Landschaft (Alsterweiler)

Aus Pfalz
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Landschaft (Alsterweiler) ist Kulturlandschaft; Landschaft, die vom Menschen kultiviert [1] ist, umgangssprachlich auch "die Flur"[beg 1] genannt.[lit 1][lit 2][lit 3][lit 4][lit 5][lit 6][lit 7][2] Die typischen Elemente sind Weinberge, Waldflächen und kleine verstreut liegende Grünflächen.

Geologie

Geologisch gesehen liegt Alsterweiler auf der sogenannten "Fußfläche". Nach Westen steigt das Gelände über Staffelbrüche (Pfälzerwald[web 1]) zum Kalmitmassiv an[3]. Umgeben wird Alsterweiler von folgenden Bergen und Höhenzügen: Sommer-Berg (501,9m üNN), Wetterkreuz-Berg (400,8m üNN), dem über die Kanzel (531,7m üNN) dahinter anschließenden Tauben-Kopf (603,8m üNN), Breiten-Berg (545,2m üNN), von dem sich über den Stotz (603,2m üNN), die Kalmit hochzieht (Norden nach Süden/Osten nach Westen).

Berge und Höhenzüge bei Alsterweiler
# Name Höhe über NN
1 Sommer-Berg 501,9
2 Wetterkreuz-Berg 400,8
3 Kanzel 531,7
4 Stotz 603,2
5 Kalmit
6 Tauben-Kopf 603,8
7 Breiten-Berg 545,2
8 XXX
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Naturraum

Naturräumlich gesehen, gehört Alsterweiler zur Großlandschaft [web 2] [4] Nördliches Oberrheintiefland, das in 55 Landschaftsräume [web 3] unterteilt ist. Alsterweiler liegt im Landschaftsraum Nördliche Oberhaardt. Sie bildet eine landschaftliche Einheit vom Queichtal bei Landau in der Pfalz bis zum Speyerbachtal bei Neustadt an der Weinstraße.
Blick über die Rebenlandschaft bei Alsterweiler
©Matthias C.S. Dreyer 2011

Die bergansteigenden Waldflächen sind bereits der Großlandschaft Haardtgebirge zuzuordnen. Der sogenannte Neustädter Gebirgsrand erstreckt sich bis zur Kalmit. Die Gebirgslandschaft wird durch stark gekerbte Bachtäler strukturiert. In Alsterweiler sind dies der Alsterbach und der Hitschbach.

Alsterweiler Tälchen

Klausenthal

Flora und Fauna

Loewenzahn.jpg





Wälder

Die Besonderheiten der Landschaft finden sich auch in den Alsterweilerer Wäldern. Neben den Kastanien prägen Heidelbeeren das Bild. In einem Gespräch mit Jakob Schädler wird folgendes festgehalten:
"Schädler Jakob [5], kumm mol riwwer,
Do hot's Hälbeere wie ä(n) Fauscht!
Wann ich ä(n) Becher hätt,
Det ich se breche
Fer mei(n) Lisbeth zu Haus." [6]

Kastanienwald

Ausgedehnte Kastanienwälder stehen an den nach Osten orientieren Hängen und ziehen sich in die Tallagen.

Nadelforst

Der nach Süden ausgerichtete Hang des Kanzel-Bergs trägt kleinwüchsige Kiefernbestände, die starker Trockenheit ausgesetzt sind. Sie ergeben einen besonderen landschaftlichen Reiz.

Boden

Lehmboden.jpg
Alsterweiler ist bekannt für seine tiefgründigen Lehmböden. Der ursprünglich kalkreiche Löß ist zu dichten, kalkarmen Lehmen ausgewaschen.



Gewässer

Alsterweiler wird von zwei Gewässern durchzogen. Einmal der Alsterbach und weiter im Norden die/der Hitschbach.

