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Eichbrunnen

Aus Alsterweiler
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Eichbrunnen war eine Einrichtung zum Eichen des "Geschirrs", aller Meßgegenstände.

So soll der Eichbrunnen in Alsterweiler ausgesehen haben.
Datei:Hauptstrasse 21 1839.png
Im Katasterplan von 1839 ist der Brunnen eingezeichnet. Er steht vor dem Anwesen Hauptstraße Nr.21.

Es ist nicht klar, wann der Eichbrunnen entstanden ist. Die ersten Nachweise für Eichbrunnen in Maikammer stammen aus dem Jahre 1576. In der damaligen Dorfmeisterrechnung heißt es:

  • fol. 10r / "Außgab geltt uff das euchhauß gangen. X fl V ß II d dem steinmetzen von dem euchheussel zu machen und etliche platten umb den grossen bronstein zu legen geben. VIII ß haben die steinmetzen verzerth als sie gedachtes euchheüssel gemacht. III ß dem schreiner von der dürn am euchheüssel zu machen geben. I fl II ß V d von gemelter dührn am euchheüssel zu beschlagen geben. I fl ist uffgangen, als man die ohm zu Haumbach euchen lassen. VI ß umb ein fyrtel und ein drechter geben zu der euchen. Summa uff das eüchhauß gangen. — XIII fl — VII ß I d."
  • fol. 14r / eichen "II ß VIII d von zweyen drechter zu bünden geben zu der euchen. IIII fl IX ß IX d am creutzmitwoch der gemein zu steur geben in die irtten vermög altes herkomens. II fl XIIII ß II d ist zu Haumbach uffgangen, als man zwo ohm daselbst euchen lassen. VI ß umb ein new glockhensail geben. II fl IIII d ist uffgangen durch das gericht , als man mit denen von Sanct Martin der hardt halben gehandeltt . I ß III d dem schreiner von einer stangen zu d[er] [u]hr zu machen geben. Latus. IX fl — XVI ß — VIII d."
  • fol. 16v / eichen "II ß VIII d umb ein messen rörn in den drechter zu der eüchen."

Daraus lässt sich schließen:

In Maikammer wurde ein neues Eichhaus gebaut. Der Steinmetz erhielt dafür eine Entlohnung von 10 Gulden, fünf Schilling und zwei Pfennigen. Dafür musste er allerdings noch einige Platten um den Brunnenstein legen. Insofern kann man davon ausgehen, daß Eichhaus und Brunnen eine Einheit bildeten. Die Steinmetzen haben zudem 8 Schilling erhalten für Verpflegung. Der Schreiner erhielt 3 Schilling für die Tür am Eichhäusel, es gab also eine Zugangstür. Um das Eichhaus funktionfähig zu machen, wurde in Hambach - dort musste man das offizielle Eichmaß besorgen - ein Ohm geeicht. Das heißt, das Maß, ein Ohm wurde amtlich festgestellt, um es entsprechend in Maikammer einsetzen zu dürfen. Zudem ließ man ein Viertel Maß und einen Trichter eichen. Die waren für das Befüllen z.B. von Fäßern nötig. Auf der Seite 16 wird zudem eine Messing-Röhre für den Trichter erwähnt. Wo die Eichung stattfand, muss offen bleiben.

Der Brunnen vor dem Hause Hauptstraße 25 war Eichbrunnen, solange zwei Eichmeister hier waren[1][zit 1]

  1. Leonhardt


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