Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

Mariä Schmerzen: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Infobox Bauwerk|
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#REDIRECT [[Alsterweiler Kapelle]]
|Art=Haus
 
|Gebiet=Hochstift Speyer, Kurpfalz, Bayern, Pfalz
 
|Erbauung=1845
 
|Baustil=Klassizismus
 
|Geo=49.308510, 8.122679
 
|Bild=Kapelle_Alsterweiler.jpg
 
|Erbauer=Bürger von Alsterweiler
 
|Besitzer=Katholische Kirche
 
|Anderer Name=Kapelle, Kirche, Alsterweiler Kapelle
 
|Inschrift=Dies Haus hat erbaut: MM KK UXXX:
 
|Siglen=0000
 
|Bauwerksart=Kapelle
 
|Eigentümer=Bistum Speyer
 
|Eigentümer (eh.)=Bistum Speyer
 
|Ersterwähnung=1845
 
|Erwähnungen=1859, 1860, 2015
 
|Geschosse=1,0
 
|Höhe=000
 
|Breite=000
 
|Straße=Hauptstraße
 
|Material=Sandstein
 
|Dachart=Sattteldach
 
|Ausrichtung=Traufständig
 
|Denkmalliste Nr.=000
 
|Nutzungen=Kirche
 
|Nutzungen (eh.)=Kirche
 
|Ersteller=Matzinger
 
}}
 
[[Datei:Datei:Kapelle Alsterweiler.jpg|mini|x200px|Kapelle Mariä Schmerzen oder auch Alsterweiler Kapelle.<br />
 
<small>© Matthias C.S. Dreyer 2015</small>]]
 
<div class="tright" style="clear:none">[[Datei:Kalmitstraße Aufnahme nach 1937.jpeg|mini|ohne|x200px|Kalmitstraße am Ortsausgang von [[Alsterweiler]] direkt im Anschluß an die [[Hauptstraße]] um nach 1937.<br />
 
<small>© Antonie Wilhelm - [[Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler)]]</small>]]</div>
 
 
 
Die [[Kapelle::Mariä Schmerzen]], auch Sieben Schmerzen oder nur Alsterweiler Kapelle, genannt, steht in [[Alsterweiler]] in der Hauptstraße (Patrozinium: Beatissima Virgo Maria Mater dolorosa). Die Weihe der Kirche erfolgte am 1. Dezember 1845.<ref>Hürkey, Edgar J. (1994) Maikammer Mariä-Schmerzen-Kapelle. Regensburg, Schnell und Steiner GmbH, Seite 3</ref>
 
==Gebäude==
 
Als Bürgerinitiative unter der Führung von [[Nikolaus Groß]] wurde die Kapelle im Jahr 1845 erbaut<ref>Ziegler, Urban: Aus der Geschichte unserer Pfarrei: 100 Jahre Kirchenchor Maikammer , S. 22–33, Seite 31.</ref><ref>Wohl ohne Baugenehmigung. Darauf weist Johannes Leonhardt (1928) auf Seite 165 hin</ref>. Die Kapelle war "nur leicht gebaut" und "fiel (sie) im Sommer 1859 zusammen; man ging gleich wieder an den Aufbau. Am 5. November konnte schon wieder das Gebälk aufgeschlagen werden."<ref>Leonhardt...Seite 166</ref>. Damit ist die Erscheinungsform von heute aus dem Jahr 1859.
 
 
 
Die Kapelle ist ein rechteckiger schlichter Baukörper. Ein Chorraum ist im Westen und ein Sakristeianbau im Süden vorgelagert.
 
In den Jahren 1968 und 1980 wurde die Kapelle grundlegend saniert <ref> Ziegler-Schwaab, Judith (1994): Historienpfad "Maikammerer Traube". Herausgegeben von Gemeinde Maikammer. Fremdenverkehrsbüro. Maikammer. </ref><ref> Anmerkung [[user:Matzinger|Matzinger]]: Weitere Unterlagen befinden sich im Landesarchiv Speyer "Neu erbaute Kapelle in Alsterweiler (Kanton Edenkoben) 1845,  2 Akten unter Bestand H3, Karte 3901 f. 14 und Karte 3901 f.12f"</ref>.
 
