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Verschönerungsverein: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Jahre 1891 "versuchten die Verschönerungsvereine eine gemeinsame Zielsetzung zu formulieren."[[CiteRef::Applegate (2007)|Seite 80]] Es entstanden die "Landstuhler Thesen", die "Verkörperung eines neuen touristischen Konzeptes"[[CiteRef::Applegate (2007)|Seite 80]]. Die Verschönerung der Natur fand sich auch in der Errichtung von touristischen Zielen, wie den Moltke- und den Bismarkturm auf dem Donnersberg wieder. Ein Meilenstein bei diesen Bemühungen war sicherlich die Gründung der Zeitschrift "Der Pfälzerwald" im Jahre 1900. Die Zeitschrift wurde in Zusammenarbeit mit dem Zweibrücker Zeitungsverleger Eugen Croissant gegründet. Es war eine Wochenbeilage in den Sommermonaten zu den lokalen Tageszeitungen.
 
Im Jahre 1891 "versuchten die Verschönerungsvereine eine gemeinsame Zielsetzung zu formulieren."[[CiteRef::Applegate (2007)|Seite 80]] Es entstanden die "Landstuhler Thesen", die "Verkörperung eines neuen touristischen Konzeptes"[[CiteRef::Applegate (2007)|Seite 80]]. Die Verschönerung der Natur fand sich auch in der Errichtung von touristischen Zielen, wie den Moltke- und den Bismarkturm auf dem Donnersberg wieder. Ein Meilenstein bei diesen Bemühungen war sicherlich die Gründung der Zeitschrift "Der Pfälzerwald" im Jahre 1900. Die Zeitschrift wurde in Zusammenarbeit mit dem Zweibrücker Zeitungsverleger Eugen Croissant gegründet. Es war eine Wochenbeilage in den Sommermonaten zu den lokalen Tageszeitungen.
  
Die Harmonisierungs- /Bündelungsbemühungen unter Christian Mehlis und August Croissant scheiterten. Die Verschönerungsvereine versanken "ab 1900...in der Bedeutungslosigkeit"[[CiteRef::Applegate (2007)|Seite 82]]. Dieser Niedergang und der Anstieg der Bevölkerung in den Industriestädten verlagerte die Schwerpunkte des heimatkundlichen Interesses. Im November 1902 verkündete ein Gruppe von Eisenbahnbediensteten, Apothekern, Bankdangestellten und Beamten den Aufruf zur Gründung eines Klubs für Wander und Geselligkeit. Am 27. November fand die Gründungsveranstaltung statt. Der Pfälzerwald-Verein war gegründet und vereinigte auf einen Schlag (einen Monat später) so viele Mitglieder als alle vorherigen Verschönerungsvereine zusammen (300 Mitglieder)[[CiteRef::Applegate (2007)|Seite 82]].
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Die Harmonisierungs- /Bündelungsbemühungen unter [[Christian Mehlis]] und [[August Croissant]] scheiterten. Die Verschönerungsvereine versanken "ab 1900...in der Bedeutungslosigkeit"[[CiteRef::Applegate (2007)|Seite 82]]. Dieser Niedergang und der Anstieg der Bevölkerung in den Industriestädten verlagerte die Schwerpunkte des heimatkundlichen Interesses. Im November 1902 verkündete ein Gruppe von Eisenbahnbediensteten, Apothekern, Bankdangestellten und Beamten den Aufruf zur Gründung eines Klubs für Wander und Geselligkeit. Am 27. November fand die Gründungsveranstaltung statt. Der [[Pfälzerwald-Verein]] war gegründet und vereinigte auf einen Schlag (einen Monat später) so viele Mitglieder als alle vorherigen Verschönerungsvereine zusammen (300 Mitglieder)[[CiteRef::Applegate (2007)|Seite 82]].
  
  

Version vom 19. Januar 2019, 14:38 Uhr

Verschönerungsverein war eine Bewegung im Zuge der Heimatbewegung des 19. Jahrhunderts. Die zahlreichen Verschönerungsvereine in den pfälzischen Kleinstädten und Dörfern lassen sich in gewissem Sinne als Vorläufer des Pfälzerwald-Vereins verstehen.

Die Verschönerungsvereine kümmerten sich um die Restauerierung von Ruinen oder markierten Wege, erstellten Karten und einiges mehr 1Seite 79ff.. Die Anzahl der Verschönerungsvereine in der Pfalz werden für den Zeitraum 1872 bis 1900 auf 52 Stück geschätzt1Seite 80.

Im Jahre 1891 "versuchten die Verschönerungsvereine eine gemeinsame Zielsetzung zu formulieren."1Seite 80 Es entstanden die "Landstuhler Thesen", die "Verkörperung eines neuen touristischen Konzeptes"1Seite 80. Die Verschönerung der Natur fand sich auch in der Errichtung von touristischen Zielen, wie den Moltke- und den Bismarkturm auf dem Donnersberg wieder. Ein Meilenstein bei diesen Bemühungen war sicherlich die Gründung der Zeitschrift "Der Pfälzerwald" im Jahre 1900. Die Zeitschrift wurde in Zusammenarbeit mit dem Zweibrücker Zeitungsverleger Eugen Croissant gegründet. Es war eine Wochenbeilage in den Sommermonaten zu den lokalen Tageszeitungen.

Die Harmonisierungs- /Bündelungsbemühungen unter Christian Mehlis und August Croissant scheiterten. Die Verschönerungsvereine versanken "ab 1900...in der Bedeutungslosigkeit"1Seite 82. Dieser Niedergang und der Anstieg der Bevölkerung in den Industriestädten verlagerte die Schwerpunkte des heimatkundlichen Interesses. Im November 1902 verkündete ein Gruppe von Eisenbahnbediensteten, Apothekern, Bankdangestellten und Beamten den Aufruf zur Gründung eines Klubs für Wander und Geselligkeit. Am 27. November fand die Gründungsveranstaltung statt. Der Pfälzerwald-Verein war gegründet und vereinigte auf einen Schlag (einen Monat später) so viele Mitglieder als alle vorherigen Verschönerungsvereine zusammen (300 Mitglieder)1Seite 82.


Referenzierungen

  1. a b c d e f  |  Titel: Zwischen Heimat und Nation: Die pfälzische Identität im 19. und 20. Jahrhundert.
    Schlüssel: Applegate (2007)
    Die Zuordnung zu einer Seite fehlt.
    Zitat: Heimat und Pfalz.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: S.289 Trotz aller historischen Unbilden ist Heimat für das deutsche Gemeinschaftsverständnis von essentieller Bedeutung. Der Begriff.verfügt über mehr Legitimität und Suggestivkraft als etwa Vaterland oder sogar Nation.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Pfalz
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Pfalz
    Ein Link fehlt.
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.