Historischer Verein der Pfalz/Veröffentlichungen/Pfälzisches Museum

Aus Pfalz
Wechseln zu: Navigation, Suche

Pfälzisches Museum ist eine Zeitschrift des Historischen Vereins der Pfalz (ehemals Historischer Verein). Sie ist erschienen im Zeitraum von 1884 bis 1905.

Zusammenstellung der Historischer Verein der Pfalz.

Historischer Verein der Pfalz

  • Autor: Bloch, Eduard. (1885 Juni 15), Titel: Die Kredenburg bei Maikammer..
    In: Pfälzisches Museum - Monatszeitschrift für heimatliche Litteratur und Kunst, Geschichte und Volkskunde, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.), , Band 6. Band, Heft (@(SS.47-48) Anmerkung der Redaktion:),Keine Seite angegeben.
    Kein Schlüssel angegeben.
    Zitat: Daß «Widder» in seiner Beschreibung der alten Kurpfalz besagter «Kredenburg» (vielleicht besser «Gredenburg», von «Geraidenburg», «Gerädenburg», «Grädenburg», weil Maikammer sonst zu der V. Haingeraide zählte) gedenkt, ist uns neu, und blieb auch unser Nachschlagen im Werke nach dersselben erfolglos. Wohl führt der alte Chronist in dem Geschlechtsregister einige «Obersteiner» an; doch unterliegt es keinem Zweifel, weil er darin nur von Adeligen und Dienstmännern «im Umfange der Rheinischen Pfalz» spricht, daß diese «Obersteiner» nicht, wie der Herr Verfasser meint, auf der Kredenburg bei Maikammer saßen. Denn die Burg lag im bischöflichen speyerer Gebiete, und ihre Bewohner zählten nicht zum pfälz. Dienstadel. Auch die Namen der genannten Junker «Viax» und «Hans Friedrich» finden sich nicht in erwähntem Register von Widder. Nicht eine «gar mächtige Familie» waren die Obersteiner auf der Kredenburg, sondern «ein Zweig eines adelichen Geschlechts» wie die Mitteilungen des historischen Vereins besagen. Die Lage des Schlößchens selbst, der gänzliche Mangel an Vorkehrungen zur Verteidigung, die Terrainverhältnisse, das frühere, nunmehr verschwundene große Einfahrtsthor mit landwirtschaftlichen Gebäuden u. s. w. der Umstand, daß wohl «Junker», aber keine «Ritter» die Kredenburg bewohnten, bestimmen uns zu der Annahme: keine stolze Familie beherbergte die Burg, wohl aber einfache sog. «Krautjunker», die kaum in Verträgen oder sonstigen Verbriefungen und Aktenstücken sich bemerkbar machten. Bezüglich des Austserbens der «Kredenburger» im Jahre 1661, so bezieht sich diese Behauptung ebenfalls teilweise auf eine «Widder’sche» Notiz, ist aber ganz unrichtig hier verwendet, weil, wie gesagt, es sich um «pfälz. Obersteiner» handelt, und nicht um solche, die wahrscheinlich speyerische Lehensleute waren und die Kredenburg bewohnten.

    Ob die «Kredenburger» dem gleichnamigen Rittergeschlechte von Oberstein an der Nahe, oder jenem im Oberamte Alzey angehörten, bleibt vorerst schwer nachzuweisen. Auch ist die Eußerthaler Urkunde, welche von «Reben zu Maikam an dem Schlosse» spricht, höchst vorsichtig mit der Kredenburg in Beziehung zu bringen, weil letztere zu Alsterweiler, dem unmittelbar darum liegenden Dorfe, zählte, zu welchem es heute noch gehört, und Maikammer selbst am südlichen Ende des Dorfes eine Burg aufzuweisen hatte, wie uns im Jahre 1840 ein alter lokalkundiger Bürger von da mitteilte.

