architektonische Vorgeschichte, die allerdings für das Projekt von Heinrich Koch nicht von Bedeutung ist.

Beim dem Stadtbrand von 1784 in Nikolsburg wurde auch die im Umbau befindliche Annakirche zerstört. Heinrich Koch baute sie in den Jahren 1845-56 im spätklassizistischen Stil um. Zunächst allerdings drohte nach dem Stadtbrand der Verkauf der baulichen Reste. Die Sicherungsarbeiten begannen erst unter Franz Joseph von Dietrichstein im Jahre 1837. Daran schloss sich die Planung durch Heinrich Koch an. Der Umbau erfolgte dann in den Jahren 1845-52.

Koch ließ die ursprüngliche Grabkapelle an der Südseite entfernen und schüttete die ehemalige Krypta zu. Den Chor ließ er durch eine Mauer abschließen. Sie enthält die Jahreszahl 1846. Aus dem ehemaligen Hauptschiff entstand so ein Hof. Durch das Vermauern der Arkadengänge wurde Platz für die Aufstellung von Sakrophagen der Familienmitglieder geschaffen (Verstorbene von 1617-1852). Die neue Kapelle erhielt einen Altar, über dem ein Kruzifix (Franz Bauer) hängt. Von der Decke hängt ein Messinglüster holländischen Stils aus dem Jahre 1854.

Auch die prunkvolle, aber beschädigte Fassade wurde umgestaltet (nicht wie verschiedentlich festgestellt von Heinrich Koch neu erbaut). Die barocken Turmkuppeln wurden durch gemauerte Aufsätze ersetzt. Die Balustrade zwischen den Türmen mit einer Christusfigur und zwei Engeln besetzt.



Sopron Ödenburg Szechenyi�GUNDELPREIS Der Gundelpreis war eine Auszeichnung, die von der Akademie der Bildenden Künste in Wien vergeben wurde. Im Namen des Stifters Paul Anton von Gundel wurde der Preis alljährlich an die besten Gesamtstudien für alle 6 Kunstklassen verliehen. Im Jahre 1799, in dem der Preisträger Heinrich Koch hieß, lautete die Aufgabe: „Kopieren der Gloriet oder Collonade von Schloß Schönbrunn.“

Referenzierungen

  1. ^  Kein Titel angegeben.
    Ein Schlüssel fehlt.
    Die Zuordnung zu einer Seite fehlt.
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Erbschaftsaufteilung
    Notes: Bernhard Koch bürgerlicher Inwohner und Schreinermeister dahier verstarb vor ohngefahr 10 Tagen. Lebte in einer Ehe und hinterließe mit seiner vor einem Jahr verstorbenen Frau Salome Hartlieb sechs Kinder
    Schlagwort: Ein Schlagwort fehlt.
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    LINK: Heinrich Koch (1781)
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: LA Sp F 14 Nr.2798a#Folio 2798a