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Königstein (Kalmit): Unterschied zwischen den Versionen
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Maximiliano Josepho Regi Bavariae Primo in annum XXV gloriosissimi eius regiminis hocce monumentum fides pietas et gratitudo civium pagi Maikammer et Alsterweiler erexerunt vivo anno MDCCC XXIV. | Maximiliano Josepho Regi Bavariae Primo in annum XXV gloriosissimi eius regiminis hocce monumentum fides pietas et gratitudo civium pagi Maikammer et Alsterweiler erexerunt vivo anno MDCCC XXIV. | ||
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1 Steinhauer Johann Martin Baumann für das Monument, welches hoch 5 Meter 30 Centimeter breit 1 M. 60 c., das Postament 4kantig 2 Met, Materiallierung und Arbeitslohn 98 Gulden, 36 Kreuzer. | 1 Steinhauer Johann Martin Baumann für das Monument, welches hoch 5 Meter 30 Centimeter breit 1 M. 60 c., das Postament 4kantig 2 Met, Materiallierung und Arbeitslohn 98 Gulden, 36 Kreuzer. | ||
Version vom 2. November 2023, 14:29 Uhr
Die Bürger von Maikammer und Alsterweiler beschlossen, auf der Kalmit, "ein Monument zum 25jährigen Regierungsjubiläum ihres „allgeliebten Königs Max Joseph“ zu errichten."[1].
Inschrift
Das Denkmal wurde anlässlich des 25. Kronjubiläums des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph errichtet. Darauf weist der folgende Text hin, der auf der Vorderseite eingemeißelt ist: Maximiliano Josepho Regi Bavariae Primo in annum XXV gloriosissimi eius regiminis hocce monumentum fides pietas et gratitudo civium pagi Maikammer et Alsterweiler erexerunt vivo anno MDCCC XXIV. "Die Treue, die Frömmigkeit und Dankbarkeit der Bürger des Dorfes Maikammer und Alsterweiler haben 1824 dieses Denkmal hier Maximilian Josef I., König von Bayern, im Jahre 25 seiner glorreichen Herrschaft errichtet."[2]. Oder etwas freier übersetzt: "Im Jahre 1824 haben die Bürger des Dorfes Maikammer und Alsterweiler in Treue, Frömmigkeit und Dankbarkeit dieses Denkmal hier für Maximilian Josef I., König von Bayern, im Jahre 25 seiner glorreichen Herrschaft errichtet." [3]
Das Denkmal steht auf einem Sockel, der mit Quadern aus Sandstein aufgebaut ist. Auf der Vorderseite, nach Osten ausgerichtet, ist die Inschrift zu Ehren von König Max I. eingelassen. Auf diesem Grundquader steht ein zweiter Sockel mit Inschriften an vier Seiten, die in stilisierten Schildern aufgebracht sind. Darauf sind wohl die Namen der Stifter aufgebracht, unter anderen Valentin Speyerer, Franz Ries. Abgeschlossen wird das Denkmal nach oben mit einer Säule aus vier Zylindern, auf denen eine Kugel gelagert ist.
Baukosten
"Über die dabei entstandenen Kosten gibt das Verzeichniß der Arbeiten, Auslagen und Kosten, welche wegen Errichtung des steinernen Denkmals auf dem Berge Maxhöhe entsprungen sind, näher Auskunft: 1 Steinhauer Johann Martin Baumann für das Monument, welches hoch 5 Meter 30 Centimeter breit 1 M. 60 c., das Postament 4kantig 2 Met, Materiallierung und Arbeitslohn 98 Gulden, 36 Kreuzer. 2 Derselbe für den Tritt, welcher 9 M 60 C. im Umfang hat 13 Gulden, 48 Kreuzer 3 Derselbe für das Abrunden der Säule, der Kugel; sodann für 4 Malter kalch, 10 Pfund Blei, 4 Arbeitstage eines mannes, 1 Arbeits=Tag eines zimmermannes, für 4 Taglöhner während 2 Tagen bey der Aufrichtung 33 Gulden, 12 Kreuzer: 4 Denen sämmtlichen Handwerksleuten und Arbeiter bey Aufstellung des Monuments für verabreichten Wein, Brod und Fleisch, und desgleichen an die anwesende Jugend 8 Gulden, 53 Kreuzer. Demnach kostete der so genannte Königstein 154 Gulden, 37 Kreuzer (Schnabel unter Auswertung von: LA SP U 103, Nr. 444, Beilagen zur Gemeinderechnung 1825).
Das fünfeinhalb Meter hohe Denkmal besitzt einen hohen quadratischen Sockel; auf ihm steht, über einem ebenfalls quadratischen Fuß, eine sich nach oben verjüngende Säule, die eine steinerne Kugel trägt. Die dem Anlass angemessene lateinische Inschrift verkündet, dass die Treue, kindliche Liebe und Dankbarkeit der Bürger von Maikammer und Alsterweiler dieses Monument ihrem König Maximilian Joseph im 25. Jahr seiner ruhmreichen Regierung errichtet haben."
"Nicht durchsetzen ließ sich allerdings die aus der Rechnung zu entnehmende Namensänderung der Kalmit. Bei aller Liebe zu König Maximilian Joseph, „Maxhöhe“ ist für den höchsten Berg des Pfälzerwaldes nun wirklich kein treffender Name." (Schnabel, Berthold 2018)
Weblinks
Literatur
- ↑
- Schnabel, Berthold (2014): Glocke, Kirchlein, Monument : Ilbesheim, Hainfeld und Maikammer machen 1824 ihrem König Maximilian Joseph ein Geschenk zum 25-jährigen Regierungsjubiläum. In: Landkreis Südliche Weinstraße (Hg.): Heimat-Jahrbuch, Bd. 1. 1 Band (Heimat-Jahrbuch Südliche Weinstraße, 36), S. 239–243.
- Schnabel, Berthold (2018): DEM BESTEN DER KOENIGE. Erinnerungen an das 25jährige Regierungsjubiläum von König Maximilian Joseph am 16. Februar 1824. In: Warmbrunn, Paul (Hg.): Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz. Historischer Verein der Pfalz, Bd. 116. (116. Band), S. 349–396.
Einzelnachweise
- ↑ Schnabel (2018), Seite
- ↑ Die Übersetzung lieferte freundlicherweise Herr Dr. Bernhard Kissler am 12. November 2014. Er schreibt in einer E-Mail dazu: Wegen der Verwitterung ist der Text stellenweise nicht ganz einfach zu entziffern. Ich habe zuerst auch "paci" (Dativ on pax, Frieden) gelesen, aber es muß wohl "page" (Genetiv von Paus, Dorf, Gau) heißen. Dann heißt es auch nicht "eium", sondern "civium" (Genetiv Plural von cives, Bürger) und "fies Pietas et gratitudo", das "j" statt "i" ist eine nachklassische Variante.
- ↑ Die Übersetzung lieferte freundlicherweise Herr Dr. Bernhard Kissler am 12. November 2014
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Königstein (Kalmit) gehört den Kategorien an: Kalmit, Gedenkstein
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