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Palais Clam-Gallas: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Glam callas 1940.jpg|150x250px|thumb|Palais Glam-Callas, Wien, Währingerstraße<ref>Foto: Bildarchiv Marburg, Aufnahme aus dem Jahr 1940, {{urlbibliographie|ID=396}}</ref>]]Im Auftrag des Fürsten Franz-Josef von Dietrichstein baute [[Heinrich Koch (1781)|Heinrich Koch]] in den Jahren 1834/35 ein Sommerpalais. Das Grundstück war bereits etwa im Jahre 1690 von Ferdinand-Josef Reichsfürst von Dietrichstein erworben und zunächst von Karl von Dietrichstein als Garten angelegt worden. Zum Palais gehörte auch eine Remise, die aus dem Umbau eines Gartensalons des angrenzenden Gasthauses mit dem Namen „Zum goldenen Engel“ entstand. Den heutigen Namen erhielt das Gebäude nach Feldmarschall-Leutnant Eduard Graf Clam-Gallas, der sich um 1850 mit Clothilde von Dietrichstein verheiratete und damit in den Besitz des Anwesens kam.
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[[Datei:Glam callas 1940.jpg|150x250px|thumb|Palais Glam-Callas, Wien, Währingerstraße<ref>Bildindex der Kunst und Architektur: Glam-Callas Heinrich Koch. (1940/1970) Marburg: Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg. 9. Februar 2014.{{urlbibliographie|ID=396}}</ref>]]Im Auftrag des Fürsten Franz-Josef von Dietrichstein baute [[Heinrich Koch (1781)|Heinrich Koch]] in den Jahren 1834/35 ein Sommerpalais. Das Grundstück war bereits etwa im Jahre 1690 von Ferdinand-Josef Reichsfürst von Dietrichstein erworben und zunächst von Karl von Dietrichstein als Garten angelegt worden. Zum Palais gehörte auch eine Remise, die aus dem Umbau eines Gartensalons des angrenzenden Gasthauses mit dem Namen „Zum goldenen Engel“ entstand. Den heutigen Namen erhielt das Gebäude nach Feldmarschall-Leutnant Eduard Graf Clam-Gallas, der sich um 1850 mit Clothilde von Dietrichstein verheiratete und damit in den Besitz des Anwesens kam.
  
 
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Version vom 27. Februar 2014, 15:56 Uhr

Entstehung

Datei:Glam callas 1940.jpg
Palais Glam-Callas, Wien, Währingerstraße[1]

Im Auftrag des Fürsten Franz-Josef von Dietrichstein baute Heinrich Koch in den Jahren 1834/35 ein Sommerpalais. Das Grundstück war bereits etwa im Jahre 1690 von Ferdinand-Josef Reichsfürst von Dietrichstein erworben und zunächst von Karl von Dietrichstein als Garten angelegt worden. Zum Palais gehörte auch eine Remise, die aus dem Umbau eines Gartensalons des angrenzenden Gasthauses mit dem Namen „Zum goldenen Engel“ entstand. Den heutigen Namen erhielt das Gebäude nach Feldmarschall-Leutnant Eduard Graf Clam-Gallas, der sich um 1850 mit Clothilde von Dietrichstein verheiratete und damit in den Besitz des Anwesens kam.

Baustil

Das prächtige Palais ist im klassizistischen Stil errichtet. Der streng geometrische Bau wird durch einen tempelartigen Vorbau vor dem Mittelrisalit mit zwei übereinander stehenden Säulenreihen (je vier an der Zahl) betont.

Der Bau wirkt streng (kubisch) und dennoch harmonisch komponiert in den Elementen Geschosse, Fensterachsen, Ecklösung. Gleichwohl wird aus der Seitenansicht deutlich, dass die Verzahnung Vorbau mit Hauptgebäude nicht vollkommen gelingen kann. Insbesondere der starke Rückgriff auf antike Elemente im Obergeschoss des Vorbaus. Die vier ionischen Säulen tragen einen Tympanon, der über die Traufhöhe des Hauptbaus in das Dach läuft und somit eine im Vergleich zum Gesamtbau „unvollständige“ Verschneidung provoziert.

Im Erdgeschoß sind Fenster mit Bögen im Obergeschoß bereits mit „Verflachungen“ eingebaut.


Ansichten

Heutige Nutzung

Die französische Republik erwarb das Anwesen im Jahre 1952 und richtete ein Kulturinstitut ein. Das Grundstück umfasst heute noch eine Größe von ca. 4,5 ha mit einem bemerkenswerten Baumbestand.

  1. Bildindex der Kunst und Architektur: Glam-Callas Heinrich Koch. (1940/1970) Marburg: Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg. 9. Februar 2014.Vorlage:Urlbibliographie