Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Dorfordnung 1549/Artikel: Unterschied zwischen den Versionen
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|uebertragung=Das Buch enthält die von alters hergebrachten und ausgeübten Ordnungen. So wie man sie einhalten soll bei Strafen und Bußgeld. | |uebertragung=Das Buch enthält die von alters hergebrachten und ausgeübten Ordnungen. So wie man sie einhalten soll bei Strafen und Bußgeld. | ||
|anmerkung=Vorspann zur Dorfordnung mit dem Hinweis, daß diese Ausführungen als "hergebracht und ausgeübt" ansieht. Somit galten diese wohl schon seit langer Zeit, ggf. als [[Weistum]] in mündlicher Überlieferung. | |anmerkung=Vorspann zur Dorfordnung mit dem Hinweis, daß diese Ausführungen als "hergebracht und ausgeübt" ansieht. Somit galten diese wohl schon seit langer Zeit, ggf. als [[Weistum]] in mündlicher Überlieferung. | ||
| − | |schlagwort=Laus deo semper;Vorspann|+sep=; | + | |schlagwort=Laus deo semper;Vorspann;Dorf;Maikammer;Überlieferung|+sep=; |
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|datum=1549 | |datum=1549 | ||
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| − | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer | + | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer;Alsterweiler|+sep=; |
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|seite=Artikel I | |seite=Artikel I | ||
|zitat=Erstlichs so einer wolt wein schencken und geschickt mit stallunge auch anderm als leger, derselb sol ein reyfe ußstecken und ein ganz jare wein schenkken wie von alter her beschehen, bey derer eynunge 1 pfundt pfeninge oder sol dem weinschanck obersteen. | |zitat=Erstlichs so einer wolt wein schencken und geschickt mit stallunge auch anderm als leger, derselb sol ein reyfe ußstecken und ein ganz jare wein schenkken wie von alter her beschehen, bey derer eynunge 1 pfundt pfeninge oder sol dem weinschanck obersteen. | ||
| − | |uebertragung=Zum ersten, sollte einer Wein ausschenken wollen und ein Geschäft macht mit Stallungen (dem Unterstellen von Vieh) oder auch anderem als | + | |uebertragung=Zum ersten, sollte einer Wein ausschenken wollen und ein Geschäft macht mit Stallungen (dem Unterstellen von Vieh) oder auch anderem als abgabepflichtigem, derselbe soll einen Reif aufstecken und ein ganzes Jahr Wein ausschenken, wie dies von Alters her geschehen war, bei einer Strafe von 1 Pfund Pfennig oder soll den Weinschank einstellen. |
| − | |anmerkung=Regelung zum Weinausschank | + | |anmerkung=Regelung zum Weinausschank und zum Angebot von Stallunterkünften für das Vieh. Austecken eines Reifes, wie von alters her. |
| − | |schlagwort=Stallung;Wein;Schenk;Weinschank|+sep=; | + | |schlagwort=Stallung;Wein;Schenk;Weinschank;Stallung;Reif;|+sep=; |
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|anmerkung= | |anmerkung= | ||
|uebertragung=Wer einen Reif unter dem Jahr abwirft (wer also seinen Weinschank etc. - Artikel 1 - während des Jahres beendet) der soll die o.g. Strafe zahlen und soll demnach in einem Jahr keinen Reif ausstecken dürfen, bei einer Strafe von 1 lb d. | |uebertragung=Wer einen Reif unter dem Jahr abwirft (wer also seinen Weinschank etc. - Artikel 1 - während des Jahres beendet) der soll die o.g. Strafe zahlen und soll demnach in einem Jahr keinen Reif ausstecken dürfen, bei einer Strafe von 1 lb d. | ||
| − | |schlagwort=Reyfe;Eynung;Fassreif|+sep=; | + | |schlagwort=Reyfe;Eynung;Fassreif;Reif;Ausschank|+sep=; |
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|anmerkung=Wirt | |anmerkung=Wirt | ||
