Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Zwelfder Frihschobbe
Zwelfder Frihschobbe (auch Zwölfter Frühschoppen[anm 1]) ist Teil einer Veranstaltungsreihe Frihschobbe (Brunnenkerwe) des Club Sellemols. Der Frihschobbe wird von Matthias C.S. Dreyer moderiert. Er findet jeweils am Brunnenkerwe-Sonntag, ab 11.00 Uhr im Hof der Kredenburg[1] statt. Markus Hener und Matthias Dreyer erzählen aus Alsterweiler. Der Zwölfte Frühschoppen widmet sich der Kalmit unter dem Titel "Die Kalmit: Ihre Geschichte und ihre Geschichten".
Text
STAND VOM 17. Juni 2026: 12. Historischer Frühschoppen anlässlich Brunnenkerwe Die Kalmit: ihre Geschichte und ihre Geschichten. Moderator: Matthias C.S. Dreyer Gast: Markus Hener
Einleitung
Moin, Ihr Leid! Wir haben uns heute das Thema Kalmit vorgenommen. Nicht, daß ihr die Kalmit nicht kennen würdet, aber ich bin sicher, ihr kennt nicht alle Geschichten zu unserem höchsten Berg in Alsterweiler! Und was hat mich dazu bewogen, in diesem Jahr die Kalmit historisch zu beleuchten? Es stehen zahlreiche Jubiläen an, die wir heute nur andeuten, ihr müsst sie dann jeweils feiern. Also, im nächsten Jahr – 100 Jahre der Eröffnung der ersten bayerischen Wetterstation 2027, 2028…, 2029 – 100 Jahre Neubau des Turmes, 2030 Beginn des Baus der Kalmitstraße, usw. usf. Wir wollen es heute so halten: Markus Hener erzählt die Geschichten und ich übernehme die Geschichte. Markus: Begrüßung
Geschichten 1 (Markus) – Wanderung Hartmann
J. Hartmann und sein 5-jähriger Sohn / Eine Kalmit-Wanderung / Auszug 1915 / Zur Einstimmung /Auszüge „Am Hahnenschritt bemerken wir die ersten Spuren des neuen, bereits „angedichteten" Kalmitweges. Ganz schlams (allmählich ansteigend (abfallend), vom Gelände) gehts aufwärts. Gemächlich biegen wir um den letzten Rücken. Da schon eine ganze Weile ratterts und knarrts. Die Schneise gewährt uns einen Auf-Blick. Stolz weht die Flagge: Schwarz - Weiß Rot ! Der freche West mag sie nicht leiden. Aber sie kann sich mit ihren 28 Quadratmetern sehen lassen urd sie kämpft siegreich gegen den Frechling aus dem Westen und gibt ihrem Unwillen durch lautes Knattern - fast könnte man an Maschinengewehre denken - unverhohlen Ausdruck. Nun bin ich meines Begleiters ledig. Er begrüßt den Kalmitwirt, sowie die Kalmit-Stammgäste: die Herren Dihmann, Klostermann, Onkel Jobs usw. Ich weiß ihn in guten Händen. An anderer Stelle weiter: „Hier ist der Boden heilig. Hier wohnte und wohnt ein Menschenschlag von nicht gewöhulicher Art: fernig und arbeitsfroh; treu und ehrlich; hellen Auges, humorvollen Sinnes. Darum thront auch hier noch über jedem Dörfchen in grauen Ruinen und zerbröckeltem Gemäuer jene geheimnisvolle Frau, deren Namen-Romantik - sonstwo nur selten noch über die Lippen kommt. In der Kalmithütte herrscht reges Leben. Der Wein erfreut des Menschen Herz und der Körper erheischt gebieterisch sein Recht: die Schweißtropfen des Aufstiegs wollen ersetzt sein. Im Begriffe hinaufzusteigen auf den Turm, um mich zu weiden an dem Ausblick auf die Gebirgswelt der näheren Umgebung, erblicke ich meinen Sprößling mit einem mächtigen Butterbrot. „Vater! willst du beißen ?" und als ich ihn einlud, mit auf den Turm zu kommen, lehnte er ab:„Jch war schon oben. Onkel Jobs hat mir alle Türme gezeigt."“ Gedicht: Der Mond Der Mond hat die Kalmit erklommen, und ruht sich ein wenig aus. Nun muß bald die Weinstraße kommen, dort geht er von Haus zu Haus. Er geht durch Kammern und Keller mit seinem goldenen Schein. Bei Riesling und Muskateller da kehrt er gerne ein. Geheimnisvoll glänzen die Becher, der Winzer altes Gerät. St. Urban segnet die Zecher, die Nacht ist mit Sternen besät." / Otto Willms
Geschichte 1 (Matthias)