    Das Geschlecht der Obersteiner, welches «Widder» erwähnt, hauste auf der Burg Oberstein im alten Oberamte Alzey, bei dem eingegangenen Dorfe Lindesheim, in der Nähe Offsteins. In der nördlichen Pfalz und Hessen sehr begütert, standen diese Obersteiner als Beamte in kurpf. Diensten, oder waren Lehensträger. Nur ein einziger der Familie tritt als Domdechant zu Mainz in der Geschichte auf. Der letzte Obersteiner, Christoph, starb im Jahre 1661 ohne Leibeserben als pfälz. Lehensmann; war also keiner der Kredenburger Familie. - 

    Unrichtig ist ferner, als sei «jede Erinnerung an die Burg und die Burgherrn verschwunden.» Das in den fünfziger Jahren erschienene Geschichtswerk der rheinpfälzischen Schlösser von P. Gärtner, welches ebenfalls die eingans berührten kurzen Notizen über die Kredenburg bei Alsterweiler enthält, ist überall bekannt geworden. Der verstorbene Gastwirt Herr Hauck in Alsterweiler, in dessen Besitz das Schlößchen sich befand, gab uns oft genauen Bescheid über dasselbe und seine früheren Bewohner, auf Grundlage besagten Werkes. Er war es auch, der uns auf die Grabsteine der Obersteiner auf dem alten Maikammerer Friedhofe, wie auch auf die wenigen Wappen und Rudera des Schlößchens selbst, öfters aufmerksam machte. Die Inschriften auf den Grabmonumenten wurden schon häufig von Einheimischen und Fremden, gelegentlich der Besichtigung des berühmten Gemäldes in der Kirche nebenan, gelesen und notiert.

    Was endlich die einstöckigen Häuser betrifft, die, von den Maikammerern auf den Fundamenten der von ihnen zerstörten Burg erbaut, den Namen einer «Burg» nicht mehr verdient hätten, so verdanken diese Wohnungen ihren Ursprung einer viel neueren Zeit und einem anderen Bauherrn. Nicht diesen gilt die Bezeichnung «Schlößchen», sondern der Stelle, darauf die «Kredenburg» gestanden.

    Die Behauptung aber, auf den vorerwähnten Grabsteinen nach dem Jahre 1525 fehle die Bezeichnung «zu Kredenburg» deshalb, weil «diese höchst einfachen Bauten «Burg» zu nennen eine Ironie gewesen wäre, erscheint uns als eine sehr kühne. Einer Erwähnung der Grabmäler in der Blaul’schen Schrift, Ausgabe 1838, vermochten wir, trotz eifrigen Suchens, nicht zu begegnen.

      %Kommentar Die umfangreichen Anmerkungen machen deutlich, dass der Verfasser wohl wenig profund berichtet. (matzinger)

    %Kommentar Vermutlich handelte es sich dabei um Sebastian Hauck. Siehe dazu: Hauck (matzinger).
    Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Schlagwort: Oberstein · Viax von Oberstein · Kredenburg · Alsterweiler · Sebastian Hauck
    Quelle: Historischer Verein der Pfalz/Veröffentlichungen/Pfälzisches Museum
    Datum: 1885 Juni 15
    Stufe: 6
    Sammlung: Kredenburg
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Kredenburg