|uebertragung=Wirte sollen ihren Wein im Dorf kaufen, es sei denn, es gäbe keinen Wein im Dorf. Bei Strafe von 1 Pfennig. | |uebertragung=Wirte sollen ihren Wein im Dorf kaufen, es sei denn, es gäbe keinen Wein im Dorf. Bei Strafe von 1 Pfennig. | ||
| − | |schlagwort=Wirt;Wein|+sep=; | + | |schlagwort=Wirt;Wein;Weinkauf|+sep=; |
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|seite=Artikel IV | |seite=Artikel IV | ||
|zitat=Item die Meinkeimer kirwey hat freyheit und mage jederman uff soliche zeit acht tag vor oder nach der kirwey ungeferlich wein schencken; doch welicher wein schencken will zur kirwey oder sunst, derselb soll von stunden an vor dem weinschanck sein geschir lassen eychen, bey der einunge 1 pfundt heller. | |zitat=Item die Meinkeimer kirwey hat freyheit und mage jederman uff soliche zeit acht tag vor oder nach der kirwey ungeferlich wein schencken; doch welicher wein schencken will zur kirwey oder sunst, derselb soll von stunden an vor dem weinschanck sein geschir lassen eychen, bey der einunge 1 pfundt heller. | ||
| − | |anmerkung=Regelungen zur Maikammer Kirchweih. | + | |anmerkung=Regelungen zur Maikammer Kirchweih. Verpflichtung zur Eichung des Geschirrs. |
|uebertragung= | |uebertragung= | ||
| − | |schlagwort=Wirt;Wein;Eichung|+sep=; | + | |schlagwort=Wirt;Wein;Eichung;Freiheit;Kirchweihe;Weinausschank;Geschirr;Einung|+sep=; |
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|seite=Artikel V | |seite=Artikel V | ||
|zitat=Item die wurt sollen keinen gast ußschlagen und dem andern heimweysen bey 1 lb d, es were dan, das der gast nit wolt bey dem ersten wurt benungicht sein mit seiner arm tagen, so mage derselb wurt jnen wol furter weysen; kunt man dan erkennen, das er seinen muglichen vleiß geton hett, solt derselbigk wurt der einunge embresten sein. | |zitat=Item die wurt sollen keinen gast ußschlagen und dem andern heimweysen bey 1 lb d, es were dan, das der gast nit wolt bey dem ersten wurt benungicht sein mit seiner arm tagen, so mage derselb wurt jnen wol furter weysen; kunt man dan erkennen, das er seinen muglichen vleiß geton hett, solt derselbigk wurt der einunge embresten sein. | ||
| − | |anmerkung= | + | |anmerkung=Regelung zum Gasstättenbetrieb. |
|uebertragung=Der Wirt soll keinen Gast ausschlagen und auch keinen nach Hause schicken. Tut er es dennoch, soll er 1 lb d (1 Pfund Pfennig) Strafe zahlen. Ausgenommen davon ist ein Gast, der bei einem ersten Wirt nicht zufrieden war. Einen solchen Gast darf der Wirt weiterverweisen. Ist erkennbar, daß sich der Wirt aber redlich um den Gast bemüht hatte, so soll der Wirt der Strafe enthoben sein. | |uebertragung=Der Wirt soll keinen Gast ausschlagen und auch keinen nach Hause schicken. Tut er es dennoch, soll er 1 lb d (1 Pfund Pfennig) Strafe zahlen. Ausgenommen davon ist ein Gast, der bei einem ersten Wirt nicht zufrieden war. Einen solchen Gast darf der Wirt weiterverweisen. Ist erkennbar, daß sich der Wirt aber redlich um den Gast bemüht hatte, so soll der Wirt der Strafe enthoben sein. | ||
| − | |schlagwort=Wirt;Eynung;|+sep=; | + | |schlagwort=Wirt;Eynung;Gast;Heinweisen|+sep=; |
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| − | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer | + | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer;Alsterweiler|+sep=; |
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| − | |wiki=Wirt | + | |wiki=Wirt;Einung;Gast|+sep=; |
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| Zeile 257: | Zeile 257: | ||
|schluessel=Dorfordnung (1549)/Artikel6 | |schluessel=Dorfordnung (1549)/Artikel6 | ||
|seite=Artikel VI | |seite=Artikel VI | ||
| − | |zitat=Item welicher wurt oder gemeinßman, auch die muller und weber, so moeßgeschire haben, als soemern, halbsomen und imel, das man zum marck braucht, desgleichen so gewicht haben, dieselgiben | sollen soliche meßgeschire und gewicht alle jare zum wenigsten einmal lassen eychen und brennen, und alß dick man daruber clagt bey pene 1 lb heller | + | |zitat=Item welicher wurt oder gemeinßman, auch die muller und weber, so moeßgeschire haben, als soemern, halbsomen und imel, das man zum marck braucht, desgleichen so gewicht haben, dieselgiben | sollen soliche meßgeschire und gewicht alle jare zum wenigsten einmal lassen eychen und brennen, und alß dick man daruber clagt bey pene 1 lb heller. |
| − | |anmerkung= | + | |anmerkung=Wirt, Gemeinsmann, Müller, Weber sollen als Eigentümer ihr Meßgeschirr und ihre Gewichte ein Mal im Jahr eichen und brennen (Kennzeichnen auf Holzgefäßen) lassen, das zum Kauf verwendet wird. |
| − | |uebertragung= | + | |uebertragung=Jeder Wirt oder Gemeinsam, auch die Müller und Weber, sofern sie Maßgeschirr verwenden, sollen Simmern, Halbsimmern und Immel, die man zum Verkauf braucht und ein Gewicht angeben, sollen solche Maßgeschirre und Gewichte mindestens einmal eichen und brennen lassen. Wird über das Auslassen geklagt, folgt Strafe auf 1 lb Heller. |
| − | |schlagwort=Immel;Wirt;Gemeinsmann;Müller;Weber|+sep=; | + | |schlagwort=Immel;Wirt;Gemeinsmann;Müller;Weber;Halbsimmern;Simmern;eichen;brennen|+sep=; |
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| − | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer | + | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer;Alsterweiler|+sep=; |
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| − | |wiki=Wirt | + | |wiki=Wirt;Gemeinsamnn;Immel;Simmern|+sep=; |
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|seite=Artikel VII | |seite=Artikel VII | ||
|zitat=Item welicher wirt wein kauft, derselb sol den dorfmeisern bey seinem eyt sagen, wie hoch er denselben wein kauft hat; sol der wurt uff yeder maß 1 d haben an alle geferdt, 1 ß d minder oder mehe uff der ome, bey der einunge wie obstett. | |zitat=Item welicher wirt wein kauft, derselb sol den dorfmeisern bey seinem eyt sagen, wie hoch er denselben wein kauft hat; sol der wurt uff yeder maß 1 d haben an alle geferdt, 1 ß d minder oder mehe uff der ome, bey der einunge wie obstett. | ||
| − | |uebertragung= | + | |uebertragung=Ein Wirt, der Wein kauft, soll er dem Dorfmeister beeiden zu welchem Preis; sollte der Wirt pro Maß 1 Schilling oder mehr pro Ohm (unklar???). |
|anmerkung=Wirt | |anmerkung=Wirt | ||
| − | |schlagwort=Wirt;Dorfmeister;Eid|+sep=; | + | |schlagwort=Wirt;Dorfmeister;Eid;Weinverkauf|+sep=; |
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| − | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer | + | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer;Alsterweiler|+sep=; |
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|pdf=TEST | |pdf=TEST | ||
| − | |wiki=Wirt | + | |wiki=Wirt;Dorfmeister;Eid;Ohm|+sep=; |
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|seite=Artikel VIII | |seite=Artikel VIII | ||
|zitat=Item so eyn wurt oder gemeinsamen woelt hering, stockfisch, blatheysen und bueckinge feilhaben, derselbig sol kaufmansgut haben bey der eynunge 1 lb heller; und wan jme solchs von den dorfmeistern verbotten wurd, sol derlebigk uberfarer nit mehe desselbigen unkaufs vertreyben bey genanter eynunge. | |zitat=Item so eyn wurt oder gemeinsamen woelt hering, stockfisch, blatheysen und bueckinge feilhaben, derselbig sol kaufmansgut haben bey der eynunge 1 lb heller; und wan jme solchs von den dorfmeistern verbotten wurd, sol derlebigk uberfarer nit mehe desselbigen unkaufs vertreyben bey genanter eynunge. | ||