Ersterwähnung 1577 Der erste bekannte Nachweis für den Namen „Kalmit“ stammt aus dem Jahre 1577. Es handelt sich um einen Text im Zusammenhang mit der 5. Haingeraide. Dort ist im Artikel 9 zu lesen: „ Item der Morschenberg, der Newbusch, Daubenberg undt Kallenth ist auch verbotten bey sechs lb hl.“ Am Morschenberg, Neubusch, Daubenberg und Kalmit ist es auch verboten (siehe Artikel 8), was im Artikel 8 geregelt ist, nämlich Baumstümpfe oder Stämme zu holen. Hier steht also Kallenth statt Kalmit, womit wir zum Namen „Kalmit“ kommen. Name Calvus mons Es gibt zahlreiche Vermutungen, wie der Name auszulegen sei. Zwischenzeitlich ist aber weitgehend geklärt, daß es sich nur um einen Ableitung von Calvus Mons, also aus dem Lateinischen, dem kahlen Berg handeln kann. In der grundlegenden Arbeit von Volker Rödel und anderen des Jahres 2018 wird auf vergleichbare Berge und Namen hingewiesen. Heute sei nur ein weiterer Name, der „Calmont“ erwähnt. Sie werden diese weltbekannte steilste Mosellage auch kennen oder schon einmal davon gehört haben. Sie leitet sich ebenfalls von diesem Calvus Mons ab. Wir haben oder hatten es also einmal mit einer kahlen Anhöhe zu tun. Dabei ist unerheblich, daß es möglicherweise auch eine ältere, germanische Ableitung gegeben haben könnte, die ihn als hohen Berg zu bezeichnen wusste. Ihre Geschichte 2 (Matthias) Haingeraide Teilung Die Kalmit war schon immer Teil der 5. Haingeraide. Diese Waldgenossenschaft, die auf das frühe Mittelalter zurückgeht wurde im Jahre 1823 unter den Genossen, also den Gemeinden Diedesfeld, Kirrweiler, Maikammer und St. Martin aufgeteilt. Damit fiel die Kalmit erstmals auf das ausschließliche Orts-Gebiet von Alsterweiler/Maikammer. Insofern erklärt sich auch, daß die Kalmithütte, die von der Ortsgruppe Ludwigshafen/Mannheim bewirtschaftet wird, auf Alsterweiler Gemarkung steht. Auch die Sendeanlage, von der Deutschen Bundespost errichtet, steht auf Alsterweiler Gebiet. Das Gleiche gilt für das ehemalige NATO-Gelände. Dort hat der Club Sellemols im Jahr 2023 einen Weinberg angelegt, den höchst gelegenen in Rheinland-Pfalz und der zweithöchtste in Deutschland. Nur ein Weinberg im Allgäu, mit ca. 800 Metern liegt höher. Trigo Punkt um 1814-16 Diese Höhenlage zog auch schon lange die Vermesser an. In der Zeit, als Napoleon über Europa herschte wurde zwischen 1814 und 1816 ein trigonometrischer Punkt eingerichtet. Eine Funktrelaisstation, einen sog. Dillegraph, gab es vermutlich nicht, jedenfalls haben wir dazu keine ausreichenden Erkenntnisse. Ein später erwähnter Niveaustein, von denen es im Pfälzerwald mehr als 150 Stück gibt, wurde beim Einsturz des alten Turmes wohl nicht gesichert bzw soll zuvor schon vom Turm gestürtzt und zerstört worden sein. Jedenfalls ist der Stein nicht mehr vorhanden. Das wäre sicherlich mal eine Aufgabe, einen neuen Niveaustein auf der Kalmit zu setzen. Es wäre ja schade, wenn am höchsten Punkte des Pfälzerwaldes ein solcher Stein fehlte.
Geschichten 2 (Markus) – Dank des Königs an die Pfälzer
König Max lies nach der Errichtung des Denkmals vermelden: Der so landauf, landab Geehrte aber ließ im „Regierungs-Intelligenz-Blatt für das Königreich Baiern“ vom 20. Februar 1824 mitteilen: „Maximilian Joseph, Von Gottes Gnaden König von Baiern, Wir haben mit Rührung die vielfältigen Beweise aufgenommen, durch welche Unsere getreuen Unterthanen aller Kreise und aller Stände am 16. Februar d. J. als dem Jahrtage Unserer 25jährigen Regierung, ihre liebvolle Anhänglichkeit an Uns sowohl schriftlich, als durch öffentliche Veranstaltungen aller Art abermals an Tag zu legen gewetteifert haben. Erfreulich und erhebend ist dieses von Baierns Bewohnern in schöner Eintracht gefeyerte große Familienfest. Kein Band kann inniger als diese treue Liebe Uns mit Unserm Volke, und dieses unter sich vereinen; kein Lohn für die treue Regenten=Sorge, deren Wir Uns bewußt sind, beneidenswerther seyn. Wenn Wir mit Gottes Hülfe den Staat durch 25 Jahre einer Thaten= und gefahrvollen Zeit glücklich hindurch geleitet haben, so war es die unerschütterliche Gesinnung Unseres Volkes, auf welche Wir dabey vertraut haben, und durch die Wir mit gleichem Vertrauen unterstützt worden sind. Wir bitten den Allmächtigen, daß er Unsere Bemühungen zum Wohle dieses Volkes, dessen Liebe Unser Glück und Unser Stolz ist, fortan segnen, und was Er an Jahren Uns noch beschieden haben mag, mit solchen Ereignissen erfüllen möge, durch die wir in dessen dankbarem Andenken fortzuleben hoffen können. München den 19. Februar 1824. Maximilian Joseph. Gr. Von Thürheim.“
Denkmal 1824 _ Königstein und Maxhöhe
