Landcommissariat

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Landcommissariat ist eine Verwaltungseinheit. Sie bestand von XXX bis XXX.

Die Verwaltungseinheit

Das Land=Commissariat ist eine Einrichtung (später Bezirksamt), die aus der bayerischen Zeit der Pfalz stammt [1]. "Die Neuordnung der Verwaltung unter bayerischer Herrschaft trat zum April 1818 in Kraft. Die Pfalz wurde in zwölf "Landcommissariate" unterteilt, darunter im Westen das Landcommissariat Homburg [...] Diese Kantonalgliederung war bereits in napoleonischer Zeit kreiert worden. Die Kantone Neuhornbach und Blieskastel umfassten den Bliesgau und St. Ingbert, die 1902 zum neuen "Bezirksamt St. Ingbert" zusammengefasst wurden. Diese Einteilung behielt Gültigkeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges." [2] "Gehörten wir in der französischen Zeit zum Département Mont-Tonnerre (Donnersberg), im Arrondissement Deux-Ponts (Zweibrücken), im Kanton Landstuhl, so wurde von der bayerischen Regierung aus dem Arrondissement die Kreisdirektion. Die Kantone blieben bestehen. Am 1. April 1818 wurde zwischen die Kreisdirektion und den Kanton eine weitere Verwaltungseinheit geschoben, das Landcommissariat." [3] [4]


Wie schwer sich die bayerische Verwaltung mit dieser Gebietseinheit tat, lässt sich einem Beitrag entnehmen, der von Felix Buchinger im Jahr 1827 verfasst worden war: "Die Einführung der öffentlichen Rechtspflege in Bayern..." [5]

In diesem Beitrag wird auch ausgeführt, dass die Kommissariate in etwa 30 bis 40 000 Einwohner umfassten. Wäre diese Größenordnung auf die bayerischen Kreise übertragen worden, hätte sich für das Königreich Bayern eine Anzahl von 82 Landkommissariaten ergeben.

Die Landkommissariate wurden verstanden als Mittelstelle zwischen den Regierungen, Magistraten und Landgemeinden und Kantonsbehörden (Kantone, Mairien/la mairie). Sie sollten lediglich die Oberaufsicht, Leitung, Inspizirung derselben übernehmen. Ein Landkommissär könnte mit einem Sekretär oder Aktuar und einem oder zwei Boten auskommen. Inspektionsreisen wurden als eine vorzügliche Funktion der Landkommissäre bezeichnet.

Bereits vor der französischen Revolution gab es auf dem Gebiet der Pfalz "Verwaltungseinheiten" ähnliche Gebilde, die aber besser als Zugehörigkeit zu Herrschaftsgebieten zu verstehen waren. Stellvertretend für diese Vielgestaltigkeit der Gebietseinteilung soll auf die Region Westpfalz verwiesen werden. Sie gehörte in Teilen zur Kurpfalz, zum Herzogtum Zweibrücken, zum Hochstift Speyer, zum Landgraf von Hessen-Darmstadt, zum Markgraf von Baden, zum Fürst von Leiningen-Daxburg-Hardenburg zu Dürkheim, zu den Grafen von Leiningen-Daxburg-Falkenburg, zu den Grafen von Sickingen, zum Schenk von Waldenburg und zu Eckebrecht von Türkheim. (Siehe dazu in einem ausführlichen Beitrag Arnold Schneider [6])

Die Aufteilung der Pfalz

Die Pfalz (In der Karte entspricht die Pfalz im Jahr 1841, wie im Werk von Karl Geib zugrunde gelegt, in etwa dem rot umrandeten Gebiet.) ist in zwölf Land=Commissariate unterteilt. Sie sind wie folgt benannt:


I. Bergzabern.

II. Landau. (Begehung startete am: Matzinger 19:18, 18. Apr. 2008 (UTC)

III. Germersheim.

IV. Neustadt.

V. Speier.

VI. Frankenthal.

VII. Kirchheimbolanden.

VIII. Kaiserslautern.

IX. Kusel.

X. Homburg.

XI. Zweibrücken.

XII. Pirmasens.

Weblinks

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Die Ebene darunter wird mit dem Begriff Kanton abgegrenzt.
  2. Martin Baus, Saarpfalz, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44595> (26.02.2008), aktueller Abruf: Matzinger 13:00, 26. Apr. 2008 (UTC).
  3. Ohliger, Erich: Gemeinden des Landkreises Südwestpfalz im saarländischen Dekanat Homburg. In: Heimatkalender 2008 für das Pirmasenser und Zweibrücker Land, Landkreis Südwestpfalz (Herausg.), Koblenz 2008, Seite 233.
  4. Schneider, Arnold: Vom Herzoglichen Oberamt zum Königlich Bayerischen Landcommissariat: die Geburtsstunde der heutigen Kreisverwaltung. In: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land, 1993, S. 26-30, (Landesbibliothek Speyer unter [107] Per. 9081/1993 || Per. 9082/1993)
  5. "Die Einführung der öffentlichen Rechtspflege in Bayern mit Beziehung auf die Oeffentlichkeit des Kultus : Die Landgerichte, Herrschafts- und Patrimonialgerichte, und ihre Auflösung - in Bezirksgerichte, Friedens-Gerichte, Notariate und Land-Kommissariate"; Ein Beitr. zu den Materialien für den Landtag von 1827, Paßau: Ambrosi, 1827 - VIII, 286 S. Im Original siehe auf [dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/wrapbooks/%22112750%22 Seite 173.]
  6. Schneider, Arnold: Vom Herzoglichen Oberamt zum Königlich Bayerischen Landcomissariat. Die Geburtsstunde der heutigen Kreisverwaltung. In: Heimatkalender des Primasenser und Zweibrücker Land, 1993, S. 26-30 / Rheinland-Pfälzische Landesbibliothek Signatur [107]

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

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