Am 13. Dezember 1998 wurde durch Bischof Anton Schlembach eine Altarweihe in der Kapelle vorgenommen. <ref group=lit>Bischöfliches Ordinariat Speyer: Oberhirtliches Verordnungsblatt für das Bistum Speyer, Speyer, 4. Februar 1999, 92. Jahrgang, Nr.1, Seite 370. / ''Anmerkung [[user:Matzinger|Matzinger]]: Die Altarweihe wird unter der Rubrik Pontifikalhandlungen 1998 geführt. Zu den Handlungen zählen auch Ordinationen und Beauftragungen (Verleihung der Missio), Firmungen und eben die Konsekrationen und Beneditkionen, zu denen auch die Altarweihen gehören. Im gleichen Jahr, am 25. Januar, wurde ein Altar in der Wendelinuskirche in Bliesdalheim geweiht.'' </ref>
 
 
 
=====Baustil=====
 
Die Kapelle ist ein klassizistischer rechteckiger (Saal)Bau aus dem Jahr 1859. Die Seiten sind durch säulenartige Aufsätze in drei Felder gegliedert. Jedes Feld ist durch zwei säulenartige Andeutungen nochmals untergliedert. Dies sind Anspielungen auf antike Säulen. Die Rundbogenfenster sind mit Gewänden aus Sandstein überspannt. Auf dem Satteldach sitzt ein einfacher Reiter, der einen Turm ersetzt.
 
 
 
==Innenraum==
 
Der Innenraum ist als klassizistische Saalkirche anzusprechen, die eine Höhe von sieben Metern, eine Länge von 16 Metern und eine Breite von zehn Metern einnimmt. Der Raum wird bestimmt von dem Hauptraum mit flacher Decke und drei Fensterachsen. Nach Westen ist ein Chorraum vorgelagert, der sich in drei Segmenten um den Altarraum schließt und von einem Gewölbe bedeckt ist.
 
 
 
=====Passionsaltar Maikammer in Alsterweiler=====
 
[[Bild:Passionsaltar Mitte.jpg|thumb|Passionsaltar Maikammer|150x100px]]
 
Der spätgotische [[Passionsaltar Maikammer|Passionsaltar Maikammer.]] steht im Chor der [[Mariä Schmerzen|Mariä Schmerzen Kapelle]] in Alsterweiler. Er ist als ''Triptychon'' <ref group="web"> [http://de.wikipedia.org/wiki/Triptychon Triptychon]</ref> zu bezeichnen und gilt als Meisterwerk der oberrheinischen Malkunst. [[Alois Lamott]], der ehemalige Pfarrer zu [[Maikammer|Maikammer]], bezeichnet das Werk als "''Der Maikammerer Tafelbild-Altar"'' <ref group =lit> Lamott, Alois (1982): Der Maikammerer Tafelbild-Altar. In: Südliche Weinstraße Landkreis (Hrsg.): Heimat-Jahrbuch des Landkreises Südliche Weinstraße 4. Landau 1982 (1981), Seiten 45 bis 51</ref>. Lamott sah sich zu einer Veröffentlichung veranlasst, weil "ihm (dem Altar) 1977 [eine] "Konkurrenz" in dem elsässischen Passionstriptychon (1480-90)<ref> Es handelt sich um einen Altar unbekannter Herkunft. Vgl. dazu http://www.wilhelm-hack-museum.de/index0.0.html / 21. Juli 2008 / [[Benutzer:Matzinger|Matzinger]] </ref> [erwachsen sei] [und] Einheimische und Gäste immer wieder danach [fragen], was es denn mit dem "Maikammerer Altar" nun wirklich auf sich hat."<ref group=lit>Lamott (1982), Seite 45</ref> Neben der  Veröffentlichung von [[Alois Lamott]] gilt wohl das Werk von Hürkey (1981)<ref> Hürkey, Edgar J. (1981): Der Passionsaltar zu Maikammer. Neue kunsthistorische Untersuchung zum Altartriptychon in Maikammer (Pfalz). Mainz: Ges. für Mittelrhein. Kirchengeschichte (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 40).</ref> als das Standardwerk zum Altar. Er gibt dem Altar den Namen "''Passionsaltar zu [[Maikammer|Maikammer]]"''. Auch die Untersuchungen von [[Heinz-Werner Feuchtinger]] haben wesentlich zur Einschätzung der Bedeutung des Altars beigetragen.<ref>siehe dazu: Hürkey (1981), Seite 22</ref> Der Aufstellungsort des Altars war die katholische Kirche St. Cosmas und Damian.
 