Bayern wurde ja von einem Pfälzer übernommen, der dann als bayerischer König Max I. in München residierte, aus Zweibrücken stammte und sozusagen die Pfalz mit nach Bayern nahm, errichteten die Alsterweiler und Maikammerer Bürger das Denkmal für König Max, also im Jahre 1824. Es erinnert an das 25-jährige Trohnjubiläum des beliebten Monarchen. Aus diesem Grunde sollte die Kalmit in Maxhöhe umbenannt werden, was aber mißlang. Die hiesige Bürgerschaft ließ sich das Denkmal immerhin Einiges kosten. Geschaffen wurde es von einem örtlichen Steinmetzen. Wir erfahren: • 1 Steinhauer Johann Martin Baumann für das Monument, welches hoch 5 Meter 30 Centimeter breit 1 M. 60 c., das Postament 4kantig 2 Met, Materiallierung und Arbeitslohn 98 Gulden, 36 Kreuzer. • 2 Derselbe für den Tritt, welcher 9 M 60 C. im Umfang hat 13 Gulden, 48 Kreuzer • 3 Derselbe für das Abrunden der Säule, der Kugel; sodann für 4 Malter kalch, 10 Pfund Blei, 4 Arbeitstage eines mannes, 1 Arbeits=Tag eines zimmermannes, für 4 Taglöhner während 2 Tagen bey der Aufrichtung 33 Gulden, 12 Kreuzer: • 4 Denen sämmtlichen Handwerksleuten und Arbeiter bey Aufstellung des Monuments für verabreichten Wein, Brod und Fleisch, und desgleichen an die anwesende Jugend 8 Gulden, 53 Kreuzer." Somit kostete der Königstein 154 Gulden, 37 Kreuzer. Seine Renovierung kostete im Jarhe 2024 übrigens 6.000€. Heute ist ein Schild angebracht, das den Text der lateinischen Schrift in Deutsch zeigt. Aus der Beschreibung geht auch hervor, daß das heutige Denkmal noch das Original sein muss, alle Angaben sind auch heute noch gegeben. Nur die Kugel wurde ja bekannterweise erneuert, weil sie defekt war und eine Gefahr darstellte. Soweit zum Königstein und zur Maxhöhe. Im Übrigen war der Steinmetz womöglich ein Vorfahre des heutigen Eigentümers der Kredenburg, unserem geschätzten Bernd Baumann.
TEXT: Die Treue, die Frömmigkeit und Dankbarkeit der Bürger des Dorfes Maikammer und Alsterweiler haben 1824 dieses Denkmal hier Maximilian Josef I., König von Bayern, im Jahre 25 seiner glorreichen Herrschaft errichtet."[2]. Oder etwas freier übersetzt: "Im Jahre 1824 haben die Bürger des Dorfes Maikammer und Alsterweiler in Treue, Frömmigkeit und Dankbarkeit dieses Denkmal hier für Maximilian Josef I., König von Bayern, im Jahre 25 seiner glorreichen Herrschaft errichtet."
Geschichten 3 (Markus) - Rebstockaufstieg
Aufstieg auf die Kalmit vom Rebstöckl aus: Die Heereswetterwarte auf der Kalmit wurde am 28. Oktober 1916 am Turm von 1868, also dem alten Turm, errichtet. „Oberstudiendirektor Hensler, der damals die Vorstandschaft der Landwirtschaftschule Landau inne hatte, richtete zusammen mit Dr. Alt, dem damaligen Custos der landwirtschaftlichen Zentralstation in München die „Kalmitwetterwarte“ ein. Unser Gewährsmann berichetet darüber: Oberstudiendirektor Hensler und Dr. Alt trafen sich zu ihrem ersten Besichtigungsgang auf die Kalmit im "Rebstöckel" zu Maikammer, wo sie schon erwartet wurden von dem Landsturmmann der Kalmit, der nach Bedarf mit einem Esel in Maikammer Lebensmittel abholte. Die Dunkelheit war schon weit vorgeschritten, als man den Aufstieg vornahm. Unterwegs begegneten ihnen zwei Pfälzer Wäldler, die sich auf dem Abstieg befanden, Direktor Kederer aus Ludwigshafen und der Riesling-Schorch (Georg Christmann aus Hambach). Auf die Frage, warum die Beiden nicht droben geblieben seien, antworteten sie: Wir haben gehört, daß Ihr kommt und mußten deshalb Platz machen. So viel Betten waren nämlich damals noch nicht oben. Auf der Weiterwanderung gerieten die drei Aufsteigenden mit ihrem Esel vom Weg ab; sie löschten die Sturmlaternen und ließen den Esel voraus gehen und siehe da, der Esel führte die drei Männer ohne Licht den rechten Weg auf die Kalmit hinauf. So weit möglich wurde abends noch mit der Aufstellung der Apparate und mit der Einweisung des Unteroffiziers (Platzkommandanten) begonnen. Am folgenden Tag geschah dann die Fertigstellung.“
