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Wappen: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Ortswappen haben eine vielfältige Entstehungsgeschichte. Eine Vielzahl von Ortswappen zeigen die Zugehörigkeit der Gemeinde zu einem bestimmten Ortsadel (z.B. das Stadtwappen von Bad Dürkheim) oder zu einer Herrschaft erkennen. Steht in einem Wappen der Pfälzer Löwe oder die Raute(n), ist der Ort in | + | Ortswappen haben eine vielfältige Entstehungsgeschichte. Eine Vielzahl von Ortswappen zeigen die Zugehörigkeit der Gemeinde zu einem bestimmten Ortsadel (z.B. das Stadtwappen von Bad Dürkheim) oder zu einer Herrschaft erkennen. Steht in einem Wappen der Pfälzer Löwe oder die Raute(n), ist der Ort in irgendeiner Art dem Bereich der Kurpfalz zugehörig. Das gleiche gilt beim Speyerer Bischofskreuz, wie es im Wappen von Deidesheim angelegt ist. Weitere Wappen dieser Kategorie sind vom deutschen Reichsadler bzw. dem österreichischen Doppeladler abgeleitet, insbesondere bei ehemals reichsfreien Gemeinden. Diese Arten der Wappenherleitungen hängen in der Regel mit dem jeweiligen Siegelrecht zusammen. |
| − | Ortswappen mit einer Heiligenfigur im Schild (Wappenfeld) | + | Ortswappen mit einer Heiligenfigur im Schild (Wappenfeld) sind schwierig zuzuordnen: Das Wappen kann aus einem Klosterzeichen abgeleitet sein, wie es bei der Gemeinde Edesheim der Fall ist. Es kann aber auch im Kirchenpatron der jeweiligen Pfarrkirche seinen Ursprung haben; denn die ersten Ortssiegel waren in der Regel die Pfarr- oder Patronatssiegel. |
| − | + | Wappen bestehen in der Regel aus mehreren Teilen. Dies trifft wohl auch auf das Maikammerer Wappen zu. Diese Wappenart ist als Dekanatszeichen zu bestimmen[[CiteRef::Ziegler (1970)/Wappen1]] und kommt vornehmlich in der Vorderpfalz vor. Aus Verkaufs- und Tauschurkunden ist zu entnehmen, daß der Dekan vor dem 15. Jahrhundert mitsiegelberechtigt war. Für Maikammer darf angenommen werden, daß es sich wohl um ein Maßzeichen handelt (auch Gemeindezeichen, meist jedoch einfach „das Zeichen"[[CiteRef::Ziegler (1970)]] genannt). Es dürfte die damals gültigen Maßeinheiten symbolisieren. Das Lot = ca. 12 cm, den Fuß = ca. 30 cm, die Elle = ca. 60 cm. In Maikammer wird das ,Maßzeichen' im Jahre 1603 in einem das Eichamt betreffenden Gesuch des ersten Dorfmeisters Peter Hertel erwähnt [[CiteRef::Ziegler (1970)/Wappen15]]. | |
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Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3). | Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3). | ||
Version vom 28. September 2018, 19:13 Uhr
Wappen sind amtliche Zeichen. Gelistet sind hier alle Wappen, die im Zusammenhang mit Alsterweiler stehen.
- Wappen für Maikammer-Alsterweiler (Bitte © beachten, ist an der jeweiligen Bilddatei nachgewiesen)
Wappentypologie
Ortswappen haben eine vielfältige Entstehungsgeschichte. Eine Vielzahl von Ortswappen zeigen die Zugehörigkeit der Gemeinde zu einem bestimmten Ortsadel (z.B. das Stadtwappen von Bad Dürkheim) oder zu einer Herrschaft erkennen. Steht in einem Wappen der Pfälzer Löwe oder die Raute(n), ist der Ort in irgendeiner Art dem Bereich der Kurpfalz zugehörig. Das gleiche gilt beim Speyerer Bischofskreuz, wie es im Wappen von Deidesheim angelegt ist. Weitere Wappen dieser Kategorie sind vom deutschen Reichsadler bzw. dem österreichischen Doppeladler abgeleitet, insbesondere bei ehemals reichsfreien Gemeinden. Diese Arten der Wappenherleitungen hängen in der Regel mit dem jeweiligen Siegelrecht zusammen.
Ortswappen mit einer Heiligenfigur im Schild (Wappenfeld) sind schwierig zuzuordnen: Das Wappen kann aus einem Klosterzeichen abgeleitet sein, wie es bei der Gemeinde Edesheim der Fall ist. Es kann aber auch im Kirchenpatron der jeweiligen Pfarrkirche seinen Ursprung haben; denn die ersten Ortssiegel waren in der Regel die Pfarr- oder Patronatssiegel.
Wappen bestehen in der Regel aus mehreren Teilen. Dies trifft wohl auch auf das Maikammerer Wappen zu. Diese Wappenart ist als Dekanatszeichen zu bestimmen1 und kommt vornehmlich in der Vorderpfalz vor. Aus Verkaufs- und Tauschurkunden ist zu entnehmen, daß der Dekan vor dem 15. Jahrhundert mitsiegelberechtigt war. Für Maikammer darf angenommen werden, daß es sich wohl um ein Maßzeichen handelt (auch Gemeindezeichen, meist jedoch einfach „das Zeichen"2 genannt). Es dürfte die damals gültigen Maßeinheiten symbolisieren. Das Lot = ca. 12 cm, den Fuß = ca. 30 cm, die Elle = ca. 60 cm. In Maikammer wird das ,Maßzeichen' im Jahre 1603 in einem das Eichamt betreffenden Gesuch des ersten Dorfmeisters Peter Hertel erwähnt 3.
Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3).
Für die vielen Dörfer, die jetzt nur noch den Fuß im Wappen tragen, heute meist als Hufeisen, Halseisen oder Kesselhaken usw. gestaltet, soll das alte Zeichen von Diedesfeld stehen (4), für einen Ort, der kein Andenken mehr an das ursprüngliche Signum hat, das ehemalige Zeichen von Rhodt (5). Für andere Dekanate sollen Ungstein (6), Hanhofen (7), das ehemalige Zeichen von Winzingen (8) und Rheinzabern (9) das Gesagte bezeugen.