Werzwisch

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Werzwisch1 ist die Bezeichnung für einen Gewürzstrauch[web 1], der zu Mariä Himmelfahrt gesegnet wird (15. August[1] = Würtzweihe).

Bereits in der Dorfordnung 1549 wird die Würzweihe erwähnt. Dazu heißt es: "Wenn jemand eine Wiese in der Gemarkung hat, die dreimal im Jahr Ertrag erbringen vermag, der soll die Wiese zum zweiten Male mähen (Gras abernten) vor dem 15. August (Würtzweyhe) und soll die Wiese mähen bis Sankt Michaelstag (29. September[2]). Wer aber nach dem 15. August ein zweites Mal mäht, soll danach nicht mehr von Abgaben befreit[3] sein2[zit 1].

Weblinks

  1. Pfälzisches Wörterbuch (PfWB): Würz-strauß bis Würzwisch-staude (Bd. 6, Sp. 1500 bis 1502)

Literatur

Einzelnachweise

  1. siehe dazu Grotefend, Seite 77.
  2. siehe dazu Grotefend, Seite 80.
  3. Deutsches Rechtswörterbuch: DRW. I Sp. 1393-1394).

Anmerkungen

Zitate

  1. "XIV. Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye graß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe und dieselbige wißen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk. Aber welicher nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt graß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein." Doll (1985), Seite 278 1

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Werzwisch gehört den Kategorien an: Brauchtum

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Referenzierungen

  1. ^  Titel: Pfälzisches Wörterbuch - Eintrag Würzwisch. Kein Schlüssel angegeben. Nachweis: Bd. 6, Sp. 1501 bis 1503.
    Zitat: "Würzwisch m.: 'Kräuterbüschel, das am Fest Mariä Himmelfahrt vor oder in der kath. Kirche geweiht wird', Weʳzwisch [verbr. (bes. kath. Orte), Wiʳz- [verbr. lothr. SWPf mancherorts SOPf Kamm 69], Wirzwich"
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Lehnt sich an den Flurnamen Kalkofen an. Dort wurde wohl Kalk gewonnen und in Öfen gebrannt. Da diese Flurlage nahe der Turmstraße liegt, wurden die Anwohner der Deckelgasse Kalkofenfüches/Kalkowefichs genannt.
    Schlagwort: Würzwisch · Werzwisch
    Quelle: Pfälzisches Wörterbuch/(woerterbuchnetz.de)
    LINK: Werzwisch
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Werzwisch
  2. ^  Kein Titel angegeben. Kein Schlüssel angegeben. Nachweis: Artikel XIV.
    Zitat: "Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye graß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe und dieselbige wißen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk. Aber welicher nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt graß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein."
    Übertragung: 14. So einer in der Gemark eine Wiese hat, die drei Gras Traget macht, derselbig soll genannte Wiese zum zweitenmal mähen vor unserer lieben Frauen Würzweihe und dieselbig Wies' sollen beheunet sein und bleiben bis zu St. Michels Tag; aber welcher nach gemeldem Lieb Frauentag das zweite Gras mähen tut, soll darnach nit mehr geheunet sein (Übertragung: Leonhardt, Seite 145).
    Es gibt keine Anmerkung.
    Schlagwort: Mark · Wiese · Liebfrauen Tag · Würtzweihe · Würtzweyhe · Sankt Martinstag
    Quelle: Dorfordnung 1549/Artikel
    LINK: Werzwisch
    PDF: [Original als PDF]
    WIKI: Mark · Wiese · Liebfrauen Tag · Würtzweihe · Würtzweyhe · Sankt Martinstag · Werzwisch

Fakten zu „Werzwisch
Ist ZitatXIV. Item so einer in der mark ein wissen
XIV. Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye graß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe und dieselbige wißen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk. Aber welicher nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt graß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein.
en tut, soll darnach nit mer gefreyt sein. +
Ist pälzischWerzwisch +
Ist zitiert inDoll (1985), Seite 278 +
Referenzierung
„Referenzierung (Citation reference)“ ist ein Spezialattribut das Referenzierungen speichert. Es wird von der Erweiterung Semantic Cite bereitgestellt.
Dorfordnung (1549)/Artikel14 + und PWB (2018)/Werzwisch +