Neumayer und die Erdbebenwarte von Spitzbergen: Georg von Neumayer warb schon lange davor für eine Erdbebenwarte. Leider stirbt er am Tag vor dem Instrumentenaufbau. „Erdbebenwarte auf der Kalmit. Diesen, schon von Dr. Georg von Neumayer kurz vor seinem Hinscheiden in Verbindung mit der Pollichia angeregten Plane, das Netz der Erdbebenstationen am Rhein durch die errichtung einer Warte auf der Kalmit zu vervollständigen, wurde bekanntlich neue Anregung gegeben bei unserer Versammlung am 31. Oktober 1917. Der dort gefaßte Beschluß, diesen Plan zur endlichen ausführung zu bringen, wurde im Laufe der letzten Monate wesentlich gefördert durch mehrere Umstände: 1. durch den Besuch der Kalmit vonseiten des Herrn Gheimrat Professor Dr. Heregesell, der sich an Ort und Stelle gleichalls dafür erklärt hat, 2. durch ein Geschenk von 1000 Mark, eine Stiftung vonseiten des Herrn Kommerzienrates Marx aus Lambrecht, 3. durch eine Eingabe vonseiten des Obmannes an das kgl. Ministerium für Kirchen- und Schulangelegenheiten zu München am Ende April 1918. Hierin wird gebeten, im Falle der Nichterbinglichkeit der hiefür nötigen Summe von run 4000 Mark durch freiwillige Spenden, den Betrag durch einen Zuschuß aus Landesmitteln leisten zu wollen, der in der nächsten Veranschlagung einzusetzen wäre, 4. Herr Geheimrat Professor Dr. Günther, Ehrenmitglied der Pollichia, erklärte sein hohes Interesse für die errichtung der Erdbebenwarte durch Schreiben vom 13.8.18 an den Obmann. Es heißt darin: "Daß die Kalmit ein trefflicher Platz für eine Erbebenstation wäre, das unterliegt wohl keinem Zweifel. Darin stimme ich mit unserem alten Neumayer und mit meinem ehemaligen Vorgesetzten, Major Hergesell überein." - "Wenn wir Alten den Frieden erleben werden, heißt es weiter, "so werde ich gern meine Mitwirkung leihen". Die letztere Verheißung ist um so wichtiger, als Herr Geheimrat Dr. Günther bei einem Zuschuß aus Landesmitteln, der in der Abgeordnetenkammer zu Sprache käme, in seiner Eigenschaft als Mitglied der Volksvertretung ein einflußreiches Wort zur Verfügung stellen könnte und würde. - Nicht unerwähnt darf bleiben, daß Herr Geheimrat Professor Hergesell Herrn Direktor Kohl in Aussicht stellt, den Seismograph von Spitzbergen, der frei ist, für die Kalmit zur Verfügung zu stellen, was die ganze Frage bedeutend vereinfachen und verbilligen würde. (Es handelte sich dabei um erdmagnetische Registrierinstrumente sowie ein Erdbebenpendel nach Mainka, die in je einem wenn möglich unterirdischen Raum aufgestellt werden sollten.) Ueber den Stand der Luftwissenschaft beabsichtigt, der letztere Fachmann für die Mitglieder der Pollichia und des Pfälzerwald-Vereins einen Vortrag im Oktober 1918 zu Neustadt a.d.H. abzuhalten. Auch die Wetterstation auf der Klamit käme hibei in Erwähnung. Der Obmann und Konservator für Geologie des Bezirksausschusses für Naturpflege zu Neustadt a.d.H.: Dr. C. Mehlis“ Die in Aussicht genommene Erbebengerätschaft, die für Spitzbergen vorgesehen war, war eine Anlage Professor Carl Mainka (1874-1943). Er stammte aus Opeln (Schlesien) und war Professor an der Universität Strasbourg, später Göttingen. In seiner Strasbourger Zeit entwickelte er die Anlage. Er war bekannt als Seismologie, Konstruktur und initiierte das seismologische Observatorium in Raciborz in Polen. Verlassen wir die Seismologie und den Turm und widmen uns der Kalmithütte.
Geschichte 3 (Matthias) - Kalmithütte
Kalmithaus - Erste Hütte Jedenfalls entstand im Jahr 1908 eine erste Schutzhütte (mit Unterbrechungen bewirtschaftet) auf der Kalmit. Seit 1957 liegt die Bewirtung in den Händen des Pfälzerwald-Vereins, Ortsgruppe Ludwigshafen-Mannheim. In den Anfangsjahren war die Ortsgruppe Maikammer-Alsterweiler des Pfälzerwald-Vereins Pächter der Hüttenwirtschaft. Aber wer glaubt, die Bewirtung auf der Kalmit hätte mit einer Hüttenwirtschaft begonnen, geht fehl. Bereits einige Jahre zuvor hat der Maikammerer Küfer und Wirt (Gasthaus Pfälzer Hof) Karl Herrmann eine mobile Hüttenwirtschaft auf dem Gipfel eingerichtet. In einer Ausschußsitzung vom 30. Juni 1904 (PWV) wurde bekanntgegeben, daß das Bezirksamt Landau die Genehmigung zu einem Ausschank auf der Kalmit erteilt hatte. Wirt Herrmann aus Maikammer wurde mit dem Ausschank beauftragt, der Schoppen Neuer Wein zu 50 Pfg, davon waren 5 Pfg an den Verein (PWV) abzuführen! Die 5 Pfg sollten einem Kellerfonds zugeführt werden, man wollte mit dem Geld einen Keller auf der Kalmit errichten. Die Harmonie Maikammer stiftete gleichzeitig 20,— Mark für ein Kalmithaus.