"An dem Alsterweiler Tälchen fließt das kleine Bächlein Alster mitten durch Alsterweiler, wird beim „Schlössel" geteilt und fließt nach Osten zu, um teils in die Kanalisation aufgenommen zu werden, teils bei Kirrweiler in den Kropsbach zu fließen"[7]

Aus dem Klausental fließt ein noch kleineres Wässerlein, der Hitschbach, der Gemarkungsgrenze entlang nach Osten [8]

Wassernutzung

"Die Alsterweilerer zweigten von der Alster, die von der Spring herunterfloss, so viel Wasser ab, dass für die Burgbesitzer und die Gemeinde Maikammer nicht mehr viel übrigblieb. Auf Vermittlung des Speyerer Bischofs hin konnte 1535 ein Vertrag ausgehandelt werden, in dem Viax von Oberstein das Recht eingeräumt wurde, seine Wiesen an zwei bestimmten Wochentagen zu wässern, worauf er sogar zu verzichten bereit war, wenn immer die Maikammerer ihre Weinfässer eichten. Gemäß Urkunde LA Sp D 1 Nr.65 beteiligten sich Viax von Oberstein und seine Frau Margarete von Dalheim an den Baukosten einer Deichelleitung, die von einem Brunnen im Alsterweiler Tal über seine Dieterswiese nach Maikammer geführt wurde, bat aber um Schonung seiner Weidenbäume, mit deren Gerten er wohl die Reben anbinden ließ."[9]

Urban Ziegler erwähnt in seiner Beschreibung der Feuerwehr "Die Bäche"[10].

Ein Bach speist den Brandweiher Sauwoog oberhalb Alsterweiler und die Weed an der Stelle, an der heute die Alsterweiler Kapelle steht. Ziegler schreibt weiter, dass an der "Weed" im Jahr 1609 11 Häuser standen[11]. Im weiteren Verlauf durch die Hartmannstraße teilte sich der Bach an der Weiherstraße (Weyergässl), mit einem Teil, dem Kirchbach in die Kirchwiesen. Der zweite Teil nahm die Weihergasse zur Neugasse bis zur Marktstraße und bewässerte die Wiesen am Schild und in der Hub.

Aus der Weed bezog auch der Dieterwiesenbach sein Wasser, das die Schlossgräben der Kredenburg füllte. Einen unterirdischen Gang zur Gewässerführung vom "Costere" aus zum Schloß Kredenburg erwähnt Urban Ziegler mit Verweis auf Franz Xaver Remling[12].

Der Alsterbach, nach dem die Gemeinde Alsterweiler angeblich benannt sein soll (hier irrt die Autorin, wie bereits an anderer Stelle nachgewiesen) [13], verläuft von Westen kommend am...

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Steinerne Zeugen

In Alsterweiler sind zahlreiche Steinerne Zeugen zu finden. Richard Wittmer hat in seinem Buch "Die Flur von Maikammer-Alsterweiler" aus dem Jahr 2000 eine umfassende Darstellung zu den Flurkreuzen und Bildstöcken veröffentlicht [14]. Zu ergänzen sind noch die Grenzsteine ([.matthias-dreyer.de/shutter2/grenzsteine Grenzsteine auf der Gemarkung Maikammer-Alsterweiler]) [15], die ebenfalls zahlreich in der Gemarkung von Alsterweiler zu finden sind. Zudem sollen die Brunnen am Ort und in der Flur Erwähnung finden. Zu diesen "klassischen" Steinzeugen kommen weitere hinzu: Straßen und Brücken, Trockenmauern, Unterstände, Ziermauern und Hinweistafeln.


Weblinks

  1. [.pfaelzerwald.de/ Der Pfälzerwald].
  2. [map1.naturschutz.rlp.de/landschaften_rlp/grosslandschaft_uebersicht.php Großlandschaften in Rheinland-Pfalz]
  3. [map1.naturschutz.rlp.de/landschaften_rlp/landschaftsraum_uebersicht.php Landschaftsräume]

