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Char à bancs: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Sein Verschwinden hängt eng mit dem Aufkommen des Automobils bzw. den Kraftfahrbussen zusammen. Der Name ging sogar auf die ersten Automobile über. Die größten Exemplare konnten 35 bis 40 Personen befördern und waren mit 5 Pferden ausgestattet. Im Paris der 1890er-Jahre bot der klassische Char à bancs 18 Personen Platz und wurde von zwei Pferden gezogen. | ||
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Die Versteigerung eines {{PAGENAME}} in [[Alsterweiler]] im Gasthaus "[[Zur Maxburg]]" ist insofern bemerkenswert, weil diese Fahrzeuge auf dem Lande zur Jagd eingesetzt wurden. Diese wiederum konnten sich nur Adlige oder reiche Personen leisten. | Die Versteigerung eines {{PAGENAME}} in [[Alsterweiler]] im Gasthaus "[[Zur Maxburg]]" ist insofern bemerkenswert, weil diese Fahrzeuge auf dem Lande zur Jagd eingesetzt wurden. Diese wiederum konnten sich nur Adlige oder reiche Personen leisten. | ||
Version vom 2. Dezember 2018, 14:32 Uhr
Char à bancs (auch "char-à-bancs oder chare-à-banc) ist eine alte Form eines offenen Pferdewagens (kein Dach). Er steht auf vier Rädern und befördert Personen. Der Wagen wird von einem Kutschführer gefahren. Die Bezeichnung ist heute verschwunden. Der Pferdewagen galt als unbequem, weil er keinerlei Dämpfung besaß.
Der Char à bancs war in Frankreich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Lande verbreitet. Der Aufstieg des Char à bancs fand um 1844 statt, als der Wagen für Sportwettkämpfe und auf dem Lande (wohl auch für den Jagdeinsatz der besseren Gesellschaft) beliebt wurde. Es gibt keine "feste" Form der Ausfertigung, also nicht den klassischen Char à bancs.
Sein Verschwinden hängt eng mit dem Aufkommen des Automobils bzw. den Kraftfahrbussen zusammen. Der Name ging sogar auf die ersten Automobile über. Die größten Exemplare konnten 35 bis 40 Personen befördern und waren mit 5 Pferden ausgestattet. Im Paris der 1890er-Jahre bot der klassische Char à bancs 18 Personen Platz und wurde von zwei Pferden gezogen.
Einsatz in Alsterweiler
Die Versteigerung eines Char à bancs in Alsterweiler im Gasthaus "Zur Maxburg" ist insofern bemerkenswert, weil diese Fahrzeuge auf dem Lande zur Jagd eingesetzt wurden. Diese wiederum konnten sich nur Adlige oder reiche Personen leisten.
Referenzierungen
- a b Titel: Wochenblatt (1846).
Schlüssel: Neustadter Wochenblatt/Alsterweiler#Seite_124/2
Seite: Seite_124/2
Zitat: Nächstkommenden Dienstag, den 28. April, in dem Wirtshause zur Maxburg in Alsterweiler, läßt Gabriel Buchenberger öffentlich versteigern: 1 Wallachenpferd, 6 Jahre alt, brauner Farbe; eine Stute 9 Jahre alt, mit einem Füllen, 18 Tage alt; 2 breite Wagen, 1 schmalen Wagen, 1 Char-à-banc mit Chaisengeschirr, Pferdsgeschirr (worunter ein ganz neuer Reitsattel) und große und kleine Ketten.
Übertragung: Ja
Anmerkung: Alsterweiler Kirchweihe fand im Jahr 1846 am 26. April statt. Am Dienstag darauf fand eine Versteigerung von Pferden und Pferdewagen statt. / Rechte Spalte, zweiter Eintrag.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Alsterweiler · Alsterweiler Kirchweihe · Kirchweihe (Alsterweiler) · Kirchweihe · Versteigerung · Zur Maxburg · Char à bancs · Chaise · Wagen · Wirt · Gabriel Buchenberger
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 6
Sammlung: Alsterweiler · Kirchweihe · Kirchweihe (Alsterweiler) · Zur Maxburg · Gasthaus · Wirt · Buchenberger
LINK: Zur Maxburg
Eine urn fehlt.
PDF: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10385889?page=142
WIKI: Zur Maxburg