Seit vorigen Sommer ist hier oben, 678 Meter über dem Meere, eine fliegende Wirtschaft eröffnet, welche einen ausgezeichneten Naturwein zu 50 Pfg. per 1/2 Liter verzapft. Der erste Kalmitwirt, Herr Karl Herrmann aus Maikammer, schob unverdrossen Sonntag für Sonntag sein Fäßchen Wein im Schubkarren zum Gipfel und war glücklich, wenn er Zuspruch fand. Im Jahre 1906 war der Flesenkeller aus Mitteln der Ortsgruppe Ludwigshafen-Mannheim und des Hauptvorstandes fertiggestellt.
Geschichten 3 (Markus) – Herrmann, Hüttentransport
Karl Herrmann (*31. Juli 1874 in Maikammer, †10. Mai 1954 in Maikammer[1][2]) war Küfer, Gastwirt und der Sohn von Johannes Herrmann und Katharina Stachel (2572). Karl Herrmann war verheiratet mit Elisabetha Rieth (Heirat: 1900-09-01, aus Alsterweiler) und lebte in Alsterweiler, Maikammer. Aus der Ehe gingen 4 [anm 1] Kinder hervor. Jeden Sonntag fuhr er mit einem Faß Wein auf den Gipfel. Besser gesagt, schob er einen Schubkarren hoch. Und das über den alten Kalmitweg, der im Bereich Hahnenschritt endete. Von dort gab es damals keinen Fußweg zum Gipfel, wie wir aus der Beschreibung von Hartmann 1915 wissen. Nach diesen äußerst mühevollen Versorgungsversuchen entstand imJahre 1906 der Felsenkeller. Dessen Bau wurde mit Mitteln des PWV und des Verschönerungsvereins finanziert. Und dann erst kam die erste Hütte. Die erste Hütte war ein Ausstellungstück. Diese „Schwarzwaldhütte“ genannte Einrichtung wurde für 1.400 Mark erworben und zunächst nach Frankenthal verfrachtet. Dort hatte die Firma Brodesser (Schreinerei, Zimmerei) den Auftrag, die Hütte umzubauen. Die Hütte war ein Exponat der Firma Wagemann und Lützka??? Aus Mannheim. Sie hatte sich auf den Import von tropischen Hölzern spezialisiert. Die Fa. existiert noch heute im Mannheimer Hafen. Mit dem Sohn des Firmengründers hatte der Club Sellelmols bereits Kontakt. Von Frankenthal musste die Hütte dann per Bahn zum Bahnhof Maikammer-Kirrweiler. Und dann wurde ein Ochsenkarren angespannt. Die Teiler kamen mit Tiereskraft auf den Gipfel: Bereits ein Jahr später dichtete der bekannte Maikammerer Poet, Oskar Schmitt: "Bergsteiger im verfilzten Flaus - willkommen hier im Kalmithaus. Dem Bergwald blieb dein Herz getreu - weis[s] nicht wer mehr willkommen sei!" ( Oskar Schmitt 1909).
Geschichte 4 (Matthias) Turm
Turm 1868 Das größte Wahrzeichen auf der Kalmit ist aber der Turm. Bereits im Jahre 1868 wurde ein Steinturm errichtet. Davor war schon einmal die Rede von einem Turm, den ein Herr Lederle errichtet haben soll. Es handelte sich um einen Holzturm, der aber wohl keine lange Lebensdauer hatte. Ebenso erging es dem ersten Steinturm, der bereits im Jahre 1927 seinen Dienst aufgab. Dieser 1868er Turm war achteckig, bestand mehr oder weniger aus einem Treppenaufgang und einer Plattform. Oben wehte in der Regel eine Fahne, zunächst vielleicht mit den Farben der Kurpfalz (belegt), später mit den Farben rot-weiß-schwarz, oder später die bayerische Fahne, weiß-blau. Schon dieser Turm diente der Aufbewahrung von Meßinstrumenten. Während des Ersten Weltkrieges wurde eine Beobachtungsplattform aus Holz angebaut. Dazu musste Leutnant der Pioniere Heyer mit zwei Assistenten kurz vor Weihnachten (Abmarsch war am 21.12.1916 in München) auf die Kalmit. Er sollte den Turm 1868 untersuchen und fand heraus, daß er für eine Flugbeobachtung nur noch bedingt geeignet war. Er entwarf deshalb die Zeichnung eines Anbaus (die blaue Zeichnung, die im Eingangsbereich des Turmes hängt) aus Holz, der auch errichtet wurde. Dazu gibt es eine Ansichtskarte. Lange Zeit war unklar, was auf der Karte tatsächlich zu sehen war und was der Hintergrund des Holzbaus war. Die Unterlagen dazu liegen übrigens verteilt im Hauptstaatsarchiv in München und in den Kriegsakten der Ministerien in Berlin. Aber dieser Turm war nicht bestimmt für ein langes Leben. Dazu war er zu schlecht gebaut und hatte unter den Witterungsverhältnissen stark gelitten. Die Behauptung, er wäre durch ein Erdbeben eingestürtz ist widerlegt.