Literatur

  1. Hener, Markus: Die Kredenburg zu Maikammer-Alsterweiler : im Wandel der Jahrhunderte, Maikammer-Alsterweiler, Herausg. Hener, 1994, 52 Bl. : zahlr. Ill., Kt., /Signatur Pfälz. Landesbibliothek Speyer, 3a 1501].
  2. Hürkey, Edgar J. (1981): Der Passionsaltar zu Maikammer. Neue kunsthistorische Untersuchung zum Altartriptychon in Maikammer (Pfalz). Mainz: Ges. für Mittelrhein. Kirchengeschichte (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 40).
  3. Leonhardt, Johannes (1928): Geschichte von Maikammer-Alsterweiler. Chronik von Maikammer-Alsterweiler ab 1928 und Chronik der Verbände und Vereine 1986. Unter Mitarbeit von Damm, Johannes und Treptow, Hans. Maikammer.
  4. Wittmer, Richard: Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten, Maikammer, Herausg. Ortsgemeinde Maikammer, 2000, 208 S. : Ill. + 1 Kt.-Beil. /Signatur PLB Speyer, 17.2974].
  5. Wittmer (2002), Wittmer, Richard: Glockenstein und Trullo, Maikammerer steinerne Raritäten, In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch. – 24 (2002), S. 105-106, 2002, /Signatur PLB Speyer: Per. 9476/24.2002;Per. 15754/24.2002f.
  6. Wittmer, Richard: Maikammer: Ein Dorf wird schöner In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch. - 19 (1997), S. 106-108, 1997, /Signatur PLB Speyer, Per. 9476/19.1997].
  7. Wittmer, Richard: Die Existenzgründung einer einfachen Frau vor 100 Jahren : "d'Millich Hummen", In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch. - 21 (1999), S. 158-161, 1999, /Signatur PLB Speyer, Per. 9476/21.1999;Per. 15754/21.1999].

Einzelnachweise

  1. Anmerkung Matzinger: aus dem Lateinischen cultura = Pflege, Bearbeitung, Anbau, auch das Wort agricultura gehört zu diesem Stamm.
  2. [.geocities.com/pfalzforschung/Info/denk-lit.htm Pfalzforschung] Umfangreiche Liste weiterer Literatur zum Thema Kleindenkmale an der Südlichen Weinstraße.
  3. Stäblein, Gerhard (1968): Reliefgenerationen der Vorderpfalz. In: Würzburger Geographische Arbeiten 23: 192, Seite 47, Abb. 14
  4. Anmerkung Matzinger: In der Pfalz gibt es vier Großlandschaften
  5. Anmerkung Matzinger: In Abwandlung dazu "Scheeler Jakob," bei: Carl, Viktor (1986): Die Pfalz im Jahr.Landau in der Pfalz: Pfälzer Kunst Dr. Hans Blinn, Seite 273
  6. Wilde, Julius (1926/8. Mai): Die Heidelbeere und ihre Beziehungen zum pfälzer Volke. Eine volks- und sprachkundliche Studie (Fortsetzung). In: Pfälzer Heimat 107: 1
  7. Leonhardt, Johannes (1928): Geschichte von Maikammer-Alsterweiler. Chronik von Maikammer-Alsterweiler ab 1928 und Chronik der Verbände und Vereine 1986. Unter Mitarbeit von Damm, Johannes und Treptow, Hans. Maikammer, Seite 13
  8. Leonhardt, Johannes (1928): Geschichte von Maikammer-Alsterweiler. Maikammer, Seite 9
  9. Keddigkeit, Jürgen (2005): Pfälzisches Burgenlexikon. I - N. Kaiserslautern: Inst. für Pfälzische Geschichte und Volkskunde (Beiträge zur pfälzischen Geschichte, 12,3), Seite 223.
  10. Ziegler, Urban (1975)]]: Die Geschichte der Feuerwehr von Maikammer-Alsterweiler in der Zeit von 1575 bis 1875.: Festschrift 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Maikammer, S. 16–27.
  11. Ziegler, Urban: Die Geschichte der Feuerwehr von Maikammer-Alsterweiler in der Zeit von 1575 bis 1875.: Festschrift 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Maikammer , S. 17 (Beedbuch 1609)
  12. Ziegler, Urban: Die Geschichte der Feuerwehr von Maikammer-Alsterweiler in der Zeit von 1575 bis 1875.: Festschrift 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Maikammer , S. 20 nach: Franz Xaver Remling, Nikolaus von Weis, 1. Band, Seite 246, Speyer 1871
  13. Ziegler-Schwaab, Judith (1994): Historienpfad "Maikammerer Traube". Herausgegeben von Gemeinde Maikammer. Fremdenverkehrsbüro. Maikammer.
  14. <wikindx resource=4/>[Signatur PLB Speyer, 17.2974]
  15. Dreyer, Matthias C.S.: Die Grenzsteine in Maikammer, .matthias-dreyer.de/shutter2/grenzsteine/ 24. August 2008

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

  1. /Zum Begriff "Die Flur": de.wikipedia.org/wiki/Flur_(Gel%C3%A4nde)]

Kategorien

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