| − | |uebertragung= | + | |uebertragung=Möchte ein Wirt oder ein Gemeinsmann Hering, Stockfisch, Blatheiß (d. s. Plattfische) und Bückung anbieten, derselbig soll Kaufmannsmaß gut haben bei der Einung 1 Pfund Heller. Und wann ihnen solches von dem Dorfmeister verboten wird, soll derselbige Überfahrer nit mehr desselbigen Verkauf vertreiben bei genannter Einung. |
|anmerkung=Wirt | |anmerkung=Wirt | ||
| − | |schlagwort=Wirt;Gemeinsmann;Dorfmeister;Hering|+sep=; | + | |schlagwort=Wirt;Gemeinsmann;Dorfmeister;Hering;Platteisen;Plattfisch;Stockfisch;Bückling;|+sep=; |
|quelle=[[{{PAGENAME}}]] | |quelle=[[{{PAGENAME}}]] | ||
|datum=1549 | |datum=1549 | ||
| Zeile 304: | Zeile 304: | ||
|sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer-Alsterweiler;Alsterweiler|+sep=; | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer-Alsterweiler;Alsterweiler|+sep=; | ||
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| − | |pdf= | + | |pdf= |
| − | |wiki=Wirt;Gemeinsmann;Dorfmeister | + | |wiki=Wirt;Gemeinsmann;Dorfmeister;Kaufmannsgut|+sep=; |
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| Zeile 316: | Zeile 316: | ||
|zitat=Item es soll kein wurt ein frembden gast, als wandelpersonen und gemeine dirn uber ein nacht behalten, es were dann, daß der gast schulden hett inzupringen oder ander erlich gescheften, die jnen uffhallten tetten, bey der eynunge 1 lb heller. | |zitat=Item es soll kein wurt ein frembden gast, als wandelpersonen und gemeine dirn uber ein nacht behalten, es were dann, daß der gast schulden hett inzupringen oder ander erlich gescheften, die jnen uffhallten tetten, bey der eynunge 1 lb heller. | ||
|schlagwort=Wirt;Fremde;Wandelperson;Dirn|+sep=; | |schlagwort=Wirt;Fremde;Wandelperson;Dirn|+sep=; | ||
| − | |uebertragung=Kein Wirt soll einen fremden Gast, keine Wanderpersonen und gemeine Dirnen über Nacht behalten, es sei denn, der Gast | + | |uebertragung=Kein Wirt soll einen fremden Gast, keine Wanderpersonen und gemeine Dirnen über Nacht behalten, es sei denn, der Gast hätte Schulden beizubringen oder arbeite an erhlichen Geschäften, die ihn aufhalten, bei Strafe von 1 lb Heller. |
|anmerkung=Wirt | |anmerkung=Wirt | ||
|quelle=[[{{PAGENAME}}]] | |quelle=[[{{PAGENAME}}]] | ||
|datum=1549 | |datum=1549 | ||
|stufe=2 | |stufe=2 | ||
| − | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer | + | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer;Alsterweiler|+sep=; |
|link=Wirt | |link=Wirt | ||
|pdf=https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/w/images/5/50/Dorfordnung_maikammer_1549_Doll_.pdf | |pdf=https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/w/images/5/50/Dorfordnung_maikammer_1549_Doll_.pdf | ||
| Zeile 334: | Zeile 334: | ||
|seite=Artikel X | |seite=Artikel X | ||
|zitat=Item von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller. | |zitat=Item von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller. | ||
| − | |uebertragung=Es ist seit jeher verboten, daß jemand auf öffentlichen Wegen insbesondere aber auf dem Überfeld etwas anbauen sollte. Ebensowenig sollte man den Rech ausroden oder einsetzen bei einer Strafe von 1 lb Heller. Wenn es aber erforderlich wäre, einen Weg in der Gemarkung anzulegen, würde es die Gemeinde, wie schon jeher, selbst tun. Jeder Gemeinsmann und die vereidigten Schützen sollte bei seinem Eid die Übertretenden anzeigen und rügen. Ebensowenig soll jemand Gräben machen über gesetzte Steine, ebenfalls bei einer Strafe von einem Pfundt Heller. | + | |uebertragung=Es ist seit jeher verboten, daß jemand auf öffentlichen Wegen, insbesondere aber auf dem Überfeld etwas anbauen sollte. Ebensowenig sollte man den Rech ausroden oder einsetzen bei einer Strafe von 1 lb Heller. Wenn es aber erforderlich wäre, einen Weg in der Gemarkung anzulegen, würde es die Gemeinde, wie schon jeher, selbst tun. Jeder Gemeinsmann und die vereidigten Schützen sollte bei seinem Eid die Übertretenden anzeigen und rügen. Ebensowenig soll jemand Gräben machen über gesetzte Steine, ebenfalls bei einer Strafe von einem Pfundt Heller. |