Geschichten 4 (Markus) - Turmeinsturz
Eisfeld berichtet über die Fallbringung des Turmes: „Der Kalmit=Turm war am Mittag des 29. März 1928 nur noch ein Trümmerhaufen. Daran änderten auch alle diejenigen nichts, die diese Nachricht für einen „Aprilscherz“ hielten. Allerdings erschien diese Tatsache Vielen, die den Turm vor einigen Wochen noch gesehn und seiner Standfestigkeit noch sehr viel zugetraut hatten, nicht faßbar. Waren doch selbst Sachverständige der Meinung, daß kein Einsturz unmittelbar drohe. Die Außenseite des Bauwerkes zeigte außer den Rissen, mit denen man längst vertraut war, und der ebenso gleichgültig hingenommenen Schiefe seiner Kanten und Flächen nichts Verdächtiges. Wer freilich Gelegenheit hatte, tagtäglich die langsam aber unerbittlich fortschreitenden Veränderungen, die namentlich an der Innenseite des Mauerwerkes vor sich gingen, zu beobachten, der mußte an die drohende Gefahr glauben. Vom Tag der Eröffnung der Warte bis in den Dezember 1927 zeigte der Turm innen wie außen stets das gleiche Gesicht. Erst der so plötzlich auftretende Temperaturanstieg nach den strengen Frosttagen im Dezember vorigen Jahres – innerhalb 36 Stunden 23 Grad Zunahme, davon 17 Grad in 12 Stunden – beschleunigte, dadurch, daß er das Gemäuer stark beschädigte, den Verfall. Ein mit der Erwärmung Hand in Hand gehender Regen verstärkte die zerstörende Wirkung. Am 22. Dezember meldete Schreiber dieses Artikels dem Rechner des Hauptvereins, Emil Ohler, diese durch den Witterungsumschlag hervorgerufenen Schäden mit dem Hinweis darauf, daß ein baldiges Beseitigen des Turmes angebracht sein. Besonders die Teile, die nach innen gleich neben der Eingangstür unter der Trepp lage(n), ließen erkennen, daß keinerlei Bindung mehr zwischen den einzelnen Steinen vorhanden war. Von Tag zu Tag fiel Mörtel ab, der nur oberflächlich gegen die Fugen geworfen worden war, die Risse nach außen wurden breiter und die Mauerschnittflächen an den Turmluken wiesen Fugen und Löcher auf. Beim Durchschreiten der Türöffnung sah man über sich das frische Rot zu Seiten der Bruchstellen im oberen Steinrahmen der Tür: Von drei breiten Steinblöcken, die die Turmwand über dem Eingang trugen, war der äußere und der innere aufgerissen, der mittlere scheinbar noch unbeschädigt. Die unterste Luke – über dem Schriftschild – verlor nach dem Turminnern ihre regelmäßige Form: Ein großer Stein hing bis zum tag des Zusammenbruches bedrohlich locker, ein kleinerer war schon herausgebrochen und lag am Fuß der Treppe. Durch die breiten Fugen zwischen den Platten der Aussichtsplattform tropfte von je das Regenwasser in das Turminnere, das sich oft noch tagelang nach Regenfällen feucht hielt. Am 28. März brach gegen 13.30 Uhr etwa 1 Kubikmeter Mauerwerk aus der Ostseite des Turmes. Darauf wurden Sonnenscheinschreiber und Antennenmast von der Plattform genommen und der Turm nicht mehr betreten. In diesem Zustand bedeutete der Turm eine furchtbare Gefahr, furchtbarer noch als man zu diesem Zeitpunkte annehmen mußte. Am 29. März gegen 9 Uhr kam Maurermeister Volkert zur Besichtigung. Genau um 9.50 Uhr fiel vor den Augen von vier Zuschauern der Turm in sich zusammen, nachdem der Maurer einen geringen Anstoß dazu gegeben hatte. Nach dem Zusammenbruch zeigte sich die außerordentlich liederliche und gewissenlose Bauweise des Turmes: Nicht das geringste Bindematerial war zu erkennen. Kein einziges Mauerstück war geblieben. Der Trümmerhaufen zeigte nur einzelne Steine. Außerdem ging aus allem hervor, daß Maurer Bolz dadurch, daß er sich in Lebensgefahr begeben hatte, allen Kalmitwanderern einen großen Dienst erwiesen hatte. Wäre der Turm ohne Anstoß wenige Stunden später gestützt, so lag die Möglichkeit sehr nahe, daß Personen zu Schaden kamen. Nicht auszudenken ist das Unglück, das die fallenden Trümmer hätten anrichten können, wenn ein lebhafter Sonntagsverkehr oder um den Turm spielende Schulkinder überrascht worden wären. Auch lassen die in der auf den Einsturztag folgenden Nacht wehenden heftigen böigen Winde die Annahme zu, daß die von oben in den Treppenschacht hineinstürzenden Luftmassen sich in dem Raum gefangen und dann den ganzen Turm gesprengt hätten. Bei solchen Sprengungen wäre eine stärkere Beschädigung der um den Turm liegenden Gegenstände, vor allem der Kalmithütte, nicht ausgeblieben. Unter den Schuttmassen liegen nun noch die Wasserstoffbomben, deren Inhalt zu Kriegszeiten zur Füllung der Pilotballons diente. Deren Beseitigung wird dann jegliche Gefahr beenden. Assessor Eisfeld.“
Geschichte 4 (Matthias) - Neuer Turm 1928/9
Der Pfälzerwald-Verein machte sich an den Neubau eines Turmes, der in Rekordzeit errichtet werden konnte. Im Mai 1929 war der Turm fertiggestellt und konnte eingeweiht werden. Das war ein Volksfest. Heute sind im Turm zahlreiche wissenschaftliche Instrumente untergebracht und die Wetterzentrale von Klima Palatina unter der Führung von Christian Müller. Seit 2025 ist das Kalmit Doku-Zentrum eingerichtet. Abschluss der Arbeiten dort ist für das Jahr 2026 geplant. Schon jetzt können im Rahmen von Führungen der Vorraum, der blauer, der grüne Raum mit zahlreichen Informationen zu den Ereignissen in, am und um den Turm begangen werden. Über QR-Codes können viele weitere Informationen abgerufen werden. So entsteht ein umfassendes Bild des Kalmitgipfels und seiner Historie von 1577 bis heute. Im roten Raum, der im Jahr 2026 fertig gestellt sein wird, ist eine Multimediastation. Dort lassen sich aktuelle Wetterdaten, Filme über die Kalmit und vieles mehr abrufen.
Geschichte 5 (Matthias) – Wetterstation und Klimagarten
• Wetterstation 1927 Am XXX April 1927 wurde die bayerische Wetterwarte in der Kalmithütte und im alten Kalmitturm in Betrieb genommen. Nach der Errichtung des neuen Turmes ist die Station in den Turm umgezogen und residiert dort bis heute. Der erste Meteorologe war Erich Eisele. Von ihm besitzen wir einen umfangreichen Schriftverkehr, der uns einen guten Einblick in die Arbeit eines damaligen Meteorologen verschafft. Einen Satz daraus möchte ich hier wiedergeben: „Unter der Woche ist es hier sehr einsam.“ Im Übrigen gab es damals keine Zentralheizung. Jedes Stockwerk war mit einem Ofen ausgestattet. Nicht selten saß man dann bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Arbeitszimmer, denn der Ofen alleine konnte das eiskalte Gebäude nicht aufwärmen. Auf Erich Eisele folgte Karl Sonntag. Sonntag wurde bekannt durch sein außerordentliches Engagement in der katholischen Jugendarbeit. Er saß gemeinsam mit seiner Frau Ilse im Turm. Im Jahre 1932 eröffenete er gemeinsam mit dem PWV das „phänologische Untersuchungsfeld“. Heute sagen wir dazu Klimagarten, was eine etwas merkwürdige Wortkombination ist. Das Untersuchungsfeld hatte zum Ziel das Wachstum der Pflanzen am Kalmitgipfel zu dokumentieren. Die Eheleute Sonntag versprachen sich davon Rückschlüsse auf das Wachstum in der Rheinebene. Im Garten standen Gladiolen, Obstbäume (Apfel ist gesichert) und Rebstöcke. Sonntags hatten auch ein Alpinarium angelegt. Es enthielt Pflanzen aus dem Alpenraum. Im Gelände waren mehrere Wetterstation aufgestellt, die Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit regisitrierten. Zudem gab es am Rande des Gartens eine „Hütte“, in der Geräte aufbewahrt werden konnten. Das Gelände – so gehen wir heute davon aus – lag dort, wo heute die alte NATO-Station vor sich hinstirbt. Ausgehend von diesen Erkenntnissen, die wir aus mehreren Beschreibungen und insbesondere durch einen Zeitungsbeitrag des jüdischen Journalisten Tschirner aus Worms kennen, habe ich gemeinsam mit Erich Stachel und weiteren Mitstreitern den Kalmitweinberg im Jahre 2023 angelegt. Dazu ist in unserem aktuellen Heft „Hecker und Mucker“ ein Beitrag erschienen. Dort werden die besonders niedrigen Feuchtigkeitswerte auf der Kalmit thematisiert. Ein Phänomen mit dem sich die Meteorologen Sonntag und auch sein Nachfolger Hans Burckhardt intensiv befassten. Also Hans Burckhardt, dem ersten Pfälzer auf der bayerischen Wetterstation, die dann als Observatorium zum Reichsministerium für Wetterdienst wechselte, haben wir zahlreiche Veröffentlichungen zu verdanken. Er ist der eifrigste Schreiber zum Thema Wetter auf der Kalmit gewesen. Sein Vater stammte aus Weidenthal und seine Mutter aus Kottweiler-Schwanden. Von Hans Burckhardt fehlt uns im Kalmitturm, also in unserer Ausstellung noch ein Foto/Bild von ihm als Person. Ich würde mich freuen, wenn uns da jemand weiterhelfen könnte.