 
 
=====Sakramentsnische=====
 
Die gotische Sakramentsnische entstammt ebenso wie der Altar der Kirche St. Cosmas und Damian in [[Maikammer]]. Die Nische wurde im Jahr 1969 in die Kapelle überführt. Sie ist in die rechte Chorbogenwand eingelassen und fungiert als Tabernakel für das Allerheiligste.
 
 
 
Die Nische - aus einem einzigen roten Sandstein herausgearbeitet - ist von einem Reliefaufsatz umrahmt. Der Aufsatz besteht aus rechteckigen, flankierenden Türmchen. Sie sind viergeschossig gegliedert und über dem Abschlußgeschoß von einer Art Kreuzblume überragt. Im Obergeschoß befindet sich jeweils die Nachbildung eines gotisches Fensters. Über der Oberkante der Nische streckt sich ein gleichseitiger krabbenbesetzer Dreiecksgiebel empor. Er ist durch einen Profilrahmen und eine Flachrosette geschmückt und endet in einem kleinen Pinienzapfen.  Zwischen dieser Umrahmung steht das originale Durchsteckgitter als Öffnung für die Aufbewahrung der Gegenstände.
 
 
 
Die Nische steht unter den erhaltenen Sakramentsnischen im Landkreis Südliche Weinstraße in dieser Form einzig da. Sie kam 1935 beim Abriß des alten Chores der Pfarrkirche St. Cosmas und Damian in [[Maikammer]] zum Vorschein.<ref>Hürkey, Edgar J. (1994) Maikammer Mariä-Schmerzen-Kapelle. Regensburg, Schnell und Steiner GmbH, Seite 4 und 6</ref><ref>Dazu Franz Schwaab (*1927) "Während der Zeit des Neuaufbaus des Chores war der Kirchenraum mit einem großen Vorhang zur Baustelle hin abgeschirmt." Franz Schwaab war zu dieser Zeit Messdiener.</ref>
 
 
 
====Gestühl====
 
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=====Orgel=====
 
Die Orgel (1 Manual, 1 Pedal, 7 klingende Register, 522 Pfeiffen, davon 86 in Holz) ist nach einem Vorschlag des Speyerer Domorganisten Leo Krämer von der Orgelbaufirma Späth in Mengen-Ennebach (Baden-Württemberg) gebaut worden. Sie wurde am 26. Juli 1981 geweiht.
 
 
 
Das Orgel''gehäuse'' stammt aus der Pfarrkirche St. Pankratius in [[Römerberg (Berghausen)]] für die es im Jahr 1844 wurde. Der Speyerer Orgelbauer Johannes Eichenauer baute die Orgel nach (nur geringfügig von Regierungsbaumeister Hagemann geänderten) Entwürfen des Bauschaffners Foltz (Speyer). Das Gehäuse wurde von Restaurator Hilmar Brucker, Mutterstadt, für die Wiederverwendung in der Kapelle [[Alsterweiler]] restauriert.<ref>Hürkey, Edgar J. (1994) Maikammer Mariä-Schmerzen-Kapelle. Regensburg, Schnell und Steiner GmbH, Seite 6f.</ref>
 
 
 
{{Nachweise}}
 
[[Kategorie:Kapelle (Alsterweiler)]][[Kategorie:Klassizismus]][[Häuserbuch (Alsterweiler)]]
 

Aktuelle Version vom 18. September 2016, 11:52 Uhr

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