| − | |anmerkung= | + | |anmerkung=Bestimmungen zur Gemarkung. |
|schlagwort=Gemeiner Weg;Überfeld;Mark;Gemeinsmann;Schütze;Stein;Gesetzter Stein;Grenzstein|+sep=; | |schlagwort=Gemeiner Weg;Überfeld;Mark;Gemeinsmann;Schütze;Stein;Gesetzter Stein;Grenzstein|+sep=; | ||
|quelle=[[{{PAGENAME}}]] | |quelle=[[{{PAGENAME}}]] | ||
|datum=1549 | |datum=1549 | ||
|stufe=2 | |stufe=2 | ||
| − | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer | + | |sammlung=Dorfordnung;Weistum;Maikammer;Alsterweiler|+sep=; |
|link=Gemeinsmann | |link=Gemeinsmann | ||
|pdf=https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/w/images/5/50/Dorfordnung_maikammer_1549_Doll_.pdf | |pdf=https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/w/images/5/50/Dorfordnung_maikammer_1549_Doll_.pdf | ||
Version vom 16. August 2018, 14:12 Uhr
Alle Artikel: Artikel 1:1, Artikel 2:2, Artikel 3:3, Artikel 4:4, Artikel 5:5, Artikel 6:6, Artikel 7:7, Artikel 8:8, Artikel 9:9, Artikel 1010, Artikel 11:11, Artikel 1212, Artikel 13:13, Artikel 1414, Artikel 15:15, Artikel 1616, Artikel 17:17, Artikel 1818, Artikel 19:19, Artikel 20:20, Artikel 21:21, Artikel 22:22, Artikel 23:23, Artikel 24:24, Artikel 25:25, Artikel 26:26, Artikel 27:27, Artikel 28:28, Artikel 29:29, Artikel 30:30, Artikel 31:31, Artikel 32:32, Artikel 33:33, Artikel 34:34, Artikel 35:35, Artikel 36:36, Artikel 37:37, Artikel 38:38, Artikel 39:39, Artikel 40:40
Dorfordnung 1549 - Inhalt aller Artikel I. bis IV.
- Dorfordnung (1549)/Vorspann
- Dorfordnung (1549)/Artikel1
- Dorfordnung (1549)/Artikel2
- Dorfordnung (1549)/Artikel3
- Dorfordnung (1549)/Artikel4
Dorfordnung 1549 - Inhalt aller Artikel V. bis IX.
- Dorfordnung (1549)/Vorspann
- Dorfordnung (1549)/Artikel1
- Dorfordnung (1549)/Artikel2
- Dorfordnung (1549)/Artikel3
- Dorfordnung (1549)/Artikel4
- Dorfordnung (1549)/Artikel5
- Dorfordnung (1549)/Artikel6
- Dorfordnung (1549)/Artikel7
- Dorfordnung (1549)/Artikel8
- Dorfordnung (1549)/Artikel9
Dorfordnung 1549 - Inhalt aller Artikel X. bis XIV.
- Dorfordnung (1549)/Artikel10
- Dorfordnung (1549)/Artikel11
- Dorfordnung (1549)/Artikel12
- Dorfordnung (1549)/Artikel13
- Dorfordnung (1549)/Artikel14
Dorfordnung 1549 - Inhalt aller Artikel XV. bis XIX.
- Dorfordnung (1549)/Artikel15
- Dorfordnung (1549)/Artikel16
- Dorfordnung (1549)/Artikel17
- Dorfordnung (1549)/Artikel18
- Dorfordnung (1549)/Artikel19
Dorfordnung 1549 - Inhalt aller Artikel XX. bis XIV.
- Dorfordnung (1549)/Artikel20
- Dorfordnung (1549)/Artikel21
- Dorfordnung (1549)/Artikel22
- Dorfordnung (1549)/Artikel23
- Dorfordnung (1549)/Artikel24
Dorfordnung 1549 - Inhalt aller Artikel XXV. bis XXIX.
- Dorfordnung (1549)/Artikel25
- Dorfordnung (1549)/Artikel26
- Dorfordnung (1549)/Artikel27
- Dorfordnung (1549)/Artikel28
- Dorfordnung (1549)/Artikel29
Dorfordnung 1549 - Inhalt aller Artikel XXX. bis XXXIV.
- Dorfordnung (1549)/Artikel30
- Dorfordnung (1549)/Artikel31
- Dorfordnung (1549)/Artikel32
- Dorfordnung (1549)/Artikel33
- Dorfordnung (1549)/Artikel34
Dorfordnung 1549 - Inhalt aller Artikel XXXV. bis XL. und Ordnung zu Widder
- Dorfordnung (1549)/Artikel35
- Dorfordnung (1549)/Artikel36
- Dorfordnung (1549)/Artikel37
- Dorfordnung (1549)/Artikel38 Dorfordnung (1549)/Artikel39
- Dorfordnung (1549)/Artikel40
- Dorfordnung (1549)/Ordnung/Widder