Geschichte 5 (Markus) – Beschreibung Wetterwarte / Eisfeld
Aus der pfälzischen Heimatpost 1927 erfahren wir: E.C. (1927 / Nummer 113): Bei dem Meteorologen auf der Kalmit. In: Pfälzische Heimatpost 1927, 14.05.1927 / Nummer 113 (Landauer Anzeiger). „…genau um 10 Uhr auf der Kalmit, wo eben der Meteorologe beim Kaffee saß; denn früher hat er keine Zeit; um ½ 8 hat er erstmals die Instrumente zu kontrollieren, dann um 9 Uhr, 1/2 3, ½ 5, ½ 10 Uhr. Alle diese Meldungen werden täglich nach München berichtet. Bei besonders schwierigen Wetterlagen, z.B. bei Sturm, Hagel, Nebel, Gewitter, wird der Flugplatz Mannheim durch Telefon benachrichtigt. Beim Ausgang aus dem Wohnraum ist das Barometer, hinter der Hütte, gegen Norden, steht das Wetterhäuschen, mit Drahtgitter umzäunt; hier befinden sich die Thermometer (für naß und trocken, Maximum und Minimum) mit den Aufschreibeapparaten und das Blechgefäß für die Niederschläge. Auf dem Turm der mit einer Tür verschlossen ist, sind die Instrumente zur Ermittlung der Windstärke und Windrichtung, der Sonnenscheinschreiber, der angibt, wie lange die Sonne scheint; mit einem Wolkenspiegel, der jedesmal mit hinaufgenommen wird, kann der Flug der Wolken, auch wenn er verschieden ist in höheren Regionen, abgelesen werden; - die Himmelsrichtungen sind am Rande des Spiegels angegeben.
Für den Meteorologen, Herrn Eisfeld sind im unteren Hüttenraum zwei Zimmerchen eingebaut; sie sind sehr wohnlich. Arbeit gibt es so viel, daß die Pausen sehr kurz und Störungen durch Besuch zu vermeiden sind. Der Herr muß sich außerdem selbst kochen. Durch die vielen Beobachtungen (oft auch außergewöhnliche) und die damit verbundenen schriftlichen Arbeiten ist Herr Eisfeld sehr in Anspruch genommen; in seiner Einsamkeit gefällt ihm gut und die Zeit vergeht rasch bei der Arbeit.
Täglich gegen ½ 10 Uhr morgens kommt ein Junge von Maikammer, der Proviant bringt, die Schriftstücke und Zeitungen besorgt und auch die Räume zu reinigen hat. Gestern waren Mädchenschulen von Kaiserslautern und Speyer hier; Sonntags ist es sowieso sehr lebhaft, so daß manchmal auch Abwechslung in die Eintönigkeit kommt, mehr als dem Herrn lieb ist.
Heute Samstag erhält Herr Eisfeld Besuch von einer Behörde in München; auch kommt Geheimrat Dr. Mappes hierher und Regierungsdirektor Kramer mit Ministerialrat Mantel aus München, letztere zwei zur Besichtigung des Waldes auf dem Breitenberg.“
Schluss
Was wir heute alles nicht behandeln konnten, aber um den Kalmitgipfel auch eine Rolle spielt: • Die Anlage für den Eisenbahnpionier Hilgard-Villard im Landschaftsgarten unterhalb des Kalmitgipfels (Treppenanlage mit Sandsteinmauer und Bronzetafel des Verschönerungsvereins) und dem verschwundenen Pavillon. • Von der Kalmitstraße 1937 zur Kalmithöhenstraße / Franz Gabriel Allmaras • Erster Postbus zur Kalmit nach Ferstigstellung der Straße • Sperrgebiet nach dem II. WK • Rückgabe des Geländes und der Hütte nach dem II WK • Bau des Sendeturms 1959/1962 • Erschließung des Nato-Geländes und seine Nutzung • Hüttenexplosion 1986 • Tod im Kalmitturm 1974 • Funkbetrieb mit Malchen 1935 • Grabmal von Jobs Blum • Weltkriegsdenkmäler I. und II. WK • Radfahrerverein Kalmit und seine Fahne • Kalmit Dokuzentrum 2024-26
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Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Andere Feste in der Pfalz mit ähnlichem Namen: Kinnelsbrunnefeschd (Gommersheim)
Anmerkungen
- ↑ Die Zählung ist in der offiziellen Ankündigung etwas durcheinander geraten. Der siebte Frühschoppen war Bestandteil der Brunnenkerwe ONLINE 2021. Somit folgte 2022 der 8., der 9. im Jahr 2023 und der 10. Frühschoppen im Jahr 2024 und 11. Frühschoppen im Jahr 2025.
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