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Wolfsjäger: Unterschied zwischen den Versionen

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{{TOCright}}'''{{PAGENAME}}''' war die Bezeichnung für Personen, die Wölfe fingen. Im Mittelalter lebten in den Wäldern zahlreiche Wölfe. Immer wieder kamen die Wölfe auch in die Nähe der Siedlungen. Die Wölfe waren eine Gefahr für das Wild und das im Wald nach Futter suchende Vieh. Die Wölfe wurden bejagt, also gefangen und getötet. Dem normalen Bürger war es allerdings nicht gestattet Waffen zu tragen oder gar einzusetzen. Deshalb wurden in großer Zahl Gruben, Löcher angelegt oder Wolfsangeln ausgelegt.  
 
{{TOCright}}'''{{PAGENAME}}''' war die Bezeichnung für Personen, die Wölfe fingen. Im Mittelalter lebten in den Wäldern zahlreiche Wölfe. Immer wieder kamen die Wölfe auch in die Nähe der Siedlungen. Die Wölfe waren eine Gefahr für das Wild und das im Wald nach Futter suchende Vieh. Die Wölfe wurden bejagt, also gefangen und getötet. Dem normalen Bürger war es allerdings nicht gestattet Waffen zu tragen oder gar einzusetzen. Deshalb wurden in großer Zahl Gruben, Löcher angelegt oder Wolfsangeln ausgelegt.  
 
   
 
   
Wolfsfänger standen in Diensten der Kurpfalz, aber auch geistlicher Stellen. Am Beispiel der Augustinerchorherren in Hördt ist dies belegt (Weingart 2020, S. 330). Die Wolfsfänger erhielten, wie in den Stadtrechnungen von der Stadt Neustadt aufgeführt, eine Entlohnung, das Wolfsgeld. Der Betrag richtete sich nach der Anzahl der gefangenen oder getöteten Wölfe.
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Wolfsfänger standen in Diensten der Kurpfalz, aber auch geistlicher Stellen. Am Beispiel der Augustinerchorherren in Hördt ist dies belegt <ref>Weingart, Johannes (2020): Wolfsjäger in den älstesten Stadtrechnungen Neustadts (bis 1528)</ref>. Die Wolfsfänger erhielten, wie in den Stadtrechnungen von der Stadt Neustadt aufgeführt, eine Entlohnung, das Wolfsgeld. Der Betrag richtete sich nach der Anzahl der gefangenen oder getöteten Wölfe.
 
Unter der Bezeichnung „Ußgabe an gelt von den Wolffen“ ist eine Rubrik in den Stadtrechnungen der Stadt Neustadt an der Weinstraße der Jahre 1501 und 1502 belegt. Benannt werden in den Stadtrechnungen auch einige Wolfsfänger aus Maikammer (Originalschreibweise des Ortes und Jahresangabe der Eintragung sowie Datumsangabe):
 
Unter der Bezeichnung „Ußgabe an gelt von den Wolffen“ ist eine Rubrik in den Stadtrechnungen der Stadt Neustadt an der Weinstraße der Jahre 1501 und 1502 belegt. Benannt werden in den Stadtrechnungen auch einige Wolfsfänger aus Maikammer (Originalschreibweise des Ortes und Jahresangabe der Eintragung sowie Datumsangabe):
 
Gunter Werner (Meykemmern, 1476/1477)  (wohl eher Werner (Vorname) Gunter (Nachname) zu lesen), Mittwoch, den 7. Mai 1477.
 
Gunter Werner (Meykemmern, 1476/1477)  (wohl eher Werner (Vorname) Gunter (Nachname) zu lesen), Mittwoch, den 7. Mai 1477.
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Hinweis auf die Jagd nach den Wölfen gibt die Bezeichnung des Flurnamens "Im Wolfsloch". So unter anderem an dem Flurkreuz "Im vorderen Wolfsloch" an der Mühlstraße in Alsterweiler.
 
Hinweis auf die Jagd nach den Wölfen gibt die Bezeichnung des Flurnamens "Im Wolfsloch". So unter anderem an dem Flurkreuz "Im vorderen Wolfsloch" an der Mühlstraße in Alsterweiler.
  
Weingart, Johannes (2020): Wolfsjäger in den älstesten Stadtrechnungen Neustadts (bis 1528)
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Version vom 21. September 2020, 08:38 Uhr

Wolfsjäger war die Bezeichnung für Personen, die Wölfe fingen. Im Mittelalter lebten in den Wäldern zahlreiche Wölfe. Immer wieder kamen die Wölfe auch in die Nähe der Siedlungen. Die Wölfe waren eine Gefahr für das Wild und das im Wald nach Futter suchende Vieh. Die Wölfe wurden bejagt, also gefangen und getötet. Dem normalen Bürger war es allerdings nicht gestattet Waffen zu tragen oder gar einzusetzen. Deshalb wurden in großer Zahl Gruben, Löcher angelegt oder Wolfsangeln ausgelegt.

Wolfsfänger standen in Diensten der Kurpfalz, aber auch geistlicher Stellen. Am Beispiel der Augustinerchorherren in Hördt ist dies belegt [1]. Die Wolfsfänger erhielten, wie in den Stadtrechnungen von der Stadt Neustadt aufgeführt, eine Entlohnung, das Wolfsgeld. Der Betrag richtete sich nach der Anzahl der gefangenen oder getöteten Wölfe. Unter der Bezeichnung „Ußgabe an gelt von den Wolffen“ ist eine Rubrik in den Stadtrechnungen der Stadt Neustadt an der Weinstraße der Jahre 1501 und 1502 belegt. Benannt werden in den Stadtrechnungen auch einige Wolfsfänger aus Maikammer (Originalschreibweise des Ortes und Jahresangabe der Eintragung sowie Datumsangabe): Gunter Werner (Meykemmern, 1476/1477) (wohl eher Werner (Vorname) Gunter (Nachname) zu lesen), Mittwoch, den 7. Mai 1477. Hans Gunter (Menckermern, 1501/1502) Peter Gunther (Menckemmern, 1517/1518) Peter Gunther (Meynkamer, 1527/1528), Dienstag, den 19. Mai 1528. Daneben sind auch Wolfsfänger verzeichnet, die aus anderen Ortschaften stammten, aber in Maikammer gejagt oder gefangen haben. Dazu zählt Peter von Eschbach, der in Menckemern einen Wolf gefangen hat. Die Personen Peter und Werner Gunter finden sich auch in der Liste der Einwohner zum Gemeinen Pfennig aus dem Jahre 1495.

Hinweis auf die Jagd nach den Wölfen gibt die Bezeichnung des Flurnamens "Im Wolfsloch". So unter anderem an dem Flurkreuz "Im vorderen Wolfsloch" an der Mühlstraße in Alsterweiler.


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Weingart, Johannes (2020): Wolfsjäger in den älstesten Stadtrechnungen Neustadts (bis 1528)

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

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