  • Autor: Schmitt. (1887), Titel: Appellrat Kast.
    In: Pfälzisches Museum - Monatszeitschrift für heimatliche Literatur und Kunst, Geschichte und Volkskunde, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.), , Band 3, Heft ( ),Seite: S. 22 und 23.
    Schlüssel: Historischer Verein der Pfalz/Veröffentlichungen/Pfälzisches Museum#
    Zitat: Appellrat Kast Nr. 2 des „Pfälzischen Museums» brachte bereits einige kurze Bemerkungen über unser verstorbenes Vereinsmitglied den k. Appellationsgerichtsrat a. D. Cajetan Kast. Nachdem uns von sehr geschätzter Weise über das Leben des Verschiedenen genauere Angaben gemacht wurden, welche auch für weitere Kreise von Interesse sind, so veröffentlichen wir hiermit dieselben in der Monatsschrift, für welche er so kräftig eintrat, welche er mit mehreren schätzbaren Beiträgen unterstützte und welche er mit weiteren Mitteilungen aus seinem Wissen zu bereichern gedachte; um so schmerzlicher ist es für uns diese Blätter statt mit seinen Darstellungen nun mit Darstellung seines eigenen Lebens füllen zu müssen. Cajetan Kast war geboren den 2. Oktober 1825 zu Würzburg als der Sohn des damaligen Hauptmannes und späteren Oberstlieutenants Käst, seine Blutter war eine geborene Freiin v. Tautphöus. Da sein Vater später in die Pfalz versetzt wurde — er stand zuerst in Spei er, dann in Germersheim und zuletzt in Landau in Garnison —, so erhielt Käst seine ganze Schulbildung in L>peier, er die Volksschule, das humanistische Gymnasium und das Lhceum be- suchte. 1844 bezog er die Universität zu Würzburg und hie- raus die zu München; hier verkehrte er viel im Hause des be- kannten Architekten Gärtner, und die hier gewonnenen Ein- drücke blieben maßgebend für sein ganzes Leben. Nachdem er 1850 das juristische Staatsexamen in Speier bestanden, wurde er Polizei-K o miss ür in Landau und 1853 Advokat da- selbst. 1855 vermählte er sich mit Auguste Molique, der Tochter des verstorbenen Bezirksgerichtsdirektors Molique. 1859 trat er als Staatsprokurator-Substitut in den Staatsdienst über, war von 1860—1866 B e z i r ks r i ch t e r in Frankenthal dann Staatsprokurator in Landau, bis er 1872 zum Apcl- lationsgerichtsrat in Zweibrücken befördert wurde. Hllr trat bei ihm immer stärker ein Nervenleiden hervor, das er sich durch Überarbeitung zugezogen hatte; denn es war die Ge- wohnheit des Verstorbenen sich den Geschäften seines Berufes mit ganzer Kraft hinzugeben. 1879 sah er sich genötigt, dem Drängen seines Arches nachgebend, um die Versetzung in den Ruhestand nachzusuchen, welche ihm „unter wohlgefälliger An- erkennung seiner mit Eifer und Treue geleisteten vorzüglichen Dienste» gewährt wurde. Noch 7 Jahre der Ruhe konnte der Verstorbene im Kreise der Seinen zubringen, er hielt sich größtenteils in Landau aus, doch den Sommer nahm er regelmäßig seinen Aufenthalt in einem Landhause zu Alsterweiler, von wo er häufig das Casino in Edenkoben besuchte, wo er ein stets gerne gesehener Gast war. Am letzten,Tage des Jahres 1886 machte ein Herzschlag dem Leben des im 62. Jahre stehenden Mannes ein Ende. Er hinterläßt ein Wittwe und zwei Söhne, von denen der eine, vr. Hermann Käst, Privatdozent der Chemie am Poly- technikum zu Karlsruhe ist und der andere Sekondlieutenant im k. b. 18. Infanterie-Regiment in Landau. Ehre dem Andenken des trefflichen Mannes! Edenkoben. vr. Schmitt., Noch 7 Jahre der Ruhe konnte der Verstorbene im Kreise der Seinen zubringen, er hielt sich größtenteils in Landau auf, doch den Sommer nahm er regelmäßig seinen Aufenthalt in einem Landhause zu Alsterweiler, von wo er häufig das Casino in Edenkoben besuchte, wo er ein stets gerne gesehener Gast war..
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Appellrat Cajetan Kast
    Schlagwort: Cajetan Kast · Kast · Alsterweiler · Landhaus
    Quelle: Historischer Verein der Pfalz/Veröffentlichungen/Pfälzisches Museum
    Datum: 1887
    Stufe: 3
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    LINK: [[1]]
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.