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Ausfautei (Edenkoben): Unterschied zwischen den Versionen

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'''{{PAGENAME}}''' (auch: Ausvogtei<ref>woertbuchnetz.de unter Bezugnahme auf Pfälzisches Wörterbuch, Seite Bd. 1, Sp. 487 bis 488.</ref>) war eine Verwaltungseinrichtung. In der Ausfautei war der Ausvogt tätig. Er war zuständig für die Leibeigenen, die in Dörfern wohnten, die nicht dem eigenen Hoheitsgebiet zuzurechnen waren. Dazu zählte auch [[Alsterweiler]]. Dort wohnten sowohl speyerische als auch (kur)pfälzische [[Leibeigener|Leibeigene]]<ref>#Liber_secretorum_Matthiae/Alsterweilerer Personen im Liber secretorum Matthiae 1469/70 unter Zugehörigkeit mit P gekennzeichnet.</ref>, aber das Gebiet des Ortes zählte zum [[Hochstift Speyer]].<ref group=zit>Pfälzisches Wörterbuch: 'Vogt (Beamter), der außerhalb der Stadt wohnt'. a. 1331: ein Aus- oder Waisenfauth [Dochnahl 41 (Neustdt)]. a. 1615: ... in die Dörfer Außfauht (Aufseher über Wildfänge) gesetzt [Vogel 27 (GH-Zeisk)]. — Faut ältere Schreibweise für Vogt; vgl. DWB DWb. III 1385 u. Kluge-Mitzka17Vogt."</ref> Dem [[Oberamt Neustadt an der Haardt]] waren mehrere Ämter, also Ausfauteien zugeordnet. Sie waren in der Regel als [[Oberschultheißerei]] anzusprechen. Dies gilt auch für [[Edenkoben]].<ref>"Edenkoben, das als pfälzischer Verwaltungssitz eigentlich keine Entwicklung kennt, sondern bald dem bis dahin ausgebildeten Typ des Oberschultheißereisitzes gleichgestellt wurde", Karst, Theodor (1960) ‹Das Kurpfälzische Oberamt Neustadt an der Haardt› In: Veröffentlichungen zur Geschichte von Stadt und Kreis Neustadt an der Weinstraße. (Hg.), Band/Ausgabe: 1(1), Seite(n): 1-267, (CMS 198), Seite 162</ref>.
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#REDIRECT [[Oberschultheißerei Edenkoben]]
 
 
Ebenso wie die Kurpfalz eine Ausfauthey betrieb, tat dies auch das Hochstift Speyer mit seinem fürstlich-weltlichen Teil. Zu großen Mißverständnissen führt diese Tatsache im Zusammenhang mit den Ausfauteiakten der Oberschultheißerei Edenkoben. Die für [[Alsterweiler]] auszuwertenden Akten stammen nämlich nicht aus Edenkoben, sondern aus dem [[Oberamt Kirrweiler]], sozusagen dem speyerisch hochstiftlichen Pendant zum kurpfälzischen [[Edenkoben]]. Die Ausfauteiakten wurden mit Beginn der napoleonischen Zeit (1798) in das Notariat [[Edenkoben]] überführt. Durch diese Zusammenlegung der Aktenbestände (um 1800) entstand die Namensführung [[Ausfauteiakten (Edenkoben)]]. Die Akten liegen im Bestand F 14 des [[Landesarchiv Speyer|Landesarchivs Speyer]] (LA Sp F 14).
 
 
 
Die Ausfautei war für die Leibeigenen in Fragen des Rechts, der Erbschaft, insbesondere als Notariat für vertragliche Angelegenheiten zu­ständig. Die Ausfautei­akten umfassen vor allem Nachlässe, Eheverträge einschließlich der jeweiligen  Vermögensinventarien, Auswanderungshinweise sowie Unterlagen zur Versorgung von Hinterbliebenen.
 
 
 
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Aktuelle Version vom 26. November 2016, 16